Horst Mahler soll keine „Reha“ haben

Und immer noch spielen die Verbrecher in München auf Zeit – auf die biologische Lösung wird gebaut. Ein Reha-Platz stand bereit. Die Maßnahme sollte am 18. Februar angetreten werden. – Es fehlte nur der positive Bescheid der Staatsanwaltschaft II in München.

Gestern erreichte uns die Meldung:

Die geplante Reha ist endgültig geplatzt, der reservierte Platz ist verfallen. Eine Reha wird es nicht mehr geben. Grund dafür ist, daß weder von der Staatsanwaltschaft noch von der Strafvollstreckungskammer des Potsdamer Landgeichts (oder Oberlandesgerichts) die benötigte Entscheidung zur Aussetzung der Haft gefällt wurde. Die stellen sich nach außen tot.

Der Anstaltsarzt der JVA, Dr. Zeh, hat heute in der Sache noch einmal beim Generalstaatsanwalt in München interveniert und berichtet, daß dieser total zu gewesen sei und irgendetwas vorsichhinmurmelte, daß diese Sache „an höherer Stelle“ entschieden würde.

Einen weiteren Anlauf für eine Reha wird es auch nicht mehr geben, da die Krankenkasse eine postoperative Reha nur bezahlt, wenn sie innerhalb einer gewissen Frist nach der OP angetreten wird.

Nun ruhen unsere Hoffnungen auf dem erneuten und neu begründeten Antrag zur Aussetzung der Reststrafe, den Horst am 6. Februar gestellt hat. Der erwartbare Verlauf ist, daß die Justiz den Antrag einfach nicht zur Kenntnis nimmt bzw. ihn nicht bearbeitet.

In seinem Antrag vom 6. Februar 2019 hatte Horst Mahler – für jeden klar denkenden Menschen nachvollziehbar – formuliert, warum diesem stattgegeben werden muß. Daß sich „Juristen“, „Staatsrechtler“ und alle anderen Mitverantwortlichen noch immer davor drücken, endlich dem Recht wieder zu seiner Geltung zu verhelfen, wird kommenden Generationen wohl immer ein Rätsel bleiben. Die Heuchelei auf ein „Grundgesetz“ wird gerade im Fall Horst Mahler so offenbar, daß sich selbst juristische Laien fragen, wie „Gelehrte“ es schaffen, diese Widersprüche für „Recht“ zu erklären.

Allen Beteiligten sei an dieser Stelle versichert: Unabhängig davon, wie lange Horst Mahler diesen Wahnsinn noch lebend erträgt, Sie werden mit Ihrem ganzen Sein dafür einstehen müssen, durch Ihr Zutun den Begriff des Rechts in die Unwirklichkeit verkehrt und jedes sittliche Empfinden geschändet zu haben. Ihre Enkel werden sich noch dafür schämen, Nachfahren solcher Ignoranten zu sein.

Noch frohlocken die Täter ob der vermeintlichen Gewißheit des immerwährenden Regierens der Lüge. Doch ganz plötzlich – vielleicht schon über „diese“ Nacht – verwandelt sich die Welt wieder in ein Meer aus Licht. Die Kraft der Wahrheit führt unweigerlich dazu, daß die Lüge an sich selbst zerbricht.

Sind Sie Teil dieses Lügengebildes?

Vielleicht gibt es für Sie noch einen Weg aus dem Dunkel heraus? Heute vielleicht noch – was morgen sein wird – ……

Jeder kann sich selbst den Weg ins „Morgen“ bauen – so, oder so…. !








Die bayrische Knobloch-Regierung

Übernommen von: heurein.wordpress.com

Der Artikel in russischer Sprache – Статья на русском языке

Kaum vier Tage lang bekleidete Markus Söder de jure das Amt des CSU-Parteivorsitzenden, da führte er der Öffentlichkeit vor, wer de facto die Bayrische Regierung verkörpert: Charlotte Knobloch. Er wählte den 23. 1., um auf einer sogenannten „Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus“ die Dame gegen die AfD hetzen zu lassen. Wohlgemerkt, der Bayerische Landtag war Gastgeber, somit auch die AfD, da diese ein frei gewählter Teil des Landtages ist, während Knobloch als Gast sprach. Als letztere nun mit ihren Tiraden über die AfD herzog, verließen jene AfD-Abgeordnete, die noch ein gesundes Maß an Selbstachtung besaßen, selbstverständlich den Saal, dabei wäre es Söders Pflicht als sogenannter Ministerpräsident und Parteivorsitzender gewesen, die Tiraden zu unterbinden; wenn schon nicht durch Saalverweis, so doch wenigstens auf diplomatischem Wege. Das hat er nicht nur unterlassen, sondern spendete, gemeinsam mit anderen demokratischen Figuren, der seit langem bekannten Unruhestifterin auch noch stehend Beifall. Und um sich bis auf die Knochen zu blamieren, leistete er sich gegenüber der Presse folgende Äußerung:

Das Verhalten einzelner AfD-Abgeordneter war respektlos. Es entlarvt und zeigt den wahren Charakter. Echte Demokraten hätten sich anders verhalten.“

Seiner Meinung nach war also nicht die Beschimpfung durch Frau Knobloch respektlos, sondern die AfD-Abgeordneten waren es, weil diese sich diese Ungezogenheit nicht anhören wollten. Eine typische demokratische Geisteshaltung, die er mit seinem letzten Satz bestätigt. Ja, echte Demokraten hätten sich tatsächlich anders verhalten, als jene den Saal verlassenden AfD-Abgeordneten: sie hätten sich so wie Söder und seinesgleichen verhalten, nämlich das ungezogene Geschwätz der Knobloch mit stehendem Beifall belohnt. Dieses kriecherische Verhalten gegenüber jüdischen Anmaßungen einerseits, und obendrein das Beschimpfen derer, die sich nicht beschimpfen lassen andererseits, ist in der Tat das Markenzeichen von Musterdemokraten, so wie es sich im BRD-System eingebürgert hat. Da ist es kein Wunder, daß ein anständiger, zivilisierter und gesitteter Mensch es als Beleidigung empfinden muß, wenn er als „Demokrat“ bezeichnet wird.

Um die Erbärmlichkeit von Söder und den vaterlandslosen Gesellen in ihrer ganzen Tragweite zu erfassen, braucht man sich nur das unendliche Leid der deutschen Zivilbevölkerung vor Augen zu führen, z. B. den seit 1939 begonnenen anglo-amerikanischen Bomben-Terror gegen deutsche Städte, wo Kinder, Frauen, Alte, Kranke, Flüchtlinge gezielt bei lebendigem Leibe verbrannt, ermordet wurden, jener Holocaust, der in den ersten Monaten des Jahres 1945 seinen Höhepunkt erreichte. Und 74 Jahre später sitzen Söder und Konsorten im Bayrischen Landtag und zerquetschen Krokodilstränen „für die Opfer des Nationalsozialismus“, während etwa zur gleichen Zeit damals Bomber-Harris den Holocaust für Dresden plante. Dieser deutschen Opfer, der Opfer des eigenen Volkes gebührend zu gedenken, wagt kein Demokrat: Charlotte Knobloch erlaubt es nicht, wie wir noch sehen werden.

Man muß kein AfD-Anhänger sein, wenn man anständige AfD-Abgeordnete in Schutz nimmt, denn eine Partei, deren Parteivorsitzender, Alexander Gauland, fordert, Deutsche müßten bereit sein, für den Raubstaat Israel, der permanent Antigermanismus lebt, zu kämpfen und zu sterben, kann keine Alternative für das deutsche Vaterland sein. Hier soll nicht die AfD an sich verteidigt werden, sondern schlicht und einfach Anstand und Sitte, welche besagte AfD-Abgeordneten unter Beweis gestellt hatten, indem sie den Saal verließen. Vor allem aber gilt es, sich zu verwahren gegen die dreiste Fremdbestimmung einer Charlotte Knobloch, die nicht die geringsten deutschen Interessen vertritt, sondern einzig und allein jüdisch-zionistische. Nach dem von ihr provozierten Eklat nannte sie einen der Hauptgründe für ihre Schimpfkanonade: Die AfD

will ein Ende der Erinnerungs- und Gedenkkultur“,1

was nichts anderes heißt, als daß Madame dem deutschen Volk verbieten will, das ewige Kriechen vor jüdischen Thronen zu beenden.

Neben Markus Söder fehlte den gesamten Abgeordneten der Altparteien der notwendige Anstand. Gewohnt würdelos artikulierte sich wieder einmal der übereifrige sogenannte Antisemitismus-Beauftragte der bayrischen Knobloch-Regierung, Ludwig Spaenle:

Den Mut von Frau Präsidentin Knobloch, im Zusammenhang mit ihren klaren Aussagen im Bayerischen Landtag, ist hoher Respekt zu zollen.“

Mut? Dann könnte Spaenle ebenso Netanjahu Mut attestieren, wenn dieser in der Knesset gegen die Palästinenser oder den Iran geifert. Und auch die Landtagspräsidentin Ilse Aigner, mit ihrer geschwurbelten Aussage, durfte nicht fehlen:

Es war notwendig, hier auch klare Sätze zu sagen, sowohl von meiner Seite, als auch von Frau Knobloch, weil es eben Tendenzen in diesem Lande gibt, mit denen wir [wer ist „wir“?] uns nicht einverstanden erklären können.“

Welche „Tendenzen“ meint Frau Aigner? Die oben erwähnte Für-Israel-sterben-Tendenz des Alexander Gauland gewiß nicht, ebensowenig einige vom Zeitgeist bereits schwer angekränkelte Tendenzen der AfD. Wenn man sich die deutsch-feindlichen „Tendenzen“ der israelitischen Präsidentin zu eigen macht, dann ist man immer auf der sicheren Seite, dürfte das Credo der bayerischen Landtagspräsidentin sein. Doch wie sieht es mit den „Tendenzen“ der anderen im Bayrischen Landtag vertretenen Parteien aus, Tendenzen, die Ilse Aigner keiner Rüge wert erachtet? Beispielsweise die Tendenz der SPD, deren Nachwuchsorganisation (Jusos) den denkbar abscheulichsten Massenmord, den Mord im Mutterleib bis zum 9. Monat fordert? Damit kann sich die sogenannte Christlich soziale Union „einverstanden erklären“? Wir wissen es nicht. Das steht für Frau Aigner nicht zur Debatte, weil diese „Tendenz“ für Frau Knobloch nicht relevant ist. Und die „Tendenz“ der Grünen, deren Parteichef Robert Habeck „Vaterlandsliebe zum Kotzen“ findet und mit Deutschland „nichts anfangen kann“, war das ein Grund zum Protest für Markus Söder, Ilse Aigner oder Ludwig Spaenle? Nein, denn Charlotte Knobloch hat sich für ihre Schmähungen ja die AfD und nicht die Kotz-Parteien ausgesucht. Welcher sogenannte Demokrat wollte da der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde widersprechen?! Welcher Jammerlappen von Demokrat wollte da eine andere Meinung haben, als die von ihr und ihren Glaubensgenossen vorgegebene?!

Und die Journalisten der Lizenzpresse scharten sich um Knobloch wie Eunuchen um ihren Sultan. Letztere würden ihren Herrn und Meister immer verteidigen, egal was er gebiete, denn seine Befehle erläßt er im Namen Allahs. Und was den mohamedanischen Leibeigenen die Allah-Drohungen, ist den BRD-Journalisten die Nazi-Keule: „Vor diesem Hintergrund“ – so die typische Stellungnahme eines politisch korrekten Journalisten der Passauer Neue Presse

nimmt es sich geradezu gespenstisch aus, wenn ein Großteil der AfD-Fraktion im bayerischen Landtag einen Eklat inszeniert, weil eine prominente deutsche Jüdin wie Charlotte Knobloch auf eben diesen skandalösen Zusammenhang verweist. Wer, wenn nicht eine Angehörige der NS-Opfer-Generation darf den Finger in die Wunde legen, weil es wieder eine in den Parlamenten vertretene Partei gibt, die den Schulterschluß mit Anhängern der Nazi-Ideologie übt?“2

Und Beifall heischend auf die Knobloch schielend, drischt er artig auf die Vorsitzende der AfD-Landtagsfraktion, Kathrin Ebner-Steiner ein, sie

sollte damit aufhören, die verfolgte Unschuld zu spielen. So lange Leute wie Björn Höcke in ihrer Partei an entscheidender Stelle mitmischen können, hat sie kein Recht dazu, Frau Knobloch ‚pauschale Unterstellungen‘ vorzuwerfen. Wer mit Höcke kungelt, kungelt auch mit dessen rechtsextremistischen Freunden.“

Aber Gott Lob! Der Pressemann hat auch schon einen Ausweg für die Ebner-Steiner, um deren Seelenheil doch noch zu retten:

Es gibt einen ganz einfachen Weg für die AfD, um der Kritik von Charlotte Knobloch künftig zu entgehen. Trennen Sie sich von Ihrem nationalistischen Flügel, Frau Ebner-Steiner, und Sie werden nicht wieder in die Verlegenheit kommen, einen Eklat inszenieren zu müssen, nur weil Sie jemand mit der Wahrheit konfrontiert!“

Da bleibt nur noch die Feststellung: Wären alle Deutschen Hitler so treu ergeben gewesen, wie dieser Pressemann der Knobloch – Deutschland hätte den Krieg kaum verloren…

Einen Tag nach dem Eklat beschwerte sich Ihre Majestät Knobloch mittels Hofmedien über die eingegangenen Proteste ihrer mißlungenen Audienz:

Die sogenannte AfD verträgt die Wahrheit nicht. Es gebe immer wieder solche Exzesse. Die Partei trete selbst sehr laut auf; und dann stünden sie auf und gingen, wenn man ihnen mal die Wahrheit sagt.“

Ach, Herr Söder & Co., hätten die AfD-Abgeordneten nur gewußt, daß Charlotte Knobloch das Monopol der Moral und Wahrheit besetzt hält, daß mit dem Bibelzitat „Ich bin die Wahrheit und das Leben“ nicht Jesus, sondern Charlotte gemeint ist, wären sie zerknirscht sitzen geblieben und hätten sich klaglos die Ohren langziehen lassen. Aber Sterbliche sind nun mal nicht dazu berufen, die Frage, „was ist Wahrheit?“, zu beantworten. Das vermag nur Frau Knobloch. Selig, die an sie glauben, und als antisemitisch verdammt, die ihr widersprechen.

Rufen wir uns einige Episoden aus dem Leben dieser von den Berufsdemokraten zum Götzen erhobenen und verehrten Person in Erinnerung.

Charlotte Knobloch bekleidete von 2006 bis 2010 als Präsidentin das mächtigste Amt der BRD: den Zentralrat der Juden in Deutschland, was sie als Wink Jahwes verstand, die absolute Unterwerfung Deutschlands gegenüber jüdischen Sonderwünschen und Vorstellungen zu erringen. Denn der 365 Mal im Jahr in allen Varianten zelebrierte 27. Januar genügt ihr nicht. Mit Chuzpe reich begabt, wählte sie zwar anstatt des häßlichen Wortes „Unterwerfung“ „gesunder Patriotismus“, ließ aber keinen Zweifel, was sie damit meinte:

Nur wer sein Land bejaht, sich mit seiner Nation und ihrer Geschichte identifiziert, wird sich einmischen, statt gleichgültig und lethargisch die Achseln zu zucken, wenn braune Horden durch unsere Städte stiefeln“,3

wobei sie mit „braune Horden“ jene meint, die das Lebensrecht des deutschen Volkes einfordern. Deutsche sollen sich also mit ihrer Geschichte identifizieren, allerdings nur kriechend im Büßergewand, weil nach Knoblochs Credo die über tausendjährige Geschichte Deutschlands nur aus Mord und Totschlag gegenüber Juden bestand. Die vielen Hekatomben von Millionen unschuldiger deutscher Opfer zählen nicht, und wenn, dann nur als Opfer zweiter oder dritter Klasse, so Knobloch in einer Anwandlung von antideutschem Rassismus, während eines Gastspieles in Weimar: es müsse klar sein,

daß die Shoah und eben nicht die deutsche Leid-Erfahrung zentrales Motiv unserer Erinnerungskultur bleiben muß“.4

Noch in den letzten Tagen ihrer Amtszeit verlangte sie „nach einem eigenen Schulfach zum Thema Holocaust“!5 Daß dieses Vergiften und Aufhetzen der Schüler gegen das eigene Volk formal noch nicht durchgesetzt wurde, ist belanglos, da auch ohne eigenes Schulfach die „Zukunft Deutschlands“ vom Kindergarten an mit der Holocaust-Religion infiltriert wird. Und zweifeln oder gar fragen ist bereits ein strafwürdiger Frevel. Schon Heinz Galinsky, ehemaliger Präsident des Zentralrats der Juden, hatte den Ukas herausgegeben: Wir geben den Weg zu einer schrankenlosen Geschichtsdiskussion nicht frei.“6 Verständlich, denn ohne diesen Befehl würde die schrankenlose Geschichtsfälschung zusammenbrechen.

Selbst als Knobloch ihre Präsidentschaft des Judenzentralrats an Dieter Graumann längst abgegeben hatte, blieb die psychische Vergiftung der Deutschen ihr Herzenswunsch. So rief sie im Oktober 2014 in einer Gesprächsrunde in der Straubinger Stadthalle, bei der auch der damalige CSU-Generalsekretär und derzeitige Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer teilnahm, wieder einmal zu politischer Bildung in Kindergarten und allen Schuljahren auf.“7 Daß unter „politischer Bildung“ und „Erinnerungskultur“ Holocaust-Verbildung gemeint ist, braucht nicht mehr erwähnt zu werden, und es überrascht keineswegs, daß diese schändliche Forderung „ihr von den rund 220 Zuhörern spontanen Beifall einbrachte.“8 Glückliche Sklaven huldigen immer ihrem Herrn, seien es orientalische Eunuchen in Bauchlage oder BRD-Demokraten mit stehenden Ovationen.

Einhergehend mit ihren unverschämten Forderungen, sind ihre Allüren. So hatte der jüdische Zentralrat unter ihrer Präsidentschaft im Jahre 2009 sogar die sakrale „Holocaust-Gedenkfeier“ im Bundestag beleidigt boykottiert, weil seine Vertreter im vorhergehenden Jahre „nicht offiziell begrüßt worden seien“.9 Im gleichen Jahr erteilte sie dem damaligen Bundespräsident Horst Köhler, obgleich praktizierender Holocaust-Gläubiger, eine Rüge. Dieser hatte der polnisch-jüdischen Menschenrechtsaktivistin, Felicia Langer, das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen, ohne vorher Knoblochs Genehmigung einzuholen, Knobloch:

Wir werden vor einer solchen Verleihung in der Regel angeschrieben und nach unserer Einschätzung gefragt“,10

enthüllte sie in einem Interview der Stuttgarter Nachrichten; dies sei im Fall Langer aber versäumt worden: „Man hätte besser recherchieren müssen und nicht so fahrlässig handeln dürfen.“ Nun, Knobloch mochte die Langer nicht, weil letztere Israel wegen dessen Herrenmenschentums gegenüber den Palästinensern kritisiert hatte. Und Kritik an Israel ist für Knobloch gleichbedeutend mit Kritik an den in der Knesset erlassenen Naturgesetzen, denn Knobloch – obgleich sich als ungekrönte Regierungschefin von Bayern gebärdend – betrachtet dennoch Israel als ihre „geistige Heimat“,11 jenes Zionistenland, dem kein Makel unterstellt werden darf, es sei denn, der Kritiker will von ihr nicht als Antisemit kriminalisiert werden. Allerdings lösen ihre Worte nicht bei jedermann religiöse Verzückung aus. So las ihr beispielsweise Günther Schenk vom Jüdisch-Arabischen Friedenskomitee in Straßburg gehörig die Leviten:

Hat Frau Knobloch jemals darüber nachgedacht, welch verheerende Wirkung für das Ansehen der offiziellen Vertreter deutscher Juden ihr Schweigen zu den Verbrechen Israels haben muß? Hat sie jemals darüber nachgedacht, daß gerade ihre Identifizierung mit dem jüdischen Staat, zu dessen Bürgern immerhin weit über 20 Prozent Nichtjuden gehören, fast wie selbstverständlich zur Folge haben muß, daß man sie und die Zentralratsmitglieder dann mit diesen Verbrechen identifiziert?“12

Dabei ist Knobloch, dieses „Vorbild für Engagement, Zivilcourage und im Eintreten für Demokratie und Toleranz“,13 nach dem jüdischen Gesetz Halacha gar keine Jüdin, weil sie nicht von einer jüdischen Mutter geboren wurde. Ihre Mutter Margarethe war Katholikin, konvertierte zum jüdischen Glauben, als sie den jüdischen Rechtsanwalt Fritz Neuland heiratete und kehrte nach der Scheidung zum Christentum zurück. Der strenggläubige Jude Tiqva Bat Shalom: „Die mütterlichen Wurzeln sind alles andere als ansehnlich.“14 Und dann ist da noch die Aussage ihres Amtsvorgängers Paul Spiegel:

Insbesondere in Deutschland gibt es das Phänomen der nichtjüdischen Deutschen, die unbedingt Juden werden wollen…“15

Damit dürfte er kaum seine Amtsnachfolgerin, die väterlicherseits ja Jüdin ist, gemeint haben, wohl eher Philosemiten, die zum Judentum konvertieren (wie z. B. Stefan Kramer, den früheren Generalsekretär des jüdischen Zentralrats und gegenwärtigen Präsidenten des sogenannten Thüringer „Verfassungsschutzes“) – und zudem die meisten Angehörigen der BRD-Elite, jene, die weder von Geburt noch durch Konversion Juden sind – und dennoch nicht weniger jüdisch als Charlotte Knobloch sein wollen.

Schlußfolgerung: Vor hundert Jahren hat der Jude Kurt Eisner durch Hoch- und Landesverrat die bayerische Wittelsbacher Monarchie selbstherrlich abgesetzt und Bayern zur bolschewistischen Räterepublik ausgerufen. Das nationalistische Freikorps Oberland hat dankenswerterweise den Spuk ganz schnell beendet und Bayern als deutsches Land bewahrt. Der politische Weg seit dem 8.Mai 1945 in die Sklaverei Deutschlands (die „babylonische Gefangenschaft“ unter umgekehrten Vorzeichen) aber zeigt, daß das Erbe Kurt Eisners, wenngleich auch unter den jeweils veränderten Gegebenheiten, fortgeführt wird, in Bayern gegenwärtig unter der Regie von Charlotte Knobloch.

1Der Spiegel, 5/2019

2Rubrik Standpunkt von der Passauer Neue Presse, vom 24. 01. 2019

3Nation & Europa, 6/2008

4Thüringische Landeszeitung, 14. 04. 2008

5Passauer Neue Presse, 27. 11. 2010

6Blätter für deutsche und internationale Politik, Bonn, Januar 1987

7Passauer Neue Presse, 15. 10. 2014

8ebenda

9Passauer Neue Presse, 27. 11. 2010

10 Quelle: Nation & Europa, Oktober 2009

11 Interview mit Deutschlandfunk, 13. 04. 2008

12 Nation & Europa, 10/2009

13 Ludwig Spaenle zu Knoblochs 80. Geburtstag, Passauer Neue Presse, 29. 10. 2012

14 Nation & Europa, 10/2009

15 ebenda








Gesetzlicher Tierschutz im Deutschen Reich

Oh je, welch ein böses Thema hat sich Yi Han (Er studierte ab 2001 Jura in Peking und erhielt dort das Diplom der China-Universität für Politik- und Rechtswissenschaft. Nach dem Magisterabschluss und der Promotion an den Universitäten Hamburg und Köln lehrt er nun in Shanghai an der Ostchinesischen Universität für Politik- und Rechtswissenschaft) für seine Dissertation nur ausgesucht?

Es muß ein furchtbares Thema sein, wenn die Wächter der „Unkultur“ in der BRD die „kalte Zensur“ anwenden.  „Kalte Zensur“?  Ach Sie wissen nicht, was das ist?

Erinnern Sie sich an ein Buch des Instituts für Zeitgeschichte – „Die Kommandanturbefehle des KL Auschwitz„?  Dieses Buch konnte ja schlecht verboten werden, wenn es vom Steuerzahler finanziert und von einem BRD-Institut herausgegeben wird. Also wendet man die „kalte Zensur“ an – das Buch wird zu einem so unverschämt hohen Preis (140€) im Handel angeboten, daß kein normaler Mensch es kaufen würde. (Natürlich sind wir „bösen“ Nationalsozialisten keine „normalen“ Menschen…)

Aber zurück zum Tierschutz. Was denken Sie – als mündige Bürger – wenn Sie folgendes Bild anschauen?

Suche

Natürlich sind es alles nur Verschwörungstheorien, wenn behauptet wird, hier sollen die Menschen davon abgehalten werden, sich mit Fakten auseinanderzusetzen. Seien Sie ehrlich: Würden Sie, wenn Sie sich für Tierschutz interessieren, ein Buch kaufen was über 100 € kostet?  Wenn Ihre ehrliche Antwort „Nein“ lautet, haben Sie sich die Frage beantwortet „Was ist kalte Zensur“!

Und bevor ich dazu übergehe, Ihnen Auszüge aus dem Buch zu präsentieren, möchte ich Sie noch etwas fragen. Wenn doch die „bösen 12 Jahre“ am besten geschichtlich erforscht sind, wenn alle „Greueltaten“ dokumentiert, kriminalistisch beweisbar und wissenschaftlich erklärbar sind, warum gibt es nicht so gute Bücher – wie das hier vorliegende – über all das behauptete Übel?  Der Autor hat so akribisch alle Aussagen in Fußnoten nachgewiesen, daß ich Ihnen diese hier erspare. Wer glaubt, wir Anständigen hätten es nötig, Fakten zu unterschlagen, soll sich das Buch bitte im Handel kaufen und nachsehen.

Ich danke Yi Han von Herzen für seine umfangreichen Recherchen, die überwältigende Arbeit und präzise Ausführung. Wenn wir im Deutschen Volk eine Vielzahl solcher aufrichtigen Wissenschaftler hätten, wie es uns ein Chinese vormachen muß, wäre den dunklen Mächten hier längst das Handwerk gelegt!  Wenn Sie „BILD-Zeitungs“- gebildet sind, erschließt es sich Ihnen nicht, daß es anständige Chinesen (wie in jedem Volk) gibt. Die Anständigen – aus allen Völkern – sollten sich zusammen tun!

(Hier veröffentlichte Seiten: 455-475 komplett und 522-539 in Auszügen)

ll. Rechtspolitische Beweggründe

Letztere Rechtsvergleichung von Adolf war keine Neuigkeit seit 1933.

l. Grundlegung in der Anschauung des Volkes

Stattdessen brachte schon A. Mendelssohn-Bartholdy 1905 zum Ausdruck:

a) „Völkische“ Gruppierung

Die Tierquälereinorm der romanischen Völker ist materialistisch, die der englisch-amerikanischen, der skandinavischen Staaten spiritualistisch.

Materialistisch ist an jener schon die Unfreiheit des Gesetzgebers gegenüber dem Begriff ‚Sache‘. Das Tier ist eine ‚Sache‘. […] Und wenn die Sache im Recht eines Menschen steht, so bedeutet sie einen Vermögenswert, einen wirtschaftlichen Wert für ihn, für den Staat; und dann straft der Staat ihre Verletzung, die Minderung des Wertes. […]

Spiritualistisch ist ein Strafrecht, wenn es die Erwägungen wirtschaftlicher Art schweigen läßt und mit seinen Normen die sittliche Gesinnung, das natürliche Rechtsgefühl im Volk, unter den Bewohnern des Landes zu schützen und zu befestigen sucht.

Und der deutsche § 360 Nr. 13 RStGB „ist eine Halbheit, ein Kompromiß, mit dem man in einer Übergangszeit zufrieden sein kann. Auf die Dauer kann sich der Gesetzgeber nicht zu ihm bekennen. Er muß zwischen den beiden Typen, den extremen Typen wählen, nämlich „hierhin die Norm, deren Grund und Zweck die Förderung wirtschaftlichen Wohlstandes und äußerer öffentlicher Ordnung ist, und dorthin die andere, die der Kultur des Volkes dient, den gesunden sittlichen Charakter in ihm schützen und stärken will, hierhin die materialistische und dorthin die spiritualistische Norm, dann hängt die endliche Wahl nur noch vom Kulturstand des Gesetzgebers selbst und seines Volkes ab.

b) „Arisch-arteigene“ Mensch-Tier-Beziehung

Doch nicht erst diese Aufforderung ließ den Tierschutz als „Bestandteil der Weltanschauung dieses Volkes bzw. „Ausdruck des rassischen Empfindens und Denkens“ erscheinen. In der Tat hatte Ignaz Bregenzer schon 1894 eine umfassende ethnologisch-geschichtliche Forschung angestellt. Da hieß es u. a.:

Die höchste Kulturstufe bedingt auch den Grad der – nicht intensivsten, aber gerechtesten und auf die meisten Thierklassen ausgedehnten – Thierliebe. Wir wundern uns daher nicht, sie be[i] den Indogermanen […] besonders gut vertreten zu sehen. […] Was das alte Indien betrifft, so darf ich auf das zu § 11, III. Bemerkte verweisen und will nur noch an Kâlidâsas Çakuntalâ sowie an die Sage von Usinar im Mahabharata erinnern. […] Der Perser der Gegenwart, der von Natur grausam ist, behandelt die Thiere mit mehr Nachsicht als die Menschen. Das Kamel wird von den Nomaden Mittelasiens mehr als irgend ein anderes Hausthier gepriesen und fast bis zur Anbetung geliebt. Germanische Völker haben den Ruhm, die Initiative zur modernen Thierschutzbewegung ergriffen zu haben, besonders in England, Deutschland und Nordamerika. In diesen Ländern ist Liebe zu den Hausthieren bei höheren und niederen Ständen verbreitet. Für Deutschlands frühere Zeiten wird sie – die schon durch den Nationalcharakter verbürgt ist – ausdrücklich bezeugt durch viele Thiemärchen und Fabeln“.

Letztere Aussage belegte Reichsjustizministerialrat Fritz Grau 1935 mit folgenden Beispielen:

Auch unseren germanischen Vorfahren war der Tierschutzgedanke nicht fremd.

Zwar gab es bei ihnen, wie überhaupt damals, weder Gesetz noch Verordnungen, die das Tier schützten. Wir wissen aber, daß die Germanen schon frühzeitig sorgsam gepflegte Haustiere hatten. Die Viehzucht bestimmte ihre Wirtschaft; sie waren Viehbauern. Schon Tacitus erzählt, daß ihre Herden ihr einziger und liebster Besitz seien. Sie waren es auch, die zum ersten Male das Wildpferd zähmten, wie wir aus alten Trensenfunden wissen. Besonders gepflegte lange Mähnen und Schweife der Pferde waren ihr Stolz. In alten Heldenliedern hören wir von der innigen Verbundenheit zwischen dem germanischen Krieger und seinem Streitroß; es bestand zwischen ihnen ein wahrer Freundschaftsbund für Kampf und Sieg, für Not und Tod.

Auch mit dem Götterglauben der Germanen waren die Tiere eng verbunden. Odin ritt auf einem achttüßigen Hengst, die Walküren entführten den gefallenen Helden auf ihrem Roß nach Walhall; Donar fuhr auf einem von zwei Böcken gezogenen Wagen. Ein alter Zauberspruch schildert, wie Odin mit einem anderen Gott durch den Wald reitet und dessen Pferd, das sich den Fuß verrenkt hat, zauberkräftig bespricht und heilt. Das bedeutendste auf uns überkommene heilige Gerät ist der Sonnenwagen, der auf der Insel Seeland gefunden wurde: ein Bronzepferd zieht eine mit Gold plattierte und reich geschmückte Scheibe. […] Auf dem berühmten Reiterstein von Hornhausen reitet ein toter Krieger auf einem riesigen Totenpferd. […] So sehen wir, wie Götterglauben und Leben der Germanen eng verwoben mit dem Tier waren. Sie erblickten in ihm nicht nur einen Vermögenswert; durchaus würde es ihrer hochgemuten Sinnesart widersprochen haben, wenn sie das – oft für heilig gehaltene – Tier nicht als Lebewesen geachtet und geschützt hätten.“

1937 ging Neupert noch gründlicher auf „das urzeitliche Verhältnis des germanischen Menschen zum Tier“ ein:

Die germanische Mythologie kennt nämlich den Gedanken der gemeinsamen Abstammung von Mensch und Tier. So geht der Göttervater Odhin – Wotan – in seiner Abstammung auf die Kuh Audhumbla zurück […]. Tacitus berichtet, daß den Germanen die Tiere die Vertrauten der Götter gewesen seien […], so begleiten Wotan das achtfüßige weiße Roß Sleipnir, zwei Wölfe und seine beiden Raben Hugin (Gedanke) und Munin (Gedächtnis), Donar die Ziegenböcke, der Fuchs und andere Tiere. Katzen sind der Freia, der Eber der Frô beigegeben. Die Totengöttin Perchta ist von Heimchen, den Seelen der Verstorbenen, umgeben. Rosse, Stiere und Eber sind Freyr geweihte Tiere; auf dem Eher mit goldenen Borsten, Gurllinbursti, dessen Glanz die Nacht erhellt, vermag er durch Luft und Meer zu eilen. […] Die Naturerscheinungen werden gesehen als ein Kampf der Götter gegen die in Riesen und Tieren, wie der Midgardschlange oder im Fenriswolf verkörperten Naturgewalten. Die Erde beleben weiter als Tiere gedachte Wesen […]. So erscheinen in tierischer Gestalt namentlich als Verkörperung eines Naturvorgangs der Hund oder Wolf (Roggenhund, Roggenwolf) oder Vögel. Die Sonne wird gedacht als Sonnenroß, als Sonnenwidder, als Sonnenhirsch, als goldborstiger Eber, Wind, Nebel und Wolken werden als Pferde aufgefaßt. Zeugnis des Glaubens der Germanen an Naturbeseelung und der sich hieraus ergebenden Einstellung zum Tier vermitteln uns heute noch zahlreiche Märchen, Sagen und Heldenepen, die Tiere zum Gegenstand haben.“

Dies fasste Lemcke ergänzend und vergleichend wie folgt zusammen: „Während der Germane im Tier einen Teil des All-Lebens sieht, – nach der Vorstellung der Germanen leben in Walhall auch Tiere mit den Helden zusammen – sieht die christliche Kirche nur eine seelenlose Sache. Daher auch das Fehlen von Tieren in der christlichen Vorstellung des Himmels.“ Betreffs des Erdendlebens fuhr Neupert mit Spuren der Frühgeschichte fort:

So leiten verschiedene germanische Stämme ihre Abstammung von Tieren her. Die merovingische Stammessage erzählt beispielweise, daß ein wildes Pferd des Neptun (!), dem Minotaurus (!) ähnlich, die Königin, als sie zum Baden ging, überfiel und mit ihr den Meroveus zeugte. Auch die Wappentiere weisen auf die engen Beziehungen der Germanen zu den Tieren hin.“

Das Volk lebte mit den Tieren und liebte sie. Man hatte von alters her seine Freude daran, Tiere um sich zu haben, zähmte sie und beschäftigte sich mit ihnen. Hieraus erklärt sich die genaue Kenntnis von Tieren, wie sie die Literatur der karolingischen Zeit und die damalige Handschriftenmalerei beweisen.“

Auch in der bildenden Kunst […] ist von allen Ornamentmotiven keines mit solcher Vorliebe gepflegt wie das Tierornament. Die Steinbildhauerei verwendet häufig das Tier, Tierfiguren schmücken die Kapitelle und Sockel der Säulen. So kennt beispielweise die langobardische Krönungskirche San Michele zu Pavia eine ungemeine Fülle bildhauerischer Tiermotive. Ja, bei den Langobarden sind zwei Tiergestalten, der Löwe und der Adler, so heimisch geworden, daß sie bis ins 13. Jahrhundert hinein geradezu die bestimmenden Formmotive der langobardisch beeinflußten Kunst darstellen. Aus alledem wird erkenntlich, daß unsere Vorfahren nicht nur ihren Haustieren, sondern allen Tieren gegenüber eine Stellung einnahmen, die weit über die hinausging, die in Tieren nur eine seelenlose Sache sah. Bezeichnend ist hierfür, daß bei den Germanen die Sitte einer besonderen Tiernamensgebung vorhanden war.“

Aus der Kenntnis „der religiösen Anschauung, die im Tier einen notwendigen Bestandteil der von den Göttern geschaffenen und erhaltenen Weltordnung sah,“ fand Neupert auch „die Stellung des Tieres […] aus den verhältnismäßig spät entstandenen Gesetzbüchern“ erschließbar:

Das germanische Recht kannte […], daß man für erschlagene Tiere wie für erschlagene Menschen ein Wehrgeld verlangen konnte. In der Malbergischen Glosse der lex salica (lex. sal. cap. 10) ist die Haustierbuße sogar der Knechtsbuße gleichgestellt. Die Haustiere wurden zur Hausgenossenschaft gerechnet, in der unter der Gewalt des Hausherrn Weib, Kinder und Gesinde zusammengefaßt wurden. Die einzelnen Tierarten haben dort ihre besonderen Freiheiten und Gerechtigkeiten, der Frieden von Haus und Hof erstreckt sich auf sie, sie können sogar vor Gericht als Scheinzeugen auftreten.

Auch Tierschutzbestimmungen kennt das alte germanisch-deutsche Recht schon. Der Angriff auf die tierische Körperintegrität und das tierische Leben wird in der lex Baiuvariorum bestraft, wo es im Titel XIV unter Ziffer 2 heißt: ‚Wenn jemand anderer das Tier mit zum Springen (über einen Zaun) gebracht hat (und das Tier sich verletzt hat), so büße er das Tier, weil er es rechtswidrig in Todesgefahr gestürzt hat.‘

Sogar die Tierquälerei in unserem heutigen Sinne war schon unter Strafe gestellt, sagte doch die lex Baiuvariorum im selben Titel unter Ziffer 15 weiter: ‚Und wenn er eines dieser Tiere dem Gesetze zuwider antreibt, was wir „Schweißqual“ nennen, der unterliegt der nämlichen Strafe (nämlich 2 Saigen).‘

Eine besondere Buße für die Tötung eines Bibers kannte das skandinavische Gesetz Håkons des Guten.

All das zeigt, daß auch der Tierschutzgedanke im germanischen Recht eine Rolle spielte, wenn er auch noch nicht die scharfe Ausprägung wie in den modernen Gesetzen gefunden hatte.“

c) „Fremde“ Einflüsse

Trotz dieser „Wesensart der nordischen Rasse“ war man im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts vor die Tatsache gestellt, „daß Deutschland von allen germanischen Ländern die rückständigste Tierschutzgesetzgebung hat[te].“ Die Suche nach der Ursache blieb nicht aus:

aa) Jüdisch-Christlich

Arthur Schopenhauer gab schon 1840 der jüdischen Ansicht eine Mitschuld:

Die vermeinte Rechtslosigkeit der Thiere, der Wahn, daß unser Handeln gegen sie ohne moralische Bedeutung sei, oder, wie es in der Sprache jener Moral heißt, daß es gegen Thiere keine Pflicht gebe, ist geradezu eine empörende Roheit und Barbarei des Occidents, deren Quelle im Judenthum liegt.“

Als Quellen arbeitete Neupert heraus: „Die Bibel verneint im Prinzip, daß das Tier unter dem Schutz des Sittengesetzes steht. Gott hat den Menschen zu seinem Ebenbild geschaffen (1. Mos. 1,26, 27; 2,7) und ihm die Herrschaft über die Tiere verleihen (1. Mos. l,28). Der Jude konnte dem Tier keine menschliche Gesinnungsähnlichkeit beimessen (Ex. 32,3 – 4; Deut. 9,16; 1. Kön. 12,28 – 30; Hos. 4,16), es trug keine Seele und […] Tiere unterscheiden sich nach jüdischer Auffassung eben grundsätzlich vom Menschen. Das läßt sich besonders schön aus den Angriffen des Verfassers von Prediger Salomo, 3,18 – 21 erkennen.“ Für die abendländischen Kulturkreise stellte Schopenhauer fest:

Aber leider machen die Folgen davon sich bis auf den heutigen Tag fühlbar; weil sie [die Verhaltenslehre der Juden] auf das Christenthum übergangen ist“ und „ihre Vorschriften auf den Menschen beschränkt und die gesammte Thierwelt rechtlos läßt. Daher nun, in Beschützung derselben gegen den rohen und gefühllosen, oft mehr als bestialischen Haufen, die Polizei die Stelle der Religion vertreten muß und, weil Dies nicht ausreicht, heut zu Tage Gesellschaften zum Schutze der Thiere, überall in Europa und Amerika, sich bilden“.

Diese Kausalität untersuchte Landwehr 1935: „verschiedene Strömungen innerhalb des Christentums […], so z. B. das Mönchstum, predigten Askese und Abtötung des Leibes. Der Mensch sei das gottähnliche Geschöpf und durch den Verstand vom Tier getrennt. Alles tierische Menschenleben, d. h. blutvolle und körperliche sei minderwertig und deshalb zu verachten und zu unterdrücken.

Diese Einstellung hat zu einer starken Verachtung auch der Tiere geführt.“

Woran Neupert anschloss: „Das stimmt allerdings nicht völlig, da sich z. B. zahlreiche Kirchenväter um eine weitherzige Auffassung des Mensch-Tierverhältnisses bemühten, sogar die Jagd und die Tierquälerei ausdrücklich verboten haben (St. Franziskus). Jedoch ist diese Ansicht niemals die herrschende, kirchendogmatische gewesen. Nach der christlichen Lehre war die Erde, die Gott wie alles um des Menschen willen geschaffen hatte, für den Menschen nur Durchgangsstation zu einem besseren Jenseits. Daher entfremdete sie den Menschen der Natur und zog in ihm Mißachtung alles Natürlichen groß. Diese tierfeindliche Einstellung zeigte sich in der Kunst des christlichen Mittelalters darin, daß sie die Tiergestalten wie Wolf, Drache, als Verkörperungen des Bösen, als Feinde des Christentums erscheinen läßt.“

Dadurch sah Neupert die germanische „Verbundenheit mit dem tierischen Leben“ zwar „bedeutend gelockert“, aber „nicht beseitigt“:

Das asketische Ideal der Naturverneinung, das seine schärfste Ausprägung im Mönchstum fand, ist keineswegs das allgemeine Ideal des deutschen Mittelalters geworden. […] Deshalb konnte die Schmuckwelt des deutschen mittelalterlichen Menschen trotzdem Tiergestalten in großer Menge bevölkern. Erinnert sei an Kapitelle im Dom zu Naumburg um 1300, an die Servatiuskirche in Quedlinburg (um 1120), an die Ausschmückung der frühromantischen Chorschranken im Trierer Dom, an den Sarkophag in der Bielefelder Marienkirche usw. […]

Daß der Glaube an eine Belebung und Beseelung der Natur nicht tot war, zeigen auch die […] Lieder der Minnesänger, denen neben der Frauenschönheit die Schönheit der Natur der Hauptvorwurf ihrer Dichtungen war, und die auf guter Beobachtung beruhende Kenntnis der Tiere im Waltharilied und später im Ruodlied.

Das enge Verhältnis zwischen Mensch und Tier verrät die Tatsache, daß die Menschen gern Vögel und andere Tiere um sich hatten, daß sie Tiere in Zwingern zähmten. Da man so die Eigenart der Tiere kennenlernte, kam man dazu, in den Tieren Wesen zu sehen, die sich ihres Tuns und Treibens bewußt waren.

Diese Stellung zu den Tieren trat im Recht hervor, schuf sogar eine Art Tierrecht. […] Nicht nur in Rechtssprichwörtern, in Maß- und Zeitbestimmungen, auch in der Rechtssatzung selbst finden wir Tiere. So behandelt z.B. der Sachsenspiegel in II, Art. 40 §§ 1 – 5 den durch Vieh verursachten Schaden, regelt in II, Art. 61 das Jagdrecht und spricht in II, Art. 62 vom Halten, Töten und Hegen von wilden Tieren, kennt sogar noch Wehrgeldsätze für Vögel und Tiere. [. . .]

In diesen Rechtssatzungen […] ist das Tier nicht seelenlose Sache. Das lag eben daran, daß das Recht für die Deutschen im Mittelalter kein zweckbewußtes, willkürliches Menschenwerk ist, sondern eine ewige, unverbrüchliche, von Gott gesetzte Ordnung ist, die in den Tieren göttliche Geschöpfe sah, die besondere Aufgaben innerhalb der Welt zu erfüllen und ein selbständiges Lebensrecht haben.“

bb) Im spätrömischen Recht

Trotz dieser Ausgangslage musste Bregenzer 1894 feststellen: „aber die Reception des römischen Rechts hatte diesen volksthümlichen Rechtsideen einen tödtlichen Stoß versetzt und der zur Alleinherrschaft gelangte Romanismus vertilgte allmählich jede Spur der thierischen Rechtssubjektivität,“ denn:

Die neuere deutsche Rechtswissenschaft steht vorwiegend noch unter dem Einflusse der idealistischen Philosophie Kants und Hegels, theilweise auch des ‚Naturrechts‘. Letzteres hatte sich den ihm naheliegenden Weg psychologisch-ethischer Annäherung an das Thier durch seinen einseitigen Rationalismus versperrt. Die schon seit Justinian eingerissene mißverständliche Auffassung des ius naturale und ius gentium hatte ohne Zweifel viel dazu beigetragen, das ‚Naturrecht‘ mehr und mehr zu einer naturalis ratio abirren zu lassen und auf diese Weise den Begriff der Natur in den – gewissermaßen gegensätzlichen – der Vernunft zu verkehren. Die naturrechtliche Auffassung ist durch die historische Rechtsschule unter Savignys Führung nicht endgültig überwunden, sondern […] die historische Schule selbst ist keineswegs frei von rationalistisch-naturrechtlichen Vorstellungen. In deren Kreis gehört namentlich das ‚Willensdogma‘,“ das „zum Entstehen und Bestehen des (objektiven und subjektiven) Rechts erforderlichen Willens als einen vernünftigen Willen (‚Rechtswillen‘) auffaßt und, wenigstens im Privatrecht, regelmäßig aktive Willensbethätigung des einzelnen Berechtigten verlangt. […] Völkerrecht und Strafrecht leiden überdies immer noch an Einflüssen des Naturrechts und der kantisch-hegelschen Philosophie. Diese Reminiscenzen und die anthropocentrische Auffassung erklären zur Genüge die Thatsache. daß z.B. die Mehrzahl der deutschen Kriminalisten […] sich von der herkömmlichen Vorstellung der Thierrechtslosigkeit noch nicht zu befreien vermag.“

Damit erklärt war auch der Zwiespalt des § 360 Nr. 13 RStGB, einerseits schon „germanisch-spiritualistisch“ ungeachtet der Vermögensverhältnisse allen Tieren zugute zu kommen, andererseits dennoch „romanisch-materialistisch“ erst bei Öffentlichkeit oder Ärgerniserregung zu bestrafen.” Gegen diese philosophische Zwischenlage hatte bereits Schopenhauer Stellung genommen: „Also bloß zur Uebung soll man mit Thieren Mitleid haben, und sie sind gleichsam das pathologische Phantom zur Uebung des Mitleids mit Menschen. Ich finde, mit dem ganzen nicht islamisirten (d. h., nicht judaisirten) Asien, solche Sätze empörend und abscheulich.“ Dazu bekannte sich Clauß 1928: „Ich auch.“

Insofern zog Neupert die kaum verwunderliche Bilanz: „Mit dem Eindringen des spätrömisch-byzantinischen Rechtes in Deutschland, welches das stark orientalisierte Recht einer entarteten europäisch-asiatischen Mischlingsbevölkerung war, wurde die scharfe Trennung zwischen Recht und Sittlichkeit, die eine ,Glanzleistung‘ der römischen Rechtswissenschaft war, in das deutsche Rechtsleben eingeführt. Nach diesem Recht war das Tier nichts als eine empfindungsunfähige Sache wie jeder andere unbeseelte Gegenstand. Das späte römische Recht hatte diese seine Rechtsanschauung aus der semitisch-asiatischen Lebenszone entnommen, denn es spricht ganz deutlich aus, daß die Natur alles der Menschen wegen gemacht hat.“

d) Gesamtgegenüberstellung nach 1933

Der Streit bekam dann eine politisch-weltanschauliche Dimension:

Daß Deutschland erst 1933 ein Gesetz bekam, das dem Tier weitgehenden Schutz angedeihen ließ, ist bedauerlich. Jedoch entspricht der bisherige Zustand nicht der wahren Stellung des deutschen Menschen zum Tier. […] Er fühlt sich als ein Teil der Natur. Er ist mit ihr verbunden und lebt mit ihr. […] Er empfindet die innere Verbundenheit zwischen Mensch und Tier als Teil der organisch-aufgebauten Natur.

Er kennt keine Dualität Mensch-Tier, sondern nur eine lange aufsteigende Kette von Lebewesen einer organisch aufgebauten Natur. Ihm ist die Betrachtung des Tieres als Sache fremd, er sieht und empfindet sein fühlendes Wesen, seine Klugheit. Das Tier ist ihm nicht fremd und verhaßt, er sieht nicht auf das Tier herab, weil er vielleicht stärker ist als es. Er sieht in dem Tier seinen Lebenskameraden, der ihm oft im Haus als Haustier hilft und Nahrung bietet, der, wenn es sein muß, auch Opfer sein muß für die höheren Lebensinteressen des Menschen. Aber gerade deshalb achtet er das Tier und behandelt es gut. Ihm ist deshalb das grausame Schlachten nach jüdischem Ritus (Schächten) widerlich. Er versteht nicht, daß eine Religion solche unnötige Grausamkeit duldet, ja erfordert. Denn für ihn wird seine Religion aus seinem sittlichen und religiösen Empfinden geboren und dieses bäumt sich gegen solche Grausamkeit auf. Er kennt nur die Notwendigkeit als rechtfertigend für einen Eingriff in das Leben eines Lebewesens an. Die Notwendigkeit berechtigt ihn dazu, weil alle Lebewesen in einer Gemeinschaft leben, in der das Minderwertige dem Höherwertigen notwendige Opfer bringen muß. Das einzelne muß dem Zwecke der Gemeinschaft unterworfen sein. So ist es im Volksleben, so ist es im Leben überhaupt.“

2. NS-Zusatzwunsch: Menschenaufzucht

Aus letzterer Anschauung erfolgte die Schlachtgesetzgebung überhaupt, der 1930 in Bayern bis auf die BVP alle Parteien zugestimmt hatten und die sich bis 1933 auch deutschlandweit – nicht zuletzt auf Reichsebene – durchsetzte.

„Hinderlich war diesem Bestreben der Tierschutzbewegung das Fehlen einer […] Weltanschauung, die im Tier mehr als eine Sache sah, […] die auch das Tier zum Träger von Rechten und den Menschen zum Träger von Pflichten gegenüber dem Tier machte.“ Als Alt-Tierschützer wusste Korn daher das RTierSchG zu begrüßen, „mit dem die Reichsregierung soviel […] Entschlossenheit bekundet hat, die Kulturschande der Tierquälerei endgültig auszurotten.“ Nicht nur aufgrund der Verabschiedungsverfahren bezeugte auch Lorz: „Das Reichstierschutzgesetz ist ein Gesetz des nationalsozialistischen Staates, also geformter Wille der Führung.“ Diesen ergründete Schmid-Lindner:

Der Schutzgegenstand des Tierschutzrechts, als welchen wir den Zustand der tierischen Unversehrtheit innerhalb des gesetzlichen Rahmens erkannten, muß somit anerkannt werden als ein Ausschnitt aus der kulturellen Lebensordnung des deutschen Volkes, der Volksgemeinschaft. Diese setzen wir an die Stelle der Gesellschaft, […] [denn Erstere] ist im Sinne der nationalsozialistischen Auffassung nicht als Summe der Einzelnen, sondern als lebendige organische Einheit zu betrachten (GürtnerFreisler, S. 41), in deren Rahmen auch der seinsmäßige Dualismus von Volk und Staat überwunden ist. Ein Rechtsgut der Volksgemeinschaft ist damit wesensmäßig zugleich ein Rechtsgut des Staates. […] Die staatliche Gesetzgebung als die vornehmste Form des Führerbefehls ist damit […] eine Abwehrfunktion des Volksorganismus gegen zersetzende Elemente der Zerstörung und Gefährdung von Rechtsgütern [, …] hat aber nicht nur die Aufgabe, die Erhaltung dieses Volkstums zu sichern, sondern es auch durch die Weiterbildung seiner geistigen und ideellen Fähigkeiten zur höchsten Freiheit zu führen (vergl. Hitler, Mein Kampf S. 434).“

Auf den vorliegenden Fall übertragen hieß die „Kulturabsicht für den Gesetzgeber“ dann:

Unter solche gesetzliche Maßnahmen, die zwar teils der im Volk herrschenden Kulturauffassung entsprechen aber auch teils infolge langer gegenseitiger Gewöhnung in der breiten Masse noch wenig Verständnis finden, zählt die Tierschutzgesetzgebung. In manchen Punkten wie z.B. in § 1 TSchG. und in den Vorschriften des Schlachtgesetzes entspricht sie weitgehend der herrschenden kulturellen Anschauung. Berücksichtigt man aber demgegenüber […] § 2 Z. 1 TSchG., so arbeitet der Grundgedanke dieser Gesetzesnormen der weitgeübten Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit entgegen.

Die Tierschutzgesetzgebung entspricht dem Kulturwillen der Volksgemeinschaft als Organismus. Ausgedrückt wird dieser Wille durch die entsprechende Gesetzgebung des Staates. Doch ist eben gerade damit gesagt, daß deshalb die Gesetzesanwendung nicht mit Rücksicht auf den tatsächlichen Kulturzustand weiter Volkskreise erfolgen muß. […] Das Rechtsgut der tierischen Unversehrtheit vor unnötigen menschlichen Schädigungen soll geschützt werden durch die praktische Auswirkung einer hohen sittlichen Einstellung, die zum Teil dem Volke selbst noch anerzogen werden muß. Dieser kulturellen Aufwärtsentwicklung und Erziehung soll die Tierschutzgesetzgebung richtungsweisend sein und für die praktische Durchsetzung die Handhabe bieten.“

Diese „kulturerzieherische Eigenschaft der Tierschutzgesetzgebung“ erklärt auch, warum die amtliche Begründung einerseits eingangs vom „Wunsch des deutschen Volkes, das besonders tierliebend ist und sich der hohen ethischen Verpflichtungen dem Tiere gegenüber bewußt ist“ sprach, andererseits ausgangs sich den „einsichtigen Tierschützern“ anschloss, „daß […] das Verständnis für die Tiere geweckt und gelehrt und zum Gemeingut aller Volksgenossen gemacht werden [muß].“ In dieser Hinsicht erkannte Sommer: „Schon rein sprachlich betrachtet verwirklicht es die Ankündigung der nationalen Regierung, daß unsere Gesetzessprache, die bisher für den Laien eine unverständliche Geheimsprache war, grundlegend umgestaltet werden würde. Das Gesetz ist volkstümlich und klar abgefaßt.“ Darin erblickte Lorz die Bestrebung, „daß allen Angehörigen des Volkes, denen das dem deutschen Wesen eigene Gefühl, daß das Tier dem Menschen als ein lebendiges Geschöpf entgegentritt, verlorengegangen ist, dieses Gefühl wiedergegeben wird. […] Gesetze, die den Materialismus eines vergangenen Jahrhunderts abgestreift haben, müssen Menschen formen, die den Geist dieses Materialismus nicht mehr kennen.“ Dies alles fasste Neupert wie folgt zusammen: „So trägt das RTG. nicht nur den großen Gedanken in sich, das Tier als Kreatur zu schützen, sondern es erstrebt den kulturellen Fortschritt, es will die Schaffung eines Menschentums, das ‚nicht aus schlotternder Angst vor dem Staatsanwalt, sondern aus Liebe zum Tiere und aus Achtung vor ihm es so behandelt, wie es dem Tiere zukommt.“

III. NSDAP und Tierschutz vor 1933

Gegen den „Tierschutz als Teil der nationalsozialistischen Weltanschauung“ wird heute oft geltend gemacht: „Dazu sollte der Tierschutz als humanitärer Deckmantel für die schon begonnene Ausgrenzung bestimmter Menschen dienen.“ Dem widerspricht zunächst, dass der Tierschutz für die Nationalsozialisten bereits lange vor ihrer Machtübernahme ein Thema gewesen war.

1. Parlamentarische Überlieferungen

Der Beitrag der Nationalsozialisten seit 1925 zum Zustandekommen des BaySchlG wurde bereits ebenso dargestellt wie der Einsatz Dr. Buttmanns und seiner Parteigenossen für den Katzenschutz usw. Überdies veröffentlichte der Münchener Beobachter – das tägliche Beiblatt zum Völkischen Beobachter – am 9. April 1930 einen Aufsatz „Gegen die Straffreiheit der Tierqlerei“.

Ferner verzeichnete der Preußische Landtag 1932:

Nr. 1170

Urantrag

Kube, Lohse (Altona), Haake, Hinkler, Dr. Haupt (Hannover) und die übrigen Mitglieder der Fraktion der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei:

Die Vivisektion, von einer materialistisch gesinnten Wissenschaft gefördert, ist in ihrem Umfang und in ihren Methoden zu einer Kulturschande für das deutsche Volk geworden. Zu heilkundlich völlig nutzlosen Versuchen und sogar zu Lehrzwecken werden Tausende von Tieren meist ohne Betäubung gemartert. Diese Praktiken stehen im schroffen Widerspruch zum sittlichen Empfinden der christlichen, der human denkenden und der organisch denkenden Volkskreise.

Der Landtag wolle beschließen:

1. Die Vivisektion ist allgemein verboten und strafbar.

2. Eine Ausnahme bilden lediglich drei vom Staatsministerium besonders zu privilegierende wissenschaftliche Institute, deren Arbeitsweise unter dauernde öffentliche Kontrolle zu stellen ist.

Berlin, den 2. November 1932“

2. Vortrag Dr. Eckhards

Dieser Antrag lässt sich auf den Einfluss von Dr. med. Albert Eckhard schließen, dem Vorsitzenden des Tierschutzvereins „Tierfreund“, Hannover. Die dortige Ortsgruppe der NSDAP hatte ihn am 19. März 1931 eingeladen, einen Vortrag zur Schächtfrage zu halten. Als Einleitung stellte der Redner jedoch allgemein die Tierschutzvereine in drei Gruppen vor und zählte seinen zu denjenigen, „die den Kampf gegen jede Tierquälerei, mögen noch so einflußreiche Mächtegruppen auf der Gegenseite stehen, aufgenommen haben und rücksichtslos führen [. . .] wie die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei.“

a) Hitlers Brief gegen Tierquälerei

Sodann erklärte der „Altkämpfer“ seinen jüngeren Parteigenossen:

Damit Sie auch sehen, wie die Meinung des für Sie alle maßgebenden Mannes und Führers Adolf Hitlers ist, möchte ich Ihnen kurz den an mich gerichteten Brief, der Bezug nimmt auf die vielen von Ihnen bekannte Broschüre ,Grausamkeit des Menschen gegen das Tier“ mit besonderer Bezugnahme auf die wissenschaftliche Tierfolter, zur Kenntnis bringen. Er lautet folgendermaßen:

München. 13. Februar 1929.

Sehr geehrter Herr Doktor!

Besten Dank für die Übersendung Ihrer Tierschutzbroschüre, die ich nunmehr gelesen habe. Wie Sie sich denken können, mit tiefer Empörung. Der Völkische Beobachter‘ brachte bereits einen Auszug, den Sie vielleicht gelesen haben. Er wird demnächst nochmals auf Ihren Vortrag zurückkommen und dabei auf Ihr Heft und die Bezugsmöglichkeit hinweisen. Dasselbe kann gar nicht weit genug verbreitet werden. Sie können überzeugt sein, daß im kommenden nationalsozialistischen Staate diese Zustände sehr schnell beendet werden.

Mit deutschem Gruß

gez. Adolf Hitler.“

b) Abrechnung mit der Vivisektion

Für den Fall, viele der Zuhörer wüssten wohl noch nicht, „was man unter Vivisektion […] versteht, die unser Führer sowohl wie Dr. Frank II so scharf ablehnen,“ kam der zugleich Vorsitzende des „Verbandes vivisektionsgegnerischer Ärzte Deutschlands“ nicht umhin, mit seinem persönlichen Hauptbekämpfungsgegenstand nochmals öffentlich abzurechnen.

aa) Heilkundlich

Zunächst erklärte er – „seit über 25 Jahren Arzt“ -‚ „daß sich mein Kampf nicht etwa gegen einzelne Kollegen richtet, sondern gegen das falsche heutige System der Krankheitsbehandlung, […] von künstlich krank gemachten Tieren Schlüsse auf kranke Menschen zu ziehen, da Gifte und Medikamente auf Tiere eben anders wirkten als auf Menschen. […] Eigentlich ist es doch wohl eine Selbstverständlichkeit […], daß man einen kranken Körper nicht dadurch gesünder macht, daß man ihn mit krankmachenden Giften und Serumeinspritzungen behandelt, sondern dadurch, daß man die natürlichen Abwehrkräfte eines Körpers durch natürliche und ungiftige Mittel stärkt und kräftigt.“

bb) „Menschlich“

Dann erklärte Dr. Eckhard: „Der Einwand, daß man Tierversuche machen müsse, um keine Menschenversuche machen zu müssen, ist ebenfalls nicht der Wahrheit entsprechend, denn die grausamen Versuche an Tieren haben erst den Boden für den Glauben geschaffen, daß man auch an Menschen verwerfliche Versuche machen dürfe. Das Schlimme ist, daß man die Versuche […] insbesondere an den Kindern armer Leute vorgenommen hat, denen man Tuberkulose, Diphtherie, Syphilis und andere ekelhafte Krankheiten übertragen hat [. . .]. Daß manche Ärzte sich ihrer unsozialen Gesinnung kaum noch bewußt werden, geht aus der Mitteilung eines Arztes hervor, der über seine Versuche, die Blattern einzuimpfen, folgendes wortwörtlich schreibt: ‚Vielleicht hätte ich zuerst an Tieren Versuche anstellen sollen, die geeignetsten jedoch, nämlich Kälber, waren der Kosten wegen schwer zu beschaffen und zu unterhalten, weshalb ich mit gütiger Erlaubnis des Oberarztes meine Experimente an Kindern im allgemeinen Findelhaus begann‘.“

cc) Volkswirtschaftlich

Um die Nationalsozialisten gegen die Vivisektion aufzuklären, führte Dr. Eckhard weiter aus: „Wie sehr der Geldverdienerstandpunkt der Großindustrie auf die Denkungsart mancher Ärzte abgefärbt hat, beweist der Ausspruch eines jüdischen Facharztes für Geschlechtskrankheiten, der vor einigen Jahren in einer Versammlung äußerte, ‚daß er jeden Syphiliskranken als einen Zinsschein ansehe, von dem man jedes Jahr einen Kupon abschnitte‘. […] Daß das Großkapital im weitgehendsten Sinne an der Herstellung von Seren und Medikamenten interessiert ist, darüber finden Sie eingehende Belege in der Tierschutzbroschüre […]: Nach einer unwidersprochenen Anfrage im Preußischen Landtag betrug vor dem Kriege der Anschaffungswert für ein Kilogramm Salvarsan zwischen 8.- bis 12.- Mk. und der Verkaufspreis bis zu 16 000.-Mk. Heute dürften die diesbezüglichen Verhältnisse nicht anders liegen. (Siehe sozial-hygienische Debatte im Preußischen Landtage im Jahre 1926.)“

dd) Zusammenfassung

Durch diese Ausführungen hoffte Dr. Eckhard die Zuhörer von der Notwendigkeit der „Schaffung einer deutschen Heilkunde“ überzeugt zu haben: „Wir brauchen eine Heilkunde, die frei ist von den Einflüssen des übermächtigen chemisch-pharmazeutischen Großkapitals und einer verknöcherten zünftigen Wissenschaft, die ganz vergessen hat, daß die Heilkunde sich nur in den Dienst der Volksgesundheit zu stellen hat. Es gilt eine Heilkunde zu schaffen, deren Heilmittel ihren Ursprung nicht der Marterung und Folterung von Hunderttausenden von Tieren verdanken, in der Erkenntnis, daß alles Lebende auf Erden einer allgülligen Allmacht Geschöpfe [sind].“

c) Gesichtspunkte zur Schächtfrage

Erst dann gelangte der Vortrag zum eigentlichen Thema: dem Schächten.

aa) Jüdisches Feindbild

Wie andere Tierschützer, drängte auch Dr. Eckhard auf einen Volksentscheid nach Schweizer Vorbild und führte als jüngstes Beispiel vorab den Bericht der Niedersächsischen Tageszeitung vom 14. Februar 1931 über „Unerhörte Tierquälereien beim Schächten“ im Schlachthof Hannover vom 11. des Monats an, die gar zur Staatsanwaltschaft geführt haben sollten. Als Nationalsozialist kannte er zudem den Beitrag im Völkischen Beobachter vom 13. März 1931 über „Jüdische Grausamkeit auf dem Northeimer Schlachthof“ vom 24. Februar des Jahres und nannte zum Beweis die Filmaufnahmen Dr. Kleins.

(l) Religiöse Auseinandersetzung

Wie dieser persönliche Bekannte von ihm konnte Dr. Eckhard auch selbst „aus dem alten Testament keine Stelle anführen, […] die besagt, daß die Tiere ohne Betäubung geschächtet werden müssen. Was Rabbiner später aus rein persönlicher Einstellung im Talmud niedergelegt haben, hat doch religionsgeschichtlich kein Anrecht, […] als göttliches Gebot aufgefaßt zu werden.“

Darüber hinaus sei zu bedenken: „Selbst wenn man annehmen würde, […] daß das Schächten und betäubungslose Schlachten ,göttliches Gebot‘ sei, so wird man sich doch darüber wundern müssen, daß die Juden heute ohne die geringsten Gewissensskrupel direkte Gebote ihres Gottes, die im Gesetze Mosis klar enthalten sind, nicht mehr halten,“ z.B. „das von Moses angeblich im strengen Auftrag Gottes gegebene Verbot des Zinsnehmens […]. Auch der Genuß von Ochsenfleisch ist nach der Thora dem orthodoxen Israeliten verboten, trotzdem wird es vom Schächter als koscher gestempelt. […] Sie sehen also, daß die angeblichen Gewissensnöte sogenannter gläubigen Juden sich bei anderen Gelegenheiten sehr rasch beschwichtigen lassen. Sowie es dem Juden angenehm ist, kümmert er sich um das Gesetz Mosis, und sobald es dem Juden unangenehm wird, kehrt er sich nicht mehr darum.“ Insofern war es für den Redner ärgerlich: „Das Judentum bezeichnet eben jede auch noch so berechtigte Kritik an jüdischen Gebräuchen und Gewohnheiten als Antisemitismus, während es sich doch selbst als Sittenwächter aller Völker aufspielt.“ Insbesondere musste er sich aufregen, „wenn, wie es in der Bibel heißt, Salomon zu Ehren des alttestamentarischen Gottes anläßlich einer Tempelweihe 22 000 Rinder und 120 000 Schafe töten ließ. Das ist wirklich ein Blutrausch, der mit Religion und religiösem Empfinden nichts zu tun hat. Deshalb müssen wir uns in der schärfsten Weise dagegen verwahren, daß man heute noch versucht, den Schächteaberglauben mit religiösen Belangen begründen zu wollen. Die Idee, daß man Gott durch blutige Opfer versöhnen könnte, entspricht doch wirklich noch sehr primitiven und heidnischen Gedankengängen, wie ja auch die katholische Kirche das Wesen des alten Opferdienstes in vergeistigter, unblutiger Form in das Meßopfer überführt hat. Die Stelle, V. Mos. 12;21, auf die sich der Schächtefreund so gern bezieht, lautet nicht: Du sollst ,schächten‘, sondern ,schlachten‘. Steht dort doch das Wort sabach = schlachten und nicht schachat = schächten.“

(2) Praktische Untersuchung

Diese Feststellung bekräftigte Dr. Eckhard einmal mehr in der Überzeugung,

daß bis auf wenige Ausnahmen diese Angelegenheit für die Juden absolut keine Religions-, sondern eine rein geschäftliche Frage ist. Zum Beweise für diese Behauptung führe ich an, daß nach den Berechnungen des Sanitätsrates Dr. Ramdor an Großvieh etwa das 50fache und an Kleinvieh etwa das 40fache des Bedarfs der noch koscher lebenden jüdischen Bevölkerung geschächtet wurden. […] Da nur die besten Schlachttiere geschächtet werden, bieten diese als Qualitätsware für den Fleischhandel den Vorteil, daß ein Teil der Vorderviertel an die jüdischen unter Aufsicht der Rabbiner stehenden Ladenfleischer, die Hinterviertel aber an andere Ladenfleischer zu besten Preisen verkauft werden können. Je mehr Tiere geschächtet werden, um so größere Einnahmen fließen den jüdischen Kultusgemeinden durch das Schächten der Tiere zu.“

Wie dieses bisher erfolgreich verteidigt worden war, mochte zweierlei erklären:

Es ist den Juden natürlich nicht schwergefallen, für ihre Behauptungen eine große Anzahl sogenannter ,wissenschaftlicher‘ Gutachten herbeizuschaffen, die ihre Angaben beweisen sollen. […] Wenn man berücksichtigt, daß früher für ein Schächte-Gutachten RM 200. – und mehr bezahlt wurden, und daß Leute schächtefreundliche Gutachten geschrieben haben, die selbst nie eine Schächte-Szene mit angesehen haben, und daß aus Gutachten Teile, die sich gegen das Schächten aussprachen, weggelassen wurden, dann haben diese sicherlich keinerlei Beweiskraft. […]

Ich will Sie hierbei gleich auf das Bestehen von sogenannten Schächte-Schutz-Büros, jetzt ‚Büros für Schächteangelegenheiten‘ genannte, hinweisen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die deutschen Tierschutzvereine planmäßig in ihrem Sinne zu beeinflussen, das Eintreten der Tierschutzvereine für die Betäubung der Schächttiere zu hintertreiben und des ferneren in Tierschutzzeitungen Artikel zu bringen, die das Schächten ohne Betäubung als nicht tierquälerisch hinstellen. So schrieb 1911 die ‚Jüdische Presse‘ offen, es sei überall, wo sich ein neuer Tierschutzverein bilde, Pflicht des jüdischen Lehrers oder Rabbiners, ihm beizutreten und Eintritt in die Vorstandschaft zu suchen, um den ,antisemitischen‘ Kampf gegen das Schächten im Keime zu ersticken. Die ‚Jüdische Presse‘ legte damals zur Nachmachung einen Mustervortrag im Wortlaut vor, der sich für diesen Zweck eignete! Wir sehen, es liegt System in der Art, wie der Kampf gegen das betäubungslose Schächten abgebogen werden soll! Es ist den Juden auch gelungen, die deutsche Tierschutzgesetzgebung in weitem Umfange lahmzulegen. Während auf dem Breslauer Verbandstag in den 80er Jahren der Betäubungszwang einstimmig gefordert wurde, war auf dem Nürnberger Tag schon ein Drittel dagegen und auf dem Verbandstag in München 1925 gelang es gar, den Antrag auf Erörterung des Betäubungszwangs mit Stimmengleichheit abzulehnen. Erst 1927 in Darmstadt kam die Sache wieder in Ordnung, der Betäubungszwang wurde mit 80 gegen 7 jüdische Stimmen gefordert.“

bb) Christliche Enttäuschungen

Aber auch die christliche Kirche wurde von ihm verantwortlich gemacht:

(1) Von der Geistlichkeit

„Die evangelische und die katholische Kirche verharren […] in absoluter Gleichgültigkeit gegenüber allen Tierschutzbestrebungen.“ Als namhaftes Beispiel nannte er folgenden Fall: „Universitäts-Professor Dr. Ude, Graz, kam zu Vorträgen nach Holland. Die holländische Antivivisektionsliga mit Vorsitzendem Dr. med. Pyl hatte alles vorbereitet. Als Professor Ude im Haag eintraf, traf gleichzeitig ein Redeverbot der Utrechter Bischofs ein. Professor Ude erklärte daraufhin: ‚Der Utrechter Bischof hat mir nichts zu verbieten‘, und sprach infolgedessen an drei Abenden im Haag, Leiden und Utrecht. Als er am vierten Abend in Hilversum eintraf, trat fünf Minuten vor 8 Uhr ein katholischer Dekan an ihn heran mit der Abschrift einer Depesche des Grazer Bischofs an den Utrechter Bischof, wonach Professor Ude sofort zurückgerufen wurde. Ude erklärte darauf hin, daß er in diesem Fall gehorchen müsse. Infolgedessen fielen [nicht nur] die übrigen Vorträge aus“, sondern es sei auch „Herrn Professor Ude […] jede weitere öffentliche Betätigung innerhalb Österreichs verboten worden.“

(2) Von der christlichen Zentrumspartei

Im Jahr 1931 trug der Tierschutzvereinsvorsitzende auch Sorge um die Strafrechtsreform: „Es dürften nach der neuen Fassung des § 412, die wir in erster Linie Herrn Dr. Bell, dem Vertreter des ,christlichen‘ Zentrums verdanken, Tiere absichtlich gequält und roh mißhandelt werden, soweit diese Handlungen zur Erfüllung der Gebräuche einer religiösen Gesellschaft des öffentlichen Rechts geboten sind. Damit ist also das bisherige betäubungslose Schächten weiter sanktioniert. Das ist ein doppeltes Recht. Für die religiösen Angelegenheiten werden also § 135 bis § 137 Abs. 3 der Reichsverfassung außer Kraft gesetzt.“

d) Schlussfolgerung Dr. Eckhards

Sämtliche Ausführungen brachte Dr. Eckhard auf einen Nenner: „Sie sehen also, daß alle Vorstellungen und Eingaben aller deutschen Tierfreunde nicht in der Lage waren, sich gegenüber den Einflüssen des Judentums und des Großkapitals durchzusetzen.“ Demgegenüber richtete er den Schlussappell an die Zuhörer,

daß alle mithelfen an der Schaffung einer besseren deutschen Tierschutzgesetzgebung. Wenn wir Tierschützer auch der Überzeugung sind, daß die Tierschutzbewegung im allgemeinen unpolitisch sein muß und mit Rücksicht auf die Tierfreunde in den verschiedenen politischen Lagern, so freuen wir uns doch, wenn es eine politische Partei gibt, die den Kampf für eine bessere Tierschutzgesetzgebung auf ihre Fahne geschrieben hat, auch wenn nur zu leicht von der Gegenseite behauptet wird, diese politische Partei mache nur aus politischen Gründen Front gegen die Tierquälerei des Schächtens. Ich habe Ihnen deshalb gleich zu Anfang zum Beweise, daß dieser Einwand hinfällig ist, die Stellungnahme des Führers, Adolf Hitlers, zur Kenntnis gebracht, der sich auch gegen andere Tierquälerei in der schärfsten Form ausspricht. Ich will meine Ausführungen […] mit einem Goethewort schließen: ‚Wer […] das Recht auf seiner Seite hat, muß derbe auftreten, ein höfliches Recht will gar nichts heißen!‘“

IV. In der Verwaltung

Am Tierschutz wirkten eidgemäß auch Beamte und Behörden mit. Neben dem o.g. zwischen 1936 – 1941 viermal aufgelegten Tierschutz-Taschenbuch für Polizeibeamte, Tierschutzvereine und Tierbesitzer als Wegweiser für ihre Aufgaben im Rahmen der Tierschutzgesetzgebung von Veterinärrat a. D. Dr. Storch und Polizeitierarzt Dr. Mathieu sind verschiedentlich weitere Beispiele kundbar:

1. Tierschutz als Gemeindeaufgabe

„Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs hat im Haushaltsplan der Stadt Frankfurt am Main für das Rechnungsjahr 1939 für den Tierschutz RM 13 000. – eingestellt. ‚Ich sehe […] den Tierschutz auch als eine Gemeindeaufgabe an und hoffe, daß das Frankfurter Beispiel die Leiter der anderen deutschen Gemeinden dazu veranlaßt, in gleicher Weise den örtlichen Tierschutz zu fördern.‘ […] Der stellvertretende Leiter des Reichstierschutzbundes, Hauptverwaltungsdirektor [Willi] Emrich, schrieb im Reichstierschutzblatt (Folge 2/1940) u. a., neben den Fällen der §§ 10, 11 RTierSchG ‚werden auch Hunde gepfändet und abgeholt, weil die Steuer nicht bezahlt werden konnte. Nach § 16 der Naturschutzverordnung müssen gefangene Katzen in Verwahrung genommen, pfleglich behandelt oder an die Ortspolizeibehörde abgeliefert werden. Es kommt aber auch häufig vor, daß alleinstehende Tierhalter plötzlich schwer erkranken, ins Krankenhaus kommen und das Tier der Behörde zugeführt werden muß. In allen diesen Fällen werden von den Behörden die Tierschutzvereine in Anspruch genommen, ohne daß diesen durch Zuwendung genügender Geldmittel die Möglichkeit gegeben wird, Tierheime einwandfrei zu unterhalten.

Wenn also die Tierschutzvereine bestrebt sind, aus Haushaltsmitteln der Gemeinde Unterstützung für ihre im öffentlichen Interesse liegende gemeinnützige Arbeit zu erhalten, so ist das in den meisten Fällen nur eine teilweise gerechte Abgeltung von Leistungen. Ganz abgesehen von diesen rechtlichen Folgen der gesetzlichen Bestimmungen ist aber der Tierschutz auch eine kulturelle Aufgabe vor allen Dingen der Gemeinden. In jeder Gemeinde werden zum Teil ungeheure Mittel für die Erhaltung der Theater, für Musikpflege, für das Volksbildungswesen usw. ausgegeben, um damit den deutschen Menschen seelisch-geistig zu erheben und zu erbauen. Zu einer solchen seelischen und geistigen Erbauung gehört aber auch die Pflege des Tierschutzes. Wenn der deutschen Gemeinde die Aufgabe auferlegt ist, für das Wohl aller Einwohner zu sorgen, so gehört es auch zu ihrer Zuständigkeit, Mißstände abstellen zu helfen, für deren Beseitigung der Tierschutz täglich schwerste und aufopferungsvollste Arbeit leistet[.] Auch die Gemeinde hat ihre Arbeit auszurichten nach den allgemeinen Richtlinien, die ihr vom Führer gegeben werden.‘“

2. Berufsdisziplinäre Maßnahmen

Unter der Hoheit der nationalsozialistischen Ideologie konnten über Tierquäler auch ohne Rückgriff auf § l 1 Abs. 1 RTierSchG Berufsverbote verhängt werden; hierfür ein Beispiel: „Das Landeserbhofgericht in Celle hat einem Bauer[n] die Bauernfähigkeit abgesprochen und ihn für nicht ehrbar erklärt, weil er sich der Tierquälerei schuldig gemacht hatte. In der Begründung der Entscheidung heißt es, daß die rohe Behandlung eines Pferdes gegen die Ehrbarkeit des Bauern spreche.“

V. In Bildung und Erziehung

Die amtliche Begründung des RTierSchG bekannte sich am Ende ihrer Vorrede dazu, „daß selbst mit dem besten Tierschutzgesetz noch nicht alles für den Schutz der Tiere getan ist; es muß darüber hinaus das Verständnis für die Tiere geweckt und gelehrt und zum Gemeingut aller Volksgenossen gemacht werden.“ Entsprechende Maßnahmen wurden durchgeführt:

1. Für Kutscher und Schäfer

Dies geschah vor allem bei der Berufsgruppe, deren Angehörige die meisten Verurteilten wegen Tierquälerei ausmachten, wie Storch und Mathieu berichteten: „Mancherorts sind von Tierschutzvereinen oder anderen Organisationen für Kutscher und solche Leute, die sich diesem Berufe widmen wollen, Fahrschulen bzw. Fahrlehrgänge eingerichtet worden, in denen praktisch und theoretisch die wichtigsten Punkte des Anschirrens, Fahrens, der Pferdehaltung, der Straßenverkehrsordnung usw. durchgenommen werden. Den Abschluß bildet eine Prüfung, nach deren Bestehen ein Zeugnis ausgestellt wird.“

Diesem Beispiel folgte der „Tierschutzunterricht in der Deutschen Schäferschule“, von dem Radtke 1942 bezeugte: „Auf dem Gelände und in den Räumen des aufgelösten Hauptgestüts Beberbeck (Kreis Hofgeismar mit Reinhardswald und Lababurg) ist eine Ausbildungsstätte für Schäfernachwuchs eingerichtet worden als erste ihrer Art. […] Auf Antrag des Reichstierschutzbundes hat sich die Schulleitung bereit erklärt, den Tierschutzunterricht dem Lehrplan der Schule anzufügen und jedem Schüler einen Abdruck des Reichstierschutzgesetzes auszuhändigen. Die notwendigen Hinweise für den Unterricht und Abdrucke des Reichstierschutzgesetzes wurden vom Reichstierschutzbund kostenlos […] zur Verfügung gestellt.“

2. Im Reichsarbeitsdienst

Schon als noch weder das Notwendigkeitsgebot des RTierSchG noch gar der Artenschutzgedanke der RNatSchVO verkündet worden waren, gab bereits 1933 Hermann Kretzschmann im Auftrage der Reichsleitung ein Lehr- und Lesebuch des Reichsarbeitsdienstes namens „Bausteine zum Dritten Reich“ heraus, unter die auch „Tierschutz“ zählte. Unmittelbar unter dieser Überschrift begann der Verfasser mit der Frage: „Warum Tiere schützen?“ – Antwort:

„Weil sie dem Menschen infolge seiner geistigen Fähigkeit und der ihm dadurch zur Verfügung stehenden technischen Mittel […] hilflos ausgeliefert sind, und weil im Laufe der Jahrtausende Hunderte von nützlichen Tierarten von dem Menschen selbst in Unverstand und Gewinnsucht vernichtet und zum Aussterben gebracht worden sind. […] Solchen Roheiten gegenüber, die wir täglich beobachten können, hat die Natur das Tier nicht mit gleichwertigen Waffen ausgestattet. Es muß dulden und leiden, und weil es sich nicht wehren und Anklage erheben kann, bedarf es des Schutzes. In der ganzen Welt ist die fast restlose Vernichtung der Bisonherden in Nordamerika, Mitte des 19. Jahrhunderts, bekannt. Die Tiere wurden ohne dringende Notwendigkeit und ohne eine sachgemäße Ausbeute ihrer Werte von den Weißen zu Hunderttausenden aus reiner Schießwut niedergeknallt. Sie fehlten dann den Eingeborenen zu deren Ernährung und befanden sich vor dem Aussterben. Zur Zeit ist man bemüht, unter großen finanziellen Opfern ihre letzten Reste wieder zu vermehren. Nicht anders ging es ganzen Vogelarten, die der Damenhutmode zum Opfer fielen. In Rußland geht der Wisent dem Aussterben entgegen. Mit dem Wal, an dessen Ausbeutung zum Zwecke der Gewinnung von Fetten und Ölen sich die ganze Welt beteiligt, sieht es nicht anders aus. In Deutschland war es vor nicht langer Zeit der der Landwirtschaft durchaus nützliche Maulwurf, dem die Pelzmode ein Ende zu bereiten schien. Es soll nicht unerwähnt bleiben, daß auch die Kultivierung eines Landes und die Urbarmachung seines Bodens manche Tierarten zum Aussterben bringen, weil ihnen die Existenzbedingungen genommen werden.“

Dies führte zu folgendem zwiefachem Zwischenergebnis: „Ausgehend von dem Standpunkt, daß das Tier wie der Mensch ein Geschöpf Gottes ist, daß es auch ein Recht auf Leben hat, sind es ethische Gründe, die dem Kulturmenschen die Pflicht auferlegen, die Tiere vor unnützen Qualen […] zu schützen. […] Der in der Natur geltende Grundsatz der Macht des Stärkeren über den Schwächeren besagt, daß der Mensch berechtigt ist, sich das Tier nutzbar zu machen. Es sind aber auch wirtschaftliche Gründe, die den Schutz der Tiere vor übermäßiger und unrationeller Ausbeutung fordern“. Darum wurde dem Reichsarbeitsdienstler zur Lösung der schließenden Frage, „Wie und wodurch können die Tiere geschützt werden?“, nicht nur die praktische Arbeit wie die Instandhaltung der in Nutzung durch Tiere befindlichen Gegenstände, der Tierheime u. a. aufgetragen, sondern auch,

„dem Menschen die Pflicht anständiger Behandlung und Pflege der von ihm in Dienst genommenen und in seine Gewalt gegebenen Tiere zum Bewußtsein zu bringen und diesen, wenn es sein muß, das Sterben durch Anwendung der besten technischen Mittel grundsätzlich so leicht und schmerzlos wie nur irgend möglich zu machen. Kurzum: die Erziehung des Menschen zur Achtung vor dem Leben auch der stummen Kreatur. [. . .] Da aber einem Tier wirklicher Schutz und Hilfe nur angedeihen kann von jemandem, der die Psyche und Lebensgewohnheiten der Tiere, denen er helfen will, gründlich kennt, so bedarf es eines eingehenden Unterrichts in den Schulen zumindest über die mit dem Menschen im täglichen Leben verbundenen Tiere, neben eigener Beobachtung möglichst im Zusammenleben mit den Tieren.“

3. In Schulen und in der Hitlerjugend

Dieser Aufruf an die „Arbeitssoldaten“ erging nicht minder an die Kinder und Jugendlichen. Nach der Gründung erster Jugendgruppen für Tierschutz durch die Berliner Journalistin Margarete Russ im Jahr 1928 sprang der Funke auch auf Dresden über:

„Bereits im November 1933 wendete sich der Kreuzschüler Hans-Achim Wolf an den Verein mit der Bitte, eine von ihm im Anschluß an die vorbildliche Jugendarbeit des Berliner Tierschutzvereins gegründete Jugendgruppe zu übernehmen. Die Oberaufsicht über diese Jugendgruppe übernahm der Privatgelehrte Alfred G. Radtke, der sie in unermüdlicher Arbeit ausbaute. Die erfolgreiche Arbeit des Vereins unter der Jugend fand ihren Ausdruck in einer vom Schulrat Pg. Potscher im Schulbezirk Dresden-Land vom 8. bis 13. Juni 1936 durchgeführten Tierschutzwoche. Inzwischen ist die Tierschutzarbeit unter der Jugend auf die HJ. übergegangen. Radtke übernahm zugleich den Ausbau des Film- und Vortragswesens des Vereins und begann bereits nach kurzer Zeit einen Kursus über Tierseelenkunde in der Volkshochschule Dresden. […] Das Film- und Vortragswesen wurde in den kommenden Jahren weiter ausgebaut. Die Entwicklung der Filmtätigkeit fand ihren Höhepunkt in dem Erwerb einer Kopie des Reichstierschutzfilms im Jahre 1938, für dessen Herstellung der Verein eine größere Summe beigesteuert hatte. Auf diese Weise ist es möglich, den Mitgliedern und der Bevölkerung diesen wichtigen Film je nach Bedarf in seinen einzelnen Teilen vorzuführen. Die Veranstaltungen des Vereins sind in seinem Wirkungskreis zu einer ständigen und gern besuchten Einrichtung geworden. Radtke verließ den Verein im September 1935, um beim Reichstierschutzbund ein neues Wirkungsfeld zu finden.“

Auf dieser höheren Ebene vermochte nun Radtke bald sehr viel mehr kennenzulernen; zunächst den „Tierschutz im Schulunterricht“:

Auf Grund einer Eingabe des Reichstierschutzbundes um lehrplanmäßige Einfügung des Tierschutzes in den Schulunterricht ist am 15. November 1934 an alle Länderregierungen nachstehender Erlaß des Reichsministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung ergangen:

RU II D Nr. 581, U II G, RK.

Am 24. November 1933 hat die Reichsregierung das im Reichsgesetzblatt I Seite 987 veröffentlichte Tierschutzgesetz beschlossen, das am 1. Februar 1934 in Kraft getreten ist. Aus diesem Gesetz bitte ich, folgende Bestimmungen zur Kenntnis der Lehrkräfte der unterstellten Schulen zu bringen:

(Es folgt der Wortlaut der §§ l, 2, 5, 9 und 11 des Gesetzes, vgl. Reichstierschutzblatt vom Oktober 1935 S. 11 – 12.)

Ich bitte, dafür zu sorgen, daß die volle erziehliche Wirkung dieses Gesetzes in allen Schulen lehrplanmäßig sichergestellt wird. Ich würde es begrüßen, wenn schon jetzt auf die große Bedeutung des vor Jahresfrist von der Reichsregierung erlassenen Gesetzes im naturwissenschaftlichen Unterricht in geeigneter Weise hingewiesen würde.

Im Auftrage: gez. Bojunga.

In ähnlicher Weise hat auch der Thüringische Minister für Volksbildung am 3. 2.

1937 angeordnet, daß die Schüler aller Schularten noch eingehender als bisher mit den Fragen des Tierschutzes vertraut zu machen sind; als wirksames Mittel wird die Durchführung der Tierschutzwochen empfohlen, in denen der gesamte Unterricht die Sache des Tierschutzes zu fördern habe.“

Die Tierschutzarbeit für und durch die außerhalb der Schulen in der Hitlerjugend organisierten 14- bis 18jährigen indes kennzeichnete Radtke wie folgt:

„Die zentrale Leitung der Tierschutzarbeit in der Hitler-Jugend liegt – da die Einstellung des Volkes zum Tierschutz zweifellos ein Maßstab für seine Kulturhöhe ist – beim Kulturamt der Reichsjugendführung, die sich außerhalb der Heimabende vorwiegend des Rundfunks zur Vertiefung des Tierschutzgedankens unter der Jugend bedient. Alle Sparten des Rundfunks: Kinderfunk, Schulfunk u. a. werden dafür eingesetzt und alle Funkformen, wie Märchenspiele und Hörfolgen, verwendet, so daß alle Arbeitsstufen der Jugend erfaßt werden können. Da die Hitler-Jugend auch dem Führerrat des Reichstierschutzbundes angehört, ist ein steter Zusammenhang und die Zusammenarbeit mit den anderen Organisationen, die die gleichen Bestrebungen pflegen, gewahrt. Die Grundlage der Aufklärungsarbeit bildet das Reichstierschutzgesetz, das an Hand einer eigens auf die Jugend zugeschnittenen Darstellung in der Heimabendschulung behandelt wird.

Veranschaulicht wird die Darstellung durch unzählige praktische Beispiele aus dem Tierschutz, wie sie sich gerade für die HJ. besonders zahlreich ergeben. Auf Fahrt und im Lager, innerhalb und außerhalb des Dienstes, überall finden die Jungen und Mädel Gelegenheit zum praktischen Einsatz. Sie können aufklärend wirken und Tierquälereien verhüten helfen, sei es durch Einschreiten gegen böswillige Tiermißhandlungen oder gegen Tierquälereien aus Gedankenlosigkeit, z.B. Bärenschinderei von fahrenden Musikanten, wandernde Tierschauen, Überlastungen von Zugtieren,

das schutzlose Stehenlassen von Pferden in Regen und Kälte usw.

Ethische und praktische Ziele bestimmen die Tierschutzarbeit der HJ.: die Erkenntnis, daß das Tier ein beseeltes Geschöpf und keine Sache darstellt, und die Bedeutung der Tiere als Helfer des Menschen. Hierbei wird sich auch die weitverbreiteten irrigen Ansichten über die ,Katzenplage‘ richten und beweisen, welche Werte des Volksgutes jährlich durch den Schädlingsfeind ,Katze‘ vor der Vernichtung bewahrt bleiben. Ergänzt wird diese Schulung durch die Behandlung des Naturschutzgesetzes, Aufklärung über die Vivisektion, Schächtung usw. Durch diese ihre Tierschutzarbeit macht sich die Hitler-Jugend zum Sachwalter des Tierschutzgedankens in der deutschen Jugend, und sie wird durch seine weitere Verbreitung dafür Sorge tragen, daß Deutschland auch fernerhin in dieser Hinsicht an der Spitze der Kultur-Völker bleibt.

Ein Beauftragter des Reichstierschutzbundes verhandelte im Sommer 1939 mit den zuständigen Sachbearbeitern der Reichsjugendführung zwecks künftiger engerer Zusammenarbeit, nachdem der Leiter des Reichstierschutzbundes, Dr. Krebs, zuvor mit maßgebenden Männern der Reichsjugendführung die Grundlage für diese Verhandlung geschaffen hatte. Es wurde u.a. auch festgelegt, daß innerhalb der gesamten Hitler-Jugend ein Filmabendstreifen über Tierschutz zur Vorführung gelangen soll. Staatsrat Dr. Krebs hat für diesen Zweck einen Betrag von RM 3000.- zur Deckung der notwendigen Unkosten zur Verfügung gestellt“.

4. Durch richterliche Mitwirkung

Auf Nichtvolljährige fanden die Tierschutzgesetze zusammen mit dem Jugendgerichtsgesetz Anwendung. Aufgrund von dessen Bedeutung für die „Rechtspflege und Rechtspolitik“ veröffentlichte das Amtsblatt „Deutsche Justiz“ 1937 Beispiels halber den folgenden Fall:

„§ 9 Abs. 1 TierSchG., § 7 Nr. 3 JugGerGes.

Einem Jugendlichen, der eine besonders rohe Tierquälerei begangen hat, kann als besondere Verpflichtung i. S des § 7 Nr. 3 JGG. auch der Besuch der Versammlungen des örtlichen Tierschutzvereins auferlegt werden.

Jugendgericht Kassel v. 6. 10. 1937 – 6 Cs 40/37 —.

Gründe:

Der Angeklagte und der Bäckergeselle B. sind bei dem Bäckermeister B. in K. tätig.

Am Abend des 2. April 1937 stellten die beiden fest, daß sich in einem Zimmer des Hauses die dem Schleifer Z. gehörige Katze befand. […] Als der Angeklagte und B. die Katze in dem Zimmer entdeckten, jagten sie das Tier, das in dem Zimmer nichts angestellt und auch ihnen nichts zu Leide getan hatte, aus dem Zimmer auf den Hof, wo sie die Katze weiterverfolgten. Sie stellten das Fenster zum Keller mit Brettern zu, so daß die Katze nicht in den Keller und auf der anderen Seite auf die Straße flüchten konnte. Außerdem rief der eine von ihnen dem anderen zu, daß er sich auf die Treppe stellen sollte, um der Katze den Weg zur Treppe zu versperren. Dann jagten beide das Tier und schlugen mit Holzknüppeln auf dasselbe ein, so daß die Katze wimmerte und heulte. Trotzdem ließen beide aber von dem Tier nicht ab, sondern schlugen solange auf die Katze ein, bis diese tot zusammenbrach. Das tote Tier wurde von dem Angeklagten und B. beiseitegeschafft, wohin, hat sich nicht aufklären lassen.

Der Angeklagt ist somit der Tierquälerei im Sinne der §§ 1 und 9 Abs. 1 des Tierschutzgesetzes schuldig.

Daß der Angeklagte, der bereits 17 Jahre alt ist, die für die begangene Tat erforderliche Einsicht und Willensfähigkeit besitzt und auch zur Zeit der Tat besessen hat, unterliegt nach dem persönlichen Eindruck von der Reife des Angeklagten keinem Zweifel.

Das Jugendgericht ist in besonders leichten Fällen berechtigt, von Strafe abzusehen. Diese Wohltat und Vergünstigung kann aber für den Angeklagten aus zweifachen Gründen nicht in Betracht kommen. Einmal wegen der in der begangenen Tat zum Ausdruck gekommenen Roheit der Gesinnung. Zum anderen, weil der Angeklagte in so hartnäckiger und lügnerischer Weise bis zum letzten Augenblick seine Täterschaft geleugnet hat. […] Unter den geschilderten Umständen konnte die Tat auch nicht durch Geldstrafe gesühnt werden. Das Verhalten des Angeklagten und seines Helfershelfers ist so niedrig und abscheulich, daß nur eine Gefängnisstrafe eine gerechte und strenge Sühne für die Tat sein kann. Da der Angeklagte bisher unbescholten und nicht [vor]bestraft ist, hat das Gericht eine Gefängnisstrafe von zwei Wochen für ausreichend erachtet.

Diese Gefängnisstrafe war dem Angeklagten, um seine Zukunft nicht zu verbauen, auf die Dauer von drei Jahren unter einwandfreier […] Führung auszusetzen.

Es schien aber notwendig, die Aussetzung der Strafvollstreckung noch von weiteren Bedingungen abhängig zu machen, um dem Jugendlichen die Schwere seiner Verfehlung mit allem Ernst und Nachdruck zum Bewußtsein zu bringen. Wenn dem Jugendlichen die Strafvollstreckung erspart bleibt, dann muß er dafür seine Tat auf andere Weise sühnen und wiedergutmachen. Hierzu gehört, daß er in erster Linie einmal das begangene Unrecht durch eine gute Tat wieder ausgleicht. Der Jugendliche hat ein Tier gequält und zu Tode geschlagen. Nun soll er zu seiner inneren Reinigung und Läuterung zugunsten der Tiere von seinem eigenen geringen Verdienst den Betrag von 20. RM aufbringen. Er muß von dem wenigen, was er hat, eine für ihn beträchtliche Summe opfern für die Pflege und Hege des Tieres. Das Gericht erachtet es für dienlich zu bestimmen, daß dieser Betrag an den Tierschutzverein in K. und Umgebung, und zwar in Wochenraten von 1,50 RM geleistet wird. […] Darüber hinaus waren aber auch Erziehungsmaßregeln erforderlich. Die bei der Tat zutage getretene rohe Gesinnung des Angeklagten macht eine nachhaltige erzieherische Beeinflussung notwendig. Dem Angeklagten muß deshalb durch eine Verwarnung eindringlichst klargemacht werden, worin er gefehlt hat. Gleichzeitig muß ihm aber auch der Weg gewiesen werden, um sich innerlich wandeln und die rechte Einstellung zum Tier gewinnen zu können. Aus diesem Grunde hat das Jugendgericht als Erziehungsmaßregeln weiter bestimmt, daß der Jugendliche künftig an den Mitgliederversammlungen des Tierschutzvereins teilzunehmen hat. Hier wird er in einem Kreise von Menschen, die sich den besonderen Schutz, die Pflege und Hege der Tiere zur vornehmsten Aufgabe gemacht haben, lernen, daß das Tier der beste Freund des Menschen ist.“

VI. Publikationen zum Tierschutz

Wie in der Praxis, so war der Tierschutz auch am Schreibtisch ein fortlaufend behandeltes Thema. Neben den rechtswissenschaftlichen Beiträgen, die im Literaturverzeichnis dieser Arbeit aufgelistet sind und denen wir im bisherigen Text begegnet sind, wurde der Tierschutz auch in allgemeinverständlicher Weise durch Film, Rundfunk und gar auch schon Fernsehen „propagiert“. An Druckerzeugnissen sind noch Kalender sowie Zeitschriften hervorzuheben, hieraus namentlich der Reichs-Tierschutz-Kalender vom Reichstierschutzbund und Der deutsche Tierfreund vom „Deutschen Tierschutzwerbedienst“ (DTW) – so hieß der ehemalige „Berliner Tierschutz-Verein e. V. für alle Länder deutscher Sprache“, der ab Dezember 1933 Träger des Reichstierschutzbundes gewesen war, seit dessen Umzug mit Dr. Krebs nach Frankfurt a.M. hinfort.

[…]

3. Hitlers Sonderzuschüsse für den Reichstierschutzbund

Doch am Reichsfinanzministerium konnte der Krieg ab 1942 nicht mehr spurlos vorbeigehen. Aus einer Besprechung mit Ministerialrat Hager (RMdI) ergab sich am 9. September 1941, „dass der Tierschutzverein aus Mitteln der Präsidialkanzlei in den letzten Jahren eine Beihilfe von jährlich 30 000 RM erhalten habe.

Der Vorsitzende des Tierschutzvereins, Oberbürgermeister Krebs, Frankfurt/M., rechnet damit, auch in künftigen Jahren diese Beihilfe von der Präsidialkanzlei zu erhalten. RMdI. ist der Meinung, dass die dem Tierschutzverein zufliessenden Beihilfen gekürzt werden können.“

Diesen Streit entschied Hitler jedoch folgenderweise:

„Der Staatsminister und Chef der Reichskanzlei des Führers und Reichskanzlers teilt mit Schreiben vom 3. l. 1942 – RP 44/42 – mit, dass der Führer dem Reichstierschutzbund erneut eine Beihilfe von 30 000 RM zur Verfügung gestellt habe. Reichshauptkasse ist mit F 9400-178/42 I vom 7. Januar 1942 angewiesen, 30 000 RM aus Mitteln bei Einzelplan XVII Kap. 1 Tit. 32 an den Reichstierschutzbund zu überweisen.“

Obwohl das Reichsinnenministerium sich bis dahin gegenüber Tierschutzsachen immer offen gezeigt hatte, veranlasste es am 10. März 1942 aus Gründen der „durch die Kriegsverhältnisse gebotene[n] Rücksichtnahme auf die Geschäftslage“ eine Überprüfung der vom Reichstierschutzbund vorgelegten Abschlüsse und Verwendungsnachweise und wollte sodann daraus Rücklagen i.H.v. 30.346,74 RM und 48.641,98 RM je für die Geschäftsjahre 1938 bzw. 1939 erkannt haben. Daraufhin ließ Dr. Frick am 18. Mai 1942 an Dr. Krebs schreiben: „Nachdem auch der unter dem Gesichtspunkt sparsamer Bewirtschaftung der Reichsmittel aufgestellte Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1942 zur Durchführung des Tierschutzgesetzes nur einen Ausgabebetrag von 1000 RM bereitgestellt hat, bin ich vorerst nicht in der Lage, die weitere Gewährung von Reichsmitteln für die Aufgaben des Reichstierschutzbundes in Aussicht stellen zu können.“

4. Tierschutzvereine während des Krieges

Trotz dieser drastischen Finanzeinschränkung sei die Arbeit des Reichstierschutzbundes – wie die vieler anderen Tierschutzvereine auch – erst „mit dem Zusammenbruch des Reiches im Jahre 1945“ zum Erliegen gekommen. Nach Jahren voll ganz anderer Nöte veranlasste später erst wieder im März 1948 ein Oberbürgermeister von Frankfurt a.M. – inzwischen Dr. Walter Kolb – die (Neu-) Gründung des „Deutschen Tierschutzbundes“, welcher sich nunmehr „eine neue[,] demokratische Satzung gab“, so „daß nun alle deutschen Tierschutzvereine […] ohne den früheren Zwang dem Deutschen Tierschutzbund [sollten] beitreten“ können. Nichtsdestotrotz stellte Dr. Giese fest:

„Es ist nicht zu leugnen, […] daß der Reichs-Tierschutzbund unter der Leitung des Oberbürgermeisters Dr. Krebs. Frankfurt a.M., und die deutschen Tierschutzvereine in harmonischer Zusammenarbeit eine rege und ersprießliche Tätigkeit zum Nutzen und zur Besserung des Loses der Tiere entfaltet und einen zielbewußten praktischen Tierschutz in den Städten und auf dem Lande organisiert und vorwärts getrieben haben. Es sei nur erinnert an die erfolgreichen Arbeiten bei den Gerichten, bei der Polizei, in den Schulen, bei der Neugründung von Tierschutzvereinen, namentlich auf dem Lande, an die Aufnahme vergleichender Rechtsuntersuchungen, an die vielversprechenden Verbindungen mit dem Tierschutz im Auslande u.a.m.

Frankfurt a.M. war in dieser Zeit die Zentrale der deutschen Tierschutzbewegung, die Stadt des deutschen Tierschutzes, geworden. Die Arbeit des Reichs-Tierschutzbundes und der Tierschutzvereine fand dann auch in der Öffentlichkeit und bei den Behörden Anerkennung und erfreute sich eines beachtlichen Ansehens.“

Die Tierschutzvereine Deutschlands hatten selbst noch inmitten der größten Kriegsnot ihre Bemühungen nicht sinken lassen. „Vieles war in schwerster Zeit zu schaffen. Dass es auch geschaffen werden konnte, danken wir der Hilfe unserer Mitglieder, Freunde und Gönner.“ Gerade in jener Zeit hatte man in vielen der ältesten, der „ersten deutschen Tierschutzvereine – in Dresden (1839), Hamburg, Berlin, Frankfurt a.M. (1841) und München (1842)“ das 100jährige Bestehen zu begehen, weswegen sie alle in ihren jeweiligen Festschriften einen besinnlichen Rück- und zuversichtlichen Ausblick unternahmen.

So schrieb Herbert Pause nur sechs Jahre vor dem Untergang der Sächsischen Hauptstadt:

„Wenn sich der Verein seit 1933 in ungeahntem Maße entwickeln konnte, so verdankt er das ganz wesentlich der tierfreundlichen Einstellung des sächsischen lnnenministers Pg. Dr. Fritsch, der die Tätigkeit der Tierschutzvereine ständig im Auge behielt und durch Verordnungen über Wandertierschauen und Beseitigung von Tiermißbrauch im Wandergewerbe im Reich voranging. Er gab damit den Tierschutzvereinen die Möglichkeit, sich als Helfer der Behörden auf diesem Gebiet einzuschalten.

So kann der Tierschutzverein Dresden und Umgebung mit Stolz auf diese 100jährige Geschichte zurückblicken. Durch seine reichen Arbeitsmöglichkeiten, durch die Sachlichkeit seines Außendienstes ist er geschätzt nicht nur bei der Bevölkerung, sondern auch bei den Behörden, die sich seiner Mithilfe gern bedienen. Diese Tatsache berechtigt uns, der Hoffnung und dem Wunsche Ausdruck zu geben, daß der Verein, wie im vergangenen Jahrhundert, auch fernerhin erfolgreich tätig wird zum Wohle der Tiere.“

Und in der Reichs- und Preußischen Hauptstadt konnte der dortige Tierschutzvereinsleiter Amtsgerichtsrat H.B. Marggraf 1941 ausrufen:

Es „überraschte uns am 1. September 1939 der Krieg. Naturgemäß ist die Arbeit dadurch sehr erschwert. Nach und nach ist ein zahlreicher Teil der Belegschaft zu den Fahnen geeilt und steht im Felde. Unter den Heimgebliebenen hat der Tod Lücken gerissen, andere sind ausgeschieden und Ersatz ist nicht oder nur sehr schwer zu bekommen.

Aber unverdrossen setzt der Verein seine Tierschutzarbeit fort. Gewiß fordert der Krieg die Anspannung der Kräfte zu einem anderen, höheren Ziel. Und stets steht im Vordergrunde jedes Interesses der Mensch. Auch dieser so oft gehörte Einwand ist richtig. Aber so viel Zeit und so viel Liebe ist immer noch da, um auch die Tiere nicht zu vergessen. Auch im Kriege nicht! Und gerade im Kriege nicht! Vergessen wir nie, welche wertvollen Dienste z.B. die Kriegspferde, die Meldehunde und die Brieftauben der kämpfenden Truppe leisten.

Ein Jahrhundert Tierschutz ist abgeschlossen. Unendlicher Dank gebührt all den vielen Helfern, die in uneigennütziger Weise bemüht waren, der Vereinsarbeit die Wege zu ebnen. Dieser Dank sei hier zum Ausdruck gebracht. Insonderheit aber sei der Dank dargebracht unserem Führer Adolf Hitler für alles, was er für die Tierwelt getan hat.“

Die überschwenglicheren Bayern schließlich gedachten 1942 in ihrer Hauptstadt – zugleich der auch der nationalsozialistischen Bewegung – feierlich alles Erreichten:

„Das Jahr 1933, in dem Adolf Hitler die Staatsführung übernahm, brachte sofort mehr Erfolge als der Tierschutzverein in bald 100jähriger Bemühung zu erreichen vermochte. Wohl zur grossen Freude und Befriedigung aller gutgesinnten Menschen wurde das Tier als Lebensgefährte, Helfer und Beschützer des Menschen anerkannt.

Der nationalsozialistische Staat Adolf Hitlers stellte sich auf dem Gebiete des Tierschutzes an die Spitze aller Staaten der Erde. Auf der Grundlage der Verbundenheit alles Lebendigen gewährte man den Tieren gewisse Rechte nicht um der Nützlichkeit, sondern um der Tiere selbst willen. Das vor 100 Jahren begonnene [Nach-] Denken über die Stellung des Tieres im Weltganzen wurde in das Staatsdenken eingegliedert[‚] und die auf dieser Grundlage erlassenen Gesetze und Vorschriften wurden für das Volksganze verpflichtend.“

Nun ist Ihnen sicherlich verständlich, warum es ein solches Buch nicht für 3,99 bei Thalia & Co. geben darf. So funktioniert – seit Jahrhunderten – die jüdische Zensur. Immer schön „unbemerkt“ durch die „kalte Küche“. Und wenn dann Menschen wie der bekloppte Hafenmayer kommen und behaupten, die Jüdlein hätten da ihre Finger mit im Spiel… „BRD-Juristisch“ keine Beweise!

Werden oder bleiben Sie ehrlich, aufrichtig, der Natur verpflichtet, Ihrem Volk treu, den Göttern – wie auch immer Sie diese nennen – gewogen und anständige Menschen – eben – Nationalsozialisten!










Ursula Haverbeck an das Westfalenblatt

Der Artikel in russischer Sprache – Статья на русском языке

Ursula Haverbeck z.Zt. JVA Bielefeld

30.01.2019

Leserzuschrift

zur Ausgabe Nr. 20 des Westfalen-Blattes, 24.01.2019

Rechte Gesinnung, rassistisches Gedankengut, Gewalt gegen

Andersdenkende nehmen zu.“

So lesen wir es seit Monaten immer wieder, im Westfalen-Blatt, zum Beispiel den oben zitierten Satz am 24. Januar 2019. Er wird gebracht in einem Artikel von einer Bärbel Hillebrenner über den Landrat Erich Hartmann, der von 1933 bis 1945 Landrat in Herford war.

In der Galerie des Kreishauses Herford hängen Bilder aller Landräte von 1816 bis heute. Nur einer fehlt: Erich Hartmann. Er sei als Nationalsozialist nicht würdig mit seinem Bild im Kreishaus geehrt zu werden. (Frau Hillebrenner schrieb natürlich Nazi, noch nicht einmal richtig NaSo.)

Liebe Landsleute, Männer wie Frauen,
Bauern, Industriearbeiter oder Akademiker,

kann mir irgendwer erklären, was denn rechte oder linke Gesinnung, die es dann ja auch geben muß, ist?

Und wieso soll ausgerechnet die rechte, also doch dem Wort nach die richtige, rechtschaffende Gesinnung gefährlich, ja, strafbar sein?

Der jetzt, am 7. Januar, auf offener Straße überfallene und schwer Verletzte Bundestagsabgeordnete, Frank Magnitz (66 Jahre), hinter dem in der drittgrößten und vielleicht bald zweitgrößten Partei AfD Millionen Wähler stehen, gilt mitsamt der AfD als Rechter, von rechter Gesinnung. Der Schlägertrupp müßte demnach links sein. „LinkerGesinnung sein“ hieße es dann „gewalttätig sein“. Ist das immer so? „Rechter-Gesinnung-sein wäre demnach dann gefährdet sein. Aber in den Medien gilt rechte als böse und links?

Links ist böse – sie sieht es für den Bürger aus, dem „links“ brüllt unentwegt bei jeder Gelegenheit „Nazi raus“ und damit meinen sie die Deutschen, die deutsch bleiben wollen. Die sollten aus ihrem eigenen Land verschwinden. Die ca. 15 Millionen Heimatvertriebener haben als schon hinter sich (1945/46).

Noch verwirrender und unsachlicher ist „rassistisches Gedankengut“. Dazu braucht es die Kunst des Gedankenlesens, singen wir doch: „die Gedanken sind frei, kein Mensch kann sie wissen“. Jetzt erfahren wir, daß Gedankenleser sogar erkennen können, ob die Gedanken rassistisch sind. Weil das ja als strafbar gilt, kann das für rassistisch Denkende ganz schön gefährlich werden. Aber wieso denn? Na klar, es heißt doch in diesem Lied: „meine Gedanken durchbrechen die Schranken und Mauern entzwei“. Das ist doch wirklich gefährlich! Fragt sich nur, für wen gefährlich?

Daß die Gewalt gegen Andersdenkende zunimmt, ist eindeutig, das sieht man schon an dem Attentat auf einen AfD-Bundestagsabgeordneten und aus dem Vorgehen gegen legal gegründete Oppositionsparteien, obgleich es sich bei einer politischen Opposition, mit den gleichen Rechten, wie die Regierungsparteien, um einen Grundpfeiler eines demokratischen Staates handelt. In dem Augenblick, wo sie groß geworden sind und für die Vormachtstellung der Regierungsparteien gefährlich werden, da versuchen diese alles, um sie verbieten zu lassen. Am einfachsten ist das, indem man die politischen Konzepte einer Oppositionspartei für verfassungsfeindlich erklärt. Damit stehen sie nicht auf dem Boden unserer Verfassung. Da bedeutet, die dürfen nicht zur Wahl antreten und müssen verboten werden, als Verfassungsfeinde.

Das könnte ihnen gleichgültig sein, denn es betrifft sie nicht, da wir gar keine Verfassung haben, auf der sie stehen könnten.

Sie richten sich nach den Grund- und Freiheitsrechten, die im Auftrag und nach Genehmigung der Siegermächte 1949 als Grundlage der BRD verkündet wurden.

Wohlgemerkt, daran halten sich die Oppositionsparteien. Die etablierten antideutschen Parteien verkünden ein Zensurgesetz nach dem anderen, obwohl es eindeutig heißt in diesen Freiheitsrechten: Die Meinung, die Forschung, die Presse sind frei. Eine Zensur findet nicht statt.

Also kann es auch kein Verbot für Bücher, wie „Wahrheit für Deutschland“, wie seinerzeit von dem Politologen Udo Walendy der „Der Auschwitzmythos, Legende oder Wirklichkeit“ von dem Juristen Dr. Wilhelm Stäglich geben. Gab und gibt es aber!

Wo bleibt die Rechtsprechung? Talmudische Rabulistik hat an deutschen Gerichten nichts zu suchen, auch keine Gesinnungsschnüffelei, und Gedankenlesen auf Grund hellseherischer Fähigkeiten, auch nicht.

Im Jahre 2019 können wir Bürger in 3 Landtags- und einer Europawahl im Mai, diesem gewaltigen antidemokratischen Spuk, der sich auch noch für tolerant hält, ein Ende bereiten, ganz friedlich, ganz legal.

Da die Gewalt gegen Andersdenkende zunimmt, wird es um so wichtiger „die Erinnerung an die Schreckenszeit der Nazis wach zu halten“, so heißt es weiter im Kommentar zum oben erwähnten Artikel.

Verschwiegen wird – wie immer – wer bereits im März 1933, 2 Monate nach Regierungsübernahme durch die Nationalen Sozialisten Deutschland den Krieg erklärte. Das war groß aufgemacht, in der englischen Zeitung The Daily Express, 24. März 1933 zu lesen.

Natürlich wurde das auch als Fälschung erklärt, doch der Zeitungsverlag schickte die Originalausgabe. Die Kriegserklärung stammte vom Weltjudenrat.

Die sehr sachliche Begründung, warum die Fortsetzung des Krieges gegen Deutschland erforderlich sei, gibt Wladimir Jabotinsky 1934.

Wladimir Jabotinsky, Führer der radikalzionistischen Revisionisten in Prag 1934 vor der Pressekonferenz in der Sitzungshalle des Weltkongresses der Zionisten:

„Seit Monaten führt die jüdische Gemeinde den Kampf gegen Deutschland und nun werde ein geistiger und materieller Angriff der gesammelten Welt auf Deutschland einsetzen. Deutschland trachtet danach, wieder eine große Nation zu werden, seine verlorenen Gebiete und seine Kolonien wiederzubekommen. Die jüdischen Interessen indes würden eine totale Vernichtung Deutschlands verlangen. Im Ganzen wie im Einzelnen stelle Deutschland eine Gefahr für uns Juden dar.“

(Zitiert nach Paul Rassinier* in: ‚Die Jahrhundertprovokation’)
Rassinier, franz. Widerstandskämpfer, 2,5 Jahre in dt. Kl.

Wohlgemerkt, das habe nicht ich, auch nicht der französische Historiker Rassinier, sondern Jabotinsky hat das gesagt. Bei den Gerichtsurteilen wird das fast immer verwechselt und gilt dann als Beweis für den Antisemitismus der Angeklagten.

Es handelt sich bei solchen Aussagen jedoch eindeutig um Antigermanismus, woraus wiederum nicht geschlossen werden darf, daß hiermit Die jüdische Denkweise zum Ausdruck komme. Gleichzeitig handelten andere mit der Reichsregierung das Ha’avara-Abkommen aus zur Unterstützung der nach Palästina Auswanderungswilligen.

Jabotinsky war kein Außenseiter und Einzelgänger. Er war ein als Zionist anerkannter Vorkämpfer für den Staat Israel in Palästina.

„Die Anwendung von Gewalt gegen Andersdenkende“ wird weiter zunehmen, wenn weiterhin die Opfer diffamiert und bestraft, die Täter aber vielfach geschont werden.

Wir müssen zu Recht und Wahrheit zurückkehren und das verlangt als erstes die Abschaffung des Paragraphen 130 StGB.

Wer das fürchtet, belastet sich selber.

„Gewaltanwendung gegen Andersdenkende stört den öffentlichen Frieden und zwar schwer“

Ursula Haverbeck







„Holocaustismus“

Artikel übernommen von: stmarcelinitiative.com

Der Artikel in russischer Sprache – Статья на русском языке

Williamson

Freunde, Geduld! Die Wahrheit, um zu siegen,
Braucht manchmal Zeit, ehe die Lügen vor ihr liegen.

 

Viele Katholiken scheinen zu denken, dass, was man den „Holocaust“ nennt, habe nichts mit Religion zu tun. Sie täuschen sich gründlich. Hier zwei (leicht abgeänderte) Abschnitte der schönen Würdigung, die Jerôme Bourbon, der tapfere Herausgeber der ausgezeichneten Pariser Wochenzeitung Rivarol, für den unlängst verstorbenen Professor Robert Faurisson verfasst hat:

Professor Faurisson hat durch seine Forschungen sowie seinen berühmten Satz der 60 Worte nicht nur die ideologische Grundlage der aus dem Zweiten Weltkrieg hervorgegangenen neuen Weltordnung bedroht, sondern auch die Religion, oder vielmehr Gegenreligion, des”Holocaustismus”. Er ist eine wahrhaftige Religion, die Respekt und Unterwerfung verlangt. Sein falscher Gott fordert Verehrung; er will, dass man vor ihm ständig Weihrauch verbrennt, so wie in Yad Vashem immerfort eine Flamme brennt, dass ihm Blumen dargebracht werden und dass Wehklagen zum Himmel emporsteigt, wie bei den Pilgerfahrten und Prozessionen nach Auschwitz und anderswohin, wo die Menschen sich auf die Brust schlagen und „Nie wieder“ schreien müssen.

Der „Holocaustismus,“ der den Menschen von der Grundschule bis zu ihrem Lebensabend am Fernsehen, im Kino und in jeder Branche der Unterhaltungsindustrie eingetrichtert wird, äfft in Tat und Wahrheit sämtliche Züge der katholischen Religion nach. Er hat seine Märtyrer (die Sechs Millionen), seine Heiligen (Elie Wiesel, Anne Frank), seine Wunder (die „Holocaust“-Überlebenden), seine Stigmatisierten (die tätowierten KL-Insassen), seine Pilgerfahrten (nach Auschwitz etc.), seine Tempel und Kathedralen („Holocaust“-Museen und Gedenkstätten), sein Almosenspenden zur Erlangung von Verzeihung (endlose Reparationszahlungen an Israel und „Holocaust“-Überlebende), seine Reliquien (Zähne, Haare, Schuhe etc. von Lagerinsassen), seine Heiligengeschichten (Bücher von Elie Wiesel, Anne Frank etc.), seine Folterkammern (Gaskammern), sein Evangelium (das Urteil des Internationalen Militärtribunals von Nürnberg nach dem 2. Weltkrieg), seine Hohepriester und Päpste (Simon Wiesenthal), seine Inquisition (antirevisionistische Zivilgerichte), seine Gesetze gegen Blasphemie (die jede Infragestellung des „Holocaust“ streng verbieten), seine heilige Stadt (das moderne Jerusalem), seine Priester und Wächter (alle politischen Meinungsmacher und Verbände, sei es in den Medien, religiösen Institutionen, Gewerkschaften, dem Sport oder der Wirtschaft), seine religiösen Orden (Jüdischer Weltkongress, B’nai B’rith, AIPAC etc. etc.), seine Hölle (für alle Nationalisten – ausser israelische! -, alle Revisionisten, alle, die an den Gottesmord glauben und daran, dass das Neue Testament das Alte ersetzt) und seine Gläubigen (fast die gesamte Menschheit).

Doch äfft der „Holocaustismus“ das Christentum nicht bloss nach, sondern stellt es sogar auf den Kopf: Statt Liebe Hass, statt Wahrheit Lügen, statt Vergebung talmudische Rache, statt Ehrfurcht vor den Älteren die Hetzjagd auf uralte ehemalige Wächter in Konzentrationslagern, statt des Geistes der Armut das Streben nach Reparationszahlungen, statt Nächstenliebe Erpressung, statt Respekt vor den anderen Lynchjustiz, statt Ruhe und Diskretion Hysterie und lärmige Anklagen in den Medien, statt der grenzenlosen Gerechtigkeit Gottes die dreiste Ungerechtigkeit von Eroberern, die sich zu Richtern über die Besiegten aufschwingen, und so weiter und so fort.

Deshalb hier ein Sonnet zu Ehren von Prof. Faurisson, der so viel getan hat, um diesen Affen vom Buckel der Menschen herunterzuholen:

Ein alter Spruch besagt: Die Wahrheit siegt am Ende immer
„Oh nein,“ sprach da ein Volk, „was Wahrheit ist, können nur wir bezeugen.
Wir sind das Herrenvolk, unsere Herrschaft endet nimmer
Und unsrer Wahrheit müssen sich die Nationen allesamt beugen.“
Dies Volk schrieb die Geschichte um, wob ein Gespinst von Lügen
Der Mythos von den Schreckenskammern brach der Menschen Widerstand.
Dem neuen, finst’ren Götzen mussten sich die Goyim fügen
Am Ende kniete vor dem Moloch jedes Volk und jedes Land.
Da trat ein schmächt’ger Franzmann unverzagt vor den Tyrannen:
„Zeichne mir eine solche Kammer, sag, wie hat sie funktioniert?“
Erbleichend schwieg der Schelm und zog dann wutentbrannt von dannen
Denn er begriff: Das Spiel ist aus, die Wahrheit triumphiert.
Der Franzmann war ungläubig, doch Gott hatte ihn erwählt
Als Schwert gegen die Lüge, die die ganze Menschheit quält.

Kyrie eleison.

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Der 30. Januar 1933

Es wird immer von „Machtergreifung“ gesprochen, wenn es um den 30. Januar 1933 – den Tag, an dem Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt wurde – geht.  Was aber würde es tatsächlich bedeuten „Macht ergreifen“?  Es müßte eine Macht vorhanden gewesen sein, die jemand nur zu ergreifen brauchte, um sich ihrer bedienen zu können. Ist doch logisch, oder?

Um Ihnen deutlich zu machen, wie abwegig dieser Begriff im Zusammenhang mit der Ernennung vom 30.1.33 ist, möchte ich hier einen Auszug aus dem Buch von Georg Franz-Willing („1933 – Die nationale Erhebung“) sprechen lassen. Angemerkt sei, daß ich kein wirklicher Freund des Autors bin. Zu sehr sind mir seine –  gut zusammengetragenen Fakten – mit persönlichen Abneigungen gespickt, die zu oft zu völlig nicht nachvollziehbaren Schlüssen führen. Da hier aber nur die Fakten entscheidend sind, möchte ich die persönlichen „Bauchschmerzen“ außen vor lassen.

Am frühen Morgen des 30. Januar versuchte die konservative Gruppe um Schmidt und Düsterberg, durch persönliche Einflußnahme auf Seldte und Blomberg wenigstens zu verhindern, daß die preußische Polizei an die Nationalsozialisten ausgeliefert würde. In diesem Sinne beeinflußten sie auch Hugenberg. Ein „letzter Widerstand Hugenbergs“ richtete sich gegen die Forderung Hitlers nach sofortiger Auflösung des Reichstags und Ausschreibung von Neuwahlen. „Als sich am 30. Januar 1933 zur festgesetzten Stunde die Mitglieder des neuen Kabinetts in meinem Arbeitszimmer versammelt hatten und ich sie beim Reichspräsidenten anmelden wollte“, so schildert Staatssekretär Meißner den geschichtlichen Vorgang, „bat Hugenberg um einen kurzen Aufschub, da er vorher mit Hitler eine wichtige Frage klären müsse. Er verhandelte dann in einer Fensternische meines Arbeitszimmers mit Hitler und von Papen über die Frage der Reichstags-Auflösung und Neuwahl, die er als überflüssig bezeichnete, nachdem vor zwei Monaten das Parlament neugewählt worden sei; die neue Regierung werde auch in diesem Reichstag eine Mehrheit finden. Erst nachdem Hitler ihm feierlich versichert hatte, daß er ohne Rücksicht auf den Ausgang der Neuwahl an der gegenwärtigen Zusammensetzung des Kabinetts festhalten werde und überhaupt nicht die Absicht hätte, sich von den derzeitigen Regierungsmitgliedern jemals wieder zu trennen, ließ sich Hugenberg von seiner anfänglich geäußerten Absicht, seine und seiner Partei Beteiligung an der Regierungsbildung von der Nichtauflösung des Reichstags abhängig zu machen, abbringen und erklärte, die Entscheidung über eine Auflösung des Reichstags dem Reichspräsidenten zu überlassen, dem sie nach der Reichsverfassung zustand. Darauf erfolgte um 11.15 Uhr die Vereidigung der neuen Regierung durch den Reichspräsidenten und die Aushändigung der Ernennungsurkunden.

Reichspräsident von Hindenburg hatte am längsten und zähesten der Berufung des Führers der nationalsozialistischen Bewegung Widerstand geleistet. Aber vor die Alternative gestellt, Hitler ins Kanzleramt zu berufen oder einen Verfassungsbruch mit dem Risiko eines Bürgerkrieges zu begehen, hatte er sich für das von seiner Warte aus kleinere Übel, die Ernennung Hitlers entschieden. Sein Wunsch nach möglichst großen Sicherungen gegen die Gefahr einer Einparteiendiktatur war nach Möglichkeit erfüllt worden: seine Prärogative als Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Reichswehr, das Ernennungsrecht des Reichswehrministers und Außenministers waren berücksichtigt, sein engster politischer Vertrauter, Franz von Papen, war als Vizekanzler berechtigt, jedem Vortrag des Reichskanzlers beim Reichspräsidenten beizuwohnen. Außerdem war er auch Reichskommissar für Preußen. Die drei Nationalsozialisten im Kabinett, Hitler, Frick und Göring, waren umgeben von neun Nicht-Nationalsozialisten. Davon waren zwei Deutschnationale, Hugenberg und Gürtner.

Hugenberg hatte sogar zwei Ministerien inne. Vor allem aber bestand bei allen Gegnern Hitlers die Hoffnung, er werde sich schnell abnützen, abwirtschaften, und könne dann leicht verdrängt werden. Bei den langwierigen Bemühungen um die Bildung dieser Rechtskoalition hatte sich auch jene konservative Opposition bereits teilweise herauskristallisiert, die in späteren Jahren den Kern des Widerstandes gegen Hitler bildete: Gördeler und Kleist-Schmenzin als Angehörige des konservativen Schattenkabinetts, der Bundeskanzler des „Stahlhelm“, Siegfried Wagner, Düsterberg und Otto Schmidt-Hannover sind jene Einzelnamen, die in die Zukunft der konservativen Opposition deuteten. Sie symbolisierten bestimmte Gesellschaftsgruppen, die bürgerlich-konservative Oberschicht und den ostelbischen Adel. Aus ihnen erwuchs die Widerstandsbewegung.

Nach dem Scheitern von drei Präsidialkabinetten war das greise Staatsoberhaupt froh, auf die verfassungsmäßige Bahn einer normalen parlamentarischen Regierungsbildung zurückkehren zu können.

Seit 1930 hatte er die Hauptlast der Regierungsverantwortung getragen, nachdem die Parteien und damit das parlamentarische System abgewirtschaftet hatten. Trotz seines hohen Alters entgegen allen anderslautenden Behauptungen von ungebrochener geistiger Frische und körperlicher Rüstigkeit, hatte er auf dringenden Wunsch der Regierung Brüning und der Weimarer Koalitionsparteien, die ihn 1925 abgelehnt hatten, im Alter von nahezu 85 Jahren noch einmal die Bürde des Reichspräsidentenamtes auf sich genommen.

Angesichts der schweren Staats- und Gesellschaftskrise war es jedoch in höchstem Grade unverantwortlich, dem 85jährigen dieses Amt noch einmal aufzunötigen. Dem Linkskurs und den Linksparteien stand er aufgrund seiner Herkunft, seiner traditionellen Bindung an die Monarchie kritisch gegenüber. Im Herzen wünschte er immer die Rückkehr zur monarchischen Staatsform, eine Anschauung, die er besonders auch mit Papen teilte. Die Bildung einer Regierungskoalition der Rechtsparteien war für ihn die Erfüllung eines langersehnten Wunsches trotz seiner schweren Bedenken gegen den „böhmischen Gefreiten“. Er vertraute auf die konservativen Kräfte der Regierung Hitler-Papen-Hugenberg; sie waren in der dreifachen Überzahl gegenüber den drei Nationalsozialisten.

Als Papen am 29. Januar 1933 bei der Regierungsbildung die gemeinsamen Sorgen und die Hoffnung zur Sprache brachte, „eine Entwicklung zum Radikalen durch den Einfluß christlicher Prinzipien verhindern zu können“, antwortete ihm Hindenburg beschwichtigend: „Ich weiß wirklich nicht, was noch passieren könnte. Sie sind Vizekanzler und zugleich preußischer Ministerpräsident. Mit Ausnahme von zwei Ministerposten sind alle Ressorts mit unseren Leuten besetzt. Und außerdem werden Sie jedem Vortrage beiwohnen, den Hitler mir halten wird.

Die Ernennung der Reichsregierung Hitler-Papen-Hugenberg

Die 21. Reichsregierung der Weimarer Republik, die Koalition NSDAP/DNVP, setzte sich wie folgt zusammen: Reichskanzler: Adolf Hitler, NSDAP.

Vizekanzler und Reichskommissar für Preußen: Franz von Papen.

Reichsminister des Auswärtigen: Constantin Frhr. v. Neurath, seit 2. Juni 1932 in diesem Amt.

Reichsminister der Finanzen: Lutz Graf Schwerin von Krosigk, ebenso seit 2. Juni 1932 im Amt.

Reichsinnenminister: Dr. Wilhelm Frick, Führer der nat. soz. Reichstagsfraktion.

Reichswehrminister: Generalleutnant Werner von Blomberg, vom Reichspräsidenten berufen.

Reichswirtschaftsminister: Alfred Hugenberg, Führer der Deutschnationalen Volkspartei.

Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft: Alfred Hugenberg (siehe oben).

Reichsverkehrs- und Postminister: Paul Frhr. v. Eltz-Rübenach, seit 2. Juni 1932 im Amt.

Reichsarbeitsminister: Franz Seldte, l. Bundesführer des „Stahlhelm“, Bund der Frontsoldaten.

Reichsminister der Justiz: Dr. Franz Gürtner, seit 2. 6. 1932 im Amt.

Reichsminister ohne Geschäftsbereich, gleichzeitig Reichskommissar für den Luftverkehr und kommissarischer preußischer Innenminister: Hermann Göring, Hauptmann a. D., NSDAP, politischer Beauftragter Hitlers, seit August 1932 Reichstagspräsident.

Reichskommissar für Arbeitsbeschaffung: Dr. Günther Gereke, seit 3. Dez. 1932 im Amt.

Die neue Regierung hatte nur drei Nationalsozialisten als Mitglieder: Hitler, Frick und Göring. Der Koalitionspartner, die DNVP, besetzte mit ihrem Führer Alfred Hugenberg zwei Ministerien; auch der Justizminister gehörte der DNVP an. Der „Stahlhelm“, die große Frontsoldaten-Organisation, stellte seinen ersten Bundesführer als Minister. Die Fachministerien des Auswärtigen, der Finanzen, der Justiz, des Verkehrs und der Post blieben in den Händen der bisherigen parteilosen Minister, die seit der Regierung Papen Anfang Juni 1932 amtierten. Der Reichswehrminister war von Hindenburg als Oberbefehlshaber der Reichswehr persönlich berufen worden. Gereke war seit dem Kabinett Schleicher tätig. Papen als der vom Reichspräsidenten beauftragte „Regierungsmacher“ war auf Wunsch und im Sinne Hindenburgs bemüht gewesen, den Einfluß der Nationalsozialisten möglichst einzuschränken und die drei nationalsozialistischen Mitglieder der Regierung „einzurahmen“ mit seinen und Hindenburgs Vertrauenspersonen. Das waren drei parteilose Fachminister, Neurath, Schwerin-Krosigk und Eltz von Rübenach aus der Zeit der Regierung Papen, ferner Seldte, der Führer des „Stahlhelm“, der ebenfalls im Kabinett Papen bereits bewährte Justizminister Gürtner und der menschlich schwierige, eigenwillige Führer der DNVP, Hugenberg.

Auf diese Weise hofften das greise Reichsoberhaupt und sein Vertrauensmann Papen, die Gefahr eines Übergewichtes der NSDAP und der von ihr drohenden Einparteienherrschaft zu bannen.

Aber schon am gleichen Tage zeigte sich nach Bekanntwerden der neuen Reichsregierung, daß es sich um keinen normalen Kabinettswechsel handelte, sondern um eine Revolution, wie Oberst Walter von Reichenau gleichen tags feststellte. Überall fanden Freudenkundgebungen der nationalgesinnten Schichten der Bevölkerung statt. In der Reichshauptstadt veranstalteten die nationalen Verbände (SA, SS, Stahlhelm) einen großen Fackelzug zu Ehren des Reichspräsidenten und der neuen Regierung. Gegen den Willen Hugenbergs hatte der Kanzler bei Hindenburg die Auflösung des Reichstags am 1. Februar und die Ausschreibung von Neuwahlen für den 5. März durchgesetzt. Durch eine Verordnung vom 2. Februar wurde die Bildung von Splitterparteien unmöglich gemacht und den Auslandsdeutschen das Wahlrecht verliehen. Am 1. Februar sprach Hitler zum ersten Mal in seiner neuen Stellung als Regierungschef im Rundfunk über alle deutschen Sender. Er verkündete im „Aufruf der Reichsregierung“ zwei Vierjahrespläne für die Bauern und Arbeiter; dort heißt es u. a.: „So wird es die nationale Regierung als ihre oberste und erste Aufgabe ansehen, die geistige und willensmäßige Einheit unseres Volkes wiederherzustellen. Sie wird die Fundamente wahren und verteidigen, auf denen die Kraft unserer Nation beruht. Sie wird das Christentum als Basis unserer gesamten Moral, die Familie als Keimzelle unseres Volks- und Staatskörpers in ihren festen Schutz nehmen. Sie wird über Stände und Klassen hinweg unser Volk wieder zum Bewußtsein seiner volklichen und politischen Einheit und der daraus entspringenden Pflichten bringen. . .“ Im zweiten Teil fuhr er fort: „Die nationale Regierung wird das große Werk der Reorganisation der Wirtschaft unseres Volkes mit zwei großen Vierjahresplänen lösen: Rettung des deutschen Bauern zur Erhaltung der Ernährungs- und damit der Lebensgrundlage der Nation. Rettung des deutschen Arbeiters durch einen gewaltigen und umfassenden Angriff gegen die Arbeitslosigkeit . . .“ Im dritten Teil des Aufrufs ging er in allgemeinen Worten auf die Außenpolitik ein: die nationale Regierung sieht „ihre höchste Mission in der Wahrung der Lebensrechte und damit der Wiedererringung der Freiheit unseres Volkes“. Er betonte in diesem Zusammenhang auch den Wunsch nach Abrüstung: „So groß unsere Liebe zu unserem Heere als Träger unserer Waffen und Symbol unserer großen Vergangenheit ist. so wären wir doch beglückt, wenn die Welt durch eine Beschränkung ihrer Rüstungen eine Vermehrung unserer eigenen Waffen niemals mehr erforderlich machen würde.“ Der von allen Mitgliedern des Reichskabinetts unterzeichnete Aufruf schloß mit den Worten: „Die Parteien des Marxismus und seiner Mitläufer haben 14 Jahre Zeit gehabt, ihr Können zu beweisen. Das Ergebnis ist ein Trümmerfeld. Nun, deutsches Volk, gib uns die Zeit von vier Jahren und dann urteile und richte uns! Getreu dem Befehl des Generalfeldmarschalls wollen wir beginnen. Möge der allmächtige Gott unsere Arbeit in seine Gnade nehmen, unseren Willen recht gestalten, unsere Einsicht segnen und uns mit dem Vertrauen unseres Volkes beglücken. Denn wir wollen nicht kämpfen für uns, sondern für Deutschland!“ Der Aufruf machte tiefen Eindruck auf die Mehrheit des deutschen Volkes und bestärkte den vorhandenen Glauben an die feste Hand der neuen Regierung wie die Hoffnung auf den Wiederaufstieg Deutschlands. Die Angst vor Bürgerkrieg, Chaos und kommunistischer Herrschaft hatte die bürgerlichen Schichten reif gemacht für eine autoritäre Führung. Der nun in Gang kommenden nationalen Revolution aber lag als entscheidende Triebfeder der Erneuerungswille der deutschen Jugend zugrunde. Der Weimarer Staat hatte die Jugend nicht nur verloren; er hatte sie, was viel schlimmer war, nie zu gewinnen verstanden. Ein Staat aber, dem die Jugend nicht gehört, ist von der Geschichte schon in der Stunde seiner Geburt gerichtet.

Die Weimarer Republik hatte die Jugend gar nicht gewinnen und nie für sich begeistern können, weil die staatstragenden Parteien und vor allem die übermächtige linksgerichtete „öffentliche Meinung“ der Jugend nicht nur keine Ideale zu geben vermocht hatte, sondern vielmehr die überlieferten geistigen und sittlichen Werte zeitloser Gültigkeit geleugnet, zersetzt, verhöhnt und in den Schmutz gezogen hatte. Insbesondere waren der nationale Gedanke, das Heldentum der Frontsoldaten verhöhnt und der Wehrgedanke bekämpft, darüber hinaus aber auch die religiösen Grundwerte wie Ehe und Familie relativiert und in den Staub getreten worden, vor allem von der linksgerichteten öffentlichen Meinung.

Die Hitlerbewegung hatte hier die geistige Lücke auszufüllen verstanden durch die Verherrlichung der Nation als Schicksalsgemeinschaft, durch die Verehrung des Frontsoldaten im besonderen, des Kriegertums im allgemeinen. „Für die Jungen ist der Nationalsozialismus eine geistige Bewegung“, stellte der australische Beobachter fest. Die Jugend verlieh der Hitlerbewegung ihre unwiderstehliche Schwungkraft.

Der Reichskanzler hielt am 2. Februar eine kurze Ansprache an den Reichsrat. Seine Regierung sei entschlossen, alles zu tun, um „den Ländern, diesen historischen Bausteinen der Nation“ ihre Lebensfähigkeit zu erhalten. Mit der Bitte um Zusammenarbeit schloß er seine Rede.

Das neue Reichskabinett bezeichnete sich als Regierung der nationalen Konzentration; im Grunde aber beruhte es auf der „Harzburger Front“ der NSDAP, der DNVP und des „Stahlhelm“. Verhandlungen mit dem Zentrum zur Beteiligung dieser Massenpartei waren angebahnt, aber nicht durchgeführt worden. Das Zentrum und seine bayerische Schwesterpartei, die BVP, beschwerten sich daher über den Ausschluß aus der Regierungsbildung. Hitler hatte es abgelehnt, den Fragenkatalog der Zentrumspartei zu beantworten. Der Führer des Zentrums, Prälat Kaas, erklärte in seiner Antwort auf das Schreiben des Reichskanzlers vom 31. Januar u. a.: „Angesichts der Tatsache, daß die amtliche Verlautbarung über die Auflösung des Reichstags sich auf die unrichtige Behauptung stützt, daß eine Mehrheitsbildung sich als unmöglich erwiesen habe, glaube ich mich verpflichtet, dem Herrn Reichspräsidenten Abschrift dieses Schreibens vorlegen zu lassen.“ Der bayerische Ministerpräsident Dr. Held warf in einer Massenversammlung in Eichstätt am 2. Februar die Frage auf: „Wer hat die Kühnheit besessen, den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg so falsch zu informieren, daß es unmöglich sei, im Reichstage eine Mehrheit für eine nationale Konzentration zu finden?“ Die SPD eröffnete den Wahlkampf unter dem Motto: „Freiheitsfront gegen Harzburger Front“, und die Staatspartei, Nachfolgerin der DDP, nahm in scharfen Worten gegen den Aufruf der Reichsregierung Stellung. Ungefähr gleichzeitig verlieh der Fraktionsvorsitzende der Nationalsozialisten im bayerischen Landtag, Rudolf Buttmann, seiner Freude über die Ernennung des Kabinetts Hitler Ausdruck. Er begrüßte sie als Willenskundgebung des deutschen Volkes, „endlich Schluß zu machen mit dem überlebten parlamentarischen System.

Zu den wichtigen Personalveränderungen in der obersten Spitze gehörten die Ablösung des Chefs des Ministeramtes im Reichswehrministerium Oberst Ferdinand von Bredow, der als Vertrauensmann Schleichers seinen Dienst aufgeben mußte, durch Oberst Walter von Reichenau (1884—1942), den späteren Generalfeldmarschall, am 1. Februar. Reichenau sympathisierte mit den Nationalsozialisten. An die Stelle des bisherigen Staatssekretärs der Reichskanzlei (Chef der Reichskanzlei) Erwin Planck (1893—1945) trat der bisherige Ministerialrat Dr. Heinrich Lammers (1879—1962). Pressechef der neuen Reichsregierung wurde Walter Funk (1890—1960) als Nachfolger von Erich Marcks. Der neue Reichswehrminister, die große Enttäuschung der Konservativen, erließ am 1. Februar folgenden Aufruf an die Wehrmacht: „Das Vertrauen unseres Oberbefehlshabers, des Herrn Reichspräsidenten und Generalfeldmarschalls von Hindenburg, hat mich an die Spitze der Wehrmacht berufen. Ich übernehme das Amt mit dem festen Willen, die Reichswehr nach dem Vermächtnis meines Amtsvorgängers als überparteiliches Machtmittel des Staates zu erhalten, sie durch Förderung aller auf die Wehrertüchtigung des Volkes hinzielenden Bestrebungen zu unterbauen und sie in absehbarer Zeit zum vollwertigen Bürgen der nationalen Sicherheit des Vaterlandes zu machen.“

„Machtergreifung“ – welch immer wiederholte Lüge, um von der Unfähigkeit der Demokraten abzulenken. Wer sind denn die ehrlosen Gestalten, denen der leicht verdiente Judaslohn näher steht als das Wohl des deutschen Volkes? Wer waren sie damals und wer sind sie heute?

Der greise Hindenburg hat sich nicht für den Bürgerkrieg entschieden. Bürgerkriege kennen wir aus den vergangenen 100 Jahren zur Genüge – und wissen auch, wer sie immer angezettelt hat. Blicken wir aktuell nur ein Stück gen Westen, nach Frankreich. Wie lange noch wird es dauern, bis es auch in Deutschland brennt?

Nichts wird so laufen wie es 1933 geschehen ist. Heute haben wir grundsätzlich andere Bedingungen. Es fehlt als wichtigstes Element die Masse der Frontsoldaten, denen Ehre noch etwas bedeutete. Und doch gibt es etwas, was sich durch alle Abschnitte der Geschichte zieht. Es waren immer nur wenige, die, von der Notwendigkeit des Handelns überzeugt, die Rettung brachten. Nicht um billigen Lohn, um Ruhm oder Posten ging es ihnen, sondern um ihr Volk und dessen Erhaltung.

Und diese Wenigen wird es auch heute geben, dessen bin ich mir sicher!











Es war einmal.. der 27. Januar

Unbedarft schrieb ich am 27. Januar 2019 einen kleinen Artikel: hier

Und siehe da, es gibt schon Wächter der Listen. Allerdings kann ich zu der hier veröffentlichten Liste nicht viel mehr sagen, als das ich den Inhalt recht interessant finde. Aber stöbern Sie selbst im Wust der Namen und Bezeichnungen – es wird schon so einiges wahrhaftes im Detail stecken!

Es gibt ein altes Sprichwort: Erst kosten, dann genießen…

ORCUS2010-MB