Es ist alles gesagt!

„Es ist alles gesagt“, so verabschiedet sich – wir könnten es in jedem Fall so verstehen – Ursula Haverbeck von den Gerichten der BRD. Es ist besonders von deren Regierungsvertretern unermüdlich von Russen, Chinesen, Türken usw. die Einhaltung der Grundrechte aller Menschen eingefordert worden: Die Freiheit der Meinung, der Presse, der Forschung und Weltanschauung. Die Prozesse der Frau Haverbeck beweisen leider, daß deutsche Richter, deutsche Politiker vergessen haben, daß zuerst die sich selber trotz Schwierigkeiten dafür unermüdlich einsetzen müssen.

Rigolf Hennig

Es ist alles gesagt!

Eine sich ergebene Folgerung.

Es handelt sich dabei um Denkschritte, die sich aus dem Verlauf der Prozesse und den daraus gewonnenen Erkenntnissen ergeben. Die Zwischenüberschrift dieser vier Schritte ist zugleich das Ergebnis des folgenden Absatzes.

I. Eine Untat ohne Tatort kann keine Tatsache sein.

Nachdem die Gedenkstätte Auschwitz als Tatort durch eigene Reduzierung der Opferzahl um ca. 3 Millionen nicht mehr aufrechtzuerhalten war, wäre eine offizielle Richtigstellung zu erwarten gewesen. Diese erfolgte nicht.

Statt dessen wird bis heute sowohl bei Gedenkveranstaltungen, als auch im Schulunterricht, weiter von den sechs Millionen vergaster Juden ausgegangen, insbesondere aber auch bei den Prozessen nach Paragraph 130, StGB, Abs. 3. Dort werden immer noch Menschen verurteilt – ja sogar ins Gefängnis geschickt – wenn sie die Zahl von sechs Millionen vergaster Juden in Frage stellen; wenn sie diese leugnen, wie es so schön heißt.

Ich habe den Holocaust nie geleugnet. Ich wollte und will lediglich wissen, wo er stattgefunden hat. Eine Antwort ist darauf bis heute von keiner Staatsanwaltschaft und auch nicht vom Zentralrat der Juden erfolgt. Obgleich die Opferzahl unangefochten noch wesentlich weiter reduziert wurde, verurteilen die Gerichte weiter nach dem Paragraphen 130, Abs. 3, die Bürger und auch Naturwissenschaftler und Historiker.

Beweisanträge der Angeklagten werden durchweg abgelehnt, da der Holocaust eine offenkundige Tatsache sei. Wieso ist dann der anklagende Staatsanwalt nicht in der Lage, den Tatort für diesen Massenmord anzugeben. Solange das nicht geschieht, hängt die Anklage völlig in der Luft. Sie ist lediglich eine Vermutung.

Das ist das Ergebnis meiner Forschungen nach dem Holocausttatort seit 2002 und bei fünfunddreißig Gerichten quer durch die Bundesrepublik.

Darunter waren auch fünfzehn eigene Prozesse. Das Urteil bestand immer darin, daß ich etwas Unbekanntes geleugnet haben sollte und damit den öffentlichen Frieden gestört hätte. Bei den 10 Verfahren nach 2015 gab es sogar immer wieder Gefängnisstrafe ohne Bewährung.

II. Rettet den Holocaust?

Sollten die seit 2015 durchgeführten Prozesse gegen heute Vierundneunzigjährige, denen keinerlei persönliche Beteiligung an Verbrechen nachgewiesen werden konnte, nur den einen Sinn gehabt haben, der Bevölkerung trotz aller Gegenbeweise immer wieder vor Augen zu führen: Auschwitz war nicht nur die Hölle, sondern der Holocaust schlechthin? Es war, wie Richter Kompisch in seiner Urteilsbegründung sagte:

„Auschwitz war eine insgesamt auf die Tötung von Menschen ausgerichtete Maschinerie.“

„In Auschwitz durfte man nicht mitmachen.“

(Aus dem Reclam Auschwitzprotokoll mit 277 Seiten, Seite 243f.)

Wie sollte ein damals Zweiundzwanzigjähriger, im fünften Kriegsjahr nach Auschwitz Abkommandierter, in einer der schlimmsten Diktaturen der Geschichte – wie ja die Gegenwart fest überzeugt ist – Widerstand geleistet haben? Wahrscheinlich ist ihm diese Idee gar nicht gekommen, und dafür wird er heute von den Nachgeborenen, die keine Ahnung von der damaligen Zeit haben, für fünf Jahre ins Gefängnis geschickt. Nach dem Paragraphen 130, Volksverhetzung.

III. Ist der Paragraph 130 nur ein Gesetz zum Schutz einer Lüge?

So stellt sich heute der Paragraph 130, Volksverhetzung, als ein Gesetz zum Schutze einer Lüge dar. Es handelt sich dabei tatsächlich um Volksverhetzung, die Verhetzung des Deutschen Volkes. Dieses Gesetz unterbindet die freie Erforschung der deutschen Zeitgeschichte und erklärt politisch unerwünschte Forschungsergebnisse zu Straftaten, weil sie Lügen seien.

IV. Eine Vermutung kann auch durch ein Sondergesetz nicht zur Tatsache werden

Im sogenannten Wunsiedel-Urteil vom 04. November 2009 untersuchte unter anderem das Bundesverfassungsgericht den genauen Wortlaut dieses Paragraphen 130, Abs. 3. Es stellte unmißverständlich fest, daß in diesem Paragraphen nicht jede Aussage zu einem begangenen Verbrechen des Nationalsozialismus strafbar sei, sondern nur eine solche, „gemacht in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören“. Da weder die Weise noch der öffentliche Friede genau zu definieren ist, handelt es sich hierbei um Vermutungen. Eine Vermutung ist aber nach Aussage des Bundesverfassungsgerichtes nicht justiziabel.

Es werden dann im weiteren Verlauf dieses sehr umfangreichen Wunsiedel-Urteiles Sondergesetze im Hinblick auf den Nationalsozialismus angeführt. Aber die haben hier keinerlei Bedeutung, denn auch ein Sondergesetz vermag eine Vermutung nicht zu einer Tatsache zu machen.

Zusammenfassung

Bereits im Jahre 2002 wurde von dem damaligen Vorsitzenden des Deutschen Richterbundes allen Bürgern unmißverständlich deutlich gemacht:

„Die Justiz ist im Würgegriff der Politik.“

Das heißt nichts anderes, als die Justiz befindet sich nicht mehr in Übereinstimmung mit dem Grundgesetz, wo es eindeutig heißt, daß die Richter unabhängig sein sollen. Diese richterliche Unabhängigkeit gilt sogar neben Artikel 5 als ein Grundpfeiler eines demokratisch verfaßten Rechtsstaates. Der gegenwärtige Vorsitzende des Deutschen Richterbundes, Jens Gnisa, nennt sein am 17. August 2017 erschienenes Buch „Das Ende der Gerechtigkeit“. Es hat sich also nichts geändert. Das Rechtsleben ist schwer beschädigt, falls man überhaupt noch von Rechtsleben in der BRD sprechen kann, nachdem Vorsitzende Richter des Deutschen Richterbundes, solche vernichtenden Urteile ausgesprochen haben.

Die verurteilenden Richter beziehen sich auf den Nachsatz im Artikel 97 – Unabhängigkeit der Richter – GG: „Die Richter sind unabhängig und nur dem Gesetz unterworfen.“ Also nur d e m Gesetz, aber nicht den Gesetzen unterworfen. Es wird hier übersehen, daß dort nicht steht den Gesetzen unterworfen, sondern es heißt dort d e m Gesetz und dieses Gesetz ist das in Erscheinung tretende übergeordnete Recht, das man, um es in einem solchen Artikel juristisch verwendbar zu machen, konkretisieren mußte. Die Richter sind also dem in Erscheinung getretenen übergeordneten Recht unterworfen, welches als Gesetz in Erscheinung tritt. Die Richter sind nicht den vom Bundestag verabschiedeten Gesetzen unterworfen. Im Gegenteil, das Bundesverfassungsgericht hat zu prüfen, ob diese überhaupt in Übereinstimmung mit dem Grundgesetz sind. In der Regel drücken diese Gesetze, die Interessen bestimmter Gruppen aus. Kein Richter ist den Interessen bestimmter Gruppen unterworfen. Im Gegenteil, sie machen sich strafbar, wenn sie Gruppeninteressen vertreten. Bei dem Paragraphen 130, 3, ist die Interessenslage einer Minderheit überdeutlich, die allerdings sehr mächtig ist.

Um dergleichen Mißdeutungen nicht länger unterworfen zu sein, muß dieser vom Bundesverfassungsgericht bereits in Frage gestellte Paragraph 130 als nicht justiziabel, so schnell wie möglich wieder aufgehoben werden und damit auch alle Bücher und Zeitschriftenverbote, die angeblich politisch unkorrekte Meinungs- und Forschungsergebnisse veröffentlichten, rückgängig gemacht werden.

In einem Satz zusammengefaßt können wir die gegenwärtige juristische Situation wie folgt beschreiben:

Das angebliche Wissen der Holocaustgläubigen beruht auf Verboten, das Wissen der angeblichen Holocaustleugner beruht auf dem Studium des Verbotenen.

Ursula Haverbeck

An die Präsidenten der Land- und Oberlandgerichte

Sehr geehrte Damen und Herren!

Um eine Überprüfung der beigefügten Seiten möchte ich Sie bitten. Dankbar wäre ich auch für die Kenntnisgabe Ihrer Antwort zu der grundsätzlichen Frage: „Wo wurden die Millionen Juden vergast?“

Ist Ihnen meine Folgerung aus der unbeantworteten Frage zumindest nachvollziehbar?

Wieso kann die Frage nach dem Tatort für ein singuläres Verbrechen eine Straftat sein, vermag das den öffentlichen Frieden zu stören? Frage und subjektive Schlußfolgerung dienen lediglich der Wahrheitsfindung. Wäre es nicht eher zu erwarten, daß sich dadurch eine friedensstiftende neue Politik ergäbe?

Im übrigen darf ich Ihnen mitteilen, daß inzwischen auch eine Reihe ausländischer Medien sich mit diesen Holocaustprozessen sehr intensiv beschäftigen. Einmal, Ihnen bekannt, der Norddeutsche Rundfunk mit seiner Panoramasendung und desgleichen ein englisches Fernsehteam, das sogar drei Tage hier war. Ein norwegisches Team von einem Osloer Magazin und je eine Tageszeitung aus Polen und Japan.

Bei der polnischen Zeitung war besonders erstaunlich, daß bereits aus der Interviewanfrage zu entnehmen war, daß in Polen über all meine Holocaustprozesse berichtet worden ist, und man nun gerne meine Begründung bringen möchte.

Der Paragraph 130, StGB, insgesamt muß fallen. Eine öffentliche Gegenüberstellung und Erörterung der entgegengesetzten Auffassungen ist zwingend notwendig. Nur so ist die Justiz aus dem Würgegriff der Politik zu befreien.

Möglicherweise kann die Einrichtung dieses neuen Lehrstuhles für Holocaustforschung in Frankfurt – dreiundsiebzig Jahre nach Kriegsende – ein erster Schritt in diese Richtung sein, ob nun bewußt oder unbewußt. Da diese Forschungsstelle durch unsere Steuergelder finanziert wird, obliegt es dem Bürger bzw. den Bundestagsabgeordneten, zu kontrollieren, ob diese Mittel auch zielführend eingesetzt werden.

Mit freundlichem Gruß

Ursula Haverbeck

Autor: endederluege

Hier stehe ich, Henry Hafenmayer, ehemaliger deutscher Lokführer. Ich kann dem Völkermord an meinem Volk nicht mehr tatenlos zusehen. Ich tue meine Pflicht. Ich tue was ich kann.

11 Gedanken zu „Es ist alles gesagt!“

  1. @Dr. Gunther Kümel:

    es war oftmals für deutsches wachpersonal nicht so einfach,einzuschreiten,aus mehreren gründen.
    1.durften deutsche wachmannschaften die inneren unter selbstverwaltung stehenden areale nur betreten mit einer sehr guten begründung.
    2.war uns unsere urdeutsche charaktereigenschaft,selbst in den niedersten ,verkommensten kreaturen noch den menschen zu sehen,der irgendwo noch einen funken menschlichkeit in sich trägt das größte hindernis.
    man traute es ihnen einfach nicht zu.
    3.haben deutsche wachmannschaften doch mal etwas bemerkt,und sind eingeschritten,taten sich die judenkapos oftmals zusammen,und behaupteten dann beim strafarapport die ungeheuerlichsten dinge über die deutschen wachen,so das diese oftmals drakonische disziplinarmaßnahmen zu befürchten hatten.der umstand passierte weit häufiger als gedacht, denn meistens wurden die opfer,denen man durch sein einschreiten helfen wollte,durch bolschewistische einpeitscher kräftig in die mangel genommen,so das die opfer ebenfalls gegen die wachmannschaften aussagten.degradierung,oder versetzung an die front waren nur die nebensächlichsten strafen.oft wurde gegen die unglücklichen die nur helfen wollten die todesstrafe oder selber lagerhaft angeordnet,wegen verbrechen gegen die menschlichkeit!auch dort stand uns wieder die charaktereigenschft aus punkt 2 im wege!

    1. Ihr Beitrag verstärkt, was ich zum Ausdruck brachte: Die Lager waren von vorne herein so konzipiert, daß die Kapos alle Macht hatten, die Schwächeren zu tyrannisieren, ihre Rationen zu stehlen, sie zu mißhandeln oder auch zu töten. Wir haben die Lager auf diese Weise organisiert, also tragen wir auch die Verantwortung für alle Mißstände.
      Diese „Selbstverwaltung“ war natürlich deshalb eingeführt worden, weil Wachpersonal eingespart werden mußte. Schließlich war Krieg, der mit den Mitteln der Verzweiflung geführt werden mußte; jeder Mann wurde an der Front gebraucht.

      Tatsächlich gab es bei den Wachmannschaften schwere Verstöße, Korruption, Diebstahl, Mißhandlungen, sogar einzelne Morde.
      Auch SS-Männer sind Menschen und nicht jeder war ein Charakterheld. Es gab ja sogar Verrat und militärischen Widerstand in der SS.

      Die SS-Richterschaft (unter Richter Morgen) hat bis Kriegsende 800 Strafverfahren eingeleitet und mehrere Fälle lange, gründlich, bis in alle Einzelheiten untersucht und durchforscht. Es ist nicht recht zu glauben, daß diese Richterteams durch Häftlinge getäuscht worden sind. Schließlich richteten die SS-Richter über SS-Kameraden. Zwei Kommandanten wurden nach gründlichster Untersuchung verurteilt und exekutiert, vor angetretener Belegschaft des KL, in dem sie ihre Verfehlungen begangen haben.
      Damit ist ein weiteres Mal bewiesen , daß die Mißstände bis hin zu Mißhandlungen und Morden eben nicht auf einen zentralen Plan zurückgingen.

  2. Ich bin überzeugt davon, daß auf Lügen kein Friede gegründet werden kann. Denn Lügen führen zu einem einseitigen, falschen und somit per sé ungerechten Bild.
    Nichts ist einem Miteinander abträglicher als Ungerechtigkeiten. Unzählige Male sind diese schon Grund von Mord und Totschlage gewesen. Hunderte Millionen völlig unbeteiligter Normalos mußten für diese Verfehlungen der machtgeilen „Eliten“ ihr Leben lassen.
    Heute wird der Tod und das Leiden Dutzender von Millionen Menschen im 1.+2. WK und danach in unsäglicher Weise von den (immer noch genauso verkommenen) „Eliten“ mißbraucht. Ich finde das ebenso abstoßend wie nicht zukunftsfähig.
    Ich bedauere das Verpassen der einmaligen Gelegenheit, aus dem Prozeß gegen den letzten noch Lebenden des Auschwitz-Personals heraus in einen Prozeß der Wahrhaftigkeit und des Miteinander einzutreten.
    Das Gnadengesuch des „Buchhalters von Auschwitz“ wurde abgelehnt. Wie schade und wie kurzsichtig!
    Wäre es nicht positiv und klug gewesen, wenn der Staat Israel, der Zentralrat der deutschen Juden oder z.B. der Jüdische Weltkongreß dieses Gnadengesuch selbst gestellt hätten – an die Bundesanwaltschaft?
    Hätte sich dann nicht Politiker aller Parteien hinter dieses Ansinnen stellen können?
    Wie wäre es mit einem Sonder-Feiertag mit Volksfest am Berliner Holocaustdenkmal gewesen? Wir hätten es gemeinsam umgewidmet in ein Mahnmal für Miteinander und Frieden.
    Für Alle hätte es Freibier und Bockwurst mit Kraut gegeben… usw. usf.
    Aber nein, man muß Rache bis in die 10. Generation üben, Schuldkult zur Sicherung geostrategische und materieller Interessen, einseitige Schuldzuweisungen und stetes Winken mit dem moralischen Zeigefinger. Das ist kurzsichtig und wird sich für uns Alle schlimm rächen. Das kann nicht ewig gutgehen, so sehr eine zur Repression mißbrauchte Justiz auch genötigt wird, in fast inquisitorische Weise gegen … auch nur gutmeinende Mahner vorzugehen.

    1. „der Zentralrat der deutschen Juden….“???
      richtigerweise heißt es zentralrat der in deutschland lebenden juden! das ist auch sehr wichtig.
      denn was sind bitte deutsche juden?
      ein esel bleibt immer ein esel, und wenn er tausendmal im pferdestall geboren wurde,unter pferden aufwuchs und vielleicht sogar durch pferdemilch gesäugt wurde!
      und so sollten wir verbleiben-ein deutscher ist ein deutscher-und ein jude ist ein jude!
      und das ist auch gut so.denn ich fühle mich als deutscher aufs gröbste beleidigt,wenn jemand von „deutschen juden“ fabuliert!
      es gibt nicht , aber auch rein garnichts, was wir als deutsches volk mit den juden gemeinsam hätten.hierzu sollten sie mal schickedanz -die gegenrasse- lesen!

  3. Es war bestimmt nicht hübsch, daß im Dritten Reich eine große Anzahl von Menschen interniert und deportiert wurde, und die KL’s waren kein Ferienlager. Rechtswidrig war die Einrichtung der KL’s jedoch nicht. Nach internationalem Recht ist die Internierung von Personengruppen zulässig, wenn die Regierung dies aus Gründen der inneren Sicherheit für notwendig hält.
    Von diesem Recht haben zu der Zeit viele Staaten Gebrauch gemacht, manche davon in geradezu ausuferndem Maße:

    Die USA, Kanada, Australien und Großbritannien haben eigene Staatsbürger zu Hunderttausenden interniert. Begründung: sie seien die Nachkommen von Deutschen, Japanern, Italienern und somit eine Gefährdung der Staatssicherheit. Daß Staatsangehörige kriegführender Staaten interniert wurden, galt ohnehin als selbstverständlich.
    Als GB und die SU 1941 das neutrale Persien überfielen und besetzten, war die erste Handlung der Besatzungsmacht, alle Deutschen und Italiener in einem KZ festzusetzen, das sinnigerweise auf dem Gelände der Botschaft des Deutschen Reiches errichtet wurde. Interniert wurden Männer, Frauen, Kinder, auch hochschwangere Frauen und Babies. Das Lagerregime war dem von Mauthausen vergleichbar.
    GB ist auch für die Internierung und gewaltsame Deportation (in die SU Stalins) der etwa 30.000 Kosaken schuldig (Nikolai Tolstoi: „DIE VERRATENEN VON JALTA“). 1945 hatten sich die Familien der Kosaken, die mit der Wehrmacht nach Westen abgerückt waren, mit seit 1917 im westlichen Exil lebenden Kosakenfamilien in Kärnten vereinigt. Darunter waren auch Kosaken, die in militärischen Formationen (Gen. Pannwitz) auf deutscher Seite gegen die Rote Armee gekämpft hatten. Alle diese Menschen, ehemalige Soldaten, Zivilisten, Familien mit Frauen und Kindern, Exilkosaken wie Geflüchtete, wurden mit List und Gewalt von den Briten in Lagern interniert und rücksichtslos und rechtswidrig an die Sowjets ausgeliefert. Mütter warfen ihre Kinder aus dem Deportationszug, um ihnen vielleicht das Leben zu retten, viele Kosaken begingen in letzter Minute Selbstmord. Der Großteil der Ausgelieferten wurde von Stalins Truppen direkt nach dem Aussteigen aus dem Zug erschossen.
    Polen hatte schon seit Kriegsende des WKI KZ für Deutsche und mißliebige Angehörige der übrigen Minderheiten, die zusammen bekanntlich fast die Mehrheit im Polen der Zwischenkriegszeit stellten. Nach dem WKII errichtete Polen über Tausend KZ für Deutsche aus den neu „eroberten“ deutschen Ostgebieten. Viele dieser Lager waren Vernischtungslager, etwa Lamsdorf in Schlesien.

    Das KZ-System der Sowjetunion (GuLag) war seit dem Putsch 1917 nach Zahl der Häftlinge, nach der Opferzahl das Schlimmste aller vergeleichbaren Einrichtungen, und, nach dem Lagerregime, nach den Lagern für Deutsche in Polen. Dutzende von Büchern berichten darüber, etwa Schalamow „KOLYMA“; Courtois u.a. „DAS SCHWARZBUCH DES KOMMUNISMUS“ und natürlich die Werke von Solschenizyn.

    Sogar das kleine Österreich hatte seit dem Bürgerkrieg 1934 Konzentrationslager (Glasenbach, Wöllersdorf u.a.), in denen NS, Kommunisten, Sozialdemokraten interniert waren. 1938 wurden alle Häftlinge, auch Regimegegner, befreit; die Lager wurden jedoch als KZ des Deutschen Reiches weitergeführt. 1945 wurden alle kriminellen, politischen und ‚rassischen‘ Häftlinge von den Alliierten befreit, das Lager jedoch umgehend mit Deutschen bevölkert, die den Allierten bedenklich erschienen. Auch im übrigen Deutschen Reich führte die Militärdiktatur der Alliierten („Kontrollrat“) die deutschen KL’s als allierte KZ weiter. Dabei waren die Briten (im Gegensatz zu den anderen allierten Besatzungszonen) so umsichtig, die Kriminellen („Grünen“) und Asozialen („Schwarzen“) der KL’s in Haft zu belassen. Mein Vater konnte also, als er als Zivilinternierter der Briten nach Fallingbostel eingeliefert wurde, noch mit Häftlingen sprechen, die bereits im Dritten Reich dort eingesessen hatten. Über das Lagerregime in der NS-Zeit befragt, antworteten sie: „Seit der Kapitulation hat sich in Bewachung (Soldaten auf Wachtürmen) und Lagerregime nichts geändert. Nur zweierlei: statt des Stacheldrahtzaunes um das Lager gibt es jetzt einen elektrischen Stacheldrahtzaun, und außerdem sind die Essensrationen jetzt weit geringer!“

    1. Wow, so detailliert hatte ich das bisher noch nicht gekannt. Aber der Tenor bleibt: …es wäre einfach Unsinn anzunehmen, daß alleinig Deutschland Schuld auf sich geladen hätte. Und alle Anderen hatten nur das Wohl von …was auch immer… im Sinn gehabt.
      Das ist durch glasklare Aussagen hochrangigster Zeitzeugen aller Seiten und späterer (ausländischer) Würdenträger unverrückbar belegt.
      Es ist vollkommen offensichtlich und wird durch die historische sowie jeder Lebenserfahrung bestätigt, daß das „naive Geschichtsmärchen von Gut & Böse“ über das letzte Jahrhundert ein „Gesamtkunstwerk“ ist, für das die Menschheit insgesamt einen im Grunde nicht bezifferbar hohen Preis zahlt – immer noch.
      Das mit dem „…naiven Geschichtsmärchen…“ ist eine der schönsten Formulierungen, die ich zum Thema Siegergeschichtsschreibung und Geschichtslügen bisher gefunden habe. Es macht für Jeden erfaßbar, daß eine Schwarz/Weiß-Sicht wie bei den Grimms mit dem Leben nicht in Deckung zu bringen ist.
      Ach *stöhn* …und heute gibt es immer noch Berufsmoralisten und Prediger, die sich voll und ganz der Verkündung solcher Dinge verschrieben haben. Man kann das eigentlich kaum glauben, aber es ist Realität.
      Ich habe mir das Buch „Der SS-Staat – Das System der deutschen Konzentrationslager“ von Eugen Kogon besorgt und es verschlungen. Eigentlich wollte ich die 1. Ausgabe haben, aber die 2. (1946) ist wesentlich erweitert und überarbeitet.
      Herrn Kogon war Jude, in Dachau und später Professor. Ein Blick in seine Vita läßt mich vor Ehrfurcht erstarren.
      Er schreibt, daß er in einem Kaffee in Österreich mit einer hohen SS-Charge sprach und seinem Gesprächspartner argumentatorisch nichts schenkte. Das empfand dieser Herr offensichtlich als „Meinungsdelikt“ und ließ Herrn Kogon schon in der Nacht vor dem sog. „Anschluß“ (vom 11. zum 12.3.1934) in Österreich verhaften.
      In Österreich saß seit 1933 oder 1934 in einem Seitenflügel des Palais Rothschild Herr Adolf Eichmann (SS-Offizier) mit seinem Arbeitsstab, der auf deutsche Seite für die Umsetzung des Ha’avara-Abkommens mit den Juden zuständig war. Das kann man alles auf Wikipedia nachlesen.
      Herr Kogon arbeitete nach dem Krieg in Paris unter den Amerikanern an der Zusammenstellung von Unterlagen über KLs für die Nürnberger Prozesse. Diese Unterlagen gingen laut Herrn Kogon an die Engländer, die diese juristisch aufgearbeitet hätten.
      An Herrn Kogon schätze ich, daß er äußert sachlich berichtet. Er spottet in dem Buch 1x über Adolf Hitler und ist nur 1x ärgerlich, als er beschreibt, in welcher Weise ein bestimmter Typ Mensch nach dem Krieg agiert.
      Es sind genau diese Menschen … mehr sage ich dazu nicht. Wer es wissen will und redlich sein will, soll das nachlesen. Auf Youtube kann man noch Mitschnitte von Diskussionsrunden mit Eugen Kogon hören. Ich würde es so formulieren: da musizieren intellektuelle Virtuosen gemeinsam und entwickeln ein Gedankengebäude vor sich hin. Es ist für Ungeübte ohne ein gut Stück Hintergrundwissen im Grund unmöglich, überhaupt zu erfassen, wovon diese Leute da eigentlich reden. Er ist irgendwie einer meiner Helden, weil er brilliant ist, weil er redlich ist. Hätten wir nur mehr davon… aber heute sieht es echt traurig aus. Wenn ich den Blick kurz in Richtung Berlin schweifen lasse… *uff*

      1. In Bezug auf die Länder, die Deportation in KZ für geboten hielten, habe ich nur einige Beispiele gebracht. Die möglichen Beispiele stellen eine nahezu unendliche Liste dar. Man braucht bloß die Suchmaschine zu bemühen.
        Eine Geschichte der KZ könnte bei den Briten in den Burenkriegen (um 1900) beginnen, damals wurden die Familien der Buren gezielt in regelrechte Vernichtungslager verfrachtet, um die Männer zur Kapitulation zu zwingen.

        En Beispiel aus jüngerer Zeit stellt Italien dar, das bereits nach 1918 Südtiroler und deutsche Kriegsgefangene in berüchtigten Sammellagern konzentrierte; danach KZ im Krieg Italiens gegen Libyen; im „Krieg“ gegen Abessinien gab es weitere italienische KZ; dann hat Italien ja Albanien annektiert und Teile Jugoslawiens besetzt: Überall KZ.

        In Frankreich werden 1939 entlang der spanischen Grenze rund 100 Internierungslager (Camps d’internement) eingerichtet. Geflüchtete Spanienkämpfer und französische Kommunisten sind dort interniert. Die Vichy-Regierung setzt die Tradition ab 1940 fort. Der Freiheitskrieg in Algerien seit 1954 zog die zivile Bevölkerung stark in Mitleidenschaft; hierzu gehörte der systematische Einsatz von Folter, „Internierungslager“ und massenhafte Zwangsumsiedlungen. Zwei Millionen Algerier, rund ein Viertel der Gesamtbevölkerung, lebte am Ende dieses Kriegs in „Umsiedlungslagern“.

        In der unmittelbaren Gegenwart haben wir das Abschiebelager Israels in der Negev-Wüste für Migranten aus Schwarzafrika.
        Die Palästinenser, die vor der Landnahme der Juden flüchten mußten, leben seit 7 Jahrzehnten in „Flüchtlingslagern“, in denen ihr Leben ständig gefährdet ist, durch Hunger und Dauerkrieg (zB. Todeslager Jarmuk bei Damaskus). Israel bombardiert von Zeit zu Zeit diese Lager, zB in Gaza, die Lager im Libanon sahen den von Israel inszenierten Massenmord von Sabra und Schatila.

        Selbstverständlich gab es und gibt es KZ in vielen asiatischen und afrikanischen Staaten, auch in S-Amerika. Pol Pot hatte Vernichtungslager für große Teile der Bevölkerung, Ho Tschi Minh hatte KZ, die USA im Vietnamkrieg ebenso, wenn sie nicht zur Vorsicht gleich ganze Dörfer liquidierten („Befriedung“); N-Korea und China haben KZ.

        Die USA haben Hunderte von KZ auf Vorrat neu erbaut (sog. FEMA-Lager), die derzeit (noch) leer stehen.

    2. „Es war bestimmt nicht hübsch, daß im Dritten Reich eine große Anzahl von Menschen interniert und deportiert wurde, und die KL’s waren kein Ferienlager.“

      im vergleich zu den konzentrationslagern der alliierten waren deutsche kl“s sicherlich wahre ferienlager.wo sonst außer in unseren lagern gab es für die häftlinge u.a. lagergeld,häftlingsbordelle,beste medizinische versorgung,renten u.krankenversicherung, selbstverwaltung,und jeden monat die möglichkeit mehrere pakete zu erhalten? quellen-siehe berichte des internationalen roten kreuzes.der umstand das viele kls zur hölle für einige insassen wurden,lag daran,das die meisten selbstverwalteten lager von knallharten bolschewisten geführt wurden ,denen die aufteilung der verpflegung und die verteilung der pakete oblag.meistens bedachten sie ihre gesinnungsgenossen mit doppelten und dreifachen rationen,während der einfache häftling ein scheißleben hatte.an dieser stelle muß auch nicht extra erwähnt werden ,das die roten lagerführer zumeist juden waren….

      1. Sie haben recht.
        Die Infrastruktur war in den deutschen Lagern vorbildlich, in den kanadischen allerdings auch nicht schlecht.
        Aus eigenem kann ich sagen, daß die Lage in britischen Internierungslagern schlecht, aber nicht tödlich war.
        Ich bin nämlich in so einem Lager auf die Welt gekommen. Die Briten scheuten sich nicht, auch hochschwangere Frauen ins Lager zu sperren.

        Ihr Einwand, daß es die Kapos waren, die den Menschen die größten Einschränkungen bereiteten, ist vielfach bezeugt, auch Kautsky schildert das genau so. Allerdings muß man bedenken, daß wir diese Lager eingerichtet, organisiert und geleitet haben.
        Haben wir die Macht kriminellen Elementen überlassen, dann fällt das in unsere Verantwortung.

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