Der 30. Januar 1933

Es wird immer von „Machtergreifung“ gesprochen, wenn es um den 30. Januar 1933 – den Tag, an dem Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt wurde – geht.  Was aber würde es tatsächlich bedeuten „Macht ergreifen“?  Es müßte eine Macht vorhanden gewesen sein, die jemand nur zu ergreifen brauchte, um sich ihrer bedienen zu können. Ist doch logisch, oder?

Um Ihnen deutlich zu machen, wie abwegig dieser Begriff im Zusammenhang mit der Ernennung vom 30.1.33 ist, möchte ich hier einen Auszug aus dem Buch von Georg Franz-Willing („1933 – Die nationale Erhebung“) sprechen lassen. Angemerkt sei, daß ich kein wirklicher Freund des Autors bin. Zu sehr sind mir seine –  gut zusammengetragenen Fakten – mit persönlichen Abneigungen gespickt, die zu oft zu völlig nicht nachvollziehbaren Schlüssen führen. Da hier aber nur die Fakten entscheidend sind, möchte ich die persönlichen „Bauchschmerzen“ außen vor lassen.

Am frühen Morgen des 30. Januar versuchte die konservative Gruppe um Schmidt und Düsterberg, durch persönliche Einflußnahme auf Seldte und Blomberg wenigstens zu verhindern, daß die preußische Polizei an die Nationalsozialisten ausgeliefert würde. In diesem Sinne beeinflußten sie auch Hugenberg. Ein „letzter Widerstand Hugenbergs“ richtete sich gegen die Forderung Hitlers nach sofortiger Auflösung des Reichstags und Ausschreibung von Neuwahlen. „Als sich am 30. Januar 1933 zur festgesetzten Stunde die Mitglieder des neuen Kabinetts in meinem Arbeitszimmer versammelt hatten und ich sie beim Reichspräsidenten anmelden wollte“, so schildert Staatssekretär Meißner den geschichtlichen Vorgang, „bat Hugenberg um einen kurzen Aufschub, da er vorher mit Hitler eine wichtige Frage klären müsse. Er verhandelte dann in einer Fensternische meines Arbeitszimmers mit Hitler und von Papen über die Frage der Reichstags-Auflösung und Neuwahl, die er als überflüssig bezeichnete, nachdem vor zwei Monaten das Parlament neugewählt worden sei; die neue Regierung werde auch in diesem Reichstag eine Mehrheit finden. Erst nachdem Hitler ihm feierlich versichert hatte, daß er ohne Rücksicht auf den Ausgang der Neuwahl an der gegenwärtigen Zusammensetzung des Kabinetts festhalten werde und überhaupt nicht die Absicht hätte, sich von den derzeitigen Regierungsmitgliedern jemals wieder zu trennen, ließ sich Hugenberg von seiner anfänglich geäußerten Absicht, seine und seiner Partei Beteiligung an der Regierungsbildung von der Nichtauflösung des Reichstags abhängig zu machen, abbringen und erklärte, die Entscheidung über eine Auflösung des Reichstags dem Reichspräsidenten zu überlassen, dem sie nach der Reichsverfassung zustand. Darauf erfolgte um 11.15 Uhr die Vereidigung der neuen Regierung durch den Reichspräsidenten und die Aushändigung der Ernennungsurkunden.

Reichspräsident von Hindenburg hatte am längsten und zähesten der Berufung des Führers der nationalsozialistischen Bewegung Widerstand geleistet. Aber vor die Alternative gestellt, Hitler ins Kanzleramt zu berufen oder einen Verfassungsbruch mit dem Risiko eines Bürgerkrieges zu begehen, hatte er sich für das von seiner Warte aus kleinere Übel, die Ernennung Hitlers entschieden. Sein Wunsch nach möglichst großen Sicherungen gegen die Gefahr einer Einparteiendiktatur war nach Möglichkeit erfüllt worden: seine Prärogative als Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Reichswehr, das Ernennungsrecht des Reichswehrministers und Außenministers waren berücksichtigt, sein engster politischer Vertrauter, Franz von Papen, war als Vizekanzler berechtigt, jedem Vortrag des Reichskanzlers beim Reichspräsidenten beizuwohnen. Außerdem war er auch Reichskommissar für Preußen. Die drei Nationalsozialisten im Kabinett, Hitler, Frick und Göring, waren umgeben von neun Nicht-Nationalsozialisten. Davon waren zwei Deutschnationale, Hugenberg und Gürtner.

Hugenberg hatte sogar zwei Ministerien inne. Vor allem aber bestand bei allen Gegnern Hitlers die Hoffnung, er werde sich schnell abnützen, abwirtschaften, und könne dann leicht verdrängt werden. Bei den langwierigen Bemühungen um die Bildung dieser Rechtskoalition hatte sich auch jene konservative Opposition bereits teilweise herauskristallisiert, die in späteren Jahren den Kern des Widerstandes gegen Hitler bildete: Gördeler und Kleist-Schmenzin als Angehörige des konservativen Schattenkabinetts, der Bundeskanzler des „Stahlhelm“, Siegfried Wagner, Düsterberg und Otto Schmidt-Hannover sind jene Einzelnamen, die in die Zukunft der konservativen Opposition deuteten. Sie symbolisierten bestimmte Gesellschaftsgruppen, die bürgerlich-konservative Oberschicht und den ostelbischen Adel. Aus ihnen erwuchs die Widerstandsbewegung.

Nach dem Scheitern von drei Präsidialkabinetten war das greise Staatsoberhaupt froh, auf die verfassungsmäßige Bahn einer normalen parlamentarischen Regierungsbildung zurückkehren zu können.

Seit 1930 hatte er die Hauptlast der Regierungsverantwortung getragen, nachdem die Parteien und damit das parlamentarische System abgewirtschaftet hatten. Trotz seines hohen Alters entgegen allen anderslautenden Behauptungen von ungebrochener geistiger Frische und körperlicher Rüstigkeit, hatte er auf dringenden Wunsch der Regierung Brüning und der Weimarer Koalitionsparteien, die ihn 1925 abgelehnt hatten, im Alter von nahezu 85 Jahren noch einmal die Bürde des Reichspräsidentenamtes auf sich genommen.

Angesichts der schweren Staats- und Gesellschaftskrise war es jedoch in höchstem Grade unverantwortlich, dem 85jährigen dieses Amt noch einmal aufzunötigen. Dem Linkskurs und den Linksparteien stand er aufgrund seiner Herkunft, seiner traditionellen Bindung an die Monarchie kritisch gegenüber. Im Herzen wünschte er immer die Rückkehr zur monarchischen Staatsform, eine Anschauung, die er besonders auch mit Papen teilte. Die Bildung einer Regierungskoalition der Rechtsparteien war für ihn die Erfüllung eines langersehnten Wunsches trotz seiner schweren Bedenken gegen den „böhmischen Gefreiten“. Er vertraute auf die konservativen Kräfte der Regierung Hitler-Papen-Hugenberg; sie waren in der dreifachen Überzahl gegenüber den drei Nationalsozialisten.

Als Papen am 29. Januar 1933 bei der Regierungsbildung die gemeinsamen Sorgen und die Hoffnung zur Sprache brachte, „eine Entwicklung zum Radikalen durch den Einfluß christlicher Prinzipien verhindern zu können“, antwortete ihm Hindenburg beschwichtigend: „Ich weiß wirklich nicht, was noch passieren könnte. Sie sind Vizekanzler und zugleich preußischer Ministerpräsident. Mit Ausnahme von zwei Ministerposten sind alle Ressorts mit unseren Leuten besetzt. Und außerdem werden Sie jedem Vortrage beiwohnen, den Hitler mir halten wird.

Die Ernennung der Reichsregierung Hitler-Papen-Hugenberg

Die 21. Reichsregierung der Weimarer Republik, die Koalition NSDAP/DNVP, setzte sich wie folgt zusammen: Reichskanzler: Adolf Hitler, NSDAP.

Vizekanzler und Reichskommissar für Preußen: Franz von Papen.

Reichsminister des Auswärtigen: Constantin Frhr. v. Neurath, seit 2. Juni 1932 in diesem Amt.

Reichsminister der Finanzen: Lutz Graf Schwerin von Krosigk, ebenso seit 2. Juni 1932 im Amt.

Reichsinnenminister: Dr. Wilhelm Frick, Führer der nat. soz. Reichstagsfraktion.

Reichswehrminister: Generalleutnant Werner von Blomberg, vom Reichspräsidenten berufen.

Reichswirtschaftsminister: Alfred Hugenberg, Führer der Deutschnationalen Volkspartei.

Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft: Alfred Hugenberg (siehe oben).

Reichsverkehrs- und Postminister: Paul Frhr. v. Eltz-Rübenach, seit 2. Juni 1932 im Amt.

Reichsarbeitsminister: Franz Seldte, l. Bundesführer des „Stahlhelm“, Bund der Frontsoldaten.

Reichsminister der Justiz: Dr. Franz Gürtner, seit 2. 6. 1932 im Amt.

Reichsminister ohne Geschäftsbereich, gleichzeitig Reichskommissar für den Luftverkehr und kommissarischer preußischer Innenminister: Hermann Göring, Hauptmann a. D., NSDAP, politischer Beauftragter Hitlers, seit August 1932 Reichstagspräsident.

Reichskommissar für Arbeitsbeschaffung: Dr. Günther Gereke, seit 3. Dez. 1932 im Amt.

Die neue Regierung hatte nur drei Nationalsozialisten als Mitglieder: Hitler, Frick und Göring. Der Koalitionspartner, die DNVP, besetzte mit ihrem Führer Alfred Hugenberg zwei Ministerien; auch der Justizminister gehörte der DNVP an. Der „Stahlhelm“, die große Frontsoldaten-Organisation, stellte seinen ersten Bundesführer als Minister. Die Fachministerien des Auswärtigen, der Finanzen, der Justiz, des Verkehrs und der Post blieben in den Händen der bisherigen parteilosen Minister, die seit der Regierung Papen Anfang Juni 1932 amtierten. Der Reichswehrminister war von Hindenburg als Oberbefehlshaber der Reichswehr persönlich berufen worden. Gereke war seit dem Kabinett Schleicher tätig. Papen als der vom Reichspräsidenten beauftragte „Regierungsmacher“ war auf Wunsch und im Sinne Hindenburgs bemüht gewesen, den Einfluß der Nationalsozialisten möglichst einzuschränken und die drei nationalsozialistischen Mitglieder der Regierung „einzurahmen“ mit seinen und Hindenburgs Vertrauenspersonen. Das waren drei parteilose Fachminister, Neurath, Schwerin-Krosigk und Eltz von Rübenach aus der Zeit der Regierung Papen, ferner Seldte, der Führer des „Stahlhelm“, der ebenfalls im Kabinett Papen bereits bewährte Justizminister Gürtner und der menschlich schwierige, eigenwillige Führer der DNVP, Hugenberg.

Auf diese Weise hofften das greise Reichsoberhaupt und sein Vertrauensmann Papen, die Gefahr eines Übergewichtes der NSDAP und der von ihr drohenden Einparteienherrschaft zu bannen.

Aber schon am gleichen Tage zeigte sich nach Bekanntwerden der neuen Reichsregierung, daß es sich um keinen normalen Kabinettswechsel handelte, sondern um eine Revolution, wie Oberst Walter von Reichenau gleichen tags feststellte. Überall fanden Freudenkundgebungen der nationalgesinnten Schichten der Bevölkerung statt. In der Reichshauptstadt veranstalteten die nationalen Verbände (SA, SS, Stahlhelm) einen großen Fackelzug zu Ehren des Reichspräsidenten und der neuen Regierung. Gegen den Willen Hugenbergs hatte der Kanzler bei Hindenburg die Auflösung des Reichstags am 1. Februar und die Ausschreibung von Neuwahlen für den 5. März durchgesetzt. Durch eine Verordnung vom 2. Februar wurde die Bildung von Splitterparteien unmöglich gemacht und den Auslandsdeutschen das Wahlrecht verliehen. Am 1. Februar sprach Hitler zum ersten Mal in seiner neuen Stellung als Regierungschef im Rundfunk über alle deutschen Sender. Er verkündete im „Aufruf der Reichsregierung“ zwei Vierjahrespläne für die Bauern und Arbeiter; dort heißt es u. a.: „So wird es die nationale Regierung als ihre oberste und erste Aufgabe ansehen, die geistige und willensmäßige Einheit unseres Volkes wiederherzustellen. Sie wird die Fundamente wahren und verteidigen, auf denen die Kraft unserer Nation beruht. Sie wird das Christentum als Basis unserer gesamten Moral, die Familie als Keimzelle unseres Volks- und Staatskörpers in ihren festen Schutz nehmen. Sie wird über Stände und Klassen hinweg unser Volk wieder zum Bewußtsein seiner volklichen und politischen Einheit und der daraus entspringenden Pflichten bringen. . .“ Im zweiten Teil fuhr er fort: „Die nationale Regierung wird das große Werk der Reorganisation der Wirtschaft unseres Volkes mit zwei großen Vierjahresplänen lösen: Rettung des deutschen Bauern zur Erhaltung der Ernährungs- und damit der Lebensgrundlage der Nation. Rettung des deutschen Arbeiters durch einen gewaltigen und umfassenden Angriff gegen die Arbeitslosigkeit . . .“ Im dritten Teil des Aufrufs ging er in allgemeinen Worten auf die Außenpolitik ein: die nationale Regierung sieht „ihre höchste Mission in der Wahrung der Lebensrechte und damit der Wiedererringung der Freiheit unseres Volkes“. Er betonte in diesem Zusammenhang auch den Wunsch nach Abrüstung: „So groß unsere Liebe zu unserem Heere als Träger unserer Waffen und Symbol unserer großen Vergangenheit ist. so wären wir doch beglückt, wenn die Welt durch eine Beschränkung ihrer Rüstungen eine Vermehrung unserer eigenen Waffen niemals mehr erforderlich machen würde.“ Der von allen Mitgliedern des Reichskabinetts unterzeichnete Aufruf schloß mit den Worten: „Die Parteien des Marxismus und seiner Mitläufer haben 14 Jahre Zeit gehabt, ihr Können zu beweisen. Das Ergebnis ist ein Trümmerfeld. Nun, deutsches Volk, gib uns die Zeit von vier Jahren und dann urteile und richte uns! Getreu dem Befehl des Generalfeldmarschalls wollen wir beginnen. Möge der allmächtige Gott unsere Arbeit in seine Gnade nehmen, unseren Willen recht gestalten, unsere Einsicht segnen und uns mit dem Vertrauen unseres Volkes beglücken. Denn wir wollen nicht kämpfen für uns, sondern für Deutschland!“ Der Aufruf machte tiefen Eindruck auf die Mehrheit des deutschen Volkes und bestärkte den vorhandenen Glauben an die feste Hand der neuen Regierung wie die Hoffnung auf den Wiederaufstieg Deutschlands. Die Angst vor Bürgerkrieg, Chaos und kommunistischer Herrschaft hatte die bürgerlichen Schichten reif gemacht für eine autoritäre Führung. Der nun in Gang kommenden nationalen Revolution aber lag als entscheidende Triebfeder der Erneuerungswille der deutschen Jugend zugrunde. Der Weimarer Staat hatte die Jugend nicht nur verloren; er hatte sie, was viel schlimmer war, nie zu gewinnen verstanden. Ein Staat aber, dem die Jugend nicht gehört, ist von der Geschichte schon in der Stunde seiner Geburt gerichtet.

Die Weimarer Republik hatte die Jugend gar nicht gewinnen und nie für sich begeistern können, weil die staatstragenden Parteien und vor allem die übermächtige linksgerichtete „öffentliche Meinung“ der Jugend nicht nur keine Ideale zu geben vermocht hatte, sondern vielmehr die überlieferten geistigen und sittlichen Werte zeitloser Gültigkeit geleugnet, zersetzt, verhöhnt und in den Schmutz gezogen hatte. Insbesondere waren der nationale Gedanke, das Heldentum der Frontsoldaten verhöhnt und der Wehrgedanke bekämpft, darüber hinaus aber auch die religiösen Grundwerte wie Ehe und Familie relativiert und in den Staub getreten worden, vor allem von der linksgerichteten öffentlichen Meinung.

Die Hitlerbewegung hatte hier die geistige Lücke auszufüllen verstanden durch die Verherrlichung der Nation als Schicksalsgemeinschaft, durch die Verehrung des Frontsoldaten im besonderen, des Kriegertums im allgemeinen. „Für die Jungen ist der Nationalsozialismus eine geistige Bewegung“, stellte der australische Beobachter fest. Die Jugend verlieh der Hitlerbewegung ihre unwiderstehliche Schwungkraft.

Der Reichskanzler hielt am 2. Februar eine kurze Ansprache an den Reichsrat. Seine Regierung sei entschlossen, alles zu tun, um „den Ländern, diesen historischen Bausteinen der Nation“ ihre Lebensfähigkeit zu erhalten. Mit der Bitte um Zusammenarbeit schloß er seine Rede.

Das neue Reichskabinett bezeichnete sich als Regierung der nationalen Konzentration; im Grunde aber beruhte es auf der „Harzburger Front“ der NSDAP, der DNVP und des „Stahlhelm“. Verhandlungen mit dem Zentrum zur Beteiligung dieser Massenpartei waren angebahnt, aber nicht durchgeführt worden. Das Zentrum und seine bayerische Schwesterpartei, die BVP, beschwerten sich daher über den Ausschluß aus der Regierungsbildung. Hitler hatte es abgelehnt, den Fragenkatalog der Zentrumspartei zu beantworten. Der Führer des Zentrums, Prälat Kaas, erklärte in seiner Antwort auf das Schreiben des Reichskanzlers vom 31. Januar u. a.: „Angesichts der Tatsache, daß die amtliche Verlautbarung über die Auflösung des Reichstags sich auf die unrichtige Behauptung stützt, daß eine Mehrheitsbildung sich als unmöglich erwiesen habe, glaube ich mich verpflichtet, dem Herrn Reichspräsidenten Abschrift dieses Schreibens vorlegen zu lassen.“ Der bayerische Ministerpräsident Dr. Held warf in einer Massenversammlung in Eichstätt am 2. Februar die Frage auf: „Wer hat die Kühnheit besessen, den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg so falsch zu informieren, daß es unmöglich sei, im Reichstage eine Mehrheit für eine nationale Konzentration zu finden?“ Die SPD eröffnete den Wahlkampf unter dem Motto: „Freiheitsfront gegen Harzburger Front“, und die Staatspartei, Nachfolgerin der DDP, nahm in scharfen Worten gegen den Aufruf der Reichsregierung Stellung. Ungefähr gleichzeitig verlieh der Fraktionsvorsitzende der Nationalsozialisten im bayerischen Landtag, Rudolf Buttmann, seiner Freude über die Ernennung des Kabinetts Hitler Ausdruck. Er begrüßte sie als Willenskundgebung des deutschen Volkes, „endlich Schluß zu machen mit dem überlebten parlamentarischen System.

Zu den wichtigen Personalveränderungen in der obersten Spitze gehörten die Ablösung des Chefs des Ministeramtes im Reichswehrministerium Oberst Ferdinand von Bredow, der als Vertrauensmann Schleichers seinen Dienst aufgeben mußte, durch Oberst Walter von Reichenau (1884—1942), den späteren Generalfeldmarschall, am 1. Februar. Reichenau sympathisierte mit den Nationalsozialisten. An die Stelle des bisherigen Staatssekretärs der Reichskanzlei (Chef der Reichskanzlei) Erwin Planck (1893—1945) trat der bisherige Ministerialrat Dr. Heinrich Lammers (1879—1962). Pressechef der neuen Reichsregierung wurde Walter Funk (1890—1960) als Nachfolger von Erich Marcks. Der neue Reichswehrminister, die große Enttäuschung der Konservativen, erließ am 1. Februar folgenden Aufruf an die Wehrmacht: „Das Vertrauen unseres Oberbefehlshabers, des Herrn Reichspräsidenten und Generalfeldmarschalls von Hindenburg, hat mich an die Spitze der Wehrmacht berufen. Ich übernehme das Amt mit dem festen Willen, die Reichswehr nach dem Vermächtnis meines Amtsvorgängers als überparteiliches Machtmittel des Staates zu erhalten, sie durch Förderung aller auf die Wehrertüchtigung des Volkes hinzielenden Bestrebungen zu unterbauen und sie in absehbarer Zeit zum vollwertigen Bürgen der nationalen Sicherheit des Vaterlandes zu machen.“

„Machtergreifung“ – welch immer wiederholte Lüge, um von der Unfähigkeit der Demokraten abzulenken. Wer sind denn die ehrlosen Gestalten, denen der leicht verdiente Judaslohn näher steht als das Wohl des deutschen Volkes? Wer waren sie damals und wer sind sie heute?

Der greise Hindenburg hat sich nicht für den Bürgerkrieg entschieden. Bürgerkriege kennen wir aus den vergangenen 100 Jahren zur Genüge – und wissen auch, wer sie immer angezettelt hat. Blicken wir aktuell nur ein Stück gen Westen, nach Frankreich. Wie lange noch wird es dauern, bis es auch in Deutschland brennt?

Nichts wird so laufen wie es 1933 geschehen ist. Heute haben wir grundsätzlich andere Bedingungen. Es fehlt als wichtigstes Element die Masse der Frontsoldaten, denen Ehre noch etwas bedeutete. Und doch gibt es etwas, was sich durch alle Abschnitte der Geschichte zieht. Es waren immer nur wenige, die, von der Notwendigkeit des Handelns überzeugt, die Rettung brachten. Nicht um billigen Lohn, um Ruhm oder Posten ging es ihnen, sondern um ihr Volk und dessen Erhaltung.

Und diese Wenigen wird es auch heute geben, dessen bin ich mir sicher!











Es war einmal.. der 27. Januar

Unbedarft schrieb ich am 27. Januar 2019 einen kleinen Artikel: hier

Und siehe da, es gibt schon Wächter der Listen. Allerdings kann ich zu der hier veröffentlichten Liste nicht viel mehr sagen, als das ich den Inhalt recht interessant finde. Aber stöbern Sie selbst im Wust der Namen und Bezeichnungen – es wird schon so einiges wahrhaftes im Detail stecken!

Es gibt ein altes Sprichwort: Erst kosten, dann genießen…

ORCUS2010-MB

 










Mal wieder ein 27. Januar…

Der Artikel in russischer Sprache – Статья на русском языке

Immer öfter stolpert (nicht zu verwechseln mit den „Stolpersteinen“) man im Weltnetz über Listen, die sich damit beschäftigen wer, wann und in welcher Regierung, Jude war. Eine dieser Listen möchte ich hier nur als Beispiel anführen.

Liste der jüdischen Minister und Funktionäre in Schlüsselstellungen der

US-Administration um Präsident Clinton:1

Madeleine Albright Aussenministerin
Robert Rubin Finanzminister
William Cohen Verteidigungsminister
Alan Greenspan Präsident der US Bundesbank
Dan Glickman Landwirtschaftsminister
George Tenet Chef des Geheimdienstes CIA
Samuel Berger Chef des Nat, Sicherheitsrates
Evelyn Lieberman Amerikas Chefin Radio Stimme
Stuart Eizenstat Unterstaatssekretär für Europa
Charlene Barshefsky (US Handelsbeauftragte)
Susan Thomases (Chef f. d. Büro d. Präs. Gattin)
Gene Sperling Vors. des Nat. Wirtschaftsrates
Ira Magaziner Chef der Nat. Gesundheitsfürsorge
Peter Tarnoff Vizeaussenminister
Alice Rivlin Mitglied im Wirtschaftsrat
Janet Yellen Mitglied im Wirtschaftsrat
Rahm Emanuel Politischer Berater des Präsidenten
Don Sosnik Präsidentenberater
Jim Steinberg 2. Vorsitzender im Nat. Sicherheitsrat
Robert Weiner Koordinator der Drogenpolitik
Jay Footlik Verb.Mann zu jüd. Gemeinden USA
Robert Nash Chef für Präs.-Angelegenheiten
Jane Sherburne Rechtsanwältin des Präsidenten
Mark Penn Asienexperte im Nat. Sicherheitsrat
Sandy Kristoff Chef der US Gesundheitsbehörde
Robert Boorstine Kommunikationsbeauftragter
Keith Boykin Kommunikationsbeauftragter
Jeff Eher Präs.-Assistent für bes. Aufgaben
Tom Epstein (Berater f. das Gesundheitswesen)
Judith Feder (Vizepräs. Ern. u.Mitglied im Nat. Sicherheitsrat)
Richard Feinberg 2. Vors. in Veteranenangel’h
Hershel Gober Vizepräs. Ern. u. Gesundheitsmin.
Steve Kessler Berater im Weißen Haus
Margaret Hamburg Direktorin f. Presseangeleg’h.
Karen Alder Dir. pol. Angelegenh./Aussenminist.
Samuel Lewis Mitglied im Nat. Sicherheitsrat
Stanley Ross Mitglied im Nat. Sicherheitsrat
Dan Schifter Direktor des Friedenscorps
Eli Segal Vizestabchef im Weißen Haus
Jack Lew Vizedirektor f. Etat und Verwaltung
James P. Rubin Unterstaatssekretär
David Lipton Unterstaatssekretär i. Finanzminist.
Lanny P. Breuer Sonderberater des Präsidenten
Richard Holbrooke Verbindungsmann NATO
Kenneth Apfel Chef des Rentenministeriums
Joel Klein Vizeberater im Weißen Haus
Sidney Blumenthal Sonderberater der Präs. Gattin
David Kessler Chef des Ernährungsministeriums
Seth Waxman Generaljustitiar im Weißen Haus
Mark Penn Meinungsforscher f. d. Präsidenten
Dennis Ross Sondergesandter Nahostangeleg’h.
Howard ShaKenneth Apfelpiro Chefberater für das FBI
Lanny Davis Sonderberater für das Weiße Haus
Sally Katzen Vorsitzende für die Etatverwaltung
Kathleen Koch Chefin Bewerbungsangel. im FBI
John Podesta Vizechef im Stab des W. Hauses
Alan Blinder Vizevorsitzender US-Bundesbank
Janet Yellen Ratsvors. d. Wirtschaftsberater
Ron Klain Stabschef für den Vizepräsidenten.

1  April 1998 – nach The Truth at Last Nr. 404, (P.O.Box 121, Marietta, GA 30061)

Quelle: http://juergen-graf.vho.org/articles/geschichtsfaelschung.html

 

Da wir hier in der BRD und nicht in Amerika, Rußland oder Ungarn leben, wäre es doch sehr interessant zu wissen, wie denn die Führungspositionen bei uns besetzt sind. Allerdings hätte ich persönlich lieber noch umfänglichere Listen, da unser Volk nicht tatsächlich vom Bundestag – umgangssprachlich „Regierung“ genannt – beherrscht wird.

Es wäre doch sehr interessant zu erfahren, wie führende Positionen in Justiz, Wirtschaft, Bankwesen, Presse und Rundfunk besetzt sind. Natürlich sollten dabei auch alle Staatsministerien, Nichtregierungsorganisationen und die Bildungseinrichtungen nicht vernachlässigt werden.

Nun höre ich sofort wieder die Schreihälse keifen: „Es ist doch völlig unwichtig, ob jemand Jude ist und wo diese Juden eingesetzt sind!“   Gut, wenn es völlig egal ist, können wir doch mal offen darüber sprechen. Um noch weiter zu gehen, dann müssen wir sogar offen darüber sprechen!

Nehmen wir mal an, es wären tatsächlich alles nur böse, antisemitische Schauergeschichten, daß die armen und immer verfolgten Juden so anders sind als die Menschen ihrer Wirtsvölker. Dann wäre es doch endlich mal an der Zeit, diese Schauergeschichten mit Zahlen, Fakten und anständigen Statistiken zu widerlegen. Es sollte doch, wenn alles nur erfunden ist, im Interesse der Juden sein zu belegen, daß an solchen Vermutungen überhaupt nichts dran ist.

Dr. Erwin Goldmann, ein Jude, der das Dritte Reich miterlebt hat, schrieb in seinem Buch „Zwischen zwei Völkern“(S.145):

Das berührt eine wichtige Frage, die doch in der Vergangenheit unglücklich genug gelöst worden ist und Anlaß sein muß zur schon einmal herausgestellten Gegenfrage: ‚Glaubt jemand, daß der Staat Israel irgendwelchen Frauen und Männern, die nicht ganz seines Stammes sind, einen bedeutenden Einfluß auf seine Belange erlauben würde?‘

Unter diesem Aspekt betrachtet ist es natürlich verständlich, daß die Juden kein Interesse daran haben aufzudecken, wo sie überall ihre Finger mit im Spiel haben.  Es stellt sich dann allerdings für mich die Frage: Was stimmt hier nicht?

Sind die Schauergeschichten böser Antisemiten vielleicht doch nicht so ganz ohne Ursache, oder läuft vielleicht nur in Israel etwas verkehrt, wenn es dort keine „demokratischen“ Neger-, Schwulen-, Pädophilen- oder Moslemquoten für die dortige Regierung gibt?  Oh, ich vergaß – solche Quoten müßte es zuerst ja in Schulen, Betrieben und den Medien geben.

Unterm Strich ergibt für mich nur eines Sinn: Wir müssen solche Listen aufstellen, um Gewißheit darüber zu erlangen, ob den Juden hier nicht doch Unrecht getan wird. Denn schließlich möchten wir ja nie wieder einen 27. Januar 1945 erleben. Wir – und nicht nur wir Deutsche – möchten weder Krieg, noch Konzentrationslager. Wenn jedes Volk sich um den friedlichen Aufbau des eigenen Landes kümmert, seine Verbrecher und Parasiten für sich behält und das internationale Ergaunern von Geld auf Kosten anderer verunmöglicht wird, sollten wir friedlichen Zeiten entgegen sehen.

Noch einen anderen nützlichen Nebeneffekt hätte es, wenn ich mir den letzten Satz auf der Zunge zergehen lasse. Die Völker müßten sich nicht mehr den Kopf darüber zerbrechen, ob die Juden nun an allem schuld oder nur ein armes verfolgtes Völkchen sind. Denn wenn sie alle in einem eigenen Judenstaat leben – unabhängig davon, ob es tatsächlich in Palästina sein muß – würde schlagartig der so oft von ihnen benötigte Antisemitismus abebben.

Es sollte sich also jeder anständige Mensch, dem es technisch, wissenschaftlich und zeitlich möglich ist, damit beschäftigen, an solchen Listen zu arbeiten. Im Interesse der Juden und im Kampf gegen Antisemitismus kann also jeder seinen Beitrag leisten.

„Nie wieder Auschwitz!“ zu skandieren ist nur der halbe Weg. Denn ohne Juden auf deutschem Boden hätte es nie ein erstes Auschwitz geben müssen!

 

Roman Herzog, Elie Wiesel und der 27. Januar

Der Artikel in russischer Sprache – Статья на русском языке

übernommen von:  heurein.wordpress.com

Am 27. Januar dieses Jahres begehen Geschichtsfälscher zum 23. Mal den „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“. Die Opfer des Demokratismus, von denen im 2. Weltkrieg die ganze Welt 55 Millionen, allein Deutschland 17 Millionen zu beklagen hat, sind den antideutschen Rassisten selbstredend keines Gedenkens wert. Eingeführt für die BRD wurde dieser Tag im Jahre 1996 unter dem damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog, ausgeweitet zum internationalen Gedenktag im gleichen Jahr vom EU-Parlament sowie der UN-Generalversammlung.

Roman Herzog (CDU) war gelernter Jurist; von 1987 bis 1994 Präsident des sogenannten Bundes-verfassungsgerichts sowie fünf Jahre lang, von 1978-1983, Bundesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises von CDU und CSU. Er litt unheilbar an der BRD-Politikerkrankheit Masochismus. Somit waren die idealen Voraussetzungen für das höchste Amt des Oberbüttels der Besatzer, nämlich das des Bundespräsidenten, gegeben. 1994 legte er den Amtsmeineid ab, und zwei Jahre später wurde unter seiner Ägide der Schuldkult-Tag des 27. Januar eingeführt. Aus nachfolgendem Foto mit Begleitschreiben (PNP vom7. 2. 1995) ist zu schließen, daß Herzog, gemeinsam mit dem damaligen Bundeskanzler Kohl und Bundestagspräsidentin Süssmuth, den Befehl zur Etablierung des 27. Januar von führenden Juden im Jahr 1995 erhalten hatte.

Herzog und Wiesel

Als Bundespräsident war Herzog ein Vaterlandsverräter der üblichen Sorte, und seinen Auftrag, den Interessen Deutschlands so viel wie nur möglich zu schaden, erfüllte er, wie auch seine Vorgänger und Nachfolger im Amt, im vorauseilendem Gehorsam. So hat er zur Eröffnung des 41. (Hof-)Historikertages „jedem Rückfall in nationalstaatliches Denken eine klare Absage erteilt: ‚Wir sind am Ende dieses Jahrhunderts dabei, die nationalstaatliche Form zu überwinden, die in ihrer ideologischen Übersteigerung den Kontinent in den Abgrund gezogen hat‘.“ 1 (Das ist blühender Unsinn, denn es waren demokratische Globalisten sowie kommunistisch/bolschewistische Internationalisten, die Europa mit ihren zwei Weltkriegen in den Abgrund gezogen haben). Im US-Besatzerstützpunkt Grafenwöhr demonstrierte er seine Knechtssinn, indem er sich zu einem gemeinsamen Foto mit den Besatzersoldaten stellte und schleimte: „Dem Schutz durch die US-Armee verdanken wir die Freiheit und den Fall der Mauer. Wir stehen in der gemeinsamen Verantwortung für die Zukunft Europas.“ 2 (Eine „Verantwortung“, die sich als Verrat an den Europäern entlarvt hat: die Vernichtung Europas durch Etablierung einer afro-asiatischen Zukunft). Am „Tag der Heimat“ des Bundes der Vertriebenen 1996 schwafelte er: „So schmerzhaft die Erkenntnis für Menschen ist, die in Hinterpommern, Ostpreußen oder Oberschlesien als Deutsche in Deutschland geboren wurden: Diese Gebiete sind heute völkerrechtlich unbestritten polnisches bzw. russisches Staatsgebiet.“ 3 Da Herzog als Präsident des BVerfG sehr wohl wußte, daß die deutschen Ostgebiete völkerrechtlich nach wie vor zum Deutschen Reich gehören, war er sich offenkundig auch zum frechen Lügen nicht zu schade. Im Textentwurf der sogenannten deutsch-tschechischen Versöhnungserklärung – sprich: Verzichts- und Schulderklärung –, an der Herzog entscheidenden Anteil hatte, ist von „Vertreibung“ nicht die Rede, sondern vielmehr vom „Unrecht der deutschen Seite am tschechischen Volk während der nazistischen Okkupation.“ 4 Als beim „Tag der Heimat“ des Bundes der Vertriebenen ein Teilnehmer Herzog wahrheitsgemäß und laut zurief, er sei „Vaterlandsverräter“, da entgegnete der ertappte Herzog beleidigt und hilflos zugleich: „Das hat mir gerade noch gefehlt. Schämen Sie sich!“ 5 Und als Ignaz Bubis, der damalige Herr und Meister der BRD, seinen 70. Geburtstag feierte, begab er sich ins Berliner Schloß Bellevue, um sich dort von seinem Diener Roman Herzog lobhudeln zu lassen: „Daß wir mit unserer Demokratie bestehen können, hat eminent auch etwas mit Menschen wie Ignaz Bubis zu tun.“ 6 Da ist es nur folgerichtig, wenn die Lügenpresse jubelte: „Herzog entwickelt sich zu einem Glücksfall für Deutschland.“ 7

Aber auch als Heuchler machte sich Roman Herzog einen Namen. Seine Amtszeit als Oberrichter sowie als Bundespräsident fiel in den Zeitraum der Inquisitionsprozesse gegen die großen Revisionisten, wie z.B. Ernst Zündel, Germar Rudolf, Günter Deckert. Anläßlich der Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels an die Orientalistin Annemarie Schimmel im Jahre 1995, sagte Herzog in seiner Laudatio: „Wenn wir in einen Dialog mit anderen eintreten, bringen wir einige Essentiells ein, die nicht verhandelbar sind. Dazu gehört die Freiheit der Rede, und dazu gehört vor allem, daß niemand wegen seiner Überzeugung zu Schaden gebracht werden darf. Eine lange, oft blutige grausame Geschichte hat uns in Europa gelehrt, daß diese Rechte niemals mehr zur Disposition stehen dürfen.“ Aber diesen großen Schwätzer (vor dem Herrn Ignaz Bubis) interessierte es einen feuchten Kehricht, wenn um ihn herum Menschen, nur wegen ihrer freien Rede und Überzeugung, als „Holocaust-Leugner“ für viele Jahre hinter Kerkergittern verschwanden; und so stand er Pate dem rituellen Schuldkult-Tag des Holocaust, dem 27. Januar.

War Roman Herzog das Synonym der politischen und juristischen Unglaubwürdigkeit, so verkörperte Elie Wiesel die Unglaubwürdigkeit als Augenzeuge des Holocaust; mit anderen Worten, wenn wir uns ein Bild vom Holocaust machen wollen, dann brauchen wir uns nur die Geschichten des rumänischen Juden Elie Wiesel (1928 – 2016), dem Auschwitz-Überlebenden, verinnerlichen – und wissen genug.

Wiesel war KZ-Häftling in Auschwitz und ließ sich mit tausenden weiterer Insassen von den Deutschen freiwillig evakuieren, anstatt die sowjetischen Befreier abzuwarten, die am 27. Januar 1945 Auschwitz erreichten, und war, bis zur Übergabe des Lagers am 11. April 1945 an die amerikanischen Truppen, im KZ Buchenwald. Nach dem Krieg bis zu seinem Tod betätigte er sich als phantastischer Geschichtenschreiber und -erzähler und heimste dafür zahlreiche Preise ein. Der damalige Außenminister und gegenwärtige Bundespräsident, Frank-Walter Steinmeier, verlieh ihm 2014 in New York den Großen Verdienstorden mit Stern, einen der höchsten BRD-Orden. 1986 hatte er bereits den Friedensnobelpreis „für seine Vorbildfunktion im Kampf gegen Gewalt, Unterdrückung und Rassismus“ erhalten. Da es der sogenannte Bundestag sich nicht nehmen läßt, Berufsankläger des deutschen Volkes in das „hohe Haus“ einzuladen, konnte Wiesel am 27. Januar 2000 dort nach Herzenslust seine merkwürdigen Geschichten von sich geben. Und die ganze Quasselbude bzw. Schildbürgerschaft – an deren Spitze der „heilige“ Johannes Rau als Bundespräsident, daneben Bundesrats- und Bundestagspräsident sowie Bundeskanzler Gerhard Schröder – wartete demütig darauf, von Elie Wiesel verhöhnt zu werden. Aber Elie versicherte gnädig, „daß ich zu Ihnen ohne Haß noch Bitterkeit spreche. Mein ganzes Erwachsenenleben lang habe ich versucht, Worte zu finden, die den Haß bekämpfen, aufspüren, entwaffnen – nicht ihn verbreiten.“ Da war ihm schon die erste Lüge, die er dem Ruf eines Friedensnobelpreisträgers schuldig zu sein glaubte, über die Lippen geflossen, denn in einem seiner Märchenbücher kann man folgenden Haßaufruf lesen: „Jeder Jude sollte irgendwo in seinem Herzen eine Zone des Hasses bewahren, des gesunden, männlichen Hasses gegen das, was der Deutsche verkörpert und was im Wesen des Deutschen liegt.“8

Seine zweite Geschichte war die mit dem langen Bart: das Vernichtungs-Märchen von der Wannsee-Konferenz. Unverdrossen wiederholte er, als anerkannter Greueldichter in blumiger Sprache, die längst widerlegte Behauptung, auf jener Konferenz sei die Vernichtung der Juden beschlossen worden: „…auf der die höchsten Beamten des Landes einfach den Wahnsinn hatten, die Gültigkeit, Legalität und Methoden der Vernichtung eines ganzen Volkes zu diskutieren.“ Ob Wiesel bekannt war, daß bei der Konferenz die Deportation der Juden in den Osten erörtert wurde und im Protokoll kein Wort darüber verloren wurde, daß die Juden einer gezielten Vernichtung zugeführt werden sollten, ist völlig unbedeutend, denn er war ja schließlich nicht nach Berlin gereist, um die Wahrheit zu verkünden. Insofern konnte es ihm auch schnurzegal sein, was Yehuda Bauer, Professor an der Hebräischen Universität in Jerusalem, bereits 1982 wörtlich gesagt hatte: Die Öffentlichkeit wiederholt immer noch ein ums andere Mal die törichte Geschichte, am Wannsee sei die Vernichtung der Juden beschlossen worden.“9

Aber die Wahrheit ist banal, Wiesels Geschichten hingegen interessant, nervenkitzelnd, jedes der 6 Millionen Opfer „so unverwechselbar einmalig“, sodaß er sich immer zu neuen Geschichten inspiriert sehe: „Das ist der Grund, warum ich – ich bin kein Historiker – nicht von der Geschichte spreche, sondern einfach Geschichten erzähle.“ Und er erzählt eine neue, nach Babi Yar verlegte, die er von einem anderen Geschichtenerzähler gehört haben will und die soviel Beweiskraft hat wie der Besen, mit dem die Hexe X zum Blocksberg geflogen ist: „Eine jüdische Familie hält sich seit Tagen in einer Höhle versteckt. Die Mutter beschließt, mit ihren beiden Kindern im nahen Dorf Hilfe zu suchen. Sie fallen einer Gruppe betrunkener Deutscher in die Hände, die nun vor den Augen der Mutter erst das eine Kind köpfen, dann das andere. Während die fassungslose Mutter die Körper ihrer beiden toten Kinder umklammert, bringen die Deutschen, denen das Schauspiel offenkundig Vergnügen bereitet, auch die Mutter um . Als der Vater auf der Bildfläche erscheint, wird er ebenfalls ermordet. Ich fasse das nicht!“ Es ist anzunehmen, daß auch die andächtigen Zuhörer im „Hohen Hause“ die Geschichte nicht fassen konnten; ihm aber die Frage zu stellen: „Elie, wo sind die Beweise für Deine Geschichte?“ hüteten sie sich, denn das wäre eine „Beleidigung“ gegenüber einem Auschwitz-Überlebenden und somit Verzicht auf die bekannten 30 Silberlinge.

Vom Leid der Kinder strotzt sein Geschichtenvortrag an jenem 27. 1. 2000 in Berlin, und er frage sich, wie Deutsche sich dazu hergeben konnten, „jüdische Männer, Frauen und Kinder zu quälen und zu töten“, wie man „kranken Personen und kleinen Kindern“ das antun, man „wehrlose Kinder morden“ konnte. „Immer waren sie die ersten, die ergriffen und in den Tod geschickt wurden. Eineinhalb Millionen jüdischer Kinder sind umgekommen.“ Leider reichte seine Zeit nicht aus, denn, so Wiesel: „Man könnte mehr solche Geschichten erzählen, sechs Millionen mehr.“

Dennoch braucht niemand auf Wiesels komplette Geschichten zu verzichten; seine Bücher sind auf dem Markt erhältlich wie Grimms Märchen, nur mit dem Unterschied: die der Brüder Grimm sind lehrreich, Wiesels Märchen lächerlich. Lassen wir sein bekanntestes an uns vorüberziehen, es berichtet von seinem angeblichen Schlüsselerlebnis in Auschwitz:

Nicht weit von uns entfernt loderten Flammen aus einer Grube hervor, riesenhafte Flammen. Man verbrannte dort irgendetwas. Ein Lastwagen fuhr ans Loch heran und schüttete seine Ladung hinein. Es waren kleine Kinder, Babys! Ja, ich hatte es gesehen, mit meinen eigenen Augen… Kinder in den Flammen (verwundert es da, daß seit jener Zeit der Schlaf meinen Augen flieht?). Dorthin gingen wir also. Etwas weiter weg befand sich eine andere, größere Grube für Erwachsene. […] ‚Vater‘, sagte ich, ‚wenn dem so ist, will ich nicht länger warten. Ich stürze mich in den elektrischen Stacheldraht. Das ist besser, als stundenlang in den Flammen dahinzuvegetieren.“10Kein Grund zur Panik, lieber Leser, das Märchen endet so glücklich, wie das von Rotkäppchen und dem bösen Wolf! – „Unsere Kolonne hatte noch etwa 15 Schritte zurückzulegen. Ich biß mir auf die Lippen, damit mein Vater mein Zähneklappern nicht hören sollte. Noch zehn Schritte. Acht, sieben. Wir marschierten langsam, wie hinter dem Leichenwagen unseres eigenen Begräbnisses. Nur noch vier Schritte. Drei Schritte. Sie war nun ganz nah, die Grube mit ihren Flammen. Ich nahm alle meine noch verbleibenden Kräfte zusammen, um aus der Reihe zu rennen und mich in den Stacheldraht zu werfen.. Tief in meinem Herzen nahm ich Abschied von meinem Vater, vom gesamten Weltall, und unwillkürlich bildeten sich Worte und traten in Form eines Gemurmels auf meine Lippen: Yitgadal veyitkadach chme raba… Sein Name sei erhöht und geheiligt. Mein Herz wollte schier zerspringen. Es war soweit. Ich stand vor dem Antlitz des Todesengels… Nein. Zwei Schritte vor der Grube befahl man uns, abzudrehen, und man hieß uns, in eine Baracke einzutreten.“

Wie ungezählte andere Holocaust-Überlebende hat sich auch Elie Wiesel entschlossen, mehrere KZ zu überleben, denn wie hätte er sonst seine Geschichten der Nachwelt überlassen können?! Und als am 27. 1. 1945 der Tag der Befreiung durch die Rote Armee nahte – Elie war nach dem Flammenabenteuer aufgrund einer Beinverletzung in der Krankenbaracke bestens gepflegt worden – entschloss er sich, doch lieber mit seinen deutschen „Mördern“ zu fliehen, als sich von den Russen befreien zu lassen: „Die Entscheidung lag in unserer Hand. Ein einziges Mal konnten wir unser eigenes Schicksal entscheiden. Wir könnten beide im Krankenhaus bleiben, wo ich ihn, [seinen Vater] dank des Arztes, als Patienten oder Krankenpfleger registrieren lassen könnte. Oder wir können den anderen folgen. ‚Nun, was werden wir tun, Vater?‘ Er blieb stumm. ‚Laß uns mit den anderen evakuiert werden‘, sagte ich ihm.“ 11

Gerade weil Elie Wiesel ein Schwätzer war, hat er, wenngleich auch ungewollt, die unbedingte Notwendigkeit der Wahrheitsforschung bestätigt. Lassen wir seine Geschichten – und damit den 27. Januar – ausklingen mit seinem philosophisch anmutendem, aber entlarvendem Bekenntnis:

Manche Ereignisse finden statt, sind aber nicht wahr; andere sind wahr, obgleich sie niemals stattgefunden hatten.“ 12

1Passauer Neue Presse, 18. 9. 1996

2Ebenda, vom 30. 10. 1996

3Ebenda, vom 9. 9. 1996

4Ebenda, vom 8. 11. 1996

5Ebenda, vom 10. 9. 1996

6Ebenda, vom 13. 1. 1997

7Kommentar vom 23. 11. 1996, des damaligen und heutigen Chefredakteurs der Passauer Neue Presse

8Elie Wiesel, „Appointment with Hate“, Legends of Our Time, Avon Books, New York 1968, S. 177f

9„The publik still repeats, time after time, the silly storie that at Wannsee the extermination of the Jews was arrived at“, The Canadian Jews News, 20. 1. 1982, S. 8, die eine Depesche von The Jewish Telegraphic in London wiedergab.

10 Elie Wiesel, La Nuit, Edition de Minuit, 1958, S. 57ff

11 Vorlesungen über den Holocaust, Germar Rudolf, Castle Hill Publishers, 2005, S. 481

12 Legende of our time, Elie Wiesel, 1982, Einleitung S. VIII








Zum 83. Geburtstag

Artikel übernommen von:  wir-sind-Horst.com

Der Artikel in russischer Sprache – Статья на русском языке

Am 23. Januar 2019 wird Horst Mahler 83 Jahre alt. Weil er den Herrschenden aus dem Dunklen auf die Füße tritt, „feiert“ er auch diesen Geburtstag im Kerker des Regimes. Es ist ihm nicht vergönnt – durch die Haft körperlich verkrüppelt – seinen Lebensabend mit seiner Familie zu verleben. Aufgrund der schlechten Haftbedingungen und der miserablen medizinischen Versorgung mußte ihm im Dezember 2018 auch sein zweiter Unterschenkel amputiert werden. Herzinsuffizienz, Nierenleiden und akute Diabetes  schrecken die Gewaltherrscher nicht. Der Mensch soll verrecken!

Ihnen, liebe Leser, kann ich versichern: Über Horst Mahler wird man auch in tausenden Jahren noch sprechen!  Über seine Peiniger und deren Nachfahren wird man in Geschichtsbüchern nur das Nötigste zu lesen bekommen.  Nach den Peinigern werden gewiß keine Straßen und Plätze benannt werden, doch Horst Mahler wird die Jugend in der neuen Zeit seine Ehrentempel errichten.

Zum Geburtstag, lieber Horst, können wir Dir nur Kraft und Gesundheit wünschen. Dein Geschenk zum 83. hast Du Dir selbst gegeben. Die Neuauflage Deines Buches „Das Ende der Wanderschaft – Gedanken über Gilad Atzmon und die Judenheit“ ist auf dem Markt. Wenn auch viele noch nicht verstehen werden, was Du meinst, wenn Du von Erlösung der Judenheit sprichst, wird es doch in der Zukunft den Menschen bewußt werden. Kein Goethe, kein Schiller, Hauff oder Hegel war zu seinen Lebzeiten eine „Göttergestalt“. Auch unserem Führer, Adolf Hitler, wird erst 70 Jahre nach seinem Tod, seine Ruhmesmedaille durch die Menschheit verliehen. Es ist den Wegweisern der Geschichte nicht vergönnt, in ihrer Zeit zu Ruhm und Ehre zu gelangen.

Wir, lieber Horst, wissen darum, daß es Dir egal ist, ob Ruhm oder Ehre Deinen Namen ziert. Dir geht es um die Befreiung unseres deutschen Volkes! Dir geht es um die sittliche Auseinandersetzung zwischen Theorie und Praxis – zwischen Sein und Nichtsein. Den Preis, den Du dafür zu zahlen bereit bist, müssen Maulhelden erst auf dem Papier errechnen!  Du schimpfst nie über die „Papierhelden“, Du bedauerst sie ob ihrer Einfalt.

Es gibt anständige Menschen, die in der Öffentlichkeit auf Dein Schicksal hinweisen, so wie es die tapferen Frauen in Dresden schon seit Monaten tun.

bild stand

Und so schön wäre es, wenn es mehr würden, die sich dem Guten verpflichtet fühlten.

Und nun, liebe Leser, nehmen Sie Anteil an dem Nachtrag zu der neuen Auflage seines Buches. Lesen und verstehen Sie, was der Teufel aus uns macht und wie es funktioniert. Und wenn Sie das Buch erwerben wollen, scheuen Sie sich nicht, es offen kund zu tun!

Horst Mahler

Brandenburg

17. September 2018

Nachtrag zu meinem Buch „Das Ende der Wanderschaft – Gedanken über Gilad Atzmon und die Judenheit“

Es mag ungewöhnlich sein, daß ein Autor über sein eigenes Buch schreibt. Es wird wahrscheinlich sogar als anstößig empfunden werden, daß ich hiermit den Versuch unternehme, das Werk als Beitrag zur deutschen Geistesgeschichte einzuordnen, aber es wäre das Papier, auf dem es gedruckt ist nicht wert, wenn mir seine geistesgeschichtliche Bedeutung nicht bewußt wäre.

Der Ausdruck im Buchtitel „…Ende der Wanderschaft“ deutet an, daß es eine biographische Wegmarke ist.

Als nachhaltiger Anreiz, dieses Buch zu schreiben, wirkte der Umstand, […]

.. den kompletten Text lesen Sie bitte im originalen Artikel weiter.

Schreiben Sie Horst Mahler Ihre Gedanken. Nehmen sie so Anteil daran, was einem Inhaftierten eines Regimes Abwechslung verschafft. Bereiten Sie ihm eine Freude oder fordern Sie ihn zu einem Dialog heraus. Völlig egal – nur schreiben Sie ihm!

Horst Mahler, Anton-Saefkow-Allee 22,  Brandenburg