Der 30. Januar 1933

Es wird immer von „Machtergreifung“ gesprochen, wenn es um den 30. Januar 1933 – den Tag, an dem Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt wurde – geht.  Was aber würde es tatsächlich bedeuten „Macht ergreifen“?  Es müßte eine Macht vorhanden gewesen sein, die jemand nur zu ergreifen brauchte, um sich ihrer bedienen zu können. Ist doch logisch, oder?

Um Ihnen deutlich zu machen, wie abwegig dieser Begriff im Zusammenhang mit der Ernennung vom 30.1.33 ist, möchte ich hier einen Auszug aus dem Buch von Georg Franz-Willing („1933 – Die nationale Erhebung“) sprechen lassen. Angemerkt sei, daß ich kein wirklicher Freund des Autors bin. Zu sehr sind mir seine –  gut zusammengetragenen Fakten – mit persönlichen Abneigungen gespickt, die zu oft zu völlig nicht nachvollziehbaren Schlüssen führen. Da hier aber nur die Fakten entscheidend sind, möchte ich die persönlichen „Bauchschmerzen“ außen vor lassen.

Am frühen Morgen des 30. Januar versuchte die konservative Gruppe um Schmidt und Düsterberg, durch persönliche Einflußnahme auf Seldte und Blomberg wenigstens zu verhindern, daß die preußische Polizei an die Nationalsozialisten ausgeliefert würde. In diesem Sinne beeinflußten sie auch Hugenberg. Ein „letzter Widerstand Hugenbergs“ richtete sich gegen die Forderung Hitlers nach sofortiger Auflösung des Reichstags und Ausschreibung von Neuwahlen. „Als sich am 30. Januar 1933 zur festgesetzten Stunde die Mitglieder des neuen Kabinetts in meinem Arbeitszimmer versammelt hatten und ich sie beim Reichspräsidenten anmelden wollte“, so schildert Staatssekretär Meißner den geschichtlichen Vorgang, „bat Hugenberg um einen kurzen Aufschub, da er vorher mit Hitler eine wichtige Frage klären müsse. Er verhandelte dann in einer Fensternische meines Arbeitszimmers mit Hitler und von Papen über die Frage der Reichstags-Auflösung und Neuwahl, die er als überflüssig bezeichnete, nachdem vor zwei Monaten das Parlament neugewählt worden sei; die neue Regierung werde auch in diesem Reichstag eine Mehrheit finden. Erst nachdem Hitler ihm feierlich versichert hatte, daß er ohne Rücksicht auf den Ausgang der Neuwahl an der gegenwärtigen Zusammensetzung des Kabinetts festhalten werde und überhaupt nicht die Absicht hätte, sich von den derzeitigen Regierungsmitgliedern jemals wieder zu trennen, ließ sich Hugenberg von seiner anfänglich geäußerten Absicht, seine und seiner Partei Beteiligung an der Regierungsbildung von der Nichtauflösung des Reichstags abhängig zu machen, abbringen und erklärte, die Entscheidung über eine Auflösung des Reichstags dem Reichspräsidenten zu überlassen, dem sie nach der Reichsverfassung zustand. Darauf erfolgte um 11.15 Uhr die Vereidigung der neuen Regierung durch den Reichspräsidenten und die Aushändigung der Ernennungsurkunden.

Reichspräsident von Hindenburg hatte am längsten und zähesten der Berufung des Führers der nationalsozialistischen Bewegung Widerstand geleistet. Aber vor die Alternative gestellt, Hitler ins Kanzleramt zu berufen oder einen Verfassungsbruch mit dem Risiko eines Bürgerkrieges zu begehen, hatte er sich für das von seiner Warte aus kleinere Übel, die Ernennung Hitlers entschieden. Sein Wunsch nach möglichst großen Sicherungen gegen die Gefahr einer Einparteiendiktatur war nach Möglichkeit erfüllt worden: seine Prärogative als Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Reichswehr, das Ernennungsrecht des Reichswehrministers und Außenministers waren berücksichtigt, sein engster politischer Vertrauter, Franz von Papen, war als Vizekanzler berechtigt, jedem Vortrag des Reichskanzlers beim Reichspräsidenten beizuwohnen. Außerdem war er auch Reichskommissar für Preußen. Die drei Nationalsozialisten im Kabinett, Hitler, Frick und Göring, waren umgeben von neun Nicht-Nationalsozialisten. Davon waren zwei Deutschnationale, Hugenberg und Gürtner.

Hugenberg hatte sogar zwei Ministerien inne. Vor allem aber bestand bei allen Gegnern Hitlers die Hoffnung, er werde sich schnell abnützen, abwirtschaften, und könne dann leicht verdrängt werden. Bei den langwierigen Bemühungen um die Bildung dieser Rechtskoalition hatte sich auch jene konservative Opposition bereits teilweise herauskristallisiert, die in späteren Jahren den Kern des Widerstandes gegen Hitler bildete: Gördeler und Kleist-Schmenzin als Angehörige des konservativen Schattenkabinetts, der Bundeskanzler des „Stahlhelm“, Siegfried Wagner, Düsterberg und Otto Schmidt-Hannover sind jene Einzelnamen, die in die Zukunft der konservativen Opposition deuteten. Sie symbolisierten bestimmte Gesellschaftsgruppen, die bürgerlich-konservative Oberschicht und den ostelbischen Adel. Aus ihnen erwuchs die Widerstandsbewegung.

Nach dem Scheitern von drei Präsidialkabinetten war das greise Staatsoberhaupt froh, auf die verfassungsmäßige Bahn einer normalen parlamentarischen Regierungsbildung zurückkehren zu können.

Seit 1930 hatte er die Hauptlast der Regierungsverantwortung getragen, nachdem die Parteien und damit das parlamentarische System abgewirtschaftet hatten. Trotz seines hohen Alters entgegen allen anderslautenden Behauptungen von ungebrochener geistiger Frische und körperlicher Rüstigkeit, hatte er auf dringenden Wunsch der Regierung Brüning und der Weimarer Koalitionsparteien, die ihn 1925 abgelehnt hatten, im Alter von nahezu 85 Jahren noch einmal die Bürde des Reichspräsidentenamtes auf sich genommen.

Angesichts der schweren Staats- und Gesellschaftskrise war es jedoch in höchstem Grade unverantwortlich, dem 85jährigen dieses Amt noch einmal aufzunötigen. Dem Linkskurs und den Linksparteien stand er aufgrund seiner Herkunft, seiner traditionellen Bindung an die Monarchie kritisch gegenüber. Im Herzen wünschte er immer die Rückkehr zur monarchischen Staatsform, eine Anschauung, die er besonders auch mit Papen teilte. Die Bildung einer Regierungskoalition der Rechtsparteien war für ihn die Erfüllung eines langersehnten Wunsches trotz seiner schweren Bedenken gegen den „böhmischen Gefreiten“. Er vertraute auf die konservativen Kräfte der Regierung Hitler-Papen-Hugenberg; sie waren in der dreifachen Überzahl gegenüber den drei Nationalsozialisten.

Als Papen am 29. Januar 1933 bei der Regierungsbildung die gemeinsamen Sorgen und die Hoffnung zur Sprache brachte, „eine Entwicklung zum Radikalen durch den Einfluß christlicher Prinzipien verhindern zu können“, antwortete ihm Hindenburg beschwichtigend: „Ich weiß wirklich nicht, was noch passieren könnte. Sie sind Vizekanzler und zugleich preußischer Ministerpräsident. Mit Ausnahme von zwei Ministerposten sind alle Ressorts mit unseren Leuten besetzt. Und außerdem werden Sie jedem Vortrage beiwohnen, den Hitler mir halten wird.

Die Ernennung der Reichsregierung Hitler-Papen-Hugenberg

Die 21. Reichsregierung der Weimarer Republik, die Koalition NSDAP/DNVP, setzte sich wie folgt zusammen: Reichskanzler: Adolf Hitler, NSDAP.

Vizekanzler und Reichskommissar für Preußen: Franz von Papen.

Reichsminister des Auswärtigen: Constantin Frhr. v. Neurath, seit 2. Juni 1932 in diesem Amt.

Reichsminister der Finanzen: Lutz Graf Schwerin von Krosigk, ebenso seit 2. Juni 1932 im Amt.

Reichsinnenminister: Dr. Wilhelm Frick, Führer der nat. soz. Reichstagsfraktion.

Reichswehrminister: Generalleutnant Werner von Blomberg, vom Reichspräsidenten berufen.

Reichswirtschaftsminister: Alfred Hugenberg, Führer der Deutschnationalen Volkspartei.

Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft: Alfred Hugenberg (siehe oben).

Reichsverkehrs- und Postminister: Paul Frhr. v. Eltz-Rübenach, seit 2. Juni 1932 im Amt.

Reichsarbeitsminister: Franz Seldte, l. Bundesführer des „Stahlhelm“, Bund der Frontsoldaten.

Reichsminister der Justiz: Dr. Franz Gürtner, seit 2. 6. 1932 im Amt.

Reichsminister ohne Geschäftsbereich, gleichzeitig Reichskommissar für den Luftverkehr und kommissarischer preußischer Innenminister: Hermann Göring, Hauptmann a. D., NSDAP, politischer Beauftragter Hitlers, seit August 1932 Reichstagspräsident.

Reichskommissar für Arbeitsbeschaffung: Dr. Günther Gereke, seit 3. Dez. 1932 im Amt.

Die neue Regierung hatte nur drei Nationalsozialisten als Mitglieder: Hitler, Frick und Göring. Der Koalitionspartner, die DNVP, besetzte mit ihrem Führer Alfred Hugenberg zwei Ministerien; auch der Justizminister gehörte der DNVP an. Der „Stahlhelm“, die große Frontsoldaten-Organisation, stellte seinen ersten Bundesführer als Minister. Die Fachministerien des Auswärtigen, der Finanzen, der Justiz, des Verkehrs und der Post blieben in den Händen der bisherigen parteilosen Minister, die seit der Regierung Papen Anfang Juni 1932 amtierten. Der Reichswehrminister war von Hindenburg als Oberbefehlshaber der Reichswehr persönlich berufen worden. Gereke war seit dem Kabinett Schleicher tätig. Papen als der vom Reichspräsidenten beauftragte „Regierungsmacher“ war auf Wunsch und im Sinne Hindenburgs bemüht gewesen, den Einfluß der Nationalsozialisten möglichst einzuschränken und die drei nationalsozialistischen Mitglieder der Regierung „einzurahmen“ mit seinen und Hindenburgs Vertrauenspersonen. Das waren drei parteilose Fachminister, Neurath, Schwerin-Krosigk und Eltz von Rübenach aus der Zeit der Regierung Papen, ferner Seldte, der Führer des „Stahlhelm“, der ebenfalls im Kabinett Papen bereits bewährte Justizminister Gürtner und der menschlich schwierige, eigenwillige Führer der DNVP, Hugenberg.

Auf diese Weise hofften das greise Reichsoberhaupt und sein Vertrauensmann Papen, die Gefahr eines Übergewichtes der NSDAP und der von ihr drohenden Einparteienherrschaft zu bannen.

Aber schon am gleichen Tage zeigte sich nach Bekanntwerden der neuen Reichsregierung, daß es sich um keinen normalen Kabinettswechsel handelte, sondern um eine Revolution, wie Oberst Walter von Reichenau gleichen tags feststellte. Überall fanden Freudenkundgebungen der nationalgesinnten Schichten der Bevölkerung statt. In der Reichshauptstadt veranstalteten die nationalen Verbände (SA, SS, Stahlhelm) einen großen Fackelzug zu Ehren des Reichspräsidenten und der neuen Regierung. Gegen den Willen Hugenbergs hatte der Kanzler bei Hindenburg die Auflösung des Reichstags am 1. Februar und die Ausschreibung von Neuwahlen für den 5. März durchgesetzt. Durch eine Verordnung vom 2. Februar wurde die Bildung von Splitterparteien unmöglich gemacht und den Auslandsdeutschen das Wahlrecht verliehen. Am 1. Februar sprach Hitler zum ersten Mal in seiner neuen Stellung als Regierungschef im Rundfunk über alle deutschen Sender. Er verkündete im „Aufruf der Reichsregierung“ zwei Vierjahrespläne für die Bauern und Arbeiter; dort heißt es u. a.: „So wird es die nationale Regierung als ihre oberste und erste Aufgabe ansehen, die geistige und willensmäßige Einheit unseres Volkes wiederherzustellen. Sie wird die Fundamente wahren und verteidigen, auf denen die Kraft unserer Nation beruht. Sie wird das Christentum als Basis unserer gesamten Moral, die Familie als Keimzelle unseres Volks- und Staatskörpers in ihren festen Schutz nehmen. Sie wird über Stände und Klassen hinweg unser Volk wieder zum Bewußtsein seiner volklichen und politischen Einheit und der daraus entspringenden Pflichten bringen. . .“ Im zweiten Teil fuhr er fort: „Die nationale Regierung wird das große Werk der Reorganisation der Wirtschaft unseres Volkes mit zwei großen Vierjahresplänen lösen: Rettung des deutschen Bauern zur Erhaltung der Ernährungs- und damit der Lebensgrundlage der Nation. Rettung des deutschen Arbeiters durch einen gewaltigen und umfassenden Angriff gegen die Arbeitslosigkeit . . .“ Im dritten Teil des Aufrufs ging er in allgemeinen Worten auf die Außenpolitik ein: die nationale Regierung sieht „ihre höchste Mission in der Wahrung der Lebensrechte und damit der Wiedererringung der Freiheit unseres Volkes“. Er betonte in diesem Zusammenhang auch den Wunsch nach Abrüstung: „So groß unsere Liebe zu unserem Heere als Träger unserer Waffen und Symbol unserer großen Vergangenheit ist. so wären wir doch beglückt, wenn die Welt durch eine Beschränkung ihrer Rüstungen eine Vermehrung unserer eigenen Waffen niemals mehr erforderlich machen würde.“ Der von allen Mitgliedern des Reichskabinetts unterzeichnete Aufruf schloß mit den Worten: „Die Parteien des Marxismus und seiner Mitläufer haben 14 Jahre Zeit gehabt, ihr Können zu beweisen. Das Ergebnis ist ein Trümmerfeld. Nun, deutsches Volk, gib uns die Zeit von vier Jahren und dann urteile und richte uns! Getreu dem Befehl des Generalfeldmarschalls wollen wir beginnen. Möge der allmächtige Gott unsere Arbeit in seine Gnade nehmen, unseren Willen recht gestalten, unsere Einsicht segnen und uns mit dem Vertrauen unseres Volkes beglücken. Denn wir wollen nicht kämpfen für uns, sondern für Deutschland!“ Der Aufruf machte tiefen Eindruck auf die Mehrheit des deutschen Volkes und bestärkte den vorhandenen Glauben an die feste Hand der neuen Regierung wie die Hoffnung auf den Wiederaufstieg Deutschlands. Die Angst vor Bürgerkrieg, Chaos und kommunistischer Herrschaft hatte die bürgerlichen Schichten reif gemacht für eine autoritäre Führung. Der nun in Gang kommenden nationalen Revolution aber lag als entscheidende Triebfeder der Erneuerungswille der deutschen Jugend zugrunde. Der Weimarer Staat hatte die Jugend nicht nur verloren; er hatte sie, was viel schlimmer war, nie zu gewinnen verstanden. Ein Staat aber, dem die Jugend nicht gehört, ist von der Geschichte schon in der Stunde seiner Geburt gerichtet.

Die Weimarer Republik hatte die Jugend gar nicht gewinnen und nie für sich begeistern können, weil die staatstragenden Parteien und vor allem die übermächtige linksgerichtete „öffentliche Meinung“ der Jugend nicht nur keine Ideale zu geben vermocht hatte, sondern vielmehr die überlieferten geistigen und sittlichen Werte zeitloser Gültigkeit geleugnet, zersetzt, verhöhnt und in den Schmutz gezogen hatte. Insbesondere waren der nationale Gedanke, das Heldentum der Frontsoldaten verhöhnt und der Wehrgedanke bekämpft, darüber hinaus aber auch die religiösen Grundwerte wie Ehe und Familie relativiert und in den Staub getreten worden, vor allem von der linksgerichteten öffentlichen Meinung.

Die Hitlerbewegung hatte hier die geistige Lücke auszufüllen verstanden durch die Verherrlichung der Nation als Schicksalsgemeinschaft, durch die Verehrung des Frontsoldaten im besonderen, des Kriegertums im allgemeinen. „Für die Jungen ist der Nationalsozialismus eine geistige Bewegung“, stellte der australische Beobachter fest. Die Jugend verlieh der Hitlerbewegung ihre unwiderstehliche Schwungkraft.

Der Reichskanzler hielt am 2. Februar eine kurze Ansprache an den Reichsrat. Seine Regierung sei entschlossen, alles zu tun, um „den Ländern, diesen historischen Bausteinen der Nation“ ihre Lebensfähigkeit zu erhalten. Mit der Bitte um Zusammenarbeit schloß er seine Rede.

Das neue Reichskabinett bezeichnete sich als Regierung der nationalen Konzentration; im Grunde aber beruhte es auf der „Harzburger Front“ der NSDAP, der DNVP und des „Stahlhelm“. Verhandlungen mit dem Zentrum zur Beteiligung dieser Massenpartei waren angebahnt, aber nicht durchgeführt worden. Das Zentrum und seine bayerische Schwesterpartei, die BVP, beschwerten sich daher über den Ausschluß aus der Regierungsbildung. Hitler hatte es abgelehnt, den Fragenkatalog der Zentrumspartei zu beantworten. Der Führer des Zentrums, Prälat Kaas, erklärte in seiner Antwort auf das Schreiben des Reichskanzlers vom 31. Januar u. a.: „Angesichts der Tatsache, daß die amtliche Verlautbarung über die Auflösung des Reichstags sich auf die unrichtige Behauptung stützt, daß eine Mehrheitsbildung sich als unmöglich erwiesen habe, glaube ich mich verpflichtet, dem Herrn Reichspräsidenten Abschrift dieses Schreibens vorlegen zu lassen.“ Der bayerische Ministerpräsident Dr. Held warf in einer Massenversammlung in Eichstätt am 2. Februar die Frage auf: „Wer hat die Kühnheit besessen, den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg so falsch zu informieren, daß es unmöglich sei, im Reichstage eine Mehrheit für eine nationale Konzentration zu finden?“ Die SPD eröffnete den Wahlkampf unter dem Motto: „Freiheitsfront gegen Harzburger Front“, und die Staatspartei, Nachfolgerin der DDP, nahm in scharfen Worten gegen den Aufruf der Reichsregierung Stellung. Ungefähr gleichzeitig verlieh der Fraktionsvorsitzende der Nationalsozialisten im bayerischen Landtag, Rudolf Buttmann, seiner Freude über die Ernennung des Kabinetts Hitler Ausdruck. Er begrüßte sie als Willenskundgebung des deutschen Volkes, „endlich Schluß zu machen mit dem überlebten parlamentarischen System.

Zu den wichtigen Personalveränderungen in der obersten Spitze gehörten die Ablösung des Chefs des Ministeramtes im Reichswehrministerium Oberst Ferdinand von Bredow, der als Vertrauensmann Schleichers seinen Dienst aufgeben mußte, durch Oberst Walter von Reichenau (1884—1942), den späteren Generalfeldmarschall, am 1. Februar. Reichenau sympathisierte mit den Nationalsozialisten. An die Stelle des bisherigen Staatssekretärs der Reichskanzlei (Chef der Reichskanzlei) Erwin Planck (1893—1945) trat der bisherige Ministerialrat Dr. Heinrich Lammers (1879—1962). Pressechef der neuen Reichsregierung wurde Walter Funk (1890—1960) als Nachfolger von Erich Marcks. Der neue Reichswehrminister, die große Enttäuschung der Konservativen, erließ am 1. Februar folgenden Aufruf an die Wehrmacht: „Das Vertrauen unseres Oberbefehlshabers, des Herrn Reichspräsidenten und Generalfeldmarschalls von Hindenburg, hat mich an die Spitze der Wehrmacht berufen. Ich übernehme das Amt mit dem festen Willen, die Reichswehr nach dem Vermächtnis meines Amtsvorgängers als überparteiliches Machtmittel des Staates zu erhalten, sie durch Förderung aller auf die Wehrertüchtigung des Volkes hinzielenden Bestrebungen zu unterbauen und sie in absehbarer Zeit zum vollwertigen Bürgen der nationalen Sicherheit des Vaterlandes zu machen.“

„Machtergreifung“ – welch immer wiederholte Lüge, um von der Unfähigkeit der Demokraten abzulenken. Wer sind denn die ehrlosen Gestalten, denen der leicht verdiente Judaslohn näher steht als das Wohl des deutschen Volkes? Wer waren sie damals und wer sind sie heute?

Der greise Hindenburg hat sich nicht für den Bürgerkrieg entschieden. Bürgerkriege kennen wir aus den vergangenen 100 Jahren zur Genüge – und wissen auch, wer sie immer angezettelt hat. Blicken wir aktuell nur ein Stück gen Westen, nach Frankreich. Wie lange noch wird es dauern, bis es auch in Deutschland brennt?

Nichts wird so laufen wie es 1933 geschehen ist. Heute haben wir grundsätzlich andere Bedingungen. Es fehlt als wichtigstes Element die Masse der Frontsoldaten, denen Ehre noch etwas bedeutete. Und doch gibt es etwas, was sich durch alle Abschnitte der Geschichte zieht. Es waren immer nur wenige, die, von der Notwendigkeit des Handelns überzeugt, die Rettung brachten. Nicht um billigen Lohn, um Ruhm oder Posten ging es ihnen, sondern um ihr Volk und dessen Erhaltung.

Und diese Wenigen wird es auch heute geben, dessen bin ich mir sicher!











Es war einmal.. der 27. Januar

Unbedarft schrieb ich am 27. Januar 2019 einen kleinen Artikel: hier

Und siehe da, es gibt schon Wächter der Listen. Allerdings kann ich zu der hier veröffentlichten Liste nicht viel mehr sagen, als das ich den Inhalt recht interessant finde. Aber stöbern Sie selbst im Wust der Namen und Bezeichnungen – es wird schon so einiges wahrhaftes im Detail stecken!

Es gibt ein altes Sprichwort: Erst kosten, dann genießen…

ORCUS2010-MB

 










Mal wieder ein 27. Januar…

Der Artikel in russischer Sprache – Статья на русском языке

Immer öfter stolpert (nicht zu verwechseln mit den „Stolpersteinen“) man im Weltnetz über Listen, die sich damit beschäftigen wer, wann und in welcher Regierung, Jude war. Eine dieser Listen möchte ich hier nur als Beispiel anführen.

Liste der jüdischen Minister und Funktionäre in Schlüsselstellungen der

US-Administration um Präsident Clinton:1

Madeleine Albright Aussenministerin
Robert Rubin Finanzminister
William Cohen Verteidigungsminister
Alan Greenspan Präsident der US Bundesbank
Dan Glickman Landwirtschaftsminister
George Tenet Chef des Geheimdienstes CIA
Samuel Berger Chef des Nat, Sicherheitsrates
Evelyn Lieberman Amerikas Chefin Radio Stimme
Stuart Eizenstat Unterstaatssekretär für Europa
Charlene Barshefsky (US Handelsbeauftragte)
Susan Thomases (Chef f. d. Büro d. Präs. Gattin)
Gene Sperling Vors. des Nat. Wirtschaftsrates
Ira Magaziner Chef der Nat. Gesundheitsfürsorge
Peter Tarnoff Vizeaussenminister
Alice Rivlin Mitglied im Wirtschaftsrat
Janet Yellen Mitglied im Wirtschaftsrat
Rahm Emanuel Politischer Berater des Präsidenten
Don Sosnik Präsidentenberater
Jim Steinberg 2. Vorsitzender im Nat. Sicherheitsrat
Robert Weiner Koordinator der Drogenpolitik
Jay Footlik Verb.Mann zu jüd. Gemeinden USA
Robert Nash Chef für Präs.-Angelegenheiten
Jane Sherburne Rechtsanwältin des Präsidenten
Mark Penn Asienexperte im Nat. Sicherheitsrat
Sandy Kristoff Chef der US Gesundheitsbehörde
Robert Boorstine Kommunikationsbeauftragter
Keith Boykin Kommunikationsbeauftragter
Jeff Eher Präs.-Assistent für bes. Aufgaben
Tom Epstein (Berater f. das Gesundheitswesen)
Judith Feder (Vizepräs. Ern. u.Mitglied im Nat. Sicherheitsrat)
Richard Feinberg 2. Vors. in Veteranenangel’h
Hershel Gober Vizepräs. Ern. u. Gesundheitsmin.
Steve Kessler Berater im Weißen Haus
Margaret Hamburg Direktorin f. Presseangeleg’h.
Karen Alder Dir. pol. Angelegenh./Aussenminist.
Samuel Lewis Mitglied im Nat. Sicherheitsrat
Stanley Ross Mitglied im Nat. Sicherheitsrat
Dan Schifter Direktor des Friedenscorps
Eli Segal Vizestabchef im Weißen Haus
Jack Lew Vizedirektor f. Etat und Verwaltung
James P. Rubin Unterstaatssekretär
David Lipton Unterstaatssekretär i. Finanzminist.
Lanny P. Breuer Sonderberater des Präsidenten
Richard Holbrooke Verbindungsmann NATO
Kenneth Apfel Chef des Rentenministeriums
Joel Klein Vizeberater im Weißen Haus
Sidney Blumenthal Sonderberater der Präs. Gattin
David Kessler Chef des Ernährungsministeriums
Seth Waxman Generaljustitiar im Weißen Haus
Mark Penn Meinungsforscher f. d. Präsidenten
Dennis Ross Sondergesandter Nahostangeleg’h.
Howard ShaKenneth Apfelpiro Chefberater für das FBI
Lanny Davis Sonderberater für das Weiße Haus
Sally Katzen Vorsitzende für die Etatverwaltung
Kathleen Koch Chefin Bewerbungsangel. im FBI
John Podesta Vizechef im Stab des W. Hauses
Alan Blinder Vizevorsitzender US-Bundesbank
Janet Yellen Ratsvors. d. Wirtschaftsberater
Ron Klain Stabschef für den Vizepräsidenten.

1  April 1998 – nach The Truth at Last Nr. 404, (P.O.Box 121, Marietta, GA 30061)

Quelle: http://juergen-graf.vho.org/articles/geschichtsfaelschung.html

 

Da wir hier in der BRD und nicht in Amerika, Rußland oder Ungarn leben, wäre es doch sehr interessant zu wissen, wie denn die Führungspositionen bei uns besetzt sind. Allerdings hätte ich persönlich lieber noch umfänglichere Listen, da unser Volk nicht tatsächlich vom Bundestag – umgangssprachlich „Regierung“ genannt – beherrscht wird.

Es wäre doch sehr interessant zu erfahren, wie führende Positionen in Justiz, Wirtschaft, Bankwesen, Presse und Rundfunk besetzt sind. Natürlich sollten dabei auch alle Staatsministerien, Nichtregierungsorganisationen und die Bildungseinrichtungen nicht vernachlässigt werden.

Nun höre ich sofort wieder die Schreihälse keifen: „Es ist doch völlig unwichtig, ob jemand Jude ist und wo diese Juden eingesetzt sind!“   Gut, wenn es völlig egal ist, können wir doch mal offen darüber sprechen. Um noch weiter zu gehen, dann müssen wir sogar offen darüber sprechen!

Nehmen wir mal an, es wären tatsächlich alles nur böse, antisemitische Schauergeschichten, daß die armen und immer verfolgten Juden so anders sind als die Menschen ihrer Wirtsvölker. Dann wäre es doch endlich mal an der Zeit, diese Schauergeschichten mit Zahlen, Fakten und anständigen Statistiken zu widerlegen. Es sollte doch, wenn alles nur erfunden ist, im Interesse der Juden sein zu belegen, daß an solchen Vermutungen überhaupt nichts dran ist.

Dr. Erwin Goldmann, ein Jude, der das Dritte Reich miterlebt hat, schrieb in seinem Buch „Zwischen zwei Völkern“(S.145):

Das berührt eine wichtige Frage, die doch in der Vergangenheit unglücklich genug gelöst worden ist und Anlaß sein muß zur schon einmal herausgestellten Gegenfrage: ‚Glaubt jemand, daß der Staat Israel irgendwelchen Frauen und Männern, die nicht ganz seines Stammes sind, einen bedeutenden Einfluß auf seine Belange erlauben würde?‘

Unter diesem Aspekt betrachtet ist es natürlich verständlich, daß die Juden kein Interesse daran haben aufzudecken, wo sie überall ihre Finger mit im Spiel haben.  Es stellt sich dann allerdings für mich die Frage: Was stimmt hier nicht?

Sind die Schauergeschichten böser Antisemiten vielleicht doch nicht so ganz ohne Ursache, oder läuft vielleicht nur in Israel etwas verkehrt, wenn es dort keine „demokratischen“ Neger-, Schwulen-, Pädophilen- oder Moslemquoten für die dortige Regierung gibt?  Oh, ich vergaß – solche Quoten müßte es zuerst ja in Schulen, Betrieben und den Medien geben.

Unterm Strich ergibt für mich nur eines Sinn: Wir müssen solche Listen aufstellen, um Gewißheit darüber zu erlangen, ob den Juden hier nicht doch Unrecht getan wird. Denn schließlich möchten wir ja nie wieder einen 27. Januar 1945 erleben. Wir – und nicht nur wir Deutsche – möchten weder Krieg, noch Konzentrationslager. Wenn jedes Volk sich um den friedlichen Aufbau des eigenen Landes kümmert, seine Verbrecher und Parasiten für sich behält und das internationale Ergaunern von Geld auf Kosten anderer verunmöglicht wird, sollten wir friedlichen Zeiten entgegen sehen.

Noch einen anderen nützlichen Nebeneffekt hätte es, wenn ich mir den letzten Satz auf der Zunge zergehen lasse. Die Völker müßten sich nicht mehr den Kopf darüber zerbrechen, ob die Juden nun an allem schuld oder nur ein armes verfolgtes Völkchen sind. Denn wenn sie alle in einem eigenen Judenstaat leben – unabhängig davon, ob es tatsächlich in Palästina sein muß – würde schlagartig der so oft von ihnen benötigte Antisemitismus abebben.

Es sollte sich also jeder anständige Mensch, dem es technisch, wissenschaftlich und zeitlich möglich ist, damit beschäftigen, an solchen Listen zu arbeiten. Im Interesse der Juden und im Kampf gegen Antisemitismus kann also jeder seinen Beitrag leisten.

„Nie wieder Auschwitz!“ zu skandieren ist nur der halbe Weg. Denn ohne Juden auf deutschem Boden hätte es nie ein erstes Auschwitz geben müssen!

 

Roman Herzog, Elie Wiesel und der 27. Januar

Der Artikel in russischer Sprache – Статья на русском языке

übernommen von:  heurein.wordpress.com

Am 27. Januar dieses Jahres begehen Geschichtsfälscher zum 23. Mal den „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“. Die Opfer des Demokratismus, von denen im 2. Weltkrieg die ganze Welt 55 Millionen, allein Deutschland 17 Millionen zu beklagen hat, sind den antideutschen Rassisten selbstredend keines Gedenkens wert. Eingeführt für die BRD wurde dieser Tag im Jahre 1996 unter dem damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog, ausgeweitet zum internationalen Gedenktag im gleichen Jahr vom EU-Parlament sowie der UN-Generalversammlung.

Roman Herzog (CDU) war gelernter Jurist; von 1987 bis 1994 Präsident des sogenannten Bundes-verfassungsgerichts sowie fünf Jahre lang, von 1978-1983, Bundesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises von CDU und CSU. Er litt unheilbar an der BRD-Politikerkrankheit Masochismus. Somit waren die idealen Voraussetzungen für das höchste Amt des Oberbüttels der Besatzer, nämlich das des Bundespräsidenten, gegeben. 1994 legte er den Amtsmeineid ab, und zwei Jahre später wurde unter seiner Ägide der Schuldkult-Tag des 27. Januar eingeführt. Aus nachfolgendem Foto mit Begleitschreiben (PNP vom7. 2. 1995) ist zu schließen, daß Herzog, gemeinsam mit dem damaligen Bundeskanzler Kohl und Bundestagspräsidentin Süssmuth, den Befehl zur Etablierung des 27. Januar von führenden Juden im Jahr 1995 erhalten hatte.

Herzog und Wiesel

Als Bundespräsident war Herzog ein Vaterlandsverräter der üblichen Sorte, und seinen Auftrag, den Interessen Deutschlands so viel wie nur möglich zu schaden, erfüllte er, wie auch seine Vorgänger und Nachfolger im Amt, im vorauseilendem Gehorsam. So hat er zur Eröffnung des 41. (Hof-)Historikertages „jedem Rückfall in nationalstaatliches Denken eine klare Absage erteilt: ‚Wir sind am Ende dieses Jahrhunderts dabei, die nationalstaatliche Form zu überwinden, die in ihrer ideologischen Übersteigerung den Kontinent in den Abgrund gezogen hat‘.“ 1 (Das ist blühender Unsinn, denn es waren demokratische Globalisten sowie kommunistisch/bolschewistische Internationalisten, die Europa mit ihren zwei Weltkriegen in den Abgrund gezogen haben). Im US-Besatzerstützpunkt Grafenwöhr demonstrierte er seine Knechtssinn, indem er sich zu einem gemeinsamen Foto mit den Besatzersoldaten stellte und schleimte: „Dem Schutz durch die US-Armee verdanken wir die Freiheit und den Fall der Mauer. Wir stehen in der gemeinsamen Verantwortung für die Zukunft Europas.“ 2 (Eine „Verantwortung“, die sich als Verrat an den Europäern entlarvt hat: die Vernichtung Europas durch Etablierung einer afro-asiatischen Zukunft). Am „Tag der Heimat“ des Bundes der Vertriebenen 1996 schwafelte er: „So schmerzhaft die Erkenntnis für Menschen ist, die in Hinterpommern, Ostpreußen oder Oberschlesien als Deutsche in Deutschland geboren wurden: Diese Gebiete sind heute völkerrechtlich unbestritten polnisches bzw. russisches Staatsgebiet.“ 3 Da Herzog als Präsident des BVerfG sehr wohl wußte, daß die deutschen Ostgebiete völkerrechtlich nach wie vor zum Deutschen Reich gehören, war er sich offenkundig auch zum frechen Lügen nicht zu schade. Im Textentwurf der sogenannten deutsch-tschechischen Versöhnungserklärung – sprich: Verzichts- und Schulderklärung –, an der Herzog entscheidenden Anteil hatte, ist von „Vertreibung“ nicht die Rede, sondern vielmehr vom „Unrecht der deutschen Seite am tschechischen Volk während der nazistischen Okkupation.“ 4 Als beim „Tag der Heimat“ des Bundes der Vertriebenen ein Teilnehmer Herzog wahrheitsgemäß und laut zurief, er sei „Vaterlandsverräter“, da entgegnete der ertappte Herzog beleidigt und hilflos zugleich: „Das hat mir gerade noch gefehlt. Schämen Sie sich!“ 5 Und als Ignaz Bubis, der damalige Herr und Meister der BRD, seinen 70. Geburtstag feierte, begab er sich ins Berliner Schloß Bellevue, um sich dort von seinem Diener Roman Herzog lobhudeln zu lassen: „Daß wir mit unserer Demokratie bestehen können, hat eminent auch etwas mit Menschen wie Ignaz Bubis zu tun.“ 6 Da ist es nur folgerichtig, wenn die Lügenpresse jubelte: „Herzog entwickelt sich zu einem Glücksfall für Deutschland.“ 7

Aber auch als Heuchler machte sich Roman Herzog einen Namen. Seine Amtszeit als Oberrichter sowie als Bundespräsident fiel in den Zeitraum der Inquisitionsprozesse gegen die großen Revisionisten, wie z.B. Ernst Zündel, Germar Rudolf, Günter Deckert. Anläßlich der Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels an die Orientalistin Annemarie Schimmel im Jahre 1995, sagte Herzog in seiner Laudatio: „Wenn wir in einen Dialog mit anderen eintreten, bringen wir einige Essentiells ein, die nicht verhandelbar sind. Dazu gehört die Freiheit der Rede, und dazu gehört vor allem, daß niemand wegen seiner Überzeugung zu Schaden gebracht werden darf. Eine lange, oft blutige grausame Geschichte hat uns in Europa gelehrt, daß diese Rechte niemals mehr zur Disposition stehen dürfen.“ Aber diesen großen Schwätzer (vor dem Herrn Ignaz Bubis) interessierte es einen feuchten Kehricht, wenn um ihn herum Menschen, nur wegen ihrer freien Rede und Überzeugung, als „Holocaust-Leugner“ für viele Jahre hinter Kerkergittern verschwanden; und so stand er Pate dem rituellen Schuldkult-Tag des Holocaust, dem 27. Januar.

War Roman Herzog das Synonym der politischen und juristischen Unglaubwürdigkeit, so verkörperte Elie Wiesel die Unglaubwürdigkeit als Augenzeuge des Holocaust; mit anderen Worten, wenn wir uns ein Bild vom Holocaust machen wollen, dann brauchen wir uns nur die Geschichten des rumänischen Juden Elie Wiesel (1928 – 2016), dem Auschwitz-Überlebenden, verinnerlichen – und wissen genug.

Wiesel war KZ-Häftling in Auschwitz und ließ sich mit tausenden weiterer Insassen von den Deutschen freiwillig evakuieren, anstatt die sowjetischen Befreier abzuwarten, die am 27. Januar 1945 Auschwitz erreichten, und war, bis zur Übergabe des Lagers am 11. April 1945 an die amerikanischen Truppen, im KZ Buchenwald. Nach dem Krieg bis zu seinem Tod betätigte er sich als phantastischer Geschichtenschreiber und -erzähler und heimste dafür zahlreiche Preise ein. Der damalige Außenminister und gegenwärtige Bundespräsident, Frank-Walter Steinmeier, verlieh ihm 2014 in New York den Großen Verdienstorden mit Stern, einen der höchsten BRD-Orden. 1986 hatte er bereits den Friedensnobelpreis „für seine Vorbildfunktion im Kampf gegen Gewalt, Unterdrückung und Rassismus“ erhalten. Da es der sogenannte Bundestag sich nicht nehmen läßt, Berufsankläger des deutschen Volkes in das „hohe Haus“ einzuladen, konnte Wiesel am 27. Januar 2000 dort nach Herzenslust seine merkwürdigen Geschichten von sich geben. Und die ganze Quasselbude bzw. Schildbürgerschaft – an deren Spitze der „heilige“ Johannes Rau als Bundespräsident, daneben Bundesrats- und Bundestagspräsident sowie Bundeskanzler Gerhard Schröder – wartete demütig darauf, von Elie Wiesel verhöhnt zu werden. Aber Elie versicherte gnädig, „daß ich zu Ihnen ohne Haß noch Bitterkeit spreche. Mein ganzes Erwachsenenleben lang habe ich versucht, Worte zu finden, die den Haß bekämpfen, aufspüren, entwaffnen – nicht ihn verbreiten.“ Da war ihm schon die erste Lüge, die er dem Ruf eines Friedensnobelpreisträgers schuldig zu sein glaubte, über die Lippen geflossen, denn in einem seiner Märchenbücher kann man folgenden Haßaufruf lesen: „Jeder Jude sollte irgendwo in seinem Herzen eine Zone des Hasses bewahren, des gesunden, männlichen Hasses gegen das, was der Deutsche verkörpert und was im Wesen des Deutschen liegt.“8

Seine zweite Geschichte war die mit dem langen Bart: das Vernichtungs-Märchen von der Wannsee-Konferenz. Unverdrossen wiederholte er, als anerkannter Greueldichter in blumiger Sprache, die längst widerlegte Behauptung, auf jener Konferenz sei die Vernichtung der Juden beschlossen worden: „…auf der die höchsten Beamten des Landes einfach den Wahnsinn hatten, die Gültigkeit, Legalität und Methoden der Vernichtung eines ganzen Volkes zu diskutieren.“ Ob Wiesel bekannt war, daß bei der Konferenz die Deportation der Juden in den Osten erörtert wurde und im Protokoll kein Wort darüber verloren wurde, daß die Juden einer gezielten Vernichtung zugeführt werden sollten, ist völlig unbedeutend, denn er war ja schließlich nicht nach Berlin gereist, um die Wahrheit zu verkünden. Insofern konnte es ihm auch schnurzegal sein, was Yehuda Bauer, Professor an der Hebräischen Universität in Jerusalem, bereits 1982 wörtlich gesagt hatte: Die Öffentlichkeit wiederholt immer noch ein ums andere Mal die törichte Geschichte, am Wannsee sei die Vernichtung der Juden beschlossen worden.“9

Aber die Wahrheit ist banal, Wiesels Geschichten hingegen interessant, nervenkitzelnd, jedes der 6 Millionen Opfer „so unverwechselbar einmalig“, sodaß er sich immer zu neuen Geschichten inspiriert sehe: „Das ist der Grund, warum ich – ich bin kein Historiker – nicht von der Geschichte spreche, sondern einfach Geschichten erzähle.“ Und er erzählt eine neue, nach Babi Yar verlegte, die er von einem anderen Geschichtenerzähler gehört haben will und die soviel Beweiskraft hat wie der Besen, mit dem die Hexe X zum Blocksberg geflogen ist: „Eine jüdische Familie hält sich seit Tagen in einer Höhle versteckt. Die Mutter beschließt, mit ihren beiden Kindern im nahen Dorf Hilfe zu suchen. Sie fallen einer Gruppe betrunkener Deutscher in die Hände, die nun vor den Augen der Mutter erst das eine Kind köpfen, dann das andere. Während die fassungslose Mutter die Körper ihrer beiden toten Kinder umklammert, bringen die Deutschen, denen das Schauspiel offenkundig Vergnügen bereitet, auch die Mutter um . Als der Vater auf der Bildfläche erscheint, wird er ebenfalls ermordet. Ich fasse das nicht!“ Es ist anzunehmen, daß auch die andächtigen Zuhörer im „Hohen Hause“ die Geschichte nicht fassen konnten; ihm aber die Frage zu stellen: „Elie, wo sind die Beweise für Deine Geschichte?“ hüteten sie sich, denn das wäre eine „Beleidigung“ gegenüber einem Auschwitz-Überlebenden und somit Verzicht auf die bekannten 30 Silberlinge.

Vom Leid der Kinder strotzt sein Geschichtenvortrag an jenem 27. 1. 2000 in Berlin, und er frage sich, wie Deutsche sich dazu hergeben konnten, „jüdische Männer, Frauen und Kinder zu quälen und zu töten“, wie man „kranken Personen und kleinen Kindern“ das antun, man „wehrlose Kinder morden“ konnte. „Immer waren sie die ersten, die ergriffen und in den Tod geschickt wurden. Eineinhalb Millionen jüdischer Kinder sind umgekommen.“ Leider reichte seine Zeit nicht aus, denn, so Wiesel: „Man könnte mehr solche Geschichten erzählen, sechs Millionen mehr.“

Dennoch braucht niemand auf Wiesels komplette Geschichten zu verzichten; seine Bücher sind auf dem Markt erhältlich wie Grimms Märchen, nur mit dem Unterschied: die der Brüder Grimm sind lehrreich, Wiesels Märchen lächerlich. Lassen wir sein bekanntestes an uns vorüberziehen, es berichtet von seinem angeblichen Schlüsselerlebnis in Auschwitz:

Nicht weit von uns entfernt loderten Flammen aus einer Grube hervor, riesenhafte Flammen. Man verbrannte dort irgendetwas. Ein Lastwagen fuhr ans Loch heran und schüttete seine Ladung hinein. Es waren kleine Kinder, Babys! Ja, ich hatte es gesehen, mit meinen eigenen Augen… Kinder in den Flammen (verwundert es da, daß seit jener Zeit der Schlaf meinen Augen flieht?). Dorthin gingen wir also. Etwas weiter weg befand sich eine andere, größere Grube für Erwachsene. […] ‚Vater‘, sagte ich, ‚wenn dem so ist, will ich nicht länger warten. Ich stürze mich in den elektrischen Stacheldraht. Das ist besser, als stundenlang in den Flammen dahinzuvegetieren.“10Kein Grund zur Panik, lieber Leser, das Märchen endet so glücklich, wie das von Rotkäppchen und dem bösen Wolf! – „Unsere Kolonne hatte noch etwa 15 Schritte zurückzulegen. Ich biß mir auf die Lippen, damit mein Vater mein Zähneklappern nicht hören sollte. Noch zehn Schritte. Acht, sieben. Wir marschierten langsam, wie hinter dem Leichenwagen unseres eigenen Begräbnisses. Nur noch vier Schritte. Drei Schritte. Sie war nun ganz nah, die Grube mit ihren Flammen. Ich nahm alle meine noch verbleibenden Kräfte zusammen, um aus der Reihe zu rennen und mich in den Stacheldraht zu werfen.. Tief in meinem Herzen nahm ich Abschied von meinem Vater, vom gesamten Weltall, und unwillkürlich bildeten sich Worte und traten in Form eines Gemurmels auf meine Lippen: Yitgadal veyitkadach chme raba… Sein Name sei erhöht und geheiligt. Mein Herz wollte schier zerspringen. Es war soweit. Ich stand vor dem Antlitz des Todesengels… Nein. Zwei Schritte vor der Grube befahl man uns, abzudrehen, und man hieß uns, in eine Baracke einzutreten.“

Wie ungezählte andere Holocaust-Überlebende hat sich auch Elie Wiesel entschlossen, mehrere KZ zu überleben, denn wie hätte er sonst seine Geschichten der Nachwelt überlassen können?! Und als am 27. 1. 1945 der Tag der Befreiung durch die Rote Armee nahte – Elie war nach dem Flammenabenteuer aufgrund einer Beinverletzung in der Krankenbaracke bestens gepflegt worden – entschloss er sich, doch lieber mit seinen deutschen „Mördern“ zu fliehen, als sich von den Russen befreien zu lassen: „Die Entscheidung lag in unserer Hand. Ein einziges Mal konnten wir unser eigenes Schicksal entscheiden. Wir könnten beide im Krankenhaus bleiben, wo ich ihn, [seinen Vater] dank des Arztes, als Patienten oder Krankenpfleger registrieren lassen könnte. Oder wir können den anderen folgen. ‚Nun, was werden wir tun, Vater?‘ Er blieb stumm. ‚Laß uns mit den anderen evakuiert werden‘, sagte ich ihm.“ 11

Gerade weil Elie Wiesel ein Schwätzer war, hat er, wenngleich auch ungewollt, die unbedingte Notwendigkeit der Wahrheitsforschung bestätigt. Lassen wir seine Geschichten – und damit den 27. Januar – ausklingen mit seinem philosophisch anmutendem, aber entlarvendem Bekenntnis:

Manche Ereignisse finden statt, sind aber nicht wahr; andere sind wahr, obgleich sie niemals stattgefunden hatten.“ 12

1Passauer Neue Presse, 18. 9. 1996

2Ebenda, vom 30. 10. 1996

3Ebenda, vom 9. 9. 1996

4Ebenda, vom 8. 11. 1996

5Ebenda, vom 10. 9. 1996

6Ebenda, vom 13. 1. 1997

7Kommentar vom 23. 11. 1996, des damaligen und heutigen Chefredakteurs der Passauer Neue Presse

8Elie Wiesel, „Appointment with Hate“, Legends of Our Time, Avon Books, New York 1968, S. 177f

9„The publik still repeats, time after time, the silly storie that at Wannsee the extermination of the Jews was arrived at“, The Canadian Jews News, 20. 1. 1982, S. 8, die eine Depesche von The Jewish Telegraphic in London wiedergab.

10 Elie Wiesel, La Nuit, Edition de Minuit, 1958, S. 57ff

11 Vorlesungen über den Holocaust, Germar Rudolf, Castle Hill Publishers, 2005, S. 481

12 Legende of our time, Elie Wiesel, 1982, Einleitung S. VIII








Zum 83. Geburtstag

Artikel übernommen von:  wir-sind-Horst.com

Der Artikel in russischer Sprache – Статья на русском языке

Am 23. Januar 2019 wird Horst Mahler 83 Jahre alt. Weil er den Herrschenden aus dem Dunklen auf die Füße tritt, „feiert“ er auch diesen Geburtstag im Kerker des Regimes. Es ist ihm nicht vergönnt – durch die Haft körperlich verkrüppelt – seinen Lebensabend mit seiner Familie zu verleben. Aufgrund der schlechten Haftbedingungen und der miserablen medizinischen Versorgung mußte ihm im Dezember 2018 auch sein zweiter Unterschenkel amputiert werden. Herzinsuffizienz, Nierenleiden und akute Diabetes  schrecken die Gewaltherrscher nicht. Der Mensch soll verrecken!

Ihnen, liebe Leser, kann ich versichern: Über Horst Mahler wird man auch in tausenden Jahren noch sprechen!  Über seine Peiniger und deren Nachfahren wird man in Geschichtsbüchern nur das Nötigste zu lesen bekommen.  Nach den Peinigern werden gewiß keine Straßen und Plätze benannt werden, doch Horst Mahler wird die Jugend in der neuen Zeit seine Ehrentempel errichten.

Zum Geburtstag, lieber Horst, können wir Dir nur Kraft und Gesundheit wünschen. Dein Geschenk zum 83. hast Du Dir selbst gegeben. Die Neuauflage Deines Buches „Das Ende der Wanderschaft – Gedanken über Gilad Atzmon und die Judenheit“ ist auf dem Markt. Wenn auch viele noch nicht verstehen werden, was Du meinst, wenn Du von Erlösung der Judenheit sprichst, wird es doch in der Zukunft den Menschen bewußt werden. Kein Goethe, kein Schiller, Hauff oder Hegel war zu seinen Lebzeiten eine „Göttergestalt“. Auch unserem Führer, Adolf Hitler, wird erst 70 Jahre nach seinem Tod, seine Ruhmesmedaille durch die Menschheit verliehen. Es ist den Wegweisern der Geschichte nicht vergönnt, in ihrer Zeit zu Ruhm und Ehre zu gelangen.

Wir, lieber Horst, wissen darum, daß es Dir egal ist, ob Ruhm oder Ehre Deinen Namen ziert. Dir geht es um die Befreiung unseres deutschen Volkes! Dir geht es um die sittliche Auseinandersetzung zwischen Theorie und Praxis – zwischen Sein und Nichtsein. Den Preis, den Du dafür zu zahlen bereit bist, müssen Maulhelden erst auf dem Papier errechnen!  Du schimpfst nie über die „Papierhelden“, Du bedauerst sie ob ihrer Einfalt.

Es gibt anständige Menschen, die in der Öffentlichkeit auf Dein Schicksal hinweisen, so wie es die tapferen Frauen in Dresden schon seit Monaten tun.

bild stand

Und so schön wäre es, wenn es mehr würden, die sich dem Guten verpflichtet fühlten.

Und nun, liebe Leser, nehmen Sie Anteil an dem Nachtrag zu der neuen Auflage seines Buches. Lesen und verstehen Sie, was der Teufel aus uns macht und wie es funktioniert. Und wenn Sie das Buch erwerben wollen, scheuen Sie sich nicht, es offen kund zu tun!

Horst Mahler

Brandenburg

17. September 2018

Nachtrag zu meinem Buch „Das Ende der Wanderschaft – Gedanken über Gilad Atzmon und die Judenheit“

Es mag ungewöhnlich sein, daß ein Autor über sein eigenes Buch schreibt. Es wird wahrscheinlich sogar als anstößig empfunden werden, daß ich hiermit den Versuch unternehme, das Werk als Beitrag zur deutschen Geistesgeschichte einzuordnen, aber es wäre das Papier, auf dem es gedruckt ist nicht wert, wenn mir seine geistesgeschichtliche Bedeutung nicht bewußt wäre.

Der Ausdruck im Buchtitel „…Ende der Wanderschaft“ deutet an, daß es eine biographische Wegmarke ist.

Als nachhaltiger Anreiz, dieses Buch zu schreiben, wirkte der Umstand, […]

.. den kompletten Text lesen Sie bitte im originalen Artikel weiter.

Schreiben Sie Horst Mahler Ihre Gedanken. Nehmen sie so Anteil daran, was einem Inhaftierten eines Regimes Abwechslung verschafft. Bereiten Sie ihm eine Freude oder fordern Sie ihn zu einem Dialog heraus. Völlig egal – nur schreiben Sie ihm!

Horst Mahler, Anton-Saefkow-Allee 22,  Brandenburg






Ein russischer Blogger spricht…

Es ist Zeit, die Wahrheit über jenen Krieg zu sagen.

Dieser Krieg fand nicht zwischen der Sowjetunion und Deutschland statt und schon gar nicht zwischen Rußland und Deutschland, wie viele glauben. Auch war es kein Krieg zwischen den Alliierten und den Achsenmächten. Es war ein Krieg der Ideologien und gesiegt hat in diesem Krieg die Ideologie des Globalismus, die Ideologie des Zionismus. Die Früchte dieses Sieges können wir heute um uns herum sehen. Solange wir nicht verstehen, was dieser Krieg in Wirklichkeit gewesen ist, nicht verstehen wie die Ausrichtung der Kräfte tatsächlich gewesen ist, werden wir nicht erkennen, daß es ein Kampf zwischen zwei Ideen war: der Idee der Nationalstaaten mit Volksregierung, an deren Spitze Deutschland stand, und der Idee der Globalisierung und des Wucherer-Kapitals, auf dessen Seite unsere Großväter gekämpft haben. Das muß man verstehen. Denn es waren gerade sie – als Teil der Alliierten Streitkräfte -, welche die letzte Hoffnung der Menschheit – in Gestalt des deutschen Nationalsozialismus, – für das jüdische Wucherkapital begraben haben, welches heute, dank diesem Sieg in der Welt herrscht. Und unsere Großväter (die russischen Veteranen) landeten auf der Müllhalde. Also, machen Sie Ihre Schlußfolgerungen: Wer hat in diesen Krieg gewonnen, und wozu diente dieser Krieg? Tun Sie das selbständig, außerhalb der offiziellen Propaganda, Außerhalb der Losungen, außerhalb der Feiertage, die wir von unseren hinters Licht geführten Vätern und Großvätern geerbt haben.

Der 9. Mai (in Rußland der sogenannte Tag des Sieges) ist ein Tanz auf Knochen und Blut. Wir feiern die Beerdigung der europäischen Zivilisation, die Beerdigung Rußlands, die Beerdigung der weißen Menschheit, welche jetzt in den farbigen Horden von Immigranten versinken wird. Das ist es, was wir feiern, das ist es, was wir „gewonnen“ (erreicht) haben. Dieser Krieg wurde weder von Rußland noch von Deutschland verursacht. Es spielt auch keine Rolle, auf welcher Seite die „gesunde Idee“ gewesen ist. In jenem Kriege war die gesunde Idee auf der Seite von Deutschland. Die gesunde Idee wurde in Deutschland geboren und mit Deutschlands Hilfe hätten wir eine andere Weltordnung aufbauen können. Nicht die „Novus ordo seclorum„, wie sie auf der Dollarnote steht, und jetzt aufgebaut wird als Folge des Sieges in jenem Krieg der jüdisch-freimaurerischen Kräfte und des jüdisch-freimaurerischen Kapitals, sondern jene Ordnung, welche die Welt wirklich zum Besseren hätte verändern können. Doch, das haben wir verpaßt und feiern das auch noch!

Denkt darüber nach! Denkt gründlich! Man darf nicht den historischen Klischees folgen. Habt keine Angst, Verräter genannt zu werden, oder Menschen, die das Andenken ihrer Väter und Großväter nicht ehren. Ihnen dort im Himmel ist das schon lange klar geworden, wie sie damals getäuscht wurden! Und glaubt mir, es ist für sie schmerzhaft und widerlich zu sehen, wie wir diese Orgie auf ihren Knochen weiterführen. Denn, dafür haben sie nicht gekämpft, dafür sind sie nicht gestorben. Sie sind getäuscht worden. Und unter dem Begriff der „Heimat“ haben sie die schrecklichste internationalistische Chimäre verteidigt, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Weil eine faule Ideologie nicht lange bestehen kann. Und sie ist zerfallen, für den weltweiten jüdischen Kapitalismus hat sie nie eine Bedrohung dargestellt. Deshalb werdet ihr niemals unter den verbotenen Symbolen das rote Sternchen sehen und nur für das Anbringen eines Hakenkreuzes eine unbedingte Strafe bekommen. Zieht eure Schlüsse, wofür dieser Krieg war. Zieht eure Schlußfolgerungen, wer diesen Krieg wirklich gewonnen hat. Macht eure Folgerungen eigenständig! Weist die ganze historische Lüge von euch! Entfernt alle Propagandafilme aus euren Köpfen! Filme, die nur mit einem einzigen Ziel gedreht wurden: euch davon zu überzeugen, daß man weiterleben und sich über die eigene Vernichtung freuen soll. Zu leben und schweigend zuzuschauen, wie unsere Völker vernichtet werden.

Öffnet endlich eure Augen!

Der Zweite Weltkrieg – das sind nicht Büchlein, keine Filme – das ist echtes Blut und Schmerz, das müssen wir verstehen – besonders am Vorabend des Dritten Weltkrieges, der jetzt unaufhaltsam näher rückt. Wir müssen das erkennen, auf daß wir vereinen können, alle vernünftigen Kräfte, auf der ganzen Welt. Alle weißen Menschen, alle Christen, alle Menschen, welche noch einen Funken gesunden Menschenverstand haben.

Wir müssen laut aussprechen, daß wir jede Form der antifaschistischen Propaganda ablehnen – egal ob sie sowjetischer oder westlich-liberaler Art ist. Wir verstehen sehr gut, daß das Nationalsozialistische Deutschland gegen diese Weltordnung aufgestanden ist, die wir heute um uns herum sehen können. Und hätten wir aus Unverstand, diese letzte Hoffnung der Menschheit damals nicht begraben, wäre die Welt heute eine ganz andere.

Feiert nicht den 9. Mai! Folgt nicht den Stereotypen der uns aufgedrängten volksfeindlichen Propaganda. Seid vor allem russische Menschen, selbständige russische Menschen. Und denen, die da widersprechen und denken, daß wir in diesem Krieg die Heimat verteidigt haben: denkt einfach darüber nach, was jene Menschen (russische und ukrainische Freiwillige) verteidigt haben, die in den Reihen der Wehrmacht gekämpft haben, jene anderthalb Millionen Menschen – Russen, nicht irgendwelche „Kollaborateure“, Letten, Esten, Balten, sie haben auch für ihre Heimat gekämpft.

Auch die russischen Menschen, die gegen den Bolschewismus gekämpft haben und diesen Krieg den „zweiten Bürgerkrieg“ genannt haben, der im 21. Jahrhundert noch nicht zu ende gegangen ist.

Wenn ihr sagt, daß das alles durchgehend Verräter seien, dann denkt einfach mal darüber nach, was ihr da selbst gesagt habt. Wie können anderthalb Millionen Menschen Verräter sein?

Natürlich, es gibt solche und solche, überall gibt es Schurken, gibt es Leute, welche für eine Suppe und Geld in diese oder jene Armee gehen. Aber anderthalb Millionen Schurken sind schon ziemlich viel…

Diejenigen, die sagen, daß Hitler die Menschen versklaven wollte, darf ich daran erinnern, daß nie jemand „Plan OST“ mit eigenen Augen gesehen hat. Die Aufzeichnungen des Doktor Wetzel, mit Bleistift, Notizen und die Zettelchen, die als „Beweise“ im Nürnberger Prozeß vorgeführt wurden, wird kein seriöser Mensch – umso mehr keine Jurist – jemals zur Kenntnis nehmen. Genauso wie die vierzig Kisten mit Seife, die im Jahre 1947 auf einem katholischen Friedhof beerdigt wurden, weil sie angeblich aus den Juden gemacht wurde.

Wir haben es mit einem ungeheuren, totalen System der Lüge zu tun, das sich weiterhin selbst reproduziert. Der Film des Juden Rom „Gewöhnlicher Faschismus“ (Propagandafilm aus der Sowjetunion) basiert zu einem großen Teil auf der sogenannten antifaschistischen Propaganda. Alles wurde auf den Kopf gestellt. Alles totale Lüge. Und wir mit unserer Dummheit, mit unserer automatischen Denkweise, unserem Postkreatismus, Post-Schismus – anders kann man diese Ekel nicht nennen -, mit unserer Blödheit lassen wir es zu, daß unsere heiligen Gefühle von der Lüge okkupiert werden. Und man benutzt unsere Liebe zur Heimat – für den russischen Menschen ist die Liebe zur seine Heimat und seinem Volk charakteristisch. Man hat sie uns weggenommen und hat uns gezwungen, unter dem Begriff der Heimat eine Chimäre zu lieben, die von den Feinden des russischen Volkes erschaffen wurde. Von den heimatlosen Bolschewiken, welche die Macht im Jahre 1917 erobert hatten, die unseren Herrscher rituell ermordet haben – rituell getötet im Jahre 1918 im Jewpathew-Haus. Es wurde eine entsprechende Aufschrift an der Wand gemacht, eine kabbalistische Aufschrift, in Hebräisch. Sie lautet:

Hier wird der weisse Zar zum Opfer gebracht. Das wird allen Völkern mitgeteilt.

Dann lernt ihr schon, das eine und das andere gegenüberzustellen, und ihr werdet verstehen, daß Rußland im Jahre 17 gestorben ist, im Jahre 1917, zusammen mit dem Fall der legitimen russischen Macht. Dann werdet ihr endlich aufwachen und verstehen, daß wir in den Jahren 1941 bis 1945 nicht die Heimat verteidigt haben, sondern die Bolschewistische Chimäre, die durchgehend verfault war, die unser Volk vernichtet hat: mit den Gulags, der Lebensmittelabgabe, der gewalttätigen Kollektivierung. Euer Stalin, der Staatsmann, der das ganze Land in Blut getränkt hat und den vakanten Platz des Zaren eingenommen hat. Damals in der politischen Ausrichtung, und heute in der ideologischen, in euren Seelen. Heute, vollgefressen mit dem Dreck der Dämonkratie, windet ihr euch in der Suche nach etwas Besserem, einer Ideologie. Aber ihr stoßt erneut mit eurer Nase auf diesen roten Lappen und könnte das wahrhaftige Rußland nicht wahrnehmen, welches ihr verloren habt. Wacht auf, wacht auf und werdet wieder russische Menschen, das russische Volk und nicht russischsprechende Hammel, die von den Fremdlingen ausgenutzt werden.

Werdet wieder Russen!

Heutzutage, Russe muß man werden,

man kann nicht nur als solcher geboren werden.

Endlich mal ein NICHT – Bolscheputinist!

Er spricht zu seinen russischen Landsleuten, aber auch ich fühle mich angesprochen. Irgendwie ist er einer von uns. Ich glaube, die Russen sind alle mit uns seelenverwandt. Wir dürfen uns nicht wieder gegeneinander aufhetzen lassen.

Werdet wieder Deutsche!

Deutscher muß man werden,

man kann als solcher heutzutage nicht mehr nur geboren werden.

Danke für die Wahrheit!

Grüße aus Deutschland an das russische Volk!






Jude, oder was?

Der Artikel in russischer Sprache – Статья на русском языке

Auf dem Weg zu neuen Erkenntnissen muß man sich mit dem Vergangenen beschäftigen. Ohne die Wurzeln der Geschichte wird nichts Gutes für die Zukunft entstehen. Auch wenn Sie jetzt erschrocken sind – darauf ein „Heil Hitler“!

Ich war noch nie ein „Radau-Nazi“, ein „Radau-Antisemit“ oder ein „nur-Hakenkreuzler“, wie es manche Juden so gerne hätten. Ich habe immer nach dem „Woher“, dem „Warum“ und dem „Wohin“ gefragt und versucht, mich zu bilden. Nun, mir scheint es, als wären meine Bemühungen nicht unnütz gewesen. Ich habe einen Faden gefunden, dem ich gerne weiter nachgehen möchte.

Was ist damals geschehen, im „bösen Deutschen Reich“? Warum ist der Haß gegen alles Deutsche in der Welt entbrannt?

Es gibt darauf nur eine logische Antwort: Gewissenlose Subjekte, die ihre „Felle“ davonschwimmen sahen, wollten durch Krieg – der eine sichere Einnahmequelle zu sein schien – dem Deutschen Geist den Garaus machen. Und ja, es waren Juden, die maßgebend die Geschichte bestimmten.

Angeregt durch eine Dissertationsschrift von Reuben Clarence Lang, gelangte ich an viele interessante Bücher und Veröffentlichungen, die es heute gar nicht mehr geben dürfte. Ich habe die Herausforderung angenommen und mich in die Literatur vertieft, die mich tief blicken ließ. Die Schrift des Herrn Lang werde ich auszugsweise als Broschüre herausgeben.

Zu Beginn des Jahres 2019 meldete sich ein Rabbi zu Wort und verkündete folgende Worte:

„Nun, für den Antisemitismus gibt es eine Reihe von Gründen. Ich möchte speziell auf folgenden Aspekt in dieser Frage eingehen. Viele weiße Menschen europäischer Herkunft, sowohl in Nordamerika wie auch in Europa, in Australien usw., also Menschen europäischer Herkunft, glauben, dass ihre Nationen, ihre Länder, ihre Kulturen und Zivilisationen auf dem Hackklotz zur Enthauptung liegen. Sie sehen ihre Lebensart, ihre Werte, ihre sozialen Normen und Systeme, unter denen sie leben, die sie ihren Kindern und Kindeskindern weitergeben möchten, gefährlich bedroht. Grund: Die vollkommen unverantwortliche Massenimmigration. Europa wurde überflutet mit Dritte-Welt-Immigranten. Diese Entwicklung hat sich zu einer enormen Krise für jene ausgewachsen, die die authentischen europäischen Nationen als europäische Nationen erhalten wollen. Sie wollen sozusagen Europa als das Heimatschutzgebiet für die europäischen Gesellschaften erhalten. Sie wollen Europäer bleiben und sich als Europäer identifizieren können. Sie wollen ihre kulturelle Ära erhalten und fühlen sich jetzt bedroht. Ich betone nochmals, sie haben 100 Prozent Recht. Was heute geschieht, ist ein massives Verbrechen der westlichen Politiker, die dabei auch noch Hochverrat begehen, indem sie unkontrollierte, massive Immigration aus Drittwelt-Ländern nicht nur erlauben, sondern fördern. Überdies ist es ein massiver historischer Akt der Torheit. Nun suchen Menschen mit europäischem Hintergrund nach Verantwortlichen für diese Entwicklungen. Und, ja, wir Juden, überall auf der Welt, müssen gestehen, dass es Juden sind, die an diesen Immigrationsbewegungen beteiligt sind. Meist sind es die NGOs, die die Immigration aus der Dritten Welt in die westliche Welt fördern. So folgern die europäischen Menschen und Amerikaner, dass die Juden hinter dieser Politik steckten, dass es sich um eine jüdische Verschwörung handele, die das Ziel verfolge, die weißen Menschen zu vermischen, oder ihnen zumindest irreparablen Schaden zuzufügen. Sie glauben, dass die Juden Rache nehmen wollten, weil sie in all den Jahrhunderten in Europa nie Fuß fassen konnten. Aus Sicht des authentischen Tora-Judentums ist das falsch, denn es lehnt die Vermischung ab, und somit jede Überflutung der westlichen Länder durch Drittwelt-Migranten. Dadurch würden die westlichen Länder zu Drittwelt-Ländern werden. Die weißen Menschen kommen zu diesem Schluss, weil sie so viele Juden sehen, die diese Migrationsbewegungen steuern und diese Programme fördern. Aber das sind nicht die authentischen Tora-Juden.“ (Quelle: National-Journal vom 9.01.2019 )

Ich wäre fast geneigt, das Judentum zu lieben – wenn ich nicht um die Machenschaften „Jener“ wüßte, die erst dafür gesorgt haben, daß dem Dritten Reich ein ewiger Schuldkult anhaftet.

Ein Jude, Dr. Dr. Erwin Goldmann hat das Dritte Reich überlebt. Er ist nicht – wie so viele seiner Volksgenossen – ins Ausland geflüchtet. Ganz im Gegenteil: Er war sogar überzeugter Nationalsozialist.

Und hier beginnt das Drama – für viele Deutsche – oder sich als Deutsche fühlende. Wie kann es denn sein, daß ein Jude Nationalsozialist ist? Es scheint wohl doch nicht so zu sein, daß alles nur Schwarz oder Weiß ist – nicht alles in die vorgegebenen Schablonen paßt.

Dieser nationalsozialistisch wollende, sich deutsch fühlende Jude hat seine Erinnerungen, seine Lebensgeschichte, 1975 in Buchform veröffentlicht. Ich bin noch mit mir am Hadern, ob ich nicht das ganze Werk digitalisiert zur Verfügung stellen sollte.  Ich möchte Ihnen hier nur drei Kapitel zur Verfügung stellen. Drei Kapitel die – für sich genommen – schon äußerst interessant sind. „Jude, oder was?“ – kommt klar zum Ausdruck.

Widerstand oder Verrat?

Von etwa 1934 an wurde mir von den verschiedensten Seiten zugeflüstert, daß aus Haß gegen Hitler namhafte politische Persönlichkeiten und hohe Offiziere Auslandsverbindungen angeknüpft hätten. Wahrscheinlich glaubte man, gerade ich müßte mich über solche Kunde besonders freuen. Um so erstaunter war und ist man über meine Antwort, daß ich stets jeden abgelehnt hätte, der mit Fremd- oder später Feindhilfe etwas erreichen wollte. Selbstverständlich konnte man darüber anders denken.

Das muß der einzelne nach seinem Gewissen entscheiden. Ich bekam manches harte Wort wegen meines Standpunktes zu hören.

Jedenfalls traue ich mir zu, daß – wenn ich der festen Überzeugung von schwerster Gefahr für Deutschland durch Hitler gewesen wäre – ich Mittel und Wege gefunden hätte, ihn zusammen mit seinen engsten Mitarbeitern unter Einsatz des eigenen Lebens unschädlich zu machen. Gewiß hat es Zeitabschnitte gegeben, während derer aus mancherlei Gründen ein gewaltsamer Eingriff in die Geschichte besser unterblieben wäre; aber das dürfte nach meiner Auffassung keine Rechtfertigung für so langes Zögern sein.

Es war später im Internierungslager wirklich tiefbewegend, ausgerechnet hohe Offiziere, Beamte und auch besonders Diplomaten in der ganzen Armseligkeit ihrer Gesinnung und Haltung erkennen zu müssen, insbesondere wenn man daran dachte, welche Vorteile sie eingeheimst hatten!

Was schon früher gesagt ist, darf hier wiederholt werden: Ich habe von keinem der ehemaligen Reichsminister, Staatssekretäre, Führer der SS, SA und des Arbeitsdienstes ein einziges abfälliges Wort über Hitler gehört. Diese Feststellung möge nicht falsch verstanden werden. Diese Männer waren weder dumm noch blind oder taub, und sie hatten sicher vieles richtig wertend erkannt. Selbst bei Gesprächen über Grundfragen unserer eigenen Mitschuld wurde bewußt von den Fehlern und Schattenseiten Hitlers geschwiegen. Nur von seinen gesundheitlichen Störungen und deren Ursachen haben wir gesprochen.

Selbstverständlich kann man die Haltung dieser „Oberbelasteten“ anders auffassen als zum Beispiel ich. Das ändert dort und hier nichts. Mich hat sie als Zeichen einer anständigen Gesinnung beeindruckt und sich auf mich ausgewirkt. Eine Ausnahme war Schacht, der von seiner später veröffentlichten „Abrechnung mit Hitler“ vieles bei Gesprächen vorausberichtete. Besonders herzlich denke ich ofl an den früheren Reichspostminister Dr. Ohnesorge, der selbst Patient im Lagerhospital war und mir während einer schweren Erkrankung im Winter 1945/46 wochenlang die Hälfte seines Essens schenkte. Genauso denke ich an den Reichsarbeitsführer Hierl, diesen selten trefflichen Mann, mit dem ich später in Stuttgart auch noch in Verbindung stehen durfte. In guter Erinnerung ist mir unser erstes Gespräch, bei dem wir uns unter anderem mit der Persönlichkeit Ludendorfis befaßten, den wir beide – trotz mancher anderen Einstellung zu ihm – aufrichtig verehrten. Hierl, der als ehemaliger Reichswehroffizier die Entwicklung des Dritten Reiches und hauptsächlich auch der Wehrmacht genau kannte, hat mich über vieles mir bis dahin noch Unbekannte aufgeklärt. Hierl und ich waren der Überzeugung, daß der Zweite Weltkrieg nicht vorgeplant und auch die Aufrüstung bei dessen Beginn nicht abgeschlossen war.

Meinen persönlichen Eindruck von der Haltung vieler Widerständler, daß sie Hitler gar nicht aus sachlichen, sondern aus Gründen seiner Herkunft ablehnten („diesen Emporkömmling haben wir noch nie leiden können“), bestätigte Hierl. Vor allem lag mir viel daran, ihm klarzumachen, wie ich als damals „Geächteter der Nation“ sicher völlig unbeeinflußt die Entwicklung in der Wehrmacht beobachtet hatte, was durch die Ereignisse nachher weitgehend bestätigt wurde.

An der Tapferkeit vieler Generale vor dem Feind habe ich nie gezweifelt, aber um so mehr an ihrem Bürgermut. Jedenfalls war und ist es würdelos, das Versagen von Offizieren in dieser Hinsicht auch als Schuld Hitlers werten zu wollen. Und wenn schon, haben sie, die nachher von „Kriegswahnsinn“ sprachen, nicht die Verpflichtung auf Grund ihrer soldatischen Überlieferung gehabt – ohne Rücksicht auf sich selbst – den „halbgebildeten Eindringling“ rechtzeitig auszuschalten, da sie ja schon längst den furchtbaren Schaden durch ihn angeblich erkannt hatten? Im übrigen hat es viele Offiziere gegeben, denen Fahneneid und Deutschland über allem standen, die dann aber nicht wie ein Teil ihrer hohen Vorgesetzten im Lager herablassend und verächtlich höhnten: „Ja, Ihr Nazis!“ In diesem Zusammenhang sagte ich Hierl und anderen gewesenen Ministern immer wieder, daß vielleicht eine spätere Zeit erst richtig erkennt, was Hitler vor der Zerrüttung seiner Gesundheit als Verpflichtung vorausgesehen hat, aber durch den Krieg und seinen Ausgang nicht erfüllen konnte; den Widerstand gegen all das, was uns, Europa und die Welt, heute bedroht. Ich bin auch jetzt noch der Überzeugung, daß er lange Zeit gar nicht an Krieg gedacht hat, weil andere große Aufgaben vor ihm lagen und ihn erfüllten.

Da meine Mutter und ich manches Mal traumhafte Sichten und Vorahnungen hatten, die tatsächlich eintrafen, war ich seit 1939 der Meinung, daß Hitler damals ähnlich erkannte: eine unheimliche Waffenbedrohung Deutschlands durch die uns feindlichen Mächte. Schon lange vor dem Dritten Reich hatte auf mir das Gefühl nur eines Waffenstillstandes gelastet; denn Friedensbringer waren die Pariser Verträge nicht. Gerade deshalb auch meine Zugehörigkeit zur „Schwarzen Reichswehr“. Und – das verstand Hierl besonders gut – waren für mich Turnen, Sorge für die Turnerjugend, Teilnahme an sportärztlichen Lehrgängen im Grunde nichts anderes als die Erfüllung eines inneren Befehls, der neben der Erkenntnis von dringenden Notwendigkeiten für die Volksgesundheit auf einer Ahnung von kriegerischen Auseinandersetzungen beruhte.

Wenn man am Spätabend seines Lebens Rückschau hält, kann es nur ein ehrlicher Bericht sein. Aber es muß bei aller Gefahr einer Mißdeutung gesagt werden, daß ich von 1933 an, als in den ersten Monaten nach der Machtübernahme schon die jüdischen Sprecher den heiligen Krieg gegen Deutschland ankündigten, einen weltweiten Waffengang mit dem Ziel der Vernichtung für unvermeidlich ansah. Deshalb auch mein Verständnis für die damalige Wiederaufrüstung, die heute vielfach völlig falsch als nur auf Massenmord gezielt beurteilt wird.

Wie schwer die innere Lage mit all dem Verrat schon seit 1936 war, erfuhr ich später von meinem getreuen Kameraden Dr. Ohnesorge. Seit dem erwähnten Jahr konnte keine Vollsitzung des Reichskabinetts mehr abgehalten werden, da über alle vertraulichen Gespräche vom Mittag bereits in den Abendsendungen des englischen Rundfunks genau und richtig berichtet wurde. Übrigens hat sich bekanntlich ein Ministerialdirektor des Auswärtigen Amtes später vor einer Spruchkammer dessen gerühmt und wurde dadurch als unbelastet gefeiert.

Ich war schon damals – und sagte das auch Göring – immer mehr von der Sorge wegen eines neuen Großkrieges erfüllt.

Eine gute Bekannte wollte mich etwa im Jahre 1938 mit dem Hinweis trösten, die Juden würden bestimmt alles tun, um Hitler zu beseitigen und Deutschland auf die Knie zu zwingen, dann sei meine Lebenslage auch wieder besser. Ich erwiderte ihr: „Um diesen Preis nicht!“ – Und darauf sie: „Gibt es wohl noch mehr solcher Narren wie Sie?“ – Dies sei nur nebenbei erwähnt, wenn mir auch das Gespräch nach 1945 als schwere Belastung bitter bekommen ist.

Die Kriegsschuld und die Verschwörung

Es liegt mir daran, dazu beizutragen, daß das Gerede von der Alleinschuld Hitlers und Deutschlands am Ausbruch des Krieges aufhört. Darüber haben wir viele Lagergespräche geführt.

Hierl gab vor allem der Sowjetunion die Schuld. Bei den Nürnberger Prozessen hat man in blindem Haß zweifellos falsch be- und geurteilt. Erfreulicherweise ist das inzwischen weltweit so erkannt worden.

Göring war seiner ganzen Art nach frei von kaltblütiger Kriegsplanung, und Hitler hätte den Polen gegenüber ganz andere Bedingungen gestellt, wenn er die ihm angelasteten Vorhaben unbedingt hätte verwirklichen wollen. Aber wahrscheinlich ist durch das Verhalten der Großmächte in der kritischen Augustzeit 1939 deren vermutlich erst für 1940 oder 1941 vorgesehenes Eingreifen klarer denn zuvor als lebensbedrohliche Gefahr in Erscheinung getreten. Wir sollten uns ganz ehrlich verdeutlichen, welche Vorwürfe man Hitler bei einem weiteren Zuwarten gemacht haben würde, wenn die andere Seite mit ganzer Macht ein oder zwei Jahre später einen Überraschungskrieg vom Zaun gebrochen hätte!

Hierl hat übrigens 1941 Hitler offen – aus seiner Sicht als alter Generalstäbler – seine Sorgen um den möglichen Ausgang des Krieges gesagt. Leider sind seine Befürchtungen Wirklichkeit geworden. Sein trotzdem so mannhafles Mitdurchhalten hat mich auch viel später noch tief beeindruckt. Ich konnte verstehen, daß ein Mann wie er einen Anschlag auf Hitlers Leben verurteilen mußte. Bei aller Achtung vor der Gesinnung eines Teils der Verschwörer lehnte er wie ich ihr Vorgehen aus innerster Überzeugung ab.

Im Lager vermutete man überdies, daß nicht zuletzt der „plebejische Volkstribun“ von den „Patriziern“ nach jahrelangem Zögern hätte umgebracht werden sollen. Und nochmals, ich habe keinerlei Verständnis dafür – bis heute nicht! – daß man eine Aktenmappe mit einer Bombe hinstellt und dann wieder verschwindet. Wenn sich der Täter unmittelbar neben Hitler mit seiner Mappe aufgehalten hätte, dann wären die weiteren Opfer im Bunker eher zu verantworten gewesen. Die Mehrzahl der Männer aus der Führungsspitze des Dritten Reiches, die mit mir im Lager interniert war, hat mit aufrechtem Gesamtverhalten in der Frage der Mitschuld wesentlich anders gewirkt.

Ich selbst hatte Gelegenheit genug, als Kamerad, Arzt, Hilfsseelsorger und Mitkranker diese Männer genau kennenzulernen. Übrigens dachten manche amerikanischen Offiziere über den 20. Juli ähnlich.

Die Mitwisser , „Ja, sind denn das nicht die mutmaßlichen Mörder der Juden, von denen du da gut sprichst?“ könnte man mich mit Recht fragen. – Es war beinahe selbstverständlich, daß in den Lagern und Gefängnissen gerade von Kameraden, die in bestem Wollen mit sich selbst ins Gericht gingen und sich über ihre Mitverantwortung Gedanken machten, besonders Aussprachen auch mit mir gesucht wurden. Wir haben es uns mit der Wahrheitsfindung wirklich nicht leicht gemacht. Das böse Spiel mit sechs Millionen Toter wurde jedoch von uns allen als würdelos und überflüssig abgelehnt. Andererseits waren auch die einst maßgeblichen Männer – und das nicht etwa, um sich aus einem Schuldbereich herauszubringen – der Überzeugung, daß unter „Endlösung“ nie Ausrottung, sondern erzwungene Auswanderung zu verstehen gewesen ist und auch so verstanden wurde. Zunächst war – wie bekannt – an eine Verschickung nach Madagaskar gedacht, weil alle Großmächte nur in beschränktem Umfang Juden aufnehmen wollten; erst später – sozusagen als Maßnahme im Kriege – an eine solche in Arbeitslager im Osten.

Wer dann die Vernichtung wirklich befohlen hat, konnte auch von diesem Kreis Wissender nicht geklärt werden. Jedenfalls ist das bis heute auch noch nicht einwandfrei klar. Sicher ist nur, daß Himmler im Herbst 1944 weiteren Mord verboten hat, so daß man bestenfalls daraus schließen kann, er müsse ihn auch angeordnet haben. Seit der Lagerzeit habe ich noch von keinem Beweis über eine andere Auslegung gehört.

Alles was über die Zahl der Mittäter damals und heute gesagt und geschrieben worden ist, beruht nur auf Vermutungen. In einem Punkt hatte ich auf Grund meiner Erlebnisse eine eigene Meinung. Das ist die Frage, ob tatsächlich im deutschen Volk so wenig Leute etwas Sicheres gewußt oder von dem Furchtbaren zumindest gehört hatten. Zweifellos waren viele durch das Kriegsgeschehen an der Front und in der Heimat anderweitig voll ausgelastet und auch abgestumpft gegen fremdes Leid.

Wenn ich durch die Mitarbeit bei der Betreuung der nichtarischen Christen auch von Verschickungen und der damit verbundenen entsetzlichen Not sicher mehr erfuhr als Fernerstehende, war ich doch oft erstaunt über das Wissen in weiten Bevölkerungskreisen, wobei allerdings niemand an eine Vernichtung dachte. Gewiß hat das Abhören von Feindsendern hierbei eine Rolle gespielt.

Bei mir entwickelte sich vor allem ein furchtbarer Haß gegen das Ausland und die Weltjudenheit, weil ich nun seit 1933 ständig miterlebt hatte, wie vergeblich alles Bitten und Betteln um umfangreiche und wirkungsvolle Hilfe in der sich immer deutlicher abzeichnenden Gefahr war. Und selbst die ansonsten von mir so geliebten Schweizer haben in dieser Sache ihr Brusttuch erheblich befleckt. Darüber hinaus muß aber hier noch etwas mit aller Deutlichkeit gesagt werden, auch wenn es uns, die nichtarischen Christen, nicht unmittelbar betrifft; denn die Organisationen der deutschen Juden wollten offensichtlich mit uns nie zu tun haben: Es ist eine Unverfrorenheit sondergleichen von seiten der einst im Ausland gewesenen Juden, den Frauen und Männern an den Spitzen dieser Organisationen nachträglich Vorwürfe wegen ihres Verhaltens im Reich nach 1933 zu machen. Die meisten zeigten auch in schwierigster und aussichtslosester Lage vorbildliche Tapferkeit und Würde. Diejenigen aber, die damals nicht im Lande waren, sollten lieber an ihr eigenes folgenschweres Versäumen denken. – Auch das mußte einmal gesagt werden!

Aber nun zurück zu dem Mitwissen im deutschen Volk, das bis heute von allen Seiten bestritten wird. Wie schon berichtet, hatte ich selbst von Gegnern des Nationalsozialismus gehört, daß angeblich aus toten Juden Seife hergestellt werden würde.

Beim SD hatte ich mich offen danach erkundigt. Seit 1943 war ich sehr hellhörig für Mitteilungen über die Vernichtung von Juden geworden. Immer wieder hatte ich von den verschiedensten Seiten darüber etwas erfahren. Nachher sah es dann so aus, als ob ich der einzige Mensch neben meinen ehemaligen SD-Kameraden gewesen sei, der manches gewußt und noch mehr geahnt hatte.

In solchen Zusammenhängen taucht zwangsläufig immer wieder die Frage an mich auf: „Warum sind Sie dann dennoch treu geblieben?“ – Eine solche Treue kann niemals eine Frage der Vernunft sein, sowenig sich mein Glaube rein verstandesmäßig nach dem Verhalten der Kirche, Pfarrer und Mitchristen richtet.

Man hat mir ja, wie bekannt, manchmal übersteigertes Deutschbewußtsein vorgeworfen, ebenso auch zu betontes Christsein.

Nehmen wir ruhig einmal an, das sei so gewesen, oder vielleicht ist es noch so? Ich weiß es nicht, aber idch weiß, daß mein Glaube und die innige Verbundenheit mit Volk und Vaterland in Glück und Not, in Freud und Leid eine Gottesgabe waren und sind, für die ich täglich dankbar bin.

Ich hatte immer ein schweres Schicksal zu tragen und versucht, es nicht zu schleppen. Aber ich habe nie einen Zwang auf mich ausüben lassen, auch nicht, als ich Mitwisser solchen Mordens wurde. Hier stand ich nun in der Tat zwischen beiden Völkern; denn ich hatte mitzuleiden mit den Blutopfern an den Kampffronten und in den Todeslagern. – Offengestanden war es mir aber gleichgültig, wie meine Haltung von anderen Menschen beurteilt wurde. Aus der Tiefe des Seins erreichte es mich wie ein Befehl, möglichst viel verhindern und mildern Zu sollen – aber auch verantwortungsbewußt etwaige Schuld mitzutragen. Man muß den Mut zur Wahrheit haben und nicht verlegen durch Vorschützen von Erinnerungslücken schweigen. Nur das kann ein gutes Erbe für unsere Jugend sein, die in sich oft schwer um Vergangenes und Gegenwärtiges ringt.

Immer wieder hört und liest man von der angeblichen Stille, die sich über die „]udenfrage“ in der Bundesrepublik auftut. – Zunächst muß man – das kann nicht oft und deutlich genug gesagt werden – die Entwicklung nicht zeitlich rückwärts von den Verbrechen einer kleinen Schar Grausamer oder Triebenthemmter her, sondern in ihrem zeitlichen Werdegang werten.

Es gibt keine deutsche Alleinschuld am Zweiten Weltkrieg und keine solche an dem furchtbaren Weg vieler Juden in die Hände ihrer Mörder. Die unmittelbaren Zeugen des Gesamtgeschehens

sterben bald vollends aus, und deshalb sollten sie sich rasch überlegen, ob und was sie noch zu den Darstellungen mancher sogenannter Geschichtsforscher und Meinungsmacher vorzubringen haben.

Es geht dabei nicht um „Persilscheine“ für den Nationalsozialismus, sondern um bescheidene Beiträge zu dem für uns alle so schweren Suchen nach Wahrheit und Ehrlichkeit. Dabei hat man die Pflicht zu überdenken, was wirklich war!

Schuld und Schicksal

Vor vielen Jahren las ich ein mich besonders bewegendes Wort von Friedrich Ludwig Jahn: „Den Deutschen kann nur durch Deutsche geholfen werden, fremde Völker bringen uns immer tiefer ins Verderben.“ – Und im Frühjahr 1912 fand ich in der damals sehr geschätzten Zeitschrift „Kunstwart“ den Aufsatz eines Moritz Goldstein, der mir jungen Kandidaten der Medizin nach vielen sorgenerfüllenden Eindrücken in zwei Berlin-Semestern eine neue schwere seelische Belastung mit folgenden Sätzen brachte: „Wir Juden verwalten den geistigen Besitz eines Volkes, das uns die Berechtigung und die Fähigkeit dazu abspricht. Diese in solcher scharfen Formulierung ungeheuerliche Tatsache, die Juden ebenso wie Nichtjuden das Blut aufregen muß, fordert unerbittlich zu Maßregeln auf. Dieser Konflikt muß auf irgendeine Weise gelöst werden. Niemand bezweifelt im Ernst die Macht, die die Juden in der Presse besitzen.“ Also Schicksal und Schuld, Unrecht des Antijudaismus auch durch jüdisches Mitverschulden. Mit Irrtum, Wahn und Lüge führt aber kein Weg aus dem Teufelskreis heraus zu wertbeständiger Achtung voreinander über alles von Natur aus Trennende hinweg, dessen mahnende Grenzen immer beiderseits beachtet werden müssen. Jahn und Goldstein seien ergänzt durch Shakespeare: „Ida tu’ das Üble, schrei’ dann selbst zuerst – das Unheil, das ich selber angerichtet, leg’ ich dem andern dann zur Last.“ Während der Niederschrift dieses Rückblicks hatte ich Gelegenheit, mit vertrauenswürdigen Menschen über solche Überlegungen zu sprechen. Dabei erfuhr ich nicht etwa von „Betroffenen“ wesentliche Einzelheiten über ein zunehmendes Ausmaß von offenen und verborgenen Spannungen zwischen Juden und ihren Wirtsvölkern in England, den USA und Kanada. Die Gewährsleute dafür waren ganz unabhängig voneinander von banger Sorge erfüllt. Eine sehr ernst zu nehmende Frau wies dann noch auf viel Unbekanntes in dem Verhältnis der Israelis zu den Arabern hin. Mögen all die Befürchtungen, die mir gegenüber geäußert wurden und wie sie ähnlich von Jugend auf immer wieder schwer auf mir lasteten, nicht noch einmal zu furchtbarem Erleben sonstwo in der Welt oder bei uns führen. Ehrlich besorgt habe ich schon in der ersten Spruchkammerverhandlung 1947 darüber gesprochen. Und immer wieder denke ich in solchen Zusammenhängen an die Schlußworte eines offenen Briefes, den Walther Rathenau am 10. November 1918 an einen ausschlaggebenden Berater des Präsidenten Wilson geschrieben hat: „Die Menschheit trägt gemeinsame Verantwortung. Jeder Mensch ist für das Schicksal jedes Menschen verantwortlich, für das Schicksal jeder Nation.“ Es wäre auch hierbei Pflicht, an das zu denken, was man anderen Menschen, die ebenfalls in ihrer Bindung an Volk und Glauben fest geblieben sind, mit weltweiter Hetze und zehntausend Prozessen angetan hat. Das soll beiderseits keine willkürliche Gesamtentlastung bedeuten. Es ist so leicht, bei Juden wie Nationalsozialisten nachher überheblich zu verurteilen, was in der jeweiligen Lage getan worden ist. Nicht von ungefähr steht geschrieben: „Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet.“ – Es ist so leicht, nachher Steine zu werfen und zu brüllen: „Ich hätte . . .“ oder „Ich hätte nicht . . .“ Das erinnert mich auch an das schon erwähnte Gerede mancher Pfarrer in den Internierungslagern der Siegermächte von unserer Schuld. Und heute erfahren sie selbst von ihrer Schuld am Tiefstand kirchlichen Lebens. Es hat wohl jeder genug mit eigener Schuld zu tun! Zumindest sollte man sich nur gerecht um die Schuld anderer kümmern, aber stets im Bewußtsein eigener Fehler. Die Kunde davon möge man jedem so ehrenwerten und gewissensreinen Mitglied des „Weltbundes der Selbstgerechten“ zur Kenntnis bringen oder noch besser, sie in ihr dickes Fell, unter dem andere Menschen ein warmes Herz verspüren, einbrennen. Und alle miteinander sollten wir nie vergessen: „Wir steh’n vor Gott im Bunde und teilen Recht und Schuld.“ Im Verlauf einer Unterredung mit Göring kam die Sprache auch auf Rathenau, den er insgesamt so gerecht wie etwa im Jahre 1931/32 Gregor Strasser ihn im Hause Winnig in Potsdam wertete; während Winnig selbst mehr die Schatten des Wesens von Rathenau sah. Göring war der Meinung, Leute wie Rathenau und andere dieser Art, habe er im Auge gehabt, als er von der Aufnahme von Juden in die deutsche Volksgemeinschaft gesprochen habe. Und dann fügte er hinzu: „Es wäre mir in diesem Zusammenhang völlig gleichgültig, ob einer religiös Jude oder Christ sein will. Eine Beurteilung danach dürfte es nicht geben. Wichtig ist nur: Ein bedingungsloses Ja zu Deutschland – oder ein klares Nein!“ Dann fragte er mich: „Haben Sie sich auch schon genau überlegt, was Rathenau wohl von Ihrem Weg zum Nationalsozialismus denken oder sagen würde?“ Ich holte zu einer längeren Antwort aus: „Herr Reichsmarschall, das hat mich oft umgetrieben! Rathenau hätte sich bestimmt bemüht, mich zu verstehen. Ob es ganz dazu gekommen wäre, weiß ich nicht. Vaterländisch bestimmt; denn er ist ja nach Kriegsende auch um der Rettung Deutschlands willen über sich selbst hinausgewachsen. Ich weiß um sein inneres Gespaltensein in wesentlichen Lebensdingen, aber auch um seine wahre Größe.

Nicht oft ist das Wesen eines Menschen so in kleinste Bestandteile zerlegt worden wie bei ihm durch Feinde und Freunde oder wenigstens hat man es zu tun versucht. Rathenau hat sich viel mit sozialen Reformen beschäftigt, aber es fehlte ihm irgendwie die innere Volksverbundenheit, nicht aus Absicht, sondern mehr durch Nicht-überwinden-können einer gewissen Zurückhaltung. Vielleicht hätte er als Jüngerer viel durch ein paar Jahre Frontdienst in dieser Hinsicht gelernt und wäre zutiefst in sich zu einem echten Gleichklang gekommen. Seine Worte ‚An Deutschlands Jugend‘ (1918) könnten auch andererseits von einem Nationalsozialisten nicht inniger und gläubiger geschrieben werden. Rathenau wäre fähig gewesen, sich in meine Gedanken abseits von unserem persönlichen Schicksal zu vertiefen, aber er hätte bei anderer Einstellung niemals Steine der Verachtung nach mir geworfen. Ich bin schon an der Ruhestätte der Familie Rathenau gestanden, aber auch an dem Gedenkstein für seine Mörder Fischer und Kern auf dem Friedhof in Saaleck. Gelten die Worte auf dem Stein dort nicht gerade auch für Rathenau selbst: ‚Tu was du mußt. Sieg oder stirb und laß Gott die Entscheidung‘.“ – Göring antwortete nur: „Ihr beide seid auch Wanderer zwischen zwei Welten.“ Dann fuhr ich fort: „Herr Reichsmarschall, vielleicht nicht nur Wanderer, sondern auch Kämpfer.“ – Jedenfalls hat Göring klar erkannt, wie Rathenau noch viel mehr für das Ganze hätte leisten können, wenn er ohne die seelische Last von Jugend auf innerlich freier gewesen wäre.

Und an mir hat Göring sich gefreut, als ich nach der Zurückweisung einer für mich möglich gewesenen Vergünstigung Gärtner wurde. Sicher war er irgendwie beeindruckt von meiner – wie er mir einmal durch einen höheren HJ-Führer sagen ließ – „sanften Sturheit“.

Blut und Boden“

Im Internierungslager kam ich aus ärztlichen Gründen auch mit dem inzwischen verstorbenen damaligen Reichsbauernführer Walter Darré in Berührung und war gerade bei ihm besonders gespannt darauf, ihn näher kennenzulernen. Das hatte folgenden Grund: Rathenau war, wenn er sich selbst auch gar nicht dazu eignete oder zu eignen schien, überzeugt davon, daß die Juden vom Asphalt der Großstädte weg zu einfachen Berufen auf dem Lande, insbesondere zu Bauern, Handwerkern und Gärtnern – und das abseits von allem Handel – zurückfinden müßten, und zwar möglichst auf eigenem Heimatboden. Allerdings hatte Rathenau an die Zionisten, die in Palästina aufzubauen begannen, harte Absagen erteilt; aber dennoch waren diese Wehrbauern doch die erwünschte Verkörperung dessen, was man später – oft bis heute verhöhnt und geschmäht – unter „Blut-und-Boden-Mythos“ verstand.

Ich wußte von den schweren Auseinandersetzungen, die Darré mit Hitler und Himmler gehabt hatte, und war froh, mir nun selbst auch ein Urteil bilden zu können. Vorher hatte mir noch Dr. Ohnesorge erzählt, Darré sei in besonders schmählicher Weise entlassen worden. Ley, als „Schirmherr der groß-städtischen Arbeitermassen“, habe ihn verständnislos bekämpft. Auch mit Himmler hatte sich Darré offenbar entzweit und den ihm verliehenen Ehrendegen der SS zurückgesandt.

Insgesamt machte Darré einen sehr guten Eindruck auf mich. Ich möchte nicht falsch verstanden werden, wenn ich sage, er sei ein „Herr“ im allerbesten Sinne des Wortes gewesen – und zwar ohne alle Überheblichkeit.

Auch Darré brachte kein krummes Wort über Hitler und andere, obwohl sie ihn offenbar schwer gekränkt hatten, vor. Wir saßen in mancher Abendstunde zusammen und sprachen miteinander. Darré freute sich natürlich über meine Begeisterung für wahres Bauerntum, meine Liebe zum Durchstreifen der Heimat ohne Fernweh, meine Erlebnisse als Gärtner und Landhelfer, meinen Stolz, mit Pferden gerade Furchen pflügen zu können, die Bewährung als Schwerarbeiter beim Wasserleitungsbau in der Nähe von Goslar und die im Rahmen der Lagerfortbildung gut bestandene Prüfung als Siedler und Kleingärtner.

Als ich später mit einem amerikanischen Oberleutnant, dessen Großeltern schon aus Deutschland ausgewandert waren, mich über Darré unterhielt und von all dem Spott erzählte, lachte er: „Wie würden die gleichen Leute heucheln, wenn wir ihnen von unserem ‚The blood and the land nexus‘, dem atlantischen Gegenstück von ‚Blut und Boden‘ erzählen würden?“ – Völlig unabhängig voneinander kamen der Ami-Offizier und Darré auf die Israelis in Palästina zu sprechen. Daran habe ich oft gedacht, weil Darré als Urgermane und der judenstämmige Amerikaner in vieler Hinsicht gleicher Meinung waren. Man kann sagen: „Die Wahrheit von heute ist der Irrtum von morgen“ – oder auch umgekehrt! – All das bewegte mich jetzt wieder besonders, als ich bei der Niederschrift von neuen Maßnahmen dieser Art in Israel las.

Auch wird von der „naiven Unschuld vieler Zionisten“ gesprochen, die völlig blind gegenüber der Möglichkeit, daß es einen arabischen Nationalismus geben könne, gewesen seien. Den frühen Pionieren wird fahrlässige Gutgläubigkeit zugestanden. In zwanzig Jahren Krieg hat sich aber zionistische Erlösungsschwärmerei mit unduldsamer Gewalt verbunden. – So ist offenbar vieles von dem Hunger nach Freiheit und Gerechtigkeit im Getriebe des Zusammenlebens dahingegangen. Aber auch die Not, die man über die Araber Palästinas gebracht hat, war und ist ein hart mahnendes Erbe.

In diesem Zusammenhang ist nur wichtig, daß wider Erwarten Gedanken und Hoffnungen vieler Menschen, unter ihnen Rathenau, Darré, der Ami-Oberleutnant und ich, auf einen Staat mit der tatsächlichen Verwirklichung einer „Blut-und-Boden“Bewegung doch keine echte Erfüllung finden können. Auch das Gefüge der Kibbuzim ändert sich im Wandel der Zeit. Letztlich weiß man nicht, ob der innere und äußere Aufbau eines Staates Israel innerhalb eines großen, rechtzeitig zur Verfügung gestellten anderen Gebietes nicht vielen Menschen das Leben gerettet haben würde. Vielleicht hätte ohne das große Unrecht an den Arabern mehr Segen und Frieden auf einer solchen Heimat aller Israelis gelegen. Aber man wollte in weiten Teilen der Welt ja nichts – oder möglichst wenig – für sie tun und ist sich bis heute der großen Mitschuld gar nicht bewußt – oder will sie nicht zugeben.

Offenbar ist es durch die Verstädterung und Industrialisierung nicht einmal in jungen Staatsgebilden mehr möglich, einen durch und durch gesunden Bauernstand als Grundlage des Ganzen zu erhalten. Wir wissen ja aus eigenster Erfahrung über die damit verbundene Minderung des Gleichgewichts zwischen Land- und Stadtbevölkerung Bescheid. Noch vor ein paar Jahrzehnten durften wir überzeugt sein, daß ein fester Stamm kleinerer und mittlerer Bauern der beste Schutz gegen soziale Störungen ist. Rathenau, Darré, die israelischen Wehrbauern und viele Deutsche glaubten an die Wahrheit und Bedeutung der im „Blut-und-Boden“-Gedanken zum Ausdruck gebrachten Lebensform. Vielleicht kehren einmal unsere Enkel auf harten Umwegen und durch bittere Erfahrung zu dem zurück, was in den letzten fünfzig Jahren von angeblich verblendeten und geistig armen, in Wahrheit aber innerlich gesünderen Menschen erhofft worden ist.  (Quelle: Dr.Dr. Erwin Goldmann „Zwischen zwei Völkern – ein Rückblick“)

Und nun – wenn Sie denn bis hierhin gelesen haben – frage ich Sie: Wissen Sie noch über die Geschichte Bescheid?  Glauben Sie noch an all die Märchen, die uns – seit dem Entfernen unserer alten Märchenbücher – aufgetischt werden?  Ist Jude wirklich Jude? Was bezweckt dieser Rabbiner – vom Anfang des Artikels – mit seinen Aussagen? Möchte er einfach wieder die Juden als „rechtzeitig auf dem richtigen Weg“ kennzeichnen? Ehrlich kann er es ja kaum gemeint haben, sonst hätte er anstatt die „Migration“ als böse Ursache, das Lügen der beteiligten Juden benannt. Denn ohne die Lügen über die Geschichte würde sich kein Volk freiwillig die Migration gefallen lassen!

Denken Sie bitte selbst nach!  Lassen Sie sich nicht durch Medien (in jüdischer Hand) beeinflussen! Logik hilft uns Menschen, die Welt, die Natur zu verstehen. Denken Sie logisch, und es wird alles gut werden!