Gesetzlicher Tierschutz im Deutschen Reich

Oh je, welch ein böses Thema hat sich Yi Han (Er studierte ab 2001 Jura in Peking und erhielt dort das Diplom der China-Universität für Politik- und Rechtswissenschaft. Nach dem Magisterabschluss und der Promotion an den Universitäten Hamburg und Köln lehrt er nun in Shanghai an der Ostchinesischen Universität für Politik- und Rechtswissenschaft) für seine Dissertation nur ausgesucht?

Es muß ein furchtbares Thema sein, wenn die Wächter der „Unkultur“ in der BRD die „kalte Zensur“ anwenden.  „Kalte Zensur“?  Ach Sie wissen nicht, was das ist?

Erinnern Sie sich an ein Buch des Instituts für Zeitgeschichte – „Die Kommandanturbefehle des KL Auschwitz„?  Dieses Buch konnte ja schlecht verboten werden, wenn es vom Steuerzahler finanziert und von einem BRD-Institut herausgegeben wird. Also wendet man die „kalte Zensur“ an – das Buch wird zu einem so unverschämt hohen Preis (140€) im Handel angeboten, daß kein normaler Mensch es kaufen würde. (Natürlich sind wir „bösen“ Nationalsozialisten keine „normalen“ Menschen…)

Aber zurück zum Tierschutz. Was denken Sie – als mündige Bürger – wenn Sie folgendes Bild anschauen?

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Natürlich sind es alles nur Verschwörungstheorien, wenn behauptet wird, hier sollen die Menschen davon abgehalten werden, sich mit Fakten auseinanderzusetzen. Seien Sie ehrlich: Würden Sie, wenn Sie sich für Tierschutz interessieren, ein Buch kaufen was über 100 € kostet?  Wenn Ihre ehrliche Antwort „Nein“ lautet, haben Sie sich die Frage beantwortet „Was ist kalte Zensur“!

Und bevor ich dazu übergehe, Ihnen Auszüge aus dem Buch zu präsentieren, möchte ich Sie noch etwas fragen. Wenn doch die „bösen 12 Jahre“ am besten geschichtlich erforscht sind, wenn alle „Greueltaten“ dokumentiert, kriminalistisch beweisbar und wissenschaftlich erklärbar sind, warum gibt es nicht so gute Bücher – wie das hier vorliegende – über all das behauptete Übel?  Der Autor hat so akribisch alle Aussagen in Fußnoten nachgewiesen, daß ich Ihnen diese hier erspare. Wer glaubt, wir Anständigen hätten es nötig, Fakten zu unterschlagen, soll sich das Buch bitte im Handel kaufen und nachsehen.

Ich danke Yi Han von Herzen für seine umfangreichen Recherchen, die überwältigende Arbeit und präzise Ausführung. Wenn wir im Deutschen Volk eine Vielzahl solcher aufrichtigen Wissenschaftler hätten, wie es uns ein Chinese vormachen muß, wäre den dunklen Mächten hier längst das Handwerk gelegt!  Wenn Sie „BILD-Zeitungs“- gebildet sind, erschließt es sich Ihnen nicht, daß es anständige Chinesen (wie in jedem Volk) gibt. Die Anständigen – aus allen Völkern – sollten sich zusammen tun!

(Hier veröffentlichte Seiten: 455-475 komplett und 522-539 in Auszügen)

ll. Rechtspolitische Beweggründe

Letztere Rechtsvergleichung von Adolf war keine Neuigkeit seit 1933.

l. Grundlegung in der Anschauung des Volkes

Stattdessen brachte schon A. Mendelssohn-Bartholdy 1905 zum Ausdruck:

a) „Völkische“ Gruppierung

Die Tierquälereinorm der romanischen Völker ist materialistisch, die der englisch-amerikanischen, der skandinavischen Staaten spiritualistisch.

Materialistisch ist an jener schon die Unfreiheit des Gesetzgebers gegenüber dem Begriff ‚Sache‘. Das Tier ist eine ‚Sache‘. […] Und wenn die Sache im Recht eines Menschen steht, so bedeutet sie einen Vermögenswert, einen wirtschaftlichen Wert für ihn, für den Staat; und dann straft der Staat ihre Verletzung, die Minderung des Wertes. […]

Spiritualistisch ist ein Strafrecht, wenn es die Erwägungen wirtschaftlicher Art schweigen läßt und mit seinen Normen die sittliche Gesinnung, das natürliche Rechtsgefühl im Volk, unter den Bewohnern des Landes zu schützen und zu befestigen sucht.

Und der deutsche § 360 Nr. 13 RStGB „ist eine Halbheit, ein Kompromiß, mit dem man in einer Übergangszeit zufrieden sein kann. Auf die Dauer kann sich der Gesetzgeber nicht zu ihm bekennen. Er muß zwischen den beiden Typen, den extremen Typen wählen, nämlich „hierhin die Norm, deren Grund und Zweck die Förderung wirtschaftlichen Wohlstandes und äußerer öffentlicher Ordnung ist, und dorthin die andere, die der Kultur des Volkes dient, den gesunden sittlichen Charakter in ihm schützen und stärken will, hierhin die materialistische und dorthin die spiritualistische Norm, dann hängt die endliche Wahl nur noch vom Kulturstand des Gesetzgebers selbst und seines Volkes ab.

b) „Arisch-arteigene“ Mensch-Tier-Beziehung

Doch nicht erst diese Aufforderung ließ den Tierschutz als „Bestandteil der Weltanschauung dieses Volkes bzw. „Ausdruck des rassischen Empfindens und Denkens“ erscheinen. In der Tat hatte Ignaz Bregenzer schon 1894 eine umfassende ethnologisch-geschichtliche Forschung angestellt. Da hieß es u. a.:

Die höchste Kulturstufe bedingt auch den Grad der – nicht intensivsten, aber gerechtesten und auf die meisten Thierklassen ausgedehnten – Thierliebe. Wir wundern uns daher nicht, sie be[i] den Indogermanen […] besonders gut vertreten zu sehen. […] Was das alte Indien betrifft, so darf ich auf das zu § 11, III. Bemerkte verweisen und will nur noch an Kâlidâsas Çakuntalâ sowie an die Sage von Usinar im Mahabharata erinnern. […] Der Perser der Gegenwart, der von Natur grausam ist, behandelt die Thiere mit mehr Nachsicht als die Menschen. Das Kamel wird von den Nomaden Mittelasiens mehr als irgend ein anderes Hausthier gepriesen und fast bis zur Anbetung geliebt. Germanische Völker haben den Ruhm, die Initiative zur modernen Thierschutzbewegung ergriffen zu haben, besonders in England, Deutschland und Nordamerika. In diesen Ländern ist Liebe zu den Hausthieren bei höheren und niederen Ständen verbreitet. Für Deutschlands frühere Zeiten wird sie – die schon durch den Nationalcharakter verbürgt ist – ausdrücklich bezeugt durch viele Thiemärchen und Fabeln“.

Letztere Aussage belegte Reichsjustizministerialrat Fritz Grau 1935 mit folgenden Beispielen:

Auch unseren germanischen Vorfahren war der Tierschutzgedanke nicht fremd.

Zwar gab es bei ihnen, wie überhaupt damals, weder Gesetz noch Verordnungen, die das Tier schützten. Wir wissen aber, daß die Germanen schon frühzeitig sorgsam gepflegte Haustiere hatten. Die Viehzucht bestimmte ihre Wirtschaft; sie waren Viehbauern. Schon Tacitus erzählt, daß ihre Herden ihr einziger und liebster Besitz seien. Sie waren es auch, die zum ersten Male das Wildpferd zähmten, wie wir aus alten Trensenfunden wissen. Besonders gepflegte lange Mähnen und Schweife der Pferde waren ihr Stolz. In alten Heldenliedern hören wir von der innigen Verbundenheit zwischen dem germanischen Krieger und seinem Streitroß; es bestand zwischen ihnen ein wahrer Freundschaftsbund für Kampf und Sieg, für Not und Tod.

Auch mit dem Götterglauben der Germanen waren die Tiere eng verbunden. Odin ritt auf einem achttüßigen Hengst, die Walküren entführten den gefallenen Helden auf ihrem Roß nach Walhall; Donar fuhr auf einem von zwei Böcken gezogenen Wagen. Ein alter Zauberspruch schildert, wie Odin mit einem anderen Gott durch den Wald reitet und dessen Pferd, das sich den Fuß verrenkt hat, zauberkräftig bespricht und heilt. Das bedeutendste auf uns überkommene heilige Gerät ist der Sonnenwagen, der auf der Insel Seeland gefunden wurde: ein Bronzepferd zieht eine mit Gold plattierte und reich geschmückte Scheibe. […] Auf dem berühmten Reiterstein von Hornhausen reitet ein toter Krieger auf einem riesigen Totenpferd. […] So sehen wir, wie Götterglauben und Leben der Germanen eng verwoben mit dem Tier waren. Sie erblickten in ihm nicht nur einen Vermögenswert; durchaus würde es ihrer hochgemuten Sinnesart widersprochen haben, wenn sie das – oft für heilig gehaltene – Tier nicht als Lebewesen geachtet und geschützt hätten.“

1937 ging Neupert noch gründlicher auf „das urzeitliche Verhältnis des germanischen Menschen zum Tier“ ein:

Die germanische Mythologie kennt nämlich den Gedanken der gemeinsamen Abstammung von Mensch und Tier. So geht der Göttervater Odhin – Wotan – in seiner Abstammung auf die Kuh Audhumbla zurück […]. Tacitus berichtet, daß den Germanen die Tiere die Vertrauten der Götter gewesen seien […], so begleiten Wotan das achtfüßige weiße Roß Sleipnir, zwei Wölfe und seine beiden Raben Hugin (Gedanke) und Munin (Gedächtnis), Donar die Ziegenböcke, der Fuchs und andere Tiere. Katzen sind der Freia, der Eber der Frô beigegeben. Die Totengöttin Perchta ist von Heimchen, den Seelen der Verstorbenen, umgeben. Rosse, Stiere und Eber sind Freyr geweihte Tiere; auf dem Eher mit goldenen Borsten, Gurllinbursti, dessen Glanz die Nacht erhellt, vermag er durch Luft und Meer zu eilen. […] Die Naturerscheinungen werden gesehen als ein Kampf der Götter gegen die in Riesen und Tieren, wie der Midgardschlange oder im Fenriswolf verkörperten Naturgewalten. Die Erde beleben weiter als Tiere gedachte Wesen […]. So erscheinen in tierischer Gestalt namentlich als Verkörperung eines Naturvorgangs der Hund oder Wolf (Roggenhund, Roggenwolf) oder Vögel. Die Sonne wird gedacht als Sonnenroß, als Sonnenwidder, als Sonnenhirsch, als goldborstiger Eber, Wind, Nebel und Wolken werden als Pferde aufgefaßt. Zeugnis des Glaubens der Germanen an Naturbeseelung und der sich hieraus ergebenden Einstellung zum Tier vermitteln uns heute noch zahlreiche Märchen, Sagen und Heldenepen, die Tiere zum Gegenstand haben.“

Dies fasste Lemcke ergänzend und vergleichend wie folgt zusammen: „Während der Germane im Tier einen Teil des All-Lebens sieht, – nach der Vorstellung der Germanen leben in Walhall auch Tiere mit den Helden zusammen – sieht die christliche Kirche nur eine seelenlose Sache. Daher auch das Fehlen von Tieren in der christlichen Vorstellung des Himmels.“ Betreffs des Erdendlebens fuhr Neupert mit Spuren der Frühgeschichte fort:

So leiten verschiedene germanische Stämme ihre Abstammung von Tieren her. Die merovingische Stammessage erzählt beispielweise, daß ein wildes Pferd des Neptun (!), dem Minotaurus (!) ähnlich, die Königin, als sie zum Baden ging, überfiel und mit ihr den Meroveus zeugte. Auch die Wappentiere weisen auf die engen Beziehungen der Germanen zu den Tieren hin.“

Das Volk lebte mit den Tieren und liebte sie. Man hatte von alters her seine Freude daran, Tiere um sich zu haben, zähmte sie und beschäftigte sich mit ihnen. Hieraus erklärt sich die genaue Kenntnis von Tieren, wie sie die Literatur der karolingischen Zeit und die damalige Handschriftenmalerei beweisen.“

Auch in der bildenden Kunst […] ist von allen Ornamentmotiven keines mit solcher Vorliebe gepflegt wie das Tierornament. Die Steinbildhauerei verwendet häufig das Tier, Tierfiguren schmücken die Kapitelle und Sockel der Säulen. So kennt beispielweise die langobardische Krönungskirche San Michele zu Pavia eine ungemeine Fülle bildhauerischer Tiermotive. Ja, bei den Langobarden sind zwei Tiergestalten, der Löwe und der Adler, so heimisch geworden, daß sie bis ins 13. Jahrhundert hinein geradezu die bestimmenden Formmotive der langobardisch beeinflußten Kunst darstellen. Aus alledem wird erkenntlich, daß unsere Vorfahren nicht nur ihren Haustieren, sondern allen Tieren gegenüber eine Stellung einnahmen, die weit über die hinausging, die in Tieren nur eine seelenlose Sache sah. Bezeichnend ist hierfür, daß bei den Germanen die Sitte einer besonderen Tiernamensgebung vorhanden war.“

Aus der Kenntnis „der religiösen Anschauung, die im Tier einen notwendigen Bestandteil der von den Göttern geschaffenen und erhaltenen Weltordnung sah,“ fand Neupert auch „die Stellung des Tieres […] aus den verhältnismäßig spät entstandenen Gesetzbüchern“ erschließbar:

Das germanische Recht kannte […], daß man für erschlagene Tiere wie für erschlagene Menschen ein Wehrgeld verlangen konnte. In der Malbergischen Glosse der lex salica (lex. sal. cap. 10) ist die Haustierbuße sogar der Knechtsbuße gleichgestellt. Die Haustiere wurden zur Hausgenossenschaft gerechnet, in der unter der Gewalt des Hausherrn Weib, Kinder und Gesinde zusammengefaßt wurden. Die einzelnen Tierarten haben dort ihre besonderen Freiheiten und Gerechtigkeiten, der Frieden von Haus und Hof erstreckt sich auf sie, sie können sogar vor Gericht als Scheinzeugen auftreten.

Auch Tierschutzbestimmungen kennt das alte germanisch-deutsche Recht schon. Der Angriff auf die tierische Körperintegrität und das tierische Leben wird in der lex Baiuvariorum bestraft, wo es im Titel XIV unter Ziffer 2 heißt: ‚Wenn jemand anderer das Tier mit zum Springen (über einen Zaun) gebracht hat (und das Tier sich verletzt hat), so büße er das Tier, weil er es rechtswidrig in Todesgefahr gestürzt hat.‘

Sogar die Tierquälerei in unserem heutigen Sinne war schon unter Strafe gestellt, sagte doch die lex Baiuvariorum im selben Titel unter Ziffer 15 weiter: ‚Und wenn er eines dieser Tiere dem Gesetze zuwider antreibt, was wir „Schweißqual“ nennen, der unterliegt der nämlichen Strafe (nämlich 2 Saigen).‘

Eine besondere Buße für die Tötung eines Bibers kannte das skandinavische Gesetz Håkons des Guten.

All das zeigt, daß auch der Tierschutzgedanke im germanischen Recht eine Rolle spielte, wenn er auch noch nicht die scharfe Ausprägung wie in den modernen Gesetzen gefunden hatte.“

c) „Fremde“ Einflüsse

Trotz dieser „Wesensart der nordischen Rasse“ war man im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts vor die Tatsache gestellt, „daß Deutschland von allen germanischen Ländern die rückständigste Tierschutzgesetzgebung hat[te].“ Die Suche nach der Ursache blieb nicht aus:

aa) Jüdisch-Christlich

Arthur Schopenhauer gab schon 1840 der jüdischen Ansicht eine Mitschuld:

Die vermeinte Rechtslosigkeit der Thiere, der Wahn, daß unser Handeln gegen sie ohne moralische Bedeutung sei, oder, wie es in der Sprache jener Moral heißt, daß es gegen Thiere keine Pflicht gebe, ist geradezu eine empörende Roheit und Barbarei des Occidents, deren Quelle im Judenthum liegt.“

Als Quellen arbeitete Neupert heraus: „Die Bibel verneint im Prinzip, daß das Tier unter dem Schutz des Sittengesetzes steht. Gott hat den Menschen zu seinem Ebenbild geschaffen (1. Mos. 1,26, 27; 2,7) und ihm die Herrschaft über die Tiere verleihen (1. Mos. l,28). Der Jude konnte dem Tier keine menschliche Gesinnungsähnlichkeit beimessen (Ex. 32,3 – 4; Deut. 9,16; 1. Kön. 12,28 – 30; Hos. 4,16), es trug keine Seele und […] Tiere unterscheiden sich nach jüdischer Auffassung eben grundsätzlich vom Menschen. Das läßt sich besonders schön aus den Angriffen des Verfassers von Prediger Salomo, 3,18 – 21 erkennen.“ Für die abendländischen Kulturkreise stellte Schopenhauer fest:

Aber leider machen die Folgen davon sich bis auf den heutigen Tag fühlbar; weil sie [die Verhaltenslehre der Juden] auf das Christenthum übergangen ist“ und „ihre Vorschriften auf den Menschen beschränkt und die gesammte Thierwelt rechtlos läßt. Daher nun, in Beschützung derselben gegen den rohen und gefühllosen, oft mehr als bestialischen Haufen, die Polizei die Stelle der Religion vertreten muß und, weil Dies nicht ausreicht, heut zu Tage Gesellschaften zum Schutze der Thiere, überall in Europa und Amerika, sich bilden“.

Diese Kausalität untersuchte Landwehr 1935: „verschiedene Strömungen innerhalb des Christentums […], so z. B. das Mönchstum, predigten Askese und Abtötung des Leibes. Der Mensch sei das gottähnliche Geschöpf und durch den Verstand vom Tier getrennt. Alles tierische Menschenleben, d. h. blutvolle und körperliche sei minderwertig und deshalb zu verachten und zu unterdrücken.

Diese Einstellung hat zu einer starken Verachtung auch der Tiere geführt.“

Woran Neupert anschloss: „Das stimmt allerdings nicht völlig, da sich z. B. zahlreiche Kirchenväter um eine weitherzige Auffassung des Mensch-Tierverhältnisses bemühten, sogar die Jagd und die Tierquälerei ausdrücklich verboten haben (St. Franziskus). Jedoch ist diese Ansicht niemals die herrschende, kirchendogmatische gewesen. Nach der christlichen Lehre war die Erde, die Gott wie alles um des Menschen willen geschaffen hatte, für den Menschen nur Durchgangsstation zu einem besseren Jenseits. Daher entfremdete sie den Menschen der Natur und zog in ihm Mißachtung alles Natürlichen groß. Diese tierfeindliche Einstellung zeigte sich in der Kunst des christlichen Mittelalters darin, daß sie die Tiergestalten wie Wolf, Drache, als Verkörperungen des Bösen, als Feinde des Christentums erscheinen läßt.“

Dadurch sah Neupert die germanische „Verbundenheit mit dem tierischen Leben“ zwar „bedeutend gelockert“, aber „nicht beseitigt“:

Das asketische Ideal der Naturverneinung, das seine schärfste Ausprägung im Mönchstum fand, ist keineswegs das allgemeine Ideal des deutschen Mittelalters geworden. […] Deshalb konnte die Schmuckwelt des deutschen mittelalterlichen Menschen trotzdem Tiergestalten in großer Menge bevölkern. Erinnert sei an Kapitelle im Dom zu Naumburg um 1300, an die Servatiuskirche in Quedlinburg (um 1120), an die Ausschmückung der frühromantischen Chorschranken im Trierer Dom, an den Sarkophag in der Bielefelder Marienkirche usw. […]

Daß der Glaube an eine Belebung und Beseelung der Natur nicht tot war, zeigen auch die […] Lieder der Minnesänger, denen neben der Frauenschönheit die Schönheit der Natur der Hauptvorwurf ihrer Dichtungen war, und die auf guter Beobachtung beruhende Kenntnis der Tiere im Waltharilied und später im Ruodlied.

Das enge Verhältnis zwischen Mensch und Tier verrät die Tatsache, daß die Menschen gern Vögel und andere Tiere um sich hatten, daß sie Tiere in Zwingern zähmten. Da man so die Eigenart der Tiere kennenlernte, kam man dazu, in den Tieren Wesen zu sehen, die sich ihres Tuns und Treibens bewußt waren.

Diese Stellung zu den Tieren trat im Recht hervor, schuf sogar eine Art Tierrecht. […] Nicht nur in Rechtssprichwörtern, in Maß- und Zeitbestimmungen, auch in der Rechtssatzung selbst finden wir Tiere. So behandelt z.B. der Sachsenspiegel in II, Art. 40 §§ 1 – 5 den durch Vieh verursachten Schaden, regelt in II, Art. 61 das Jagdrecht und spricht in II, Art. 62 vom Halten, Töten und Hegen von wilden Tieren, kennt sogar noch Wehrgeldsätze für Vögel und Tiere. [. . .]

In diesen Rechtssatzungen […] ist das Tier nicht seelenlose Sache. Das lag eben daran, daß das Recht für die Deutschen im Mittelalter kein zweckbewußtes, willkürliches Menschenwerk ist, sondern eine ewige, unverbrüchliche, von Gott gesetzte Ordnung ist, die in den Tieren göttliche Geschöpfe sah, die besondere Aufgaben innerhalb der Welt zu erfüllen und ein selbständiges Lebensrecht haben.“

bb) Im spätrömischen Recht

Trotz dieser Ausgangslage musste Bregenzer 1894 feststellen: „aber die Reception des römischen Rechts hatte diesen volksthümlichen Rechtsideen einen tödtlichen Stoß versetzt und der zur Alleinherrschaft gelangte Romanismus vertilgte allmählich jede Spur der thierischen Rechtssubjektivität,“ denn:

Die neuere deutsche Rechtswissenschaft steht vorwiegend noch unter dem Einflusse der idealistischen Philosophie Kants und Hegels, theilweise auch des ‚Naturrechts‘. Letzteres hatte sich den ihm naheliegenden Weg psychologisch-ethischer Annäherung an das Thier durch seinen einseitigen Rationalismus versperrt. Die schon seit Justinian eingerissene mißverständliche Auffassung des ius naturale und ius gentium hatte ohne Zweifel viel dazu beigetragen, das ‚Naturrecht‘ mehr und mehr zu einer naturalis ratio abirren zu lassen und auf diese Weise den Begriff der Natur in den – gewissermaßen gegensätzlichen – der Vernunft zu verkehren. Die naturrechtliche Auffassung ist durch die historische Rechtsschule unter Savignys Führung nicht endgültig überwunden, sondern […] die historische Schule selbst ist keineswegs frei von rationalistisch-naturrechtlichen Vorstellungen. In deren Kreis gehört namentlich das ‚Willensdogma‘,“ das „zum Entstehen und Bestehen des (objektiven und subjektiven) Rechts erforderlichen Willens als einen vernünftigen Willen (‚Rechtswillen‘) auffaßt und, wenigstens im Privatrecht, regelmäßig aktive Willensbethätigung des einzelnen Berechtigten verlangt. […] Völkerrecht und Strafrecht leiden überdies immer noch an Einflüssen des Naturrechts und der kantisch-hegelschen Philosophie. Diese Reminiscenzen und die anthropocentrische Auffassung erklären zur Genüge die Thatsache. daß z.B. die Mehrzahl der deutschen Kriminalisten […] sich von der herkömmlichen Vorstellung der Thierrechtslosigkeit noch nicht zu befreien vermag.“

Damit erklärt war auch der Zwiespalt des § 360 Nr. 13 RStGB, einerseits schon „germanisch-spiritualistisch“ ungeachtet der Vermögensverhältnisse allen Tieren zugute zu kommen, andererseits dennoch „romanisch-materialistisch“ erst bei Öffentlichkeit oder Ärgerniserregung zu bestrafen.” Gegen diese philosophische Zwischenlage hatte bereits Schopenhauer Stellung genommen: „Also bloß zur Uebung soll man mit Thieren Mitleid haben, und sie sind gleichsam das pathologische Phantom zur Uebung des Mitleids mit Menschen. Ich finde, mit dem ganzen nicht islamisirten (d. h., nicht judaisirten) Asien, solche Sätze empörend und abscheulich.“ Dazu bekannte sich Clauß 1928: „Ich auch.“

Insofern zog Neupert die kaum verwunderliche Bilanz: „Mit dem Eindringen des spätrömisch-byzantinischen Rechtes in Deutschland, welches das stark orientalisierte Recht einer entarteten europäisch-asiatischen Mischlingsbevölkerung war, wurde die scharfe Trennung zwischen Recht und Sittlichkeit, die eine ,Glanzleistung‘ der römischen Rechtswissenschaft war, in das deutsche Rechtsleben eingeführt. Nach diesem Recht war das Tier nichts als eine empfindungsunfähige Sache wie jeder andere unbeseelte Gegenstand. Das späte römische Recht hatte diese seine Rechtsanschauung aus der semitisch-asiatischen Lebenszone entnommen, denn es spricht ganz deutlich aus, daß die Natur alles der Menschen wegen gemacht hat.“

d) Gesamtgegenüberstellung nach 1933

Der Streit bekam dann eine politisch-weltanschauliche Dimension:

Daß Deutschland erst 1933 ein Gesetz bekam, das dem Tier weitgehenden Schutz angedeihen ließ, ist bedauerlich. Jedoch entspricht der bisherige Zustand nicht der wahren Stellung des deutschen Menschen zum Tier. […] Er fühlt sich als ein Teil der Natur. Er ist mit ihr verbunden und lebt mit ihr. […] Er empfindet die innere Verbundenheit zwischen Mensch und Tier als Teil der organisch-aufgebauten Natur.

Er kennt keine Dualität Mensch-Tier, sondern nur eine lange aufsteigende Kette von Lebewesen einer organisch aufgebauten Natur. Ihm ist die Betrachtung des Tieres als Sache fremd, er sieht und empfindet sein fühlendes Wesen, seine Klugheit. Das Tier ist ihm nicht fremd und verhaßt, er sieht nicht auf das Tier herab, weil er vielleicht stärker ist als es. Er sieht in dem Tier seinen Lebenskameraden, der ihm oft im Haus als Haustier hilft und Nahrung bietet, der, wenn es sein muß, auch Opfer sein muß für die höheren Lebensinteressen des Menschen. Aber gerade deshalb achtet er das Tier und behandelt es gut. Ihm ist deshalb das grausame Schlachten nach jüdischem Ritus (Schächten) widerlich. Er versteht nicht, daß eine Religion solche unnötige Grausamkeit duldet, ja erfordert. Denn für ihn wird seine Religion aus seinem sittlichen und religiösen Empfinden geboren und dieses bäumt sich gegen solche Grausamkeit auf. Er kennt nur die Notwendigkeit als rechtfertigend für einen Eingriff in das Leben eines Lebewesens an. Die Notwendigkeit berechtigt ihn dazu, weil alle Lebewesen in einer Gemeinschaft leben, in der das Minderwertige dem Höherwertigen notwendige Opfer bringen muß. Das einzelne muß dem Zwecke der Gemeinschaft unterworfen sein. So ist es im Volksleben, so ist es im Leben überhaupt.“

2. NS-Zusatzwunsch: Menschenaufzucht

Aus letzterer Anschauung erfolgte die Schlachtgesetzgebung überhaupt, der 1930 in Bayern bis auf die BVP alle Parteien zugestimmt hatten und die sich bis 1933 auch deutschlandweit – nicht zuletzt auf Reichsebene – durchsetzte.

„Hinderlich war diesem Bestreben der Tierschutzbewegung das Fehlen einer […] Weltanschauung, die im Tier mehr als eine Sache sah, […] die auch das Tier zum Träger von Rechten und den Menschen zum Träger von Pflichten gegenüber dem Tier machte.“ Als Alt-Tierschützer wusste Korn daher das RTierSchG zu begrüßen, „mit dem die Reichsregierung soviel […] Entschlossenheit bekundet hat, die Kulturschande der Tierquälerei endgültig auszurotten.“ Nicht nur aufgrund der Verabschiedungsverfahren bezeugte auch Lorz: „Das Reichstierschutzgesetz ist ein Gesetz des nationalsozialistischen Staates, also geformter Wille der Führung.“ Diesen ergründete Schmid-Lindner:

Der Schutzgegenstand des Tierschutzrechts, als welchen wir den Zustand der tierischen Unversehrtheit innerhalb des gesetzlichen Rahmens erkannten, muß somit anerkannt werden als ein Ausschnitt aus der kulturellen Lebensordnung des deutschen Volkes, der Volksgemeinschaft. Diese setzen wir an die Stelle der Gesellschaft, […] [denn Erstere] ist im Sinne der nationalsozialistischen Auffassung nicht als Summe der Einzelnen, sondern als lebendige organische Einheit zu betrachten (GürtnerFreisler, S. 41), in deren Rahmen auch der seinsmäßige Dualismus von Volk und Staat überwunden ist. Ein Rechtsgut der Volksgemeinschaft ist damit wesensmäßig zugleich ein Rechtsgut des Staates. […] Die staatliche Gesetzgebung als die vornehmste Form des Führerbefehls ist damit […] eine Abwehrfunktion des Volksorganismus gegen zersetzende Elemente der Zerstörung und Gefährdung von Rechtsgütern [, …] hat aber nicht nur die Aufgabe, die Erhaltung dieses Volkstums zu sichern, sondern es auch durch die Weiterbildung seiner geistigen und ideellen Fähigkeiten zur höchsten Freiheit zu führen (vergl. Hitler, Mein Kampf S. 434).“

Auf den vorliegenden Fall übertragen hieß die „Kulturabsicht für den Gesetzgeber“ dann:

Unter solche gesetzliche Maßnahmen, die zwar teils der im Volk herrschenden Kulturauffassung entsprechen aber auch teils infolge langer gegenseitiger Gewöhnung in der breiten Masse noch wenig Verständnis finden, zählt die Tierschutzgesetzgebung. In manchen Punkten wie z.B. in § 1 TSchG. und in den Vorschriften des Schlachtgesetzes entspricht sie weitgehend der herrschenden kulturellen Anschauung. Berücksichtigt man aber demgegenüber […] § 2 Z. 1 TSchG., so arbeitet der Grundgedanke dieser Gesetzesnormen der weitgeübten Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit entgegen.

Die Tierschutzgesetzgebung entspricht dem Kulturwillen der Volksgemeinschaft als Organismus. Ausgedrückt wird dieser Wille durch die entsprechende Gesetzgebung des Staates. Doch ist eben gerade damit gesagt, daß deshalb die Gesetzesanwendung nicht mit Rücksicht auf den tatsächlichen Kulturzustand weiter Volkskreise erfolgen muß. […] Das Rechtsgut der tierischen Unversehrtheit vor unnötigen menschlichen Schädigungen soll geschützt werden durch die praktische Auswirkung einer hohen sittlichen Einstellung, die zum Teil dem Volke selbst noch anerzogen werden muß. Dieser kulturellen Aufwärtsentwicklung und Erziehung soll die Tierschutzgesetzgebung richtungsweisend sein und für die praktische Durchsetzung die Handhabe bieten.“

Diese „kulturerzieherische Eigenschaft der Tierschutzgesetzgebung“ erklärt auch, warum die amtliche Begründung einerseits eingangs vom „Wunsch des deutschen Volkes, das besonders tierliebend ist und sich der hohen ethischen Verpflichtungen dem Tiere gegenüber bewußt ist“ sprach, andererseits ausgangs sich den „einsichtigen Tierschützern“ anschloss, „daß […] das Verständnis für die Tiere geweckt und gelehrt und zum Gemeingut aller Volksgenossen gemacht werden [muß].“ In dieser Hinsicht erkannte Sommer: „Schon rein sprachlich betrachtet verwirklicht es die Ankündigung der nationalen Regierung, daß unsere Gesetzessprache, die bisher für den Laien eine unverständliche Geheimsprache war, grundlegend umgestaltet werden würde. Das Gesetz ist volkstümlich und klar abgefaßt.“ Darin erblickte Lorz die Bestrebung, „daß allen Angehörigen des Volkes, denen das dem deutschen Wesen eigene Gefühl, daß das Tier dem Menschen als ein lebendiges Geschöpf entgegentritt, verlorengegangen ist, dieses Gefühl wiedergegeben wird. […] Gesetze, die den Materialismus eines vergangenen Jahrhunderts abgestreift haben, müssen Menschen formen, die den Geist dieses Materialismus nicht mehr kennen.“ Dies alles fasste Neupert wie folgt zusammen: „So trägt das RTG. nicht nur den großen Gedanken in sich, das Tier als Kreatur zu schützen, sondern es erstrebt den kulturellen Fortschritt, es will die Schaffung eines Menschentums, das ‚nicht aus schlotternder Angst vor dem Staatsanwalt, sondern aus Liebe zum Tiere und aus Achtung vor ihm es so behandelt, wie es dem Tiere zukommt.“

III. NSDAP und Tierschutz vor 1933

Gegen den „Tierschutz als Teil der nationalsozialistischen Weltanschauung“ wird heute oft geltend gemacht: „Dazu sollte der Tierschutz als humanitärer Deckmantel für die schon begonnene Ausgrenzung bestimmter Menschen dienen.“ Dem widerspricht zunächst, dass der Tierschutz für die Nationalsozialisten bereits lange vor ihrer Machtübernahme ein Thema gewesen war.

1. Parlamentarische Überlieferungen

Der Beitrag der Nationalsozialisten seit 1925 zum Zustandekommen des BaySchlG wurde bereits ebenso dargestellt wie der Einsatz Dr. Buttmanns und seiner Parteigenossen für den Katzenschutz usw. Überdies veröffentlichte der Münchener Beobachter – das tägliche Beiblatt zum Völkischen Beobachter – am 9. April 1930 einen Aufsatz „Gegen die Straffreiheit der Tierqlerei“.

Ferner verzeichnete der Preußische Landtag 1932:

Nr. 1170

Urantrag

Kube, Lohse (Altona), Haake, Hinkler, Dr. Haupt (Hannover) und die übrigen Mitglieder der Fraktion der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei:

Die Vivisektion, von einer materialistisch gesinnten Wissenschaft gefördert, ist in ihrem Umfang und in ihren Methoden zu einer Kulturschande für das deutsche Volk geworden. Zu heilkundlich völlig nutzlosen Versuchen und sogar zu Lehrzwecken werden Tausende von Tieren meist ohne Betäubung gemartert. Diese Praktiken stehen im schroffen Widerspruch zum sittlichen Empfinden der christlichen, der human denkenden und der organisch denkenden Volkskreise.

Der Landtag wolle beschließen:

1. Die Vivisektion ist allgemein verboten und strafbar.

2. Eine Ausnahme bilden lediglich drei vom Staatsministerium besonders zu privilegierende wissenschaftliche Institute, deren Arbeitsweise unter dauernde öffentliche Kontrolle zu stellen ist.

Berlin, den 2. November 1932“

2. Vortrag Dr. Eckhards

Dieser Antrag lässt sich auf den Einfluss von Dr. med. Albert Eckhard schließen, dem Vorsitzenden des Tierschutzvereins „Tierfreund“, Hannover. Die dortige Ortsgruppe der NSDAP hatte ihn am 19. März 1931 eingeladen, einen Vortrag zur Schächtfrage zu halten. Als Einleitung stellte der Redner jedoch allgemein die Tierschutzvereine in drei Gruppen vor und zählte seinen zu denjenigen, „die den Kampf gegen jede Tierquälerei, mögen noch so einflußreiche Mächtegruppen auf der Gegenseite stehen, aufgenommen haben und rücksichtslos führen [. . .] wie die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei.“

a) Hitlers Brief gegen Tierquälerei

Sodann erklärte der „Altkämpfer“ seinen jüngeren Parteigenossen:

Damit Sie auch sehen, wie die Meinung des für Sie alle maßgebenden Mannes und Führers Adolf Hitlers ist, möchte ich Ihnen kurz den an mich gerichteten Brief, der Bezug nimmt auf die vielen von Ihnen bekannte Broschüre ,Grausamkeit des Menschen gegen das Tier“ mit besonderer Bezugnahme auf die wissenschaftliche Tierfolter, zur Kenntnis bringen. Er lautet folgendermaßen:

München. 13. Februar 1929.

Sehr geehrter Herr Doktor!

Besten Dank für die Übersendung Ihrer Tierschutzbroschüre, die ich nunmehr gelesen habe. Wie Sie sich denken können, mit tiefer Empörung. Der Völkische Beobachter‘ brachte bereits einen Auszug, den Sie vielleicht gelesen haben. Er wird demnächst nochmals auf Ihren Vortrag zurückkommen und dabei auf Ihr Heft und die Bezugsmöglichkeit hinweisen. Dasselbe kann gar nicht weit genug verbreitet werden. Sie können überzeugt sein, daß im kommenden nationalsozialistischen Staate diese Zustände sehr schnell beendet werden.

Mit deutschem Gruß

gez. Adolf Hitler.“

b) Abrechnung mit der Vivisektion

Für den Fall, viele der Zuhörer wüssten wohl noch nicht, „was man unter Vivisektion […] versteht, die unser Führer sowohl wie Dr. Frank II so scharf ablehnen,“ kam der zugleich Vorsitzende des „Verbandes vivisektionsgegnerischer Ärzte Deutschlands“ nicht umhin, mit seinem persönlichen Hauptbekämpfungsgegenstand nochmals öffentlich abzurechnen.

aa) Heilkundlich

Zunächst erklärte er – „seit über 25 Jahren Arzt“ -‚ „daß sich mein Kampf nicht etwa gegen einzelne Kollegen richtet, sondern gegen das falsche heutige System der Krankheitsbehandlung, […] von künstlich krank gemachten Tieren Schlüsse auf kranke Menschen zu ziehen, da Gifte und Medikamente auf Tiere eben anders wirkten als auf Menschen. […] Eigentlich ist es doch wohl eine Selbstverständlichkeit […], daß man einen kranken Körper nicht dadurch gesünder macht, daß man ihn mit krankmachenden Giften und Serumeinspritzungen behandelt, sondern dadurch, daß man die natürlichen Abwehrkräfte eines Körpers durch natürliche und ungiftige Mittel stärkt und kräftigt.“

bb) „Menschlich“

Dann erklärte Dr. Eckhard: „Der Einwand, daß man Tierversuche machen müsse, um keine Menschenversuche machen zu müssen, ist ebenfalls nicht der Wahrheit entsprechend, denn die grausamen Versuche an Tieren haben erst den Boden für den Glauben geschaffen, daß man auch an Menschen verwerfliche Versuche machen dürfe. Das Schlimme ist, daß man die Versuche […] insbesondere an den Kindern armer Leute vorgenommen hat, denen man Tuberkulose, Diphtherie, Syphilis und andere ekelhafte Krankheiten übertragen hat [. . .]. Daß manche Ärzte sich ihrer unsozialen Gesinnung kaum noch bewußt werden, geht aus der Mitteilung eines Arztes hervor, der über seine Versuche, die Blattern einzuimpfen, folgendes wortwörtlich schreibt: ‚Vielleicht hätte ich zuerst an Tieren Versuche anstellen sollen, die geeignetsten jedoch, nämlich Kälber, waren der Kosten wegen schwer zu beschaffen und zu unterhalten, weshalb ich mit gütiger Erlaubnis des Oberarztes meine Experimente an Kindern im allgemeinen Findelhaus begann‘.“

cc) Volkswirtschaftlich

Um die Nationalsozialisten gegen die Vivisektion aufzuklären, führte Dr. Eckhard weiter aus: „Wie sehr der Geldverdienerstandpunkt der Großindustrie auf die Denkungsart mancher Ärzte abgefärbt hat, beweist der Ausspruch eines jüdischen Facharztes für Geschlechtskrankheiten, der vor einigen Jahren in einer Versammlung äußerte, ‚daß er jeden Syphiliskranken als einen Zinsschein ansehe, von dem man jedes Jahr einen Kupon abschnitte‘. […] Daß das Großkapital im weitgehendsten Sinne an der Herstellung von Seren und Medikamenten interessiert ist, darüber finden Sie eingehende Belege in der Tierschutzbroschüre […]: Nach einer unwidersprochenen Anfrage im Preußischen Landtag betrug vor dem Kriege der Anschaffungswert für ein Kilogramm Salvarsan zwischen 8.- bis 12.- Mk. und der Verkaufspreis bis zu 16 000.-Mk. Heute dürften die diesbezüglichen Verhältnisse nicht anders liegen. (Siehe sozial-hygienische Debatte im Preußischen Landtage im Jahre 1926.)“

dd) Zusammenfassung

Durch diese Ausführungen hoffte Dr. Eckhard die Zuhörer von der Notwendigkeit der „Schaffung einer deutschen Heilkunde“ überzeugt zu haben: „Wir brauchen eine Heilkunde, die frei ist von den Einflüssen des übermächtigen chemisch-pharmazeutischen Großkapitals und einer verknöcherten zünftigen Wissenschaft, die ganz vergessen hat, daß die Heilkunde sich nur in den Dienst der Volksgesundheit zu stellen hat. Es gilt eine Heilkunde zu schaffen, deren Heilmittel ihren Ursprung nicht der Marterung und Folterung von Hunderttausenden von Tieren verdanken, in der Erkenntnis, daß alles Lebende auf Erden einer allgülligen Allmacht Geschöpfe [sind].“

c) Gesichtspunkte zur Schächtfrage

Erst dann gelangte der Vortrag zum eigentlichen Thema: dem Schächten.

aa) Jüdisches Feindbild

Wie andere Tierschützer, drängte auch Dr. Eckhard auf einen Volksentscheid nach Schweizer Vorbild und führte als jüngstes Beispiel vorab den Bericht der Niedersächsischen Tageszeitung vom 14. Februar 1931 über „Unerhörte Tierquälereien beim Schächten“ im Schlachthof Hannover vom 11. des Monats an, die gar zur Staatsanwaltschaft geführt haben sollten. Als Nationalsozialist kannte er zudem den Beitrag im Völkischen Beobachter vom 13. März 1931 über „Jüdische Grausamkeit auf dem Northeimer Schlachthof“ vom 24. Februar des Jahres und nannte zum Beweis die Filmaufnahmen Dr. Kleins.

(l) Religiöse Auseinandersetzung

Wie dieser persönliche Bekannte von ihm konnte Dr. Eckhard auch selbst „aus dem alten Testament keine Stelle anführen, […] die besagt, daß die Tiere ohne Betäubung geschächtet werden müssen. Was Rabbiner später aus rein persönlicher Einstellung im Talmud niedergelegt haben, hat doch religionsgeschichtlich kein Anrecht, […] als göttliches Gebot aufgefaßt zu werden.“

Darüber hinaus sei zu bedenken: „Selbst wenn man annehmen würde, […] daß das Schächten und betäubungslose Schlachten ,göttliches Gebot‘ sei, so wird man sich doch darüber wundern müssen, daß die Juden heute ohne die geringsten Gewissensskrupel direkte Gebote ihres Gottes, die im Gesetze Mosis klar enthalten sind, nicht mehr halten,“ z.B. „das von Moses angeblich im strengen Auftrag Gottes gegebene Verbot des Zinsnehmens […]. Auch der Genuß von Ochsenfleisch ist nach der Thora dem orthodoxen Israeliten verboten, trotzdem wird es vom Schächter als koscher gestempelt. […] Sie sehen also, daß die angeblichen Gewissensnöte sogenannter gläubigen Juden sich bei anderen Gelegenheiten sehr rasch beschwichtigen lassen. Sowie es dem Juden angenehm ist, kümmert er sich um das Gesetz Mosis, und sobald es dem Juden unangenehm wird, kehrt er sich nicht mehr darum.“ Insofern war es für den Redner ärgerlich: „Das Judentum bezeichnet eben jede auch noch so berechtigte Kritik an jüdischen Gebräuchen und Gewohnheiten als Antisemitismus, während es sich doch selbst als Sittenwächter aller Völker aufspielt.“ Insbesondere musste er sich aufregen, „wenn, wie es in der Bibel heißt, Salomon zu Ehren des alttestamentarischen Gottes anläßlich einer Tempelweihe 22 000 Rinder und 120 000 Schafe töten ließ. Das ist wirklich ein Blutrausch, der mit Religion und religiösem Empfinden nichts zu tun hat. Deshalb müssen wir uns in der schärfsten Weise dagegen verwahren, daß man heute noch versucht, den Schächteaberglauben mit religiösen Belangen begründen zu wollen. Die Idee, daß man Gott durch blutige Opfer versöhnen könnte, entspricht doch wirklich noch sehr primitiven und heidnischen Gedankengängen, wie ja auch die katholische Kirche das Wesen des alten Opferdienstes in vergeistigter, unblutiger Form in das Meßopfer überführt hat. Die Stelle, V. Mos. 12;21, auf die sich der Schächtefreund so gern bezieht, lautet nicht: Du sollst ,schächten‘, sondern ,schlachten‘. Steht dort doch das Wort sabach = schlachten und nicht schachat = schächten.“

(2) Praktische Untersuchung

Diese Feststellung bekräftigte Dr. Eckhard einmal mehr in der Überzeugung,

daß bis auf wenige Ausnahmen diese Angelegenheit für die Juden absolut keine Religions-, sondern eine rein geschäftliche Frage ist. Zum Beweise für diese Behauptung führe ich an, daß nach den Berechnungen des Sanitätsrates Dr. Ramdor an Großvieh etwa das 50fache und an Kleinvieh etwa das 40fache des Bedarfs der noch koscher lebenden jüdischen Bevölkerung geschächtet wurden. […] Da nur die besten Schlachttiere geschächtet werden, bieten diese als Qualitätsware für den Fleischhandel den Vorteil, daß ein Teil der Vorderviertel an die jüdischen unter Aufsicht der Rabbiner stehenden Ladenfleischer, die Hinterviertel aber an andere Ladenfleischer zu besten Preisen verkauft werden können. Je mehr Tiere geschächtet werden, um so größere Einnahmen fließen den jüdischen Kultusgemeinden durch das Schächten der Tiere zu.“

Wie dieses bisher erfolgreich verteidigt worden war, mochte zweierlei erklären:

Es ist den Juden natürlich nicht schwergefallen, für ihre Behauptungen eine große Anzahl sogenannter ,wissenschaftlicher‘ Gutachten herbeizuschaffen, die ihre Angaben beweisen sollen. […] Wenn man berücksichtigt, daß früher für ein Schächte-Gutachten RM 200. – und mehr bezahlt wurden, und daß Leute schächtefreundliche Gutachten geschrieben haben, die selbst nie eine Schächte-Szene mit angesehen haben, und daß aus Gutachten Teile, die sich gegen das Schächten aussprachen, weggelassen wurden, dann haben diese sicherlich keinerlei Beweiskraft. […]

Ich will Sie hierbei gleich auf das Bestehen von sogenannten Schächte-Schutz-Büros, jetzt ‚Büros für Schächteangelegenheiten‘ genannte, hinweisen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die deutschen Tierschutzvereine planmäßig in ihrem Sinne zu beeinflussen, das Eintreten der Tierschutzvereine für die Betäubung der Schächttiere zu hintertreiben und des ferneren in Tierschutzzeitungen Artikel zu bringen, die das Schächten ohne Betäubung als nicht tierquälerisch hinstellen. So schrieb 1911 die ‚Jüdische Presse‘ offen, es sei überall, wo sich ein neuer Tierschutzverein bilde, Pflicht des jüdischen Lehrers oder Rabbiners, ihm beizutreten und Eintritt in die Vorstandschaft zu suchen, um den ,antisemitischen‘ Kampf gegen das Schächten im Keime zu ersticken. Die ‚Jüdische Presse‘ legte damals zur Nachmachung einen Mustervortrag im Wortlaut vor, der sich für diesen Zweck eignete! Wir sehen, es liegt System in der Art, wie der Kampf gegen das betäubungslose Schächten abgebogen werden soll! Es ist den Juden auch gelungen, die deutsche Tierschutzgesetzgebung in weitem Umfange lahmzulegen. Während auf dem Breslauer Verbandstag in den 80er Jahren der Betäubungszwang einstimmig gefordert wurde, war auf dem Nürnberger Tag schon ein Drittel dagegen und auf dem Verbandstag in München 1925 gelang es gar, den Antrag auf Erörterung des Betäubungszwangs mit Stimmengleichheit abzulehnen. Erst 1927 in Darmstadt kam die Sache wieder in Ordnung, der Betäubungszwang wurde mit 80 gegen 7 jüdische Stimmen gefordert.“

bb) Christliche Enttäuschungen

Aber auch die christliche Kirche wurde von ihm verantwortlich gemacht:

(1) Von der Geistlichkeit

„Die evangelische und die katholische Kirche verharren […] in absoluter Gleichgültigkeit gegenüber allen Tierschutzbestrebungen.“ Als namhaftes Beispiel nannte er folgenden Fall: „Universitäts-Professor Dr. Ude, Graz, kam zu Vorträgen nach Holland. Die holländische Antivivisektionsliga mit Vorsitzendem Dr. med. Pyl hatte alles vorbereitet. Als Professor Ude im Haag eintraf, traf gleichzeitig ein Redeverbot der Utrechter Bischofs ein. Professor Ude erklärte daraufhin: ‚Der Utrechter Bischof hat mir nichts zu verbieten‘, und sprach infolgedessen an drei Abenden im Haag, Leiden und Utrecht. Als er am vierten Abend in Hilversum eintraf, trat fünf Minuten vor 8 Uhr ein katholischer Dekan an ihn heran mit der Abschrift einer Depesche des Grazer Bischofs an den Utrechter Bischof, wonach Professor Ude sofort zurückgerufen wurde. Ude erklärte darauf hin, daß er in diesem Fall gehorchen müsse. Infolgedessen fielen [nicht nur] die übrigen Vorträge aus“, sondern es sei auch „Herrn Professor Ude […] jede weitere öffentliche Betätigung innerhalb Österreichs verboten worden.“

(2) Von der christlichen Zentrumspartei

Im Jahr 1931 trug der Tierschutzvereinsvorsitzende auch Sorge um die Strafrechtsreform: „Es dürften nach der neuen Fassung des § 412, die wir in erster Linie Herrn Dr. Bell, dem Vertreter des ,christlichen‘ Zentrums verdanken, Tiere absichtlich gequält und roh mißhandelt werden, soweit diese Handlungen zur Erfüllung der Gebräuche einer religiösen Gesellschaft des öffentlichen Rechts geboten sind. Damit ist also das bisherige betäubungslose Schächten weiter sanktioniert. Das ist ein doppeltes Recht. Für die religiösen Angelegenheiten werden also § 135 bis § 137 Abs. 3 der Reichsverfassung außer Kraft gesetzt.“

d) Schlussfolgerung Dr. Eckhards

Sämtliche Ausführungen brachte Dr. Eckhard auf einen Nenner: „Sie sehen also, daß alle Vorstellungen und Eingaben aller deutschen Tierfreunde nicht in der Lage waren, sich gegenüber den Einflüssen des Judentums und des Großkapitals durchzusetzen.“ Demgegenüber richtete er den Schlussappell an die Zuhörer,

daß alle mithelfen an der Schaffung einer besseren deutschen Tierschutzgesetzgebung. Wenn wir Tierschützer auch der Überzeugung sind, daß die Tierschutzbewegung im allgemeinen unpolitisch sein muß und mit Rücksicht auf die Tierfreunde in den verschiedenen politischen Lagern, so freuen wir uns doch, wenn es eine politische Partei gibt, die den Kampf für eine bessere Tierschutzgesetzgebung auf ihre Fahne geschrieben hat, auch wenn nur zu leicht von der Gegenseite behauptet wird, diese politische Partei mache nur aus politischen Gründen Front gegen die Tierquälerei des Schächtens. Ich habe Ihnen deshalb gleich zu Anfang zum Beweise, daß dieser Einwand hinfällig ist, die Stellungnahme des Führers, Adolf Hitlers, zur Kenntnis gebracht, der sich auch gegen andere Tierquälerei in der schärfsten Form ausspricht. Ich will meine Ausführungen […] mit einem Goethewort schließen: ‚Wer […] das Recht auf seiner Seite hat, muß derbe auftreten, ein höfliches Recht will gar nichts heißen!‘“

IV. In der Verwaltung

Am Tierschutz wirkten eidgemäß auch Beamte und Behörden mit. Neben dem o.g. zwischen 1936 – 1941 viermal aufgelegten Tierschutz-Taschenbuch für Polizeibeamte, Tierschutzvereine und Tierbesitzer als Wegweiser für ihre Aufgaben im Rahmen der Tierschutzgesetzgebung von Veterinärrat a. D. Dr. Storch und Polizeitierarzt Dr. Mathieu sind verschiedentlich weitere Beispiele kundbar:

1. Tierschutz als Gemeindeaufgabe

„Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs hat im Haushaltsplan der Stadt Frankfurt am Main für das Rechnungsjahr 1939 für den Tierschutz RM 13 000. – eingestellt. ‚Ich sehe […] den Tierschutz auch als eine Gemeindeaufgabe an und hoffe, daß das Frankfurter Beispiel die Leiter der anderen deutschen Gemeinden dazu veranlaßt, in gleicher Weise den örtlichen Tierschutz zu fördern.‘ […] Der stellvertretende Leiter des Reichstierschutzbundes, Hauptverwaltungsdirektor [Willi] Emrich, schrieb im Reichstierschutzblatt (Folge 2/1940) u. a., neben den Fällen der §§ 10, 11 RTierSchG ‚werden auch Hunde gepfändet und abgeholt, weil die Steuer nicht bezahlt werden konnte. Nach § 16 der Naturschutzverordnung müssen gefangene Katzen in Verwahrung genommen, pfleglich behandelt oder an die Ortspolizeibehörde abgeliefert werden. Es kommt aber auch häufig vor, daß alleinstehende Tierhalter plötzlich schwer erkranken, ins Krankenhaus kommen und das Tier der Behörde zugeführt werden muß. In allen diesen Fällen werden von den Behörden die Tierschutzvereine in Anspruch genommen, ohne daß diesen durch Zuwendung genügender Geldmittel die Möglichkeit gegeben wird, Tierheime einwandfrei zu unterhalten.

Wenn also die Tierschutzvereine bestrebt sind, aus Haushaltsmitteln der Gemeinde Unterstützung für ihre im öffentlichen Interesse liegende gemeinnützige Arbeit zu erhalten, so ist das in den meisten Fällen nur eine teilweise gerechte Abgeltung von Leistungen. Ganz abgesehen von diesen rechtlichen Folgen der gesetzlichen Bestimmungen ist aber der Tierschutz auch eine kulturelle Aufgabe vor allen Dingen der Gemeinden. In jeder Gemeinde werden zum Teil ungeheure Mittel für die Erhaltung der Theater, für Musikpflege, für das Volksbildungswesen usw. ausgegeben, um damit den deutschen Menschen seelisch-geistig zu erheben und zu erbauen. Zu einer solchen seelischen und geistigen Erbauung gehört aber auch die Pflege des Tierschutzes. Wenn der deutschen Gemeinde die Aufgabe auferlegt ist, für das Wohl aller Einwohner zu sorgen, so gehört es auch zu ihrer Zuständigkeit, Mißstände abstellen zu helfen, für deren Beseitigung der Tierschutz täglich schwerste und aufopferungsvollste Arbeit leistet[.] Auch die Gemeinde hat ihre Arbeit auszurichten nach den allgemeinen Richtlinien, die ihr vom Führer gegeben werden.‘“

2. Berufsdisziplinäre Maßnahmen

Unter der Hoheit der nationalsozialistischen Ideologie konnten über Tierquäler auch ohne Rückgriff auf § l 1 Abs. 1 RTierSchG Berufsverbote verhängt werden; hierfür ein Beispiel: „Das Landeserbhofgericht in Celle hat einem Bauer[n] die Bauernfähigkeit abgesprochen und ihn für nicht ehrbar erklärt, weil er sich der Tierquälerei schuldig gemacht hatte. In der Begründung der Entscheidung heißt es, daß die rohe Behandlung eines Pferdes gegen die Ehrbarkeit des Bauern spreche.“

V. In Bildung und Erziehung

Die amtliche Begründung des RTierSchG bekannte sich am Ende ihrer Vorrede dazu, „daß selbst mit dem besten Tierschutzgesetz noch nicht alles für den Schutz der Tiere getan ist; es muß darüber hinaus das Verständnis für die Tiere geweckt und gelehrt und zum Gemeingut aller Volksgenossen gemacht werden.“ Entsprechende Maßnahmen wurden durchgeführt:

1. Für Kutscher und Schäfer

Dies geschah vor allem bei der Berufsgruppe, deren Angehörige die meisten Verurteilten wegen Tierquälerei ausmachten, wie Storch und Mathieu berichteten: „Mancherorts sind von Tierschutzvereinen oder anderen Organisationen für Kutscher und solche Leute, die sich diesem Berufe widmen wollen, Fahrschulen bzw. Fahrlehrgänge eingerichtet worden, in denen praktisch und theoretisch die wichtigsten Punkte des Anschirrens, Fahrens, der Pferdehaltung, der Straßenverkehrsordnung usw. durchgenommen werden. Den Abschluß bildet eine Prüfung, nach deren Bestehen ein Zeugnis ausgestellt wird.“

Diesem Beispiel folgte der „Tierschutzunterricht in der Deutschen Schäferschule“, von dem Radtke 1942 bezeugte: „Auf dem Gelände und in den Räumen des aufgelösten Hauptgestüts Beberbeck (Kreis Hofgeismar mit Reinhardswald und Lababurg) ist eine Ausbildungsstätte für Schäfernachwuchs eingerichtet worden als erste ihrer Art. […] Auf Antrag des Reichstierschutzbundes hat sich die Schulleitung bereit erklärt, den Tierschutzunterricht dem Lehrplan der Schule anzufügen und jedem Schüler einen Abdruck des Reichstierschutzgesetzes auszuhändigen. Die notwendigen Hinweise für den Unterricht und Abdrucke des Reichstierschutzgesetzes wurden vom Reichstierschutzbund kostenlos […] zur Verfügung gestellt.“

2. Im Reichsarbeitsdienst

Schon als noch weder das Notwendigkeitsgebot des RTierSchG noch gar der Artenschutzgedanke der RNatSchVO verkündet worden waren, gab bereits 1933 Hermann Kretzschmann im Auftrage der Reichsleitung ein Lehr- und Lesebuch des Reichsarbeitsdienstes namens „Bausteine zum Dritten Reich“ heraus, unter die auch „Tierschutz“ zählte. Unmittelbar unter dieser Überschrift begann der Verfasser mit der Frage: „Warum Tiere schützen?“ – Antwort:

„Weil sie dem Menschen infolge seiner geistigen Fähigkeit und der ihm dadurch zur Verfügung stehenden technischen Mittel […] hilflos ausgeliefert sind, und weil im Laufe der Jahrtausende Hunderte von nützlichen Tierarten von dem Menschen selbst in Unverstand und Gewinnsucht vernichtet und zum Aussterben gebracht worden sind. […] Solchen Roheiten gegenüber, die wir täglich beobachten können, hat die Natur das Tier nicht mit gleichwertigen Waffen ausgestattet. Es muß dulden und leiden, und weil es sich nicht wehren und Anklage erheben kann, bedarf es des Schutzes. In der ganzen Welt ist die fast restlose Vernichtung der Bisonherden in Nordamerika, Mitte des 19. Jahrhunderts, bekannt. Die Tiere wurden ohne dringende Notwendigkeit und ohne eine sachgemäße Ausbeute ihrer Werte von den Weißen zu Hunderttausenden aus reiner Schießwut niedergeknallt. Sie fehlten dann den Eingeborenen zu deren Ernährung und befanden sich vor dem Aussterben. Zur Zeit ist man bemüht, unter großen finanziellen Opfern ihre letzten Reste wieder zu vermehren. Nicht anders ging es ganzen Vogelarten, die der Damenhutmode zum Opfer fielen. In Rußland geht der Wisent dem Aussterben entgegen. Mit dem Wal, an dessen Ausbeutung zum Zwecke der Gewinnung von Fetten und Ölen sich die ganze Welt beteiligt, sieht es nicht anders aus. In Deutschland war es vor nicht langer Zeit der der Landwirtschaft durchaus nützliche Maulwurf, dem die Pelzmode ein Ende zu bereiten schien. Es soll nicht unerwähnt bleiben, daß auch die Kultivierung eines Landes und die Urbarmachung seines Bodens manche Tierarten zum Aussterben bringen, weil ihnen die Existenzbedingungen genommen werden.“

Dies führte zu folgendem zwiefachem Zwischenergebnis: „Ausgehend von dem Standpunkt, daß das Tier wie der Mensch ein Geschöpf Gottes ist, daß es auch ein Recht auf Leben hat, sind es ethische Gründe, die dem Kulturmenschen die Pflicht auferlegen, die Tiere vor unnützen Qualen […] zu schützen. […] Der in der Natur geltende Grundsatz der Macht des Stärkeren über den Schwächeren besagt, daß der Mensch berechtigt ist, sich das Tier nutzbar zu machen. Es sind aber auch wirtschaftliche Gründe, die den Schutz der Tiere vor übermäßiger und unrationeller Ausbeutung fordern“. Darum wurde dem Reichsarbeitsdienstler zur Lösung der schließenden Frage, „Wie und wodurch können die Tiere geschützt werden?“, nicht nur die praktische Arbeit wie die Instandhaltung der in Nutzung durch Tiere befindlichen Gegenstände, der Tierheime u. a. aufgetragen, sondern auch,

„dem Menschen die Pflicht anständiger Behandlung und Pflege der von ihm in Dienst genommenen und in seine Gewalt gegebenen Tiere zum Bewußtsein zu bringen und diesen, wenn es sein muß, das Sterben durch Anwendung der besten technischen Mittel grundsätzlich so leicht und schmerzlos wie nur irgend möglich zu machen. Kurzum: die Erziehung des Menschen zur Achtung vor dem Leben auch der stummen Kreatur. [. . .] Da aber einem Tier wirklicher Schutz und Hilfe nur angedeihen kann von jemandem, der die Psyche und Lebensgewohnheiten der Tiere, denen er helfen will, gründlich kennt, so bedarf es eines eingehenden Unterrichts in den Schulen zumindest über die mit dem Menschen im täglichen Leben verbundenen Tiere, neben eigener Beobachtung möglichst im Zusammenleben mit den Tieren.“

3. In Schulen und in der Hitlerjugend

Dieser Aufruf an die „Arbeitssoldaten“ erging nicht minder an die Kinder und Jugendlichen. Nach der Gründung erster Jugendgruppen für Tierschutz durch die Berliner Journalistin Margarete Russ im Jahr 1928 sprang der Funke auch auf Dresden über:

„Bereits im November 1933 wendete sich der Kreuzschüler Hans-Achim Wolf an den Verein mit der Bitte, eine von ihm im Anschluß an die vorbildliche Jugendarbeit des Berliner Tierschutzvereins gegründete Jugendgruppe zu übernehmen. Die Oberaufsicht über diese Jugendgruppe übernahm der Privatgelehrte Alfred G. Radtke, der sie in unermüdlicher Arbeit ausbaute. Die erfolgreiche Arbeit des Vereins unter der Jugend fand ihren Ausdruck in einer vom Schulrat Pg. Potscher im Schulbezirk Dresden-Land vom 8. bis 13. Juni 1936 durchgeführten Tierschutzwoche. Inzwischen ist die Tierschutzarbeit unter der Jugend auf die HJ. übergegangen. Radtke übernahm zugleich den Ausbau des Film- und Vortragswesens des Vereins und begann bereits nach kurzer Zeit einen Kursus über Tierseelenkunde in der Volkshochschule Dresden. […] Das Film- und Vortragswesen wurde in den kommenden Jahren weiter ausgebaut. Die Entwicklung der Filmtätigkeit fand ihren Höhepunkt in dem Erwerb einer Kopie des Reichstierschutzfilms im Jahre 1938, für dessen Herstellung der Verein eine größere Summe beigesteuert hatte. Auf diese Weise ist es möglich, den Mitgliedern und der Bevölkerung diesen wichtigen Film je nach Bedarf in seinen einzelnen Teilen vorzuführen. Die Veranstaltungen des Vereins sind in seinem Wirkungskreis zu einer ständigen und gern besuchten Einrichtung geworden. Radtke verließ den Verein im September 1935, um beim Reichstierschutzbund ein neues Wirkungsfeld zu finden.“

Auf dieser höheren Ebene vermochte nun Radtke bald sehr viel mehr kennenzulernen; zunächst den „Tierschutz im Schulunterricht“:

Auf Grund einer Eingabe des Reichstierschutzbundes um lehrplanmäßige Einfügung des Tierschutzes in den Schulunterricht ist am 15. November 1934 an alle Länderregierungen nachstehender Erlaß des Reichsministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung ergangen:

RU II D Nr. 581, U II G, RK.

Am 24. November 1933 hat die Reichsregierung das im Reichsgesetzblatt I Seite 987 veröffentlichte Tierschutzgesetz beschlossen, das am 1. Februar 1934 in Kraft getreten ist. Aus diesem Gesetz bitte ich, folgende Bestimmungen zur Kenntnis der Lehrkräfte der unterstellten Schulen zu bringen:

(Es folgt der Wortlaut der §§ l, 2, 5, 9 und 11 des Gesetzes, vgl. Reichstierschutzblatt vom Oktober 1935 S. 11 – 12.)

Ich bitte, dafür zu sorgen, daß die volle erziehliche Wirkung dieses Gesetzes in allen Schulen lehrplanmäßig sichergestellt wird. Ich würde es begrüßen, wenn schon jetzt auf die große Bedeutung des vor Jahresfrist von der Reichsregierung erlassenen Gesetzes im naturwissenschaftlichen Unterricht in geeigneter Weise hingewiesen würde.

Im Auftrage: gez. Bojunga.

In ähnlicher Weise hat auch der Thüringische Minister für Volksbildung am 3. 2.

1937 angeordnet, daß die Schüler aller Schularten noch eingehender als bisher mit den Fragen des Tierschutzes vertraut zu machen sind; als wirksames Mittel wird die Durchführung der Tierschutzwochen empfohlen, in denen der gesamte Unterricht die Sache des Tierschutzes zu fördern habe.“

Die Tierschutzarbeit für und durch die außerhalb der Schulen in der Hitlerjugend organisierten 14- bis 18jährigen indes kennzeichnete Radtke wie folgt:

„Die zentrale Leitung der Tierschutzarbeit in der Hitler-Jugend liegt – da die Einstellung des Volkes zum Tierschutz zweifellos ein Maßstab für seine Kulturhöhe ist – beim Kulturamt der Reichsjugendführung, die sich außerhalb der Heimabende vorwiegend des Rundfunks zur Vertiefung des Tierschutzgedankens unter der Jugend bedient. Alle Sparten des Rundfunks: Kinderfunk, Schulfunk u. a. werden dafür eingesetzt und alle Funkformen, wie Märchenspiele und Hörfolgen, verwendet, so daß alle Arbeitsstufen der Jugend erfaßt werden können. Da die Hitler-Jugend auch dem Führerrat des Reichstierschutzbundes angehört, ist ein steter Zusammenhang und die Zusammenarbeit mit den anderen Organisationen, die die gleichen Bestrebungen pflegen, gewahrt. Die Grundlage der Aufklärungsarbeit bildet das Reichstierschutzgesetz, das an Hand einer eigens auf die Jugend zugeschnittenen Darstellung in der Heimabendschulung behandelt wird.

Veranschaulicht wird die Darstellung durch unzählige praktische Beispiele aus dem Tierschutz, wie sie sich gerade für die HJ. besonders zahlreich ergeben. Auf Fahrt und im Lager, innerhalb und außerhalb des Dienstes, überall finden die Jungen und Mädel Gelegenheit zum praktischen Einsatz. Sie können aufklärend wirken und Tierquälereien verhüten helfen, sei es durch Einschreiten gegen böswillige Tiermißhandlungen oder gegen Tierquälereien aus Gedankenlosigkeit, z.B. Bärenschinderei von fahrenden Musikanten, wandernde Tierschauen, Überlastungen von Zugtieren,

das schutzlose Stehenlassen von Pferden in Regen und Kälte usw.

Ethische und praktische Ziele bestimmen die Tierschutzarbeit der HJ.: die Erkenntnis, daß das Tier ein beseeltes Geschöpf und keine Sache darstellt, und die Bedeutung der Tiere als Helfer des Menschen. Hierbei wird sich auch die weitverbreiteten irrigen Ansichten über die ,Katzenplage‘ richten und beweisen, welche Werte des Volksgutes jährlich durch den Schädlingsfeind ,Katze‘ vor der Vernichtung bewahrt bleiben. Ergänzt wird diese Schulung durch die Behandlung des Naturschutzgesetzes, Aufklärung über die Vivisektion, Schächtung usw. Durch diese ihre Tierschutzarbeit macht sich die Hitler-Jugend zum Sachwalter des Tierschutzgedankens in der deutschen Jugend, und sie wird durch seine weitere Verbreitung dafür Sorge tragen, daß Deutschland auch fernerhin in dieser Hinsicht an der Spitze der Kultur-Völker bleibt.

Ein Beauftragter des Reichstierschutzbundes verhandelte im Sommer 1939 mit den zuständigen Sachbearbeitern der Reichsjugendführung zwecks künftiger engerer Zusammenarbeit, nachdem der Leiter des Reichstierschutzbundes, Dr. Krebs, zuvor mit maßgebenden Männern der Reichsjugendführung die Grundlage für diese Verhandlung geschaffen hatte. Es wurde u.a. auch festgelegt, daß innerhalb der gesamten Hitler-Jugend ein Filmabendstreifen über Tierschutz zur Vorführung gelangen soll. Staatsrat Dr. Krebs hat für diesen Zweck einen Betrag von RM 3000.- zur Deckung der notwendigen Unkosten zur Verfügung gestellt“.

4. Durch richterliche Mitwirkung

Auf Nichtvolljährige fanden die Tierschutzgesetze zusammen mit dem Jugendgerichtsgesetz Anwendung. Aufgrund von dessen Bedeutung für die „Rechtspflege und Rechtspolitik“ veröffentlichte das Amtsblatt „Deutsche Justiz“ 1937 Beispiels halber den folgenden Fall:

„§ 9 Abs. 1 TierSchG., § 7 Nr. 3 JugGerGes.

Einem Jugendlichen, der eine besonders rohe Tierquälerei begangen hat, kann als besondere Verpflichtung i. S des § 7 Nr. 3 JGG. auch der Besuch der Versammlungen des örtlichen Tierschutzvereins auferlegt werden.

Jugendgericht Kassel v. 6. 10. 1937 – 6 Cs 40/37 —.

Gründe:

Der Angeklagte und der Bäckergeselle B. sind bei dem Bäckermeister B. in K. tätig.

Am Abend des 2. April 1937 stellten die beiden fest, daß sich in einem Zimmer des Hauses die dem Schleifer Z. gehörige Katze befand. […] Als der Angeklagte und B. die Katze in dem Zimmer entdeckten, jagten sie das Tier, das in dem Zimmer nichts angestellt und auch ihnen nichts zu Leide getan hatte, aus dem Zimmer auf den Hof, wo sie die Katze weiterverfolgten. Sie stellten das Fenster zum Keller mit Brettern zu, so daß die Katze nicht in den Keller und auf der anderen Seite auf die Straße flüchten konnte. Außerdem rief der eine von ihnen dem anderen zu, daß er sich auf die Treppe stellen sollte, um der Katze den Weg zur Treppe zu versperren. Dann jagten beide das Tier und schlugen mit Holzknüppeln auf dasselbe ein, so daß die Katze wimmerte und heulte. Trotzdem ließen beide aber von dem Tier nicht ab, sondern schlugen solange auf die Katze ein, bis diese tot zusammenbrach. Das tote Tier wurde von dem Angeklagten und B. beiseitegeschafft, wohin, hat sich nicht aufklären lassen.

Der Angeklagt ist somit der Tierquälerei im Sinne der §§ 1 und 9 Abs. 1 des Tierschutzgesetzes schuldig.

Daß der Angeklagte, der bereits 17 Jahre alt ist, die für die begangene Tat erforderliche Einsicht und Willensfähigkeit besitzt und auch zur Zeit der Tat besessen hat, unterliegt nach dem persönlichen Eindruck von der Reife des Angeklagten keinem Zweifel.

Das Jugendgericht ist in besonders leichten Fällen berechtigt, von Strafe abzusehen. Diese Wohltat und Vergünstigung kann aber für den Angeklagten aus zweifachen Gründen nicht in Betracht kommen. Einmal wegen der in der begangenen Tat zum Ausdruck gekommenen Roheit der Gesinnung. Zum anderen, weil der Angeklagte in so hartnäckiger und lügnerischer Weise bis zum letzten Augenblick seine Täterschaft geleugnet hat. […] Unter den geschilderten Umständen konnte die Tat auch nicht durch Geldstrafe gesühnt werden. Das Verhalten des Angeklagten und seines Helfershelfers ist so niedrig und abscheulich, daß nur eine Gefängnisstrafe eine gerechte und strenge Sühne für die Tat sein kann. Da der Angeklagte bisher unbescholten und nicht [vor]bestraft ist, hat das Gericht eine Gefängnisstrafe von zwei Wochen für ausreichend erachtet.

Diese Gefängnisstrafe war dem Angeklagten, um seine Zukunft nicht zu verbauen, auf die Dauer von drei Jahren unter einwandfreier […] Führung auszusetzen.

Es schien aber notwendig, die Aussetzung der Strafvollstreckung noch von weiteren Bedingungen abhängig zu machen, um dem Jugendlichen die Schwere seiner Verfehlung mit allem Ernst und Nachdruck zum Bewußtsein zu bringen. Wenn dem Jugendlichen die Strafvollstreckung erspart bleibt, dann muß er dafür seine Tat auf andere Weise sühnen und wiedergutmachen. Hierzu gehört, daß er in erster Linie einmal das begangene Unrecht durch eine gute Tat wieder ausgleicht. Der Jugendliche hat ein Tier gequält und zu Tode geschlagen. Nun soll er zu seiner inneren Reinigung und Läuterung zugunsten der Tiere von seinem eigenen geringen Verdienst den Betrag von 20. RM aufbringen. Er muß von dem wenigen, was er hat, eine für ihn beträchtliche Summe opfern für die Pflege und Hege des Tieres. Das Gericht erachtet es für dienlich zu bestimmen, daß dieser Betrag an den Tierschutzverein in K. und Umgebung, und zwar in Wochenraten von 1,50 RM geleistet wird. […] Darüber hinaus waren aber auch Erziehungsmaßregeln erforderlich. Die bei der Tat zutage getretene rohe Gesinnung des Angeklagten macht eine nachhaltige erzieherische Beeinflussung notwendig. Dem Angeklagten muß deshalb durch eine Verwarnung eindringlichst klargemacht werden, worin er gefehlt hat. Gleichzeitig muß ihm aber auch der Weg gewiesen werden, um sich innerlich wandeln und die rechte Einstellung zum Tier gewinnen zu können. Aus diesem Grunde hat das Jugendgericht als Erziehungsmaßregeln weiter bestimmt, daß der Jugendliche künftig an den Mitgliederversammlungen des Tierschutzvereins teilzunehmen hat. Hier wird er in einem Kreise von Menschen, die sich den besonderen Schutz, die Pflege und Hege der Tiere zur vornehmsten Aufgabe gemacht haben, lernen, daß das Tier der beste Freund des Menschen ist.“

VI. Publikationen zum Tierschutz

Wie in der Praxis, so war der Tierschutz auch am Schreibtisch ein fortlaufend behandeltes Thema. Neben den rechtswissenschaftlichen Beiträgen, die im Literaturverzeichnis dieser Arbeit aufgelistet sind und denen wir im bisherigen Text begegnet sind, wurde der Tierschutz auch in allgemeinverständlicher Weise durch Film, Rundfunk und gar auch schon Fernsehen „propagiert“. An Druckerzeugnissen sind noch Kalender sowie Zeitschriften hervorzuheben, hieraus namentlich der Reichs-Tierschutz-Kalender vom Reichstierschutzbund und Der deutsche Tierfreund vom „Deutschen Tierschutzwerbedienst“ (DTW) – so hieß der ehemalige „Berliner Tierschutz-Verein e. V. für alle Länder deutscher Sprache“, der ab Dezember 1933 Träger des Reichstierschutzbundes gewesen war, seit dessen Umzug mit Dr. Krebs nach Frankfurt a.M. hinfort.

[…]

3. Hitlers Sonderzuschüsse für den Reichstierschutzbund

Doch am Reichsfinanzministerium konnte der Krieg ab 1942 nicht mehr spurlos vorbeigehen. Aus einer Besprechung mit Ministerialrat Hager (RMdI) ergab sich am 9. September 1941, „dass der Tierschutzverein aus Mitteln der Präsidialkanzlei in den letzten Jahren eine Beihilfe von jährlich 30 000 RM erhalten habe.

Der Vorsitzende des Tierschutzvereins, Oberbürgermeister Krebs, Frankfurt/M., rechnet damit, auch in künftigen Jahren diese Beihilfe von der Präsidialkanzlei zu erhalten. RMdI. ist der Meinung, dass die dem Tierschutzverein zufliessenden Beihilfen gekürzt werden können.“

Diesen Streit entschied Hitler jedoch folgenderweise:

„Der Staatsminister und Chef der Reichskanzlei des Führers und Reichskanzlers teilt mit Schreiben vom 3. l. 1942 – RP 44/42 – mit, dass der Führer dem Reichstierschutzbund erneut eine Beihilfe von 30 000 RM zur Verfügung gestellt habe. Reichshauptkasse ist mit F 9400-178/42 I vom 7. Januar 1942 angewiesen, 30 000 RM aus Mitteln bei Einzelplan XVII Kap. 1 Tit. 32 an den Reichstierschutzbund zu überweisen.“

Obwohl das Reichsinnenministerium sich bis dahin gegenüber Tierschutzsachen immer offen gezeigt hatte, veranlasste es am 10. März 1942 aus Gründen der „durch die Kriegsverhältnisse gebotene[n] Rücksichtnahme auf die Geschäftslage“ eine Überprüfung der vom Reichstierschutzbund vorgelegten Abschlüsse und Verwendungsnachweise und wollte sodann daraus Rücklagen i.H.v. 30.346,74 RM und 48.641,98 RM je für die Geschäftsjahre 1938 bzw. 1939 erkannt haben. Daraufhin ließ Dr. Frick am 18. Mai 1942 an Dr. Krebs schreiben: „Nachdem auch der unter dem Gesichtspunkt sparsamer Bewirtschaftung der Reichsmittel aufgestellte Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1942 zur Durchführung des Tierschutzgesetzes nur einen Ausgabebetrag von 1000 RM bereitgestellt hat, bin ich vorerst nicht in der Lage, die weitere Gewährung von Reichsmitteln für die Aufgaben des Reichstierschutzbundes in Aussicht stellen zu können.“

4. Tierschutzvereine während des Krieges

Trotz dieser drastischen Finanzeinschränkung sei die Arbeit des Reichstierschutzbundes – wie die vieler anderen Tierschutzvereine auch – erst „mit dem Zusammenbruch des Reiches im Jahre 1945“ zum Erliegen gekommen. Nach Jahren voll ganz anderer Nöte veranlasste später erst wieder im März 1948 ein Oberbürgermeister von Frankfurt a.M. – inzwischen Dr. Walter Kolb – die (Neu-) Gründung des „Deutschen Tierschutzbundes“, welcher sich nunmehr „eine neue[,] demokratische Satzung gab“, so „daß nun alle deutschen Tierschutzvereine […] ohne den früheren Zwang dem Deutschen Tierschutzbund [sollten] beitreten“ können. Nichtsdestotrotz stellte Dr. Giese fest:

„Es ist nicht zu leugnen, […] daß der Reichs-Tierschutzbund unter der Leitung des Oberbürgermeisters Dr. Krebs. Frankfurt a.M., und die deutschen Tierschutzvereine in harmonischer Zusammenarbeit eine rege und ersprießliche Tätigkeit zum Nutzen und zur Besserung des Loses der Tiere entfaltet und einen zielbewußten praktischen Tierschutz in den Städten und auf dem Lande organisiert und vorwärts getrieben haben. Es sei nur erinnert an die erfolgreichen Arbeiten bei den Gerichten, bei der Polizei, in den Schulen, bei der Neugründung von Tierschutzvereinen, namentlich auf dem Lande, an die Aufnahme vergleichender Rechtsuntersuchungen, an die vielversprechenden Verbindungen mit dem Tierschutz im Auslande u.a.m.

Frankfurt a.M. war in dieser Zeit die Zentrale der deutschen Tierschutzbewegung, die Stadt des deutschen Tierschutzes, geworden. Die Arbeit des Reichs-Tierschutzbundes und der Tierschutzvereine fand dann auch in der Öffentlichkeit und bei den Behörden Anerkennung und erfreute sich eines beachtlichen Ansehens.“

Die Tierschutzvereine Deutschlands hatten selbst noch inmitten der größten Kriegsnot ihre Bemühungen nicht sinken lassen. „Vieles war in schwerster Zeit zu schaffen. Dass es auch geschaffen werden konnte, danken wir der Hilfe unserer Mitglieder, Freunde und Gönner.“ Gerade in jener Zeit hatte man in vielen der ältesten, der „ersten deutschen Tierschutzvereine – in Dresden (1839), Hamburg, Berlin, Frankfurt a.M. (1841) und München (1842)“ das 100jährige Bestehen zu begehen, weswegen sie alle in ihren jeweiligen Festschriften einen besinnlichen Rück- und zuversichtlichen Ausblick unternahmen.

So schrieb Herbert Pause nur sechs Jahre vor dem Untergang der Sächsischen Hauptstadt:

„Wenn sich der Verein seit 1933 in ungeahntem Maße entwickeln konnte, so verdankt er das ganz wesentlich der tierfreundlichen Einstellung des sächsischen lnnenministers Pg. Dr. Fritsch, der die Tätigkeit der Tierschutzvereine ständig im Auge behielt und durch Verordnungen über Wandertierschauen und Beseitigung von Tiermißbrauch im Wandergewerbe im Reich voranging. Er gab damit den Tierschutzvereinen die Möglichkeit, sich als Helfer der Behörden auf diesem Gebiet einzuschalten.

So kann der Tierschutzverein Dresden und Umgebung mit Stolz auf diese 100jährige Geschichte zurückblicken. Durch seine reichen Arbeitsmöglichkeiten, durch die Sachlichkeit seines Außendienstes ist er geschätzt nicht nur bei der Bevölkerung, sondern auch bei den Behörden, die sich seiner Mithilfe gern bedienen. Diese Tatsache berechtigt uns, der Hoffnung und dem Wunsche Ausdruck zu geben, daß der Verein, wie im vergangenen Jahrhundert, auch fernerhin erfolgreich tätig wird zum Wohle der Tiere.“

Und in der Reichs- und Preußischen Hauptstadt konnte der dortige Tierschutzvereinsleiter Amtsgerichtsrat H.B. Marggraf 1941 ausrufen:

Es „überraschte uns am 1. September 1939 der Krieg. Naturgemäß ist die Arbeit dadurch sehr erschwert. Nach und nach ist ein zahlreicher Teil der Belegschaft zu den Fahnen geeilt und steht im Felde. Unter den Heimgebliebenen hat der Tod Lücken gerissen, andere sind ausgeschieden und Ersatz ist nicht oder nur sehr schwer zu bekommen.

Aber unverdrossen setzt der Verein seine Tierschutzarbeit fort. Gewiß fordert der Krieg die Anspannung der Kräfte zu einem anderen, höheren Ziel. Und stets steht im Vordergrunde jedes Interesses der Mensch. Auch dieser so oft gehörte Einwand ist richtig. Aber so viel Zeit und so viel Liebe ist immer noch da, um auch die Tiere nicht zu vergessen. Auch im Kriege nicht! Und gerade im Kriege nicht! Vergessen wir nie, welche wertvollen Dienste z.B. die Kriegspferde, die Meldehunde und die Brieftauben der kämpfenden Truppe leisten.

Ein Jahrhundert Tierschutz ist abgeschlossen. Unendlicher Dank gebührt all den vielen Helfern, die in uneigennütziger Weise bemüht waren, der Vereinsarbeit die Wege zu ebnen. Dieser Dank sei hier zum Ausdruck gebracht. Insonderheit aber sei der Dank dargebracht unserem Führer Adolf Hitler für alles, was er für die Tierwelt getan hat.“

Die überschwenglicheren Bayern schließlich gedachten 1942 in ihrer Hauptstadt – zugleich der auch der nationalsozialistischen Bewegung – feierlich alles Erreichten:

„Das Jahr 1933, in dem Adolf Hitler die Staatsführung übernahm, brachte sofort mehr Erfolge als der Tierschutzverein in bald 100jähriger Bemühung zu erreichen vermochte. Wohl zur grossen Freude und Befriedigung aller gutgesinnten Menschen wurde das Tier als Lebensgefährte, Helfer und Beschützer des Menschen anerkannt.

Der nationalsozialistische Staat Adolf Hitlers stellte sich auf dem Gebiete des Tierschutzes an die Spitze aller Staaten der Erde. Auf der Grundlage der Verbundenheit alles Lebendigen gewährte man den Tieren gewisse Rechte nicht um der Nützlichkeit, sondern um der Tiere selbst willen. Das vor 100 Jahren begonnene [Nach-] Denken über die Stellung des Tieres im Weltganzen wurde in das Staatsdenken eingegliedert[‚] und die auf dieser Grundlage erlassenen Gesetze und Vorschriften wurden für das Volksganze verpflichtend.“

Nun ist Ihnen sicherlich verständlich, warum es ein solches Buch nicht für 3,99 bei Thalia & Co. geben darf. So funktioniert – seit Jahrhunderten – die jüdische Zensur. Immer schön „unbemerkt“ durch die „kalte Küche“. Und wenn dann Menschen wie der bekloppte Hafenmayer kommen und behaupten, die Jüdlein hätten da ihre Finger mit im Spiel… „BRD-Juristisch“ keine Beweise!

Werden oder bleiben Sie ehrlich, aufrichtig, der Natur verpflichtet, Ihrem Volk treu, den Göttern – wie auch immer Sie diese nennen – gewogen und anständige Menschen – eben – Nationalsozialisten!










Autor: endederluege

Hier stehe ich, Henry Hafenmayer, ehemaliger deutscher Lokführer. Ich kann dem Völkermord an meinem Volk nicht mehr tatenlos zusehen. Ich tue meine Pflicht. Ich tue was ich kann.

10 Gedanken zu „Gesetzlicher Tierschutz im Deutschen Reich“

  1. OT:

    Ich stieß heute auf die komplette Vorlesung (Britta) des Menuhin Buches „Wahrheit sagen, Teufel jagen“.

    Da die Vorlesung in der BRD zumeist zensiert oder gelöscht wird, sollte man die Möglichkeit nutzen sie komplett herunterzuladen und auf diversen Plattformen hochladen.

    1) Sollte jeder Deutsche dieses Buch lesen (hören)

    2) Wäre es doch schade drum, wenn Brittas Arbeit durch Zensur und Sperrung behindert wird.

    Wahrheit sagen, Teufel jagen
    ->

    https://www.bitchute.com/video/5ONMvnGZzpVZ/

  2. Lieber Herr Hafenmayer,

    ist Ihnen ein Fall oder mehrere bzw. der im konkreten Fall einer ‚kalten Zensur‘ bekannt?
    Oder handelt es sich um eine sicher verständliche Mutmaßung.

    Manche Buchpreise ergeben sich auch einfach aufgrund der niedrigen Auflage in Folge der Druckkosten.

    Bücher wie vorgestelltes oder erwähntes oder z. B. die Totenbücher von Ausschwitz oder sehr spezifische Fachbücher z. B. der Medizin haben eben ob des sehr kleinen Leserkreises und der daraus resultierenden kleinen Auflage zwangsläufig einen wesentlich höheren Preis.

    Dies einfach als Anmerkung.

    1. Verehrte/er DIA,

      ein Buch im Format A5 mit 577 Seiten Inhalt läßt sich zu marktüblichen Preisen für 4,28 € (brutto!) herstellen, wenn nur 25 Stück gedruckt werden sollen. Bei höherer Stückzahl sinkt der Preis noch. Selbst wenn man einen Gewinn für den Verlag und eine Provision für den Autor einkalkuliert, ist es nur schwer erklärlich auf über 100 € zu kommen.

      Oder nehmen Sie den Fall der „Kommandanturbefehle“ , dieses Buch wird im Handel für 140 € angeboten.

      Was also ist dies, wenn nicht „kalte Zensur“?

      Im Fall der Kommandanturbefehle z.B. werden die „Macher“ von Steuergeldern finanziert und müssen nicht vom Erlös der Bücher leben. Weshalb wird dieses Buch dann dem deutschen Volk nicht für 14,88 € angeboten 😉 Die Druckkosten wären damit leicht eingespielt.

      GruSS H H

  3. Der Ritus des jüdischen Schächtens, den auch Manfred Kyber zutiefst angeprangert hat, weswegen sich auch ein Schweizer Arzt auf das Heftigste mit der sog. jüdischen Kultusgemeinde (Manfred Kyber spricht denen, die einem Tier derartiges antun, jede Kultur ab, was auch bereits General Patton seiner Frau in seinen Briefen an sie mitgeteilt hat) angelegt und Filmaufnahmen davon veröffentlicht hat, für die es mehr als starke Nerven braucht, wird ebenso von den Muselmanen, die den Halbmond anbeten, der aber nur ein Sichelmond ist, praktiziert, so wie sie ihren Jungen ebenso die Vorhaut abschneiden, was auch ein angeblich religiöser Ritus beider sein soll, der damals so von ihren ‚Gottheiten‘ deklariert wurde, weil sie sich nicht gewaschen haben, wo man(n) sich waschen sollte, was mit erheblichen Krankheiten verbunden war. Doch was kann man schon von Individuen erwarten, die gemäß General Pattons Aufzeichnungen in die Zimmerecke schei… und ihre Abfälle in die Toilette werfen oder meinen, sie könnten unsere Frauen wie daheim ihre Schafe benutzen.
    Sodom und Gonorrhoe lassen grüßen..

    In dem Film ‚Emmas Glück‘ lockt eine junge Bäuerin ihre Schweine, die sie schlachten will, mit Leckereien an einen mit Stroh ausgelegten Platz unter einem großen Baum und läßt sie dort in aller Ruhe im gemeinsamen Spiel gewähren, bis sie ihnen in einem kurzen Moment sicher und leicht einen Schnitt mit einem extrem scharfen Messer durch die Kehle zieht und bevor sie auf 9 gezählt hat, ist das Tier sanft rüber gegangen. Danach zieht sie es auf einen Bollerwagen und fährt es damit in den Raum, wo sie es fachgerecht ausnimmt.

    Ich habe einmal eine Kuh in einem der nur für ein Tier vorgesehenen nach oben offenen Transportanhänger vor einer Metzgerei stehend erlebt, die am ganzen Körper zitterte. Das hat mich an eine eigene Erfahrung als 13jähriger vor einer Blinddarm-OP erinnert, als ich auf dem Wagen liegend vor dem OP noch warten mußte, bis ich rein geschoben wurde, am ganzen Körper zitternd, zähneklappernd, als würde ich bei Eiseskälte frieren.
    Reaktionen des Körperelementals, das aus dem Tierreich kommend, erfasst, was ihm in solchen Situationen widerfahren ist. Da helfen auch keine zuvor gegebenen Beruhigungsmittel.

    Jesus hat gesagt: „Was ihr dem Geringsten unter euch angetan habt, das habt ihr mir angetan.“
    Und mit ‚mir‘ meinte Jesus nicht sich als Person, sondern den ‚Christus‘, den er durch sein inneres intensives Training hervorgebracht und in seinem Herzen manifestiert hat. Deshalb ist er vom ‚Vater‘ gesandt worden, uns dies zu lehren, den Christus in uns zu manifestieren, denn er sagte auch: „Was ich getan habe, könnt auch ihr tun und noch mehr darüber hinaus.“
    Der ‚Vater‘ schickt uns und zur ‚Mutter‘ kehren wir heim.

    Deshalb sollten wir auch und besonders gegenüber den Tieren tiefes Mitgefühl und Dankbarkeit leben.

    HerzLicht

  4. Lieber, werter Henry Hafenmayer,

    es ist immer wieder verwunderlich wo und wie Sie, sowie auch der Kurze, diese Kleinode auftun.
    Hochentwickelte Tierseelen sind es, die durch all unsere Leben hindurch jeweils neu unsere Körper als Körperelementale oder der Geist de Fleisches bauen. Viel zu wenig wissen die meisten über diese geistigen Lehren.

    Bei dem, was unser ehm. Führer Reichskanzler Adolf Hitler in nur 3 Jahren seiner Amtszeit geleistet hat, was letztlich sicher der Grundstock dafür war, daß das Deutsche Volk ihm durch dick und dünn bis zuletzt erhobenen Hauptes gefolgt ist, liegt es nahe, auch bei seinen eigenen Lebensprinzipien, daß er wahrscheinlich einer der Eingeweihten war, der Dinge schauen konnte, so wie es Viktor Schauberger, der Wasserseher oder Manfred Kyber, der Anwalt der Tiere konnte. Von ihm gibt es beim Kopp-Verlag, so es da noch angeboten wird, das Taschenbuch ‚Tierschutz und Kultur‘, das in der Zeit um 1930 geschrieben, heute aktueller denn je ist und von daher in jeden deutschen Haushalt gehört.

    Aus o. e. Grund ist es so wichtig, daß wir Tieren bei uns ein liebevolles Zuhause geben und ihnen so die Möglichkeit geben, im gemeinsamen Zusammenleben zu dienen, um ihnen den Weg zu ebnen für ihre künftige Aufgabe. Denn wir stammen nicht vom Affen ab, vielleicht gewisse Individuen von weiß Gott woher, doch Menschenaffen sind wie Geparden keine Schöpfungen der Evolution, sondern wurden auf Atlantis von Schwarzmagiern im Kleid der Hohepriester gezüchtet.

    HerzLicht

    1. Also bei eBay würde ich das Buch definitiv nicht bestellen, da kommt zum höchsten Preis auch noch Porto dazu …
      Nein, Spaß beiseite. Verstehe ich das richtig, der Verlag wird hier dazu ‚verpflichtet‘ daß Buch zu dem Preis zu verkaufen?
      Das Buch wird ja sicher keine Auftragsarbeit gewesen sein, für das man dem Autor ein Vorschußhonorar in Millionenhöhe gezahlt hat, wie z. B. für den nächsten Band von Harry Potter, nachdem der erste verkauft wurde wie geschnitten Brot.
      Auch wenn ich mir als Autor natürlich möglichst hohe Einnahmen als Honorar für mein Buch wünsche, ist der Preis für solch ein Buch derart utopisch hoch, daß die meisten, wie Sie bereits schreiben, das Buch da lassen wo es ist.
      Aber auch Versandbüchereien wie Thalia, Weltbild und Co. werden sich ein derart überteuertes Buch nicht freiwillig in großen Mengen in den Bestand nehmen.
      Somit würde ich als Autor bei der Suche nach einem Verlag dem sicher eher nicht zustimmen und einen anderen Verlag aufsuchen.Doch auch ein Verlag weiß nur zu gut, zu welchem Preis sich ein Buch am Markt verkaufen läßt und kein Verlag verlegt ein Buch, daß sich nicht entsprechend vermarkten lässt.
      Von daher stellt sich die Frage, ob dem Verlag der VK in der Folge ’nahegelegt‘ worden ist, um es am Markt belassen zu dürfen.

      Da den Natioalsozialisten wieder und wieder und wieder die Bücherverbrennung von einigen unwesentlichen Autoren vorgeworfen wird, wäre es wichtig, auch hier Licht ins Dunkel zu bekommen, ungeachtet, daß nach 1945 von den ‚Demokraten‘ ein Vielfaches mehr an Büchern verbrannt worden ist.

      Das Buch ‚Wahrheit sagen – Teufel jagen‘ war, als ich anfangs davon hörte, da zumindest in der BRD überhaupt nicht erhältlich, worauf mir ein Bekannter aus GB mitteilte, daß es dort für 70 £ zu haben sei.

    2. Der Ritus des jüdischen Schächtens, den auch Manfred Kyber zutiefst angeprangert hat, weswegen sich auch ein Schweizer Arzt auf das Heftigste mit der sog. jüdischen Kultusgemeinde (Manfred Kyber spricht denen, die einem Tier derartiges antun, jede Kultur ab, was auch bereits Genaeral Patton seiner Frau in seinen Briefen an sie mitgeteilt hat) angelegt und Filmaufnahmen davon veröffentlicht hat, für die es mehr als starke Nerven braucht, wird ebenso von den Muselmanen, die den Halbmond anbeten, der aber nur ein Sichelmond ist.

      In dem Film ‚Emmas Glück‘ lockt eine junge Bäuerin ihre Schweine, die sie schlachten will, mit Leckereien an einen mit Stroh ausgelegten Platz unter einem großen Baum und läßt sie dort in aller Ruhe im Spiel gewähren, bis sie ihnen in einem kurzen Moment sicher und leicht einen Schnitt durch die Kehle zieht und bevor sie auf 9 gezählt hat, ist das Tier sanft rüber gegangen. Danach zieht sie es auf einen Bollerwagen und fährt es damit in den Raum, wo sie es fachgerecht ausnimmt.

      Ich habe einmal eine Kuh in einem der nur für ein Tier vorgesehenen nach oben offenen Transportanhänger vor einer Metzgerei stehend erlebt, die am ganzen Körper zitterte. Das hat mich an eine eigene Erfahrung als 13jähriger vor einer Blinddarm-OP erinnert, als ich auf dem Wagen liegend vor dem OP noch warten mußte, bis ich reingeschoben wurde, am ganzen Körper zitternd, die Zähne klappernd, als würde ich bei Eiseskälte frieren.

      Reaktionen des Körperelementals, das aus dem Tierreich kommend, erfasst, was ihm in solchen Situationen widerfahren ist.
      Da helfen auch keine zuvor gegebenen Beruhigungsmittel.

      Jesus hat gesagt: „Was ihr dem Geringsten unter euch angetan habt, das habt ihr mir angetan.“
      Und mit ‚mir‘ meinte Jesus nicht sich als Person, sondern den ‚Christus‘, den er durch sein inneres intensives Training hervorgebracht und in seinem Herzen manifestiert hat. Deshalb ist er vom ‚Vater‘ gesandt worden, uns dies zu lehren, den Christus in uns zu manifestieren, denn er sagte auch: „Was ich getan habe, könnt auch ihr und noch mehr darüber hinaus.“
      Der ‚Vater‘ schickt uns und zur ‚Mutter‘ kehren wir heim.
      Deshalb sollten wir auch und besonders gegenüber den Tieren tiefes Mitgefühl und Dankbarkeit leben.

      1. PS:
        am Ende des ersten Absatz fehlt hinter ‚…. Sichelmond ist.‘ vor dem Punkt noch ‚praktiziert, so wie sie ihren Jungen ebenso die Vorhaut abschneiden, was auch ein angeblich religiöser Ritus beider sein soll, der damals so deklariert wurde, weil sie sich nicht gewaschen haben, wo man(n) sich waschen sollte, was mit erheblichen krankheiten verbunden war. Doch was kann man schon von Individuen erwarten, die gemäß General Pattons Aufzeichnungen in die Zimmerecke schei… und ihre Abfälle in die Toilette werden oder meinen, sie könnten unsere Frauen wie daheim ihre Schafe benutzen.
        Sodom und Gonorrhoe lassen grüßen.

      2. bitte den und den nachfolgenden Beitrag entfernen. Zuviele Schreibfehler. Es ist kaum möglich in den Kommentarspalten einen umfassenden Beitrag zu verfassen. Den Beitrag füge ich als einen überarbeitet neu ein. DANKE!
        Gerne wüßte ich, welche Rechtschreibprüfungsregeln hier Anwendung finden. Das gilt nicht nur für dieses geniale Forum.

  5. Danke , dass Sie auch dieses Themas gedenken!
    Der Tiere- unsere Mitgeschöpfe, die ohne den Menschen sicher besser dran wären! . .
    Das Tier hatte im 3. Reich eine ganz andere Stellung samt Tierschutzes, als wir ihn heute in diesem verkommenen Staatsgebilde tagtäglich mitleidlos und vor allem leidvoll für die Tiere praktizieren. Am 24. November 1933 wurde das erste deutsche Tierschutzgesetz verabschiedet. Hermann Göring gab noch 1933 einen Erlaß gegen die Vivisektion an Tieren. „Für den deutschen Menschen sind die Tiere nicht nur Lebewesen im organischen Sinne, sondern Geschöpfe, die ein eigenes Empfindungsleben führen, die Schmerz empfinden, Freude, Treue und Anhänglichkeit empfinden“, schrieb Göring. Er wandte sich dagegen, Tieren bei lebendigem Leib das Herz freizulegen, den Schädel aufzumeißeln oder Gliedmaßen abzuschneiden, „um zu beobachten, wie die Organe arbeiten und was für Folgen nach dem Verlust derselben auftreten“

    Jeder Mensch ist wertvoll. Und die Tiere? Zu Ver- und Gebrauchsgüter verkommen. 60 Milliarden Mitgeschöpfe schlachten wir rund um den Erdball jedes Jahr mit steigender Tendenz um zu „fressen“ und so dick zu werden wie jetzt 60% der Menschen. Unser Übermaß der Produktion an Fressalien hat Ausmaße angenommen, dass alleine in der BRD ca. 14 Millionen Schweine auf dem Müll landen! Das größte Raubtier, der Mensch geht um! –
    Zu keiner Zeit hat eine einzige Spezies dieser Größe in solcher Anzahl den Planeten heimgesucht. Aber wir sind ja die Krone der Schöpfung. Welcher Schöpfung? Wir sollten uns immer vor Augen halten, dass wir zu 90% dieselbe DNA in uns tragen wie die Schweine! Lebewesen aus Fleisch & Blut, hoch intelligent mit Empathie wie wir!
    Der Mensch ist mit dessen vernichtenden Wesen ein völlig artfremdes Geschöpf, das dieser Mutter Erde nicht entsprungen sein kann.
    Die Natur braucht uns zu keinem Zeitpunkt!
    Aber dieser Mensch, er braucht, missbraucht und vor allem verbraucht die Natur tagtäglich!
    Milliarden Jahre hat Mutter Erde ohne den Homo sapiens funktioniert. Kaum hat diese selbsternannte „Krone der Schöpfung“ den Erdenball betreten, geht es unweigerlich in die Katastrophe.

    Ich darf darauf hinweisen, dass bereits im Jahre 2008 ein Buch von Daniel Heintz erschienen ist: Tierschutz im Dritten Reich
    Unter diesem Link lässt sich Weiteres dazu lesen: https://verschwiegenegeschichtedrittesreich.wordpress.com/2017/01/18/tierschutz/

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