Schwere Menschenrechtsverletzungen in Österreich

Mehr als 12 Haft für gewaltfreie Kritik an der offiziellen Geschichtsschreibung, Tod im Gefängnis nach 20 Monaten Haft ohne Anklage *), Einschüchterung von Regimekritikern, Schweigen der Systempresse: Wo kann das sein?

In der früheren Sowjetunion?

Nein, in Österreich!

Dort findet am Montag, den 4. März um 9 Uhr ein neuerlicher Geschworenenprozeß gegen den 66jährigen Diplomingenieur Wolfgang Fröhlich statt. Nach über 12 Jahren Haft hätte er am 10. Januar 2019 entlassen werden müssen, weil das OLG eine weitere Verurteilung aufgehoben hatte. Doch er wurde weiter in Haft gehalten! Ein Relikt des Stalinismus bietet in Österreich die Grundlage für schwerste Menschenrechtsverletzungen: Das sogenannte Verbotsgesetz Paragraf 3.

Termin: Montag, 4. März 2019, 9 UhrLandgericht Krems,

Josef-Wichner-Straße 2, A-3500 Krems an der Donau

Das letzte Opfer des Verbotsgesetzes war Dr. Hans Berger. Er starb am 10. August 2018 an den Folgen der Haftbedingungen im Gefängniskrankenhaus in Wien.

Serious human rights violations in Austria

More than 12 detention for non-violent criticism of the official Historiography, death in prison after 20 months imprisonment without charge *), Intimidation of regime critics, silence of the system press: where can that be?

In the former Soviet Union?

No, in Austria!

There, on Monday, 4 March at 9 clock a new jury trial against the 66-year-old engineer Wolfgang Froehlich instead. After more than 12 years in prison, he would have had to be released on 10 January because the OLG had overturned another conviction. But he was kept in detention! A relic of Stalinism in Austria provides the basis for grave violations of human rights: the so-called Prohibition Act Paragraph 3.

Meeting: Monday, 03-04-2019 at 9 clock District Court Krems,

Josef-Wichner-Str. 2, A-3500 Krems/Donau*

 

*) The last victim of the prohibition law was Dr. Hans Berger. He died on 10

August 2018 of the consequences of the prison conditions in the prison-hospital

in Vienna.

Autor: endederluege

Hier stehe ich, Henry Hafenmayer, ehemaliger deutscher Lokführer. Ich kann dem Völkermord an meinem Volk nicht mehr tatenlos zusehen. Ich tue meine Pflicht. Ich tue was ich kann.

5 Gedanken zu „Schwere Menschenrechtsverletzungen in Österreich“

  1. Der russische Text – fuer alle Interessierten

    Серьезные нарушения прав человека в Австрии
    Более 12 арестов за ненасильственную критику официальной историографии, смерти в тюрьме после 20 месяцев заключения без предъявления обвинения *), запугивание критиков режима, молчание системной прессы: где это может быть?
    В бывшем Советском Союзе?
    Нет, в Австрии!
    Там в понедельник 4 марта в 9 часов утра начнется новый суд присяжных против 66-летнего инженера Вольфганга Фрёлиха. После более чем двенадцати лет тюремного заключения он должен был бы быть освобожден 10 января 2019 года, так как земельный суд отменил дальнейшее его нахождение в тюрьме. Все же, он по-прежнему пребывает в заключении! Реликт сталинизма является основой для самых тяжелых нарушений прав человека в Австрии: так называемый закон о запрете, параграф 3.
    Дата начала судебного заседания: понедельник, 4 марта 2019 года, 9 часов утра, земельный суд Кремса, Йозеф-Вихнер-штрассе, 2, A-3500 Кремс на Дунае (Josef-Wichner-Straße 2, A-3500 Krems an der Donau).

    *) Последней жертвой закона о запрете был доктор Ханс Бергер. Он умер 10 августа 2018 года в тюремной больнице в Вене вследствие условий нахождения в тюрьме.

  2. Finsteres Mittelalter. Es herrscht ein brutales, theokratisches Verbrecherregime. Wer gegen die Glaubenssätze verstößt, wird an die Löwen verfüttert. Aufschiebende Wirkung hat nur die „hochnotpeinliche Befragung“ in den Kellern des Regimes.

  3. Hallo Hr. Hafenmayer

    War heute am 26.2.19 in Nürnberg im Landgericht Fürterstraße 110 Saal 226 da fand leider kein Prozess statt.
    Würde mich über eine Mail freuen, wenn Sie wissen, wann der Prozess stattfindet

    1. Lieber „weihrauch20“.

      leider haperte es ein wenig am Informationsfluß. Erst auf Anfrage erhielt ich gerade folgende Meldung:

      Lieber Henry,
      ja, die Verhandlung wurde verlegt. Ich schicke hier die Umladung. Ich hatte die Info in meinem Verteiler weitergegeben; offensichtlich habe ich Sie dabei übersehen. Ich hoffe, dies hat keine unangemessenen Kommentare verursacht.

      Dann also im April – und vorher noch am 12. März, Sitzungssaal A 221 um 9 Uhr in München, Nymphenburger Str. 16 – ebenfalls in Sachen § 130!

      Mit besten Grüßen!
      Ernst Cran

      (Der Termin ist vorerst auf den 16.04.2019 um 9:00 Uhr vertagt)

      GruSS H H

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